Archive for Dezember, 2014


Killerfahrer

Wenn ich aus der Sicht eines Radfahrers — sorry: Rad Fahrenden — täglich erlebe, wie einige meiner Mitmenschen — oder heißen die jetzt „mit menschende“ — Auto fahren, bin ich manchmal ganz froh, dass Schusswaffen hier nicht ganz so einfach zu erwerben sind…

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Dinge einfach kriminell machen

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „dass es vor dem 20. Jahrhundert die so genannte ‚Drogenkriminalität‚ noch gar nicht gab, die Substanzen aber sehr wohl. Und. Glaub nicht und niemals, dass vor dem 20. Jahrhundert viele Jahrhunderte der Abstinenz lagen! Die gleichen Leute, die so leicht erbosen und vor brutal tatkräftiger Moral nur so sprudeln, wenn irgendwo in der Welt religiös maskierte Barbaren die Köpfe der Andersgläubigen abschlagen, haben kein Problem damit, hier gewisse Pflanzen für illegal zu erklären und die Nutzer dieser Pflanzen wie Schwerverbrecher zu behandeln, mit der ganzen staatsbrutalen Wucht des Justiz- und Strafvollzugsapparates. Was alle Herrschaft eint, ist der Wille, anderen Menschen mit Gewalt aufzuzwingen, wie sie nach Meinung der Herrschenden zu leben haben, und ist der Maßstab auch noch so absurd“.

Überall Keimblätter

Als Politik und Massenmedien versuchten, den Rassismus¹ und den immer noch bei vielen Menschen verbreiteten Unwillen, wirklich jedem Menschen diese so genannten „Grundrechte“ zu gewähren, unter einer tiefen Schicht des Verschweigens zu begraben, da wussten sie noch nicht, dass es sich um Samen handelt, der sicher aufgehen wird, wenn man ihn zu begraben sucht. Und. Jetzt haben sie den Salat…

¹Nein, es gibt in der BRD keine „Ausländerfeindlichkeit“, wie sie die Massenmedien in ständiger Reproduktion dieser Verdrängung in die Hirne stanzen wollen. Die damit bezeichnete Haltung kümmert sich nicht um Pass und Staatsangehörigkeit, sondern um die Haut- und Haarfarben; und dies sogar bei Menschen mit einem deutschen Pass, also bei Inländern. Was der offizielle journalistische und politische Neusprech eine „Ausländerfeindlichkeit“ nennt, ist ein Rassismus.

Technofeudalismus

Die Idee, dass Menschen für etwas bezahlen, es dadurch aber nicht besitzen, sondern lediglich lizenzieren, ist nichts weniger als eine Rückkehr zum Feudalismus.

via Charles Roth MPC

Akteneinsicht

Wo kann ich in der BRD eigentlich beantragen, mir einmal in aller Ruhe die Akte anzuschauen, die der BRD-Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ über mich angelegt hat?

Dekoration

Der Vorübergehende sagte zu seiner Zeitgenossin: „Der Gestank wird nur noch auffälliger, wenn man einen Haufen Scheiße weihnachtlich dekoriert — wohl dem, dessen Geist und dessen Nase abgestumpft ist, wehe dem, der noch was fühlt“.

37 Personen gefällt das…

Foto im Facebook-Profil von Peer Steinbrück. Schneebedecktes Holocaust-Mahnmal in Berlin, im Hintergrund die Kuppel des Reichstages. Dazu der Text 'Das Team von Peer Steinbrück wünscht frohe Weihnachten, erholsame Feiertag und einen guten Rutsch ins Jahr 2015'

Dieses „reizvolle“ Foto des Holocaust-Mahnmals ist inzwischen von der PR-Abteilung Peer Steinbrücks entfernt worden… | Bild via @KatharinaKoenig

Dessen Moral keine Zahlungsmoral war

Der, dessen Moral keine Zahlungsmoral war, musste feststellen, dass man seine Rechnungen nicht davon bezahlen kann, dass man ein guter Mensch ist, und er hat deshalb damit aufgehört. Die Rechnungen zu bezahlen.

Leidkulturler

Wer im Lande der Gedenkstätten und der naturgemäß schweigenden Toten und der längst verglommenen Scheiterhaufen die „Vorzüge“ der von ihm präferierten Gesellschaftsform ausgerechnet mit dem blinden und geschichtsvergessenen Schlagwort von der „christlich-jüdischen europäischen Tradition“ ausdrückt, ist in diesem bourgeoisen Blendwerk keinen Deut besser als der Holocaustleugner mit seiner Swastika.

Wo bleibt eigentlich die lautstark demonstrierende „Volksbewegung“ mit dem Namen „Vernunftbejahende Europäer gegen die Religiotisierung der gesamten Welt“?

„Smarte“ Geräte

Wenn das Gerät (oder später einmal: die Wohnung, die Infrastruktur das Haus, die ganze Stadt) „smart“ ist, dann meint dieses Wort, dass der Nutzer des Gerätes verdummt, beherrscht, enteignet und fremdbestimmt ist. Die meisten Nutzer mögen jene Anspannungslosigkeit, die mit dem Verzicht auf eigene Denktätigkeit einhergeht lieber als den Genuss der Freiheit; und als zusätzliche bunte Glasperle, die den Tausch im Auge des Verdummten noch leichter und besser erscheinen lässt, gibt es ja kostenlose Apps…

Tankstelle

Der Vorübergehende sagte zu seinem Freund: „‚Grand Theft Auto‘ würde dir auch keinen Spaß mehr machen, wenn du tanken müsstet“.

Erleichterung

Heute hätte es Anders Behring Breivik sehr viel leichter – er müsste die Texte für sein „Manifest“, in dem er seinen Mordanschlag gerechtfertigt hat und für Nachahmung warb, nicht mehr überwiegend von neurechten Bloggern wie Fjordman abschreiben, er könnte sich stattdessen viel mehr aus den Ausflüssen des angesehenen Journalismus von Focus, Spiegel, Bildzeitung und Stern bedienen.