Tag Archive: Journalismus


Wollen

Jene, deren Tun und Sprechen man jeden Moment anmerkt, dass sie narzisstische Psychopathen, sturztrunken im hemmungslosen Selbstrausch, sind, „begründen“ vor den Mikrofonen und Kameras aus Presse und Glotze ihr gegen die Menschen gerichtetes Tun damit, dass die Menschen im Lande es so wollen — und niemand aus der Journalistenmeute nimmt das Mikrofon und die Kamera weg, weil die Frage nicht beantwortet wird; weil das Gespräch sinnlos ist, denn der Sprechende will einen losgelösten Monolog voller narzisstischer Erbäulichkeit führen und vom Journalismus lediglich verstärken lassen. Kaum etwas ist giftiger für jegliche erstrebenswerte politische Kultur als der contentindustrielle Journalismus, der die Wahnsinnigen monströs vergrößert und die Denkenden und Vernünftigen marginalisiert. Da nimmt es nicht wunders, dass ausgerechnet diesem contentindustriellen Journalismus vom politischen Apparat gern und leichtherzig ein Standesrecht wie das „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ gewährt wird.

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Warum ich kein Geld für Journalismus ausgebe

Eine Zeitung

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Agenturmeldung
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Agenturmeldung (mit Propaganda)
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Übernommene Presseerklärung (Propaganda)
Kritiklos wiedergegebene Beglückungsidee der Bundesregierung
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Sachlich und inhaltlich falsche Lokalmeldung
Kritiklos wiedergegebene Beglückungsidee der Landesregierung
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Horoskop
Übernommene Presseerklärung (Werbung)
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„Wie haben sie sich gefühlt?“
„Wie fühlen sie sich?“
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Schleichwerbung im redaktionellen Teil
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Werbung für die Machwerke so genannter „Prominenter“
Sport (mit massiver Markenwerbung im Bildmaterial)
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Lotto
Wetter
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Eine Beilage, so dick und schwer wie die Zeitung selbst

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Sie haben es in der Nase

Dass Journalisten so leicht eine Affinität zum Feminismus aufbauen, liegt auch daran, dass sie mit ihrer Journalistennase aufmerksamkeitsträchtige Sexskandale wittern, ein stets brauchbares Vehikel des Wegwerfschreiberlings, mit dessen Kraft und Hilfe sich die Werbeplätze in Presse und Glotze immer noch am besten und teuersten verkaufen lassen.

Extremismus und Terrorismus

Die Lenkung der Gedanken durch flutartig verabreichten journalistischen Input für den Denkapparat der Menschen ist vollends gelungen: Alle reden vom mörderischen Extremismus und Terrorismus der Religion (außer der eigenen) und viele haben richtiggehend Furcht davor, aber niemand redet vom mörderischen Extremismus und Terrorismus des gegenwärtigen Kapitalismus, der nichts weiter als eine kalt-quasireligiöse Vergötzung der Gier ist, und niemand entsetzt sich ob seiner angerichteten Schrecken an allen Fronten, die den Terrorismus als eine Betätigung im Kindergarten erscheinen lassen.

Es sind 45 Personen, Menschen mag ich sie nicht nennen, weil Menschen ja soziale Wesen sind, denen die Hälfte des Geldes und der Güter in der BRD gehört — unterdessen verarmt der größte Teil der Bevölkerung schleichend, zerfällt die Infrastruktur, erstickt jeder Wunsch und Wille einer Gestaltung unter den bleiernen „Sachzwängen“, die von diesem Pack und seinen Speichelleckern geschaffen werden. Über allen eine Raute und die steintote Angst der Menschen vor jeder Veränderung.

Journalist, du Schreibtischmörder, der du nicht wie ein Söldner wegen des guten Geldes, sondern wegen der Tätigkeit tätig bist, das ist dein Werk, dein täglich Werk, es ist, wofür du morgens aufstehst, wofür du deinen Tag lebst, woran du deinen Stolz fütterst, wenn du Feierabend hast, und deshalb bist du ein Feind! Und sonst gar nichts.

Organ…

Aha, der Journalismus versteht sich selbst als eine Art Organ der Demokratie. Mit Verlaub, nur eine einzige Frage sei mir hierzu gestattet: Wenn man nur lange genug Fußpilz hat, zählt dieser dann auch als ein Körperteil?

Wohnungsnot

Lügner machen Lügner. Wer der Lüge breiten und unbestrittenen Raum gewährt — so wie es im journalistischen Geschäft von Presse und Glotze gang und gäbe ist — verursacht damit die Wohnungsnot der Wahrheit.

Seriöser Journalismus

Von einem seiner Zeitgenossen gefragt, ob er von der Bildzeitung ernsthaft seriösen Journalismus erwarte, antwortete der Vorübergehende: „Ich erwarte nirgends seriösen Journalismus“.

Ein journalistisch unerreichbares Achtel

„Die vermutlich wichtigste Nachricht dieser Wahl werden euch die Journalisten nicht erzählen, weil es zu sehr in ihr eigenes Tun und Leben hineinragt“, sagte der Vorübergehende in einer kleinen, entsetzten Runde im beflackerten Halbkreis vor dem Fernseher. „Sie besteht darin, dass mindestens ein Achtel der Bevölkerung der BRD, also mindestens 12,5 Prozent, bei seinen politischen Entscheidungen nicht mehr vom Journalismus beeinflusst wird. Denn so viele Menschen haben die AfD gewählt; diese eine Partei, von der in klarer Eindeutigkeit und in einer in meinem bisherigen Dasein noch nie erlebten Einmaligkeit überall in Presse und Glotze abgeraten wurde. Nein, diesen Gedanken kann ein Journalist nicht denken, er ist eine viel zu große narzisstische Kränkung“.

Das „Wüten“ des Hurrikans

Screenshot tagesschau.de -- 'Irma' wütet in Florida: Wind lässt nach - Gefahr bleibt

Dass die veröffentlichte Sprache von Journalisten immer wieder schreckliche, aber völlig emotionslose Naturereignisse „wüten“ lässt, doch auf der anderen Seite so viele Euphemismen für die psychisch-selbstsüchtigen, rücksichtslosen, asozialen und oft kriminellen Taten und Untaten der Menschen aus der herrschenden und besitzenden Klasse erfindet, sagt alles über die Journalisten.

Journalistisches Selbstverständnis

Das in seinem Tun sichtbar werdende Selbstverständnis eines Journalisten ist nicht das eines Berichterstatters, der anderen Menschen vom Wer, Was, Wo, Wann, Wie und Weshalb der Geschehnisse erzählt (und dies vielleicht um eine Einschätzung, einen Kommentar, einen nicht-offensichtlichen, größeren Kontext ergänzt), sondern das eines Erziehers für zum höheren Spott als mündig bezeichnete Erwachsene, der anderen Menschen im meist manipulativer und psychisch gewalttätiger Weise sagt, was sie denken, fühlen, machen und unterlassen sollen. Journalismus und menschliche Würde passen nicht zusammen; und es ist die Zeit gekommen, den Journalismus abzutun und seine Täter in eine gesellschaftliche Ecke zu stellen, in der sie keinen großen Schaden mehr anrichten können.

Werbesprache und Wahrheit

Dieses Google Home ist übrigens kein Lautsprecher, auch wenn jeder Journalist das zurzeit so nennt. Es ist ein Mikrofon.

Was der Journalismus der BRD in Wirklichkeit und Wirksamkeit leistet, erkennt ihr an dem einen Wort, das ihr in journalistischen Machwerken aus der BRD niemals lest, wenn die Machenschaften der großen Autohersteller (mit ihren ganzseitigen Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften) berichtet werden: „Organisierte Kriminalität“. Und. An dem Wort, das ihr in journalistischen Machwerken aus der BRD sehr häufig lest, wenn die Machenschaften der großen Autohersteller (mit ihren ganzseitigen Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen) berichtet werden: „Schummeln“.

Wer Augen hat zu sehen, der sehe!