Tag Archive: Journalismus


„Hassverbrechen“

„Achte auf die Sprache, in der die Nachrichten nachgerichtet werden, damit du dich danach richtest!“, sagte der Vorübergehende während der Tagesschau. „Wenn ein Araber oder ein sonstiger Nichtarier in ein Gebetshaus geht und dort betende Menschen ermordet, ist das Terrorismus, wenn aber ein Arier in ein Gebetshaus geht und dort betende Menschen ermordet, ist das ein Hassverbrechen. Denn ein Arier kann dort, wo man Nachrichten nachrichtet, niemals ein Terrorist sein“.

Screenshot von der Tagesschau-Website: Mutmaßlicher Täter offenbar identifiziert -- Der mutmaßliche Täter habe sich den Beamten gestellt und sei festgenommen worden, hieß es weiter. Medien berichteten, der Verdächtige sei als ein 46 Jahre alter Amerikaner identifiziert worden, der in Sozialen Netzwerken durch rechtsgerichtete Kommentare aufgefallen sei. Die Behörden erklärten, sie würden die Tat bei ihren Ermittlungen als Hassverbrechen einstufen. Das FBI hat demnach die Ermittlungen übernommen. Die Behörde geht derzeit davon aus, dass der Mann alleine gehandelt hat. Der Verdächtige wird mit Schusswunden im Krankenhaus behandelt.

Quelle des Screenshots: ARD-Tagesschau [Archivversion im Lande Depublizierungspflicht]. Sachdienliche Hinweise, worin wohl der Unterschied zwischen so genanntem „Terrorismus“ und so genanntem „Hassverbrechen“ liegen könnte, nehmen alle Journalismusdienststellen entgegen.

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Diese Autos aber auch immer!

Wenn Journalisten sich der Aufgabe entledigen müssen, darüber zu schreiben, dass ein Fahrradfahrer von einem Autofahrer totgefahren wurde, greifen sie sehr häufig zu einer bemerkenswerten Sprache: „Der Radfahrer wurde von einem Auto erfasst“. Ganz so, als seien die Autos schon längst selbstfahrend und als sei ihr Fahrer passiver Zuschauer, wenn Christine sein Auto jemanden umbringt. Diese völlige journalistische Verfehlung dessen, was bei einem solchen Unfall wirklich geschehen ist, wird nur noch vom Schönsprech überboten, den das gleiche Geschmeiß von Journalisten verwendet, wenn einmal ein Mensch von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Denn diese Polizeibeamten haben schon seit Jahrzehnten Faustfeuerwaffen, mit denen man nicht mehr schießen muss. Stattdessen „löst sich ein Schuss“, und dann ist jemand tot. Was für ein Pech aber auch für den Toten!

Journalistenmache

Heutzutage machen drei verbrauchte Phrasen und eine schamlose Lüge einen Journalisten.

Blendende Atomprogramme

Immerfort reden und schreiben die Journalisten an der Propagandafront vom Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas oder des Irans, niemals verlieren sie auch nur ein Wort über das Atom- und Raketenprogramm der Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika. Dabei ist es der letztere Staat, die USA, der sich in der jüngeren Vergangenheit durch völkerrechtswidrige Angriffskriege mit geheimdienstlich erfundenen Kriegsgründen hervorgetan hat — und mittelbar dafür verantwortlich ist, dass Europa immer noch mit einer beachtlichen Menge von Flüchtlingen aus Nordafrika konfrontiert ist. Wer seinen Blick von Journalisten ausrichten lässt, wird blind und dumm, und genau das ist die erwünschte Wirkung. Denn blind und dumm lässt sich mit einfachen psychologischen Tricks in blindwütig und kriegsbereit transformieren.

Temperaturabhängig

Wie still es doch letztes Jahr im Regensommer zum gleichen Thema war. Doch je wärmer der Sommer, desto schreiber Journalisten über den Klimawandel.

Wollen

Jene, deren Tun und Sprechen man jeden Moment anmerkt, dass sie narzisstische Psychopathen, sturztrunken im hemmungslosen Selbstrausch, sind, „begründen“ vor den Mikrofonen und Kameras aus Presse und Glotze ihr gegen die Menschen gerichtetes Tun damit, dass die Menschen im Lande es so wollen — und niemand aus der Journalistenmeute nimmt das Mikrofon und die Kamera weg, weil die Frage nicht beantwortet wird; weil das Gespräch sinnlos ist, denn der Sprechende will einen losgelösten Monolog voller narzisstischer Erbäulichkeit führen und vom Journalismus lediglich verstärken lassen. Kaum etwas ist giftiger für jegliche erstrebenswerte politische Kultur als der contentindustrielle Journalismus, der die Wahnsinnigen monströs vergrößert und die Denkenden und Vernünftigen marginalisiert. Da nimmt es nicht wunders, dass ausgerechnet diesem contentindustriellen Journalismus vom politischen Apparat gern und leichtherzig ein Standesrecht wie das „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ gewährt wird.

Warum ich kein Geld für Journalismus ausgebe

Eine Zeitung

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Agenturmeldung
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Agenturmeldung (mit Propaganda)
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Übernommene Presseerklärung (Propaganda)
Kritiklos wiedergegebene Beglückungsidee der Bundesregierung
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Sachlich und inhaltlich falsche Lokalmeldung
Kritiklos wiedergegebene Beglückungsidee der Landesregierung
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Horoskop
Übernommene Presseerklärung (Werbung)
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„Wie haben sie sich gefühlt?“
„Wie fühlen sie sich?“
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Schleichwerbung im redaktionellen Teil
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Werbung für die Machwerke so genannter „Prominenter“
Sport (mit massiver Markenwerbung im Bildmaterial)
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Wetter
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Eine Beilage, so dick und schwer wie die Zeitung selbst

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Sie haben es in der Nase

Dass Journalisten so leicht eine Affinität zum Feminismus aufbauen, liegt auch daran, dass sie mit ihrer Journalistennase aufmerksamkeitsträchtige Sexskandale wittern, ein stets brauchbares Vehikel des Wegwerfschreiberlings, mit dessen Kraft und Hilfe sich die Werbeplätze in Presse und Glotze immer noch am besten und teuersten verkaufen lassen.

Extremismus und Terrorismus

Die Lenkung der Gedanken durch flutartig verabreichten journalistischen Input für den Denkapparat der Menschen ist vollends gelungen: Alle reden vom mörderischen Extremismus und Terrorismus der Religion (außer der eigenen) und viele haben richtiggehend Furcht davor, aber niemand redet vom mörderischen Extremismus und Terrorismus des gegenwärtigen Kapitalismus, der nichts weiter als eine kalt-quasireligiöse Vergötzung der Gier ist, und niemand entsetzt sich ob seiner angerichteten Schrecken an allen Fronten, die den Terrorismus als eine Betätigung im Kindergarten erscheinen lassen.

Es sind 45 Personen, Menschen mag ich sie nicht nennen, weil Menschen ja soziale Wesen sind, denen die Hälfte des Geldes und der Güter in der BRD gehört — unterdessen verarmt der größte Teil der Bevölkerung schleichend, zerfällt die Infrastruktur, erstickt jeder Wunsch und Wille einer Gestaltung unter den bleiernen „Sachzwängen“, die von diesem Pack und seinen Speichelleckern geschaffen werden. Über allen eine Raute und die steintote Angst der Menschen vor jeder Veränderung.

Journalist, du Schreibtischmörder, der du nicht wie ein Söldner wegen des guten Geldes, sondern wegen der Tätigkeit tätig bist, das ist dein Werk, dein täglich Werk, es ist, wofür du morgens aufstehst, wofür du deinen Tag lebst, woran du deinen Stolz fütterst, wenn du Feierabend hast, und deshalb bist du ein Feind! Und sonst gar nichts.

Organ…

Aha, der Journalismus versteht sich selbst als eine Art Organ der Demokratie. Mit Verlaub, nur eine einzige Frage sei mir hierzu gestattet: Wenn man nur lange genug Fußpilz hat, zählt dieser dann auch als ein Körperteil?

Wohnungsnot

Lügner machen Lügner. Wer der Lüge breiten und unbestrittenen Raum gewährt — so wie es im journalistischen Geschäft von Presse und Glotze gang und gäbe ist — verursacht damit die Wohnungsnot der Wahrheit.

Seriöser Journalismus

Von einem seiner Zeitgenossen gefragt, ob er von der Bildzeitung ernsthaft seriösen Journalismus erwarte, antwortete der Vorübergehende: „Ich erwarte nirgends seriösen Journalismus“.