…und auch ansonsten wurde im Text der Straßenverkehrsordnung keine noch so unnatürlich wirkende politische Zungenstrafe im steten Streben nach politisch korrektem, geschlechtsneutralem Ausdrucke ausgelassen. Gut, dass so sehr auf „Neutralität“ geachtet wird, und wenn das Ergebnis solcher Achtung auch noch so krampfgrammatisch wirkt!

Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Änderungen der Geschlechtlichkeit in der Straßenverkehrsordnung, etwa in der Gestaltung von Verkehrszeichen. Im folgenden Suchbild wird etwa das Zeichen „Fußweg“ in der Version bis 1971 der gegenwärtig verwendeten Version dieses Zeichens gegenüber gestellt. Den kleinen Unterschied zu finden, sei dem Auge des Betrachters überlassen:

Eine Gegenüberstellung der Verkehrszeichen 'Fußweg' vor 1971 und seit 1971. In der älteren Version nimmt ein Mann das Kind an die Hand, in der gegenwärtig verwendeten Version nimmt eine Frau das Kind an die Hand.

Die feministisch erwünschte Entvaterung der Kinder — die aus solcher Sicht niemals an die Hand eines Mannes gehören — muss schließlich bis in solche Kleinigkeiten der allgegenwärtigen Piktografie durchgezogen werden, genau so, wie das Männliche bis in die offiziell verwendete Grammatik hinein ausgemerzt werden muss.

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