Tag Archive: Dummheit


Die gleiche dumme Substanz

Die völlige Ahnungs- und Kenntnislosigkeit eines Menschen und die feste Überzeugung eines Menschen, jedem anderen Menschen intellektuell meilenweit voraus zu sein, sind aus genau der gleichen, dummen „Substanz“ gemacht.

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Wahrheit

Ob eine Behauptung wahr ist oder nicht, hat nichts damit zu tun, wie glaubwürdig und gefällig sie klingt. Und. Ob eine Behauptung glaubwürdig und gefällig klingt, hat nichts damit zu tun, wie wahr oder unwahr sie ist. Wer dumm ist und mit der Psyche „denkt“, strebt nach Lust und Gefallen und Glauben; wer nach Wahrheit strebt, „denkt“ nicht mit seiner Psyche und bleibt auch nicht lange dumm. Aber einsam wird er, schnell und nachhaltig einsam…

Wort und Bild

Als einer der neuen Dummen zum Vorübergehenden „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ sprach, damit er sich von den Worten besser abwenden und seine eigene Dummheit besser in der täglichen Bilderdusche genießen könne, da antwortete der Vorübergehende lächelnd: „Und ein gut gewähltes, treffendes Wort gibt mehr Einsicht und Wissen als das eingängige und flüchtige Geschnatter tausender Bilder. Wer unterhalten werden will, wer die Psyche füttern und den Verstand darben lassen will, neigt sich gern zum Bilde und guckt; wer aber verstehen will, besinnt sich der Ohren und des Mundes und ergreift das Wort. Die einen Menschen machen Selfies; und die anderen menschen schreiben, sprechen, lesen und hören lieber, als sie aussehen; genau darin spiegelt sich der Grad der gewohnheitsmäßigen Verstandesnutzung“.

Die Macht

„Die Macht der Priester und Profeten ist an die stumpfsinnige Leichtgläubigkeit und weitgehende Denkverweigerung ihrer Mitmenschen gebunden, endet letztere, endet auch die erstere“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen. Und er setzte, in einem unpassenden Tänzeln schreitend, fort: „Das gleiche gilt für die Macht von Journalisten, Werbern, Politikern“.

Die Cyberdigitalisierenden

Ohne auch nur von einem dürren Lichtlein einer wirklichen und wirksamen Einsicht daran gehindert zu werden, ahmen sie in tiefstmöglicher Dummheit nach, genau so wie bei einem Cargokult.

Grüße auch an Ronald Pofalla.

Wettbewerb

„Viele Menschen könnten viel mehr für sie Wichtiges und Erfreuliches erreichen“, sagte der Vorübergehende zu seinem ambitionierten Zeitgenossen, „wenn sie nur damit aufhörten, mit ihrer beschränkten Lebenszeit und Kraft andere immer übertreffen zu müssen und stattdessen damit anfingen, sich selbst übertreffen zu wollen„.

Luxus

Wenn das spießbürgerliche Banausentum, die wohlgeschulte Dummheit und die popkulturell vorgegebene Geschmacklosigkeit nur genug Geld zur Verfügung haben, entsteht aus der immer noch voll funktionsfähigen Psyche heraus ein dummes Verlangen nach Luxus.

Trieb und Denke

Wer den Rudeltrieb in sich überwindet, wer niemals der Menge folgt, weil es die Menge ist, wer sich niemals eine Institution oder einen Herrschaftsapparat als Familien- und Beziehungsersatz andrehen lässt, der hat gute Chancen, jeden Tag etwas klarer und vernünftiger zu denken und schließlich in weitgehender Eigenverantwortung und Einsicht heiter neben dem dummen und verantwortungslosen Prozess herzugehen, der über der Gesellschaft abläuft, ohne davon aufgesogen zu werden.

Rückkehr

Der Vorübergehende sagte lächelnd: „Lachst du aus Dummheit grob, dann kommt regelmäßig dumm und grob deine Lache zu dir zurück. Aber ein Lächeln aus Bewusstsein und Einsicht kehrt oft als Verachtung, ja, als reifer Hass zu dir zurück“.

Heuchler

Heuchler, die von Klima, Energiewende und dem Abschied vom Auto faseln, auf den öffentlichen Nahverkehr und auf das Fahrrad weisen und sich anschließend mit einem tonnenschweren Dienstwagen in jene Menschenferne zurückchauffieren lassen, aus der sie gekommen sind — zu schade, dass diese bigotten Heuchler für ihren schmierig-vergammelten Charakter viel zu selten im gleichen Maße verachtet werden, in dem sie die Intelligenz ihrer Mitmenschen verachten.

Sei dabei und freu dich über deine Dummheit!

In einer Talkshow machte sich neulich ein bekannter Moderator darüber lustig, dass man beim Teilen von zwei Zahlen den Schülern Widersinniges beibringe, weil 30 geteilt durch ½ das Resultat 60 ergibt. Es sei doch klar, dass beim Teilen von Quantitäten das Ergebnis einer Teilung kleiner als die Ausgangsgröße werde. „So etwas Unvernünftiges wie 30 : (½) = 60 kann ich natürlich nicht erklären! In Mathematik war ich schon immer schlecht“, verkündete er, und was machten die Zuschauer? Sie klatschten frenetisch

Jürgen Flachsmeyer

Benutzungshinweis

Wer sein Elend nicht wie ein weiser Mensch zu benutzen versteht, ist von einem dummen Sklaven nicht zu unterscheiden. Die Verdummung der Elenden ist seit jeher ein Instrument zur Unterdrückung.