Tag Archive: Dummheit


Bevorzugung

Die Menschen verstehen wohl, dass man durch Schaden klüger werden kann, aber sie bevorzugen es, durch Glück dümmer zu werden… und der Schaden, den sie dabei erleiden, macht sie nicht klüger.

Meidung

Menschen, die Irrtümer vermeiden, indem sie einfach unwissend bleiben.

Zwei Fronten der Dummheit

Die Dummheit greift an zwei Fronten gleichzeitig an: Die einen Dummen lernen, ohne dabei zu denken und reproduzieren deshalb ihr ganzes Leben lang nur das einst Gelernte; die anderen Dummen denken, ohne zuvor etwas gelernt zu haben und reproduzieren deshalb ihr ganzes Leben lang ständig ihr Kopfkino.

Moderne „Linke“

Die gesamte „Theorie“ der modernen „Linken“ in allen ihren schrillbunten Ausprägungen von Klimaschützer:innen bis zu Genderfeminist:innen ließe sich in einem Lehrsatz zusammenfassen, den sie allerdings mangels eigenem analytischen Willens immer nur indirekt von sich gibt: „Ich habe euretwegen ein großes Problem, und deshalb müsst ihr alle euch ändern und mich lebenslang und bedingungslos dafür entschädigen, insbesondere du bist schuldig“! So formuliert, wird das Kindische, Verantwortungslose, Dumme und das als neue Norm für alle vorgesehene, leb- und humorlos Depressive in dieser Betrachtungsweise der passiven Aktivist:innen überdeutlich.

Zur ergänzenden Lektüre nach diesem kurzen Absatz empfohlen: Der neun Jahre alte, viel längere Text „Die Arroganz der Ohnmacht“ — der zu meinem Missfallen immer noch aktuell ist.

Wichtiger als Freiheit

„Dummheit hat viele Gesichter, nicht nur das Gesicht von Anti-Corona-Demonstrationen. Wer Gesundheit über die individuelle Freiheit stellt und dabei jede Verhältnismäßigkeit vergisst“, sagte der Vorübergehende zu einem Menschen, der nach einem noch härter durchgreifenden Pandiemiestaat schrie, „der hat keine andere Bezeichnung verdient als die eines totalitären Hygienefaschisten. Am Ende solcher Absichten stehen ständige Gesundheitsüberwachung, eine gesundheitlich begründete Verbotspolitik und Punktesysteme nach dem Vorbild der ‚Volksrepublik‘ China“.

Corona kann sich nicht verbreiten…

Im Vorübergehen an einer scheinbar spontanen, stark vom Alkohol, aber dafür überhaupt nicht von Corona-Prävention geprägten Straßenparty sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin: „Corona verbreitet sich nicht. Corona kann sich gar nicht selbstständig verbreiten, es ist nur ein großes, umhülltes RNA-Molekül ohne Stoffwechsel und ohne Bewegungsmöglichkeit. Corona wird verbreitet. Im Moment wird Corona vor allem von Idioten verbreitet, von Leuten, die nicht sehr weit und nicht über ihren eigenen Vorteil hinaus denken können oder wollen, seien es Idioten in der Politik, die wieder den Schulzwang gelten lassen wollen, als ob nichts wäre; seien es Idioten in der Wirtschaft, denen es auch egal ist, wenn ihre Ausbeutlinge oder andere Menschen einfach nur verrecken; seien es Idioten, die in der dummen Haltung ‚positiven Denkens‘ ihre Wünsche mit der Wirklichkeit verwechseln und sich deshalb einfach verhalten, als wären ihre Wünsche die Wirklichkeit; seien es Idioten in ihrer Sehnsucht nach Suff und psychischer Selbststimulation, die keineswegs allesamt die letzten, späten Zuckungen der Pubertät als Ausrede für ihre Dummheit haben“.

Unterschiebsel

Wer im Gespräche seine Standpunkte, Ideen und Auffassungen nicht begründet, sondern stattdessen in einem billigen rhetorischen Trick seinem jeweiligen Gesprächsparter immer wieder Desinteresse in der abwertenden Phrase des „das interessiert dich ja sowieso nicht, das willst du ja sowieso gar nicht wissen“ unterstellt, ist in Wirklichkeit an einem Gespräch gar nicht interessiert, sondern will nur für seine Ideologie missionieren. Das „Gespräch“ ist genau so „sinnvoll“ wie das Gespräch mit einem religiösen Fanatiker auf Mission. Es führt zu keinerlei Veränderung, Fortschritt, Einsicht in falsche Betrachtungen oder neuen Gedanken. Es ist Lebenszeitverschwendung, und zudem unerfreulich und in seiner dummen psychomechanischen Monotonie wenig unterhaltsam.

Gefahr

Die größte Gefahr in einer Gruppe besteht immer dann, wenn die intelligenten und befähigten Menschen lässig und die dummen Menschen fleißig werden.

Ableismus

Gegen wen ich denke? Gegen diejenigen, die es mir verbieten.

Stanisław Jerzy Lec, ᛉ 6. März 1909, ᛣ 7. Mai 1966

Schlag den Geist tot, und hau auf die Leiche noch einmal mit der größten Keule drauf, die du mit dem Muskel deiner dürftig getarnten Zerstörungslust hauen kannst, damit sie auch wirklich liegen bleibt! Sieh zu, dass jede denkbare Zivilisation und jede Spur von Kultur reglos und kalt danebenliegt! Schreiben ist übler Ableismus, der Analphabeten und Schwachsinnige ausgrenzt, und Sprechen ist nicht besser, werden damit doch alle ausgegrenzt, die deine Sprache nicht verstehen. Liebes Genosse Mitmensch, mit deinem zur Rechtfertigung und Heiligsprechung eigener Dummheit und Unfähigkeit vorgeschobenen Schutz von Minderheiten und Schwachen, mit dem du Intelligenz, Können, Kraft und Fähigkeit zu einer Art bekämpfenswerten „Faschismus“ erklären willst, ohne diese kranke Idee auch nur ein einziges Mal zu Ende gedacht zu haben, weil du immer nur von der Tapete bis zur Wand denkst: Begib dich schweigend, höchstens noch tierhaft affektgetriebene Grunzlaute von dir gebend ins Erdloch zu deiner von dir so innig geliebten kulturlosen Natur des kalten, apparathaft psychischen Fressens und Gefressenwerdens und hab dort ein schönes Leben in einer Welt von Dummheit, Not, Hunger und Angst, in der jeder Schwache und Langsame nichts anderes als eine Kalorien- und Proteinquelle ist! Aber was du nicht bist, das will ich dir vorher noch sagen: Du bist nicht eine Spur intellektuell, politisch, kritisch oder analytisch, sondern ganz im Gegenteil. Dass das, wohin du gehst, nicht das Paradies und nicht das Schlaraffenland ist, wirst du schon selbst bemerken.

Pfanne

Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu angeln; und wer nur wenig Verstand hat, findet tiefere Einsichten und Erkenntnisse nutzlos.

Stuttgart

„Wenn ein Tropfen ein Fass zum Überlaufen gebracht hat und die Klage in dieser Katastrophe groß ist“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „dann darf man bei der Analyse nicht den Fehler der Talkshow-Politiker und Emotionskoch-Journalisten machen, diesen Tropfen eingehend zu analysieren, sondern sollte sich sehr genau anschauen, was sich die ganze Zeit vorher im Fass angesammelt hat. Denn. Kein Fass ist jemals von nur einem Tropfen gefüllt worden“.

Höflichkeit

„Sei steht höflich und so freundlich wie möglich zu jedem Idioten, der dir begegnet“, sagte der Vorübergehende mit seinem unverschämten Grinsen zu seinem Zeitgenossen, „denn er könnte morgen schon dein Chef oder dein Vorgesetzter sein“.