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Noch vor dem Unrecht…

Wenn Unsinn zu “Sinn” wird, wird Verstand zur Pflicht.

Verbraucherseelen

Dass Menschen, nachdem sie sich lange genug von ihrem Handy und den Werbern der Mobilfunkanbieter umprogrammieren ließen, ein Wort wie “Datenverbrauch” sagen können, ohne dass beim Sprechen oder Hören solchen Wortes von ganz allein das Gehirn zu arbeiten beginnt, belegt, dass es längst viel zu spät ist, der Idiocracy noch zu entkommen.

Untotbar

“Es gibt so viele Wirklichkeiten”, sagte der Vorübergehende mit heiterer Stimme zu einem gewöhnlich tauben Ohr, “die können selbst Presse, Rundfunk und Fernsehen nicht totkriegen”.

Unebachtet mahnt das Vergessmal

Hinweistafel an einer Bank am hannöverschen Maschsee: Sie blicken in Richtung des 1935 abgebauten Bismarckdenkmals. Dort fand am Abend des 10. Mai 1933 die Bücherverbrennung statt. Gestiftet von Teilnehmern des Kulturführerscheines Hannover 2013

Bitte setzen und nachdenken über die Bücherverbrennung. Bit aufstehen und sich engagieren bei Verfolgung Andersdenkender.

Heute hat der Bundesgerichtshof die von Providern erzwingbare, DNS- oder IP-basierte Internetzensur durch Richterrecht zu in der BRD geltendem Recht gemacht, und zwar nicht für “schwerste Verbrechen” oder ähnliche Vorwände, sondern zur Durchsetzung des so genannten “Geistigen Eigentums”. Eine Ausweitung dieser Zensurmöglichkeit auf alle nur denkbaren und undenkbaren “Anwendungsfälle” kommt im Verlauf der nächsten fünf Jahre so sicher wie das Amen in der Kirche.

Was bleibt

Zahlreich sind jene, die sich als einfache Kanäle für die Nahrung, Erzeuger von Dung, Füller von Latrinen bezeichnen könnten, denn sie kennen keine andere Beschäftigung in dieser Welt. Sie befleißigen sich keiner Tugend. Von ihnen bleiben nur volle Latrinen übrig.

Leonardo da Vinci, 1452-1519

Laufbandläufer

Wer immer nur tut, was er schon kann, wird immer nur bleiben, was er schon ist.

Der Hass im Netz

“Bevor es den ‘Hass im Netz’ gab”, sagte der Vorübergehende zu Mitmensch Mediengläubig, “gab es jahrelang und ohne jegliche Kritik den Hass in der Presse — und zwar gegen jeden, der Sozialleistungen bezieht, statt für einen Hungerlohn oder gar für umsonst zu arbeiten. Die Verschiebung dieses gewollten und systematisch massenmedial erzeugten Hasses auf jene, deren Elend und Bedürftigkeit noch größer als bei den ursprünglich gemeinten ist, wird die von Milliardären für ihre Tätigkeit bezahlten Brandstifter an den Schreibtischen bei allem Schrecken aber nicht so erschrecken, dass sie mit der ständig verabreichten Hetze gegen Armut und arme Menschen aufhören werden. Die Grundlage für den derzeitigen ‘Rassismus’ ist nicht die Rasse, nicht die Religion und nicht die Kultur von Menschen, sondern die Betrachtung menschlichen Lebens durch eine rein wirtschaftliche Verwertungsbrille und die dumme psychische Energie des Neides derer, die sich mit viel zu wenig Widerstand gegen ihre Verwertung ausbeuten lassen”.

Der Nachhall der Reklame

Der Nachhall der Reklame im Journalismus (und in verwandten Bereichen, die sich zum Teil ohne Not am Stil des Journalismus orientieren) führt dazu, dass vorgeblich journalistische Produkte die Menschen “bewegen” wollen, statt sie bilden und aufklären zu wollen. Die Entrationalisierung, die es zurzeit möglich macht, allen Ernstes und mit Erfolgsaussicht in einem Wahlkampf zu fordern, dass Kriegsflüchtlinge an der Grenze erschossen werden sollen, liegt genau auf dem Weg, der von Werbung, Journalismus und politischem Aktivismus vorgezeichnet wurde. Die Psyche. Ist dumm.

Auf die Knie

Bei der Betrachtung eines feierlichen Gottesdienstes sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin: “Menschen, die sich vor jemandem verbeugen oder gar auf die Knie gehen, weil er so groß ist, spiegeln in dieser Geste so lächerlich deutlich wider, dass sie diesen mit ihrer Haltung erst groß machen”.

Verdacht

Immer, wenn sich jemand stark parfümiert, erweckt er — sogar mit einem gewissen Grund — den Verdacht, dass er damit den Geruch der bereits beginnenden Verwesung zu überdecken versucht.

Herzchen

Eines der kältesten ikonografischen Symbole, das der über die gegenwärtige Gesellschaft ablaufende Prozess hervorgebracht hat, ist das von Menschen und Unmenschen immer inflationärer verwendete Symbol des Herzens. Statt, wie vorgeblich, dem kaum verbalisierbaren psychisch-emotionalen Spannungsfeld von Begehren, Zuneigung und Vertrauen Gestalt zu geben, passt es unter dem kalten Regiment der Allvermarktung von der Toilette bis zum Bordell überall hin.

Die Wandigkeit von Menschen

Der Vorübergehende erklärte seiner Zeitgenossin: “Ich beleidige Menschen nicht, weil ich sie hasse oder verachte, sondern, weil mich ihre dreiste Dummheit so hilflos zurücklässt und ich dennoch nicht resignieren mag. Ein Gespräch mit einer Wand ist sinnlos; wo sie sich in den Weg stellt, geht man drumherum, und wo das nicht möglich ist, weil sie einen umgibt, bedarf es grober Mittel”.

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