Tag Archive: Gewalt


Im 21. Jahrhundert

Ich denke, also bin ich… hier falsch.

Kriterium

Zeigt mir einen Gewalttäter, mit dem es ein gutes Ende genommen hat, und ich will ihn zu meinem Lehrer machen.

Laotse

Keine Lösung

„Gewalt ist doch keine Lösung“, sagte der Gewalttäter mit gut geübtem, beschwichtigendem Sozialarbeitertonfall zu seinem Opfer.

In Hannover gibt es wieder Lehrer, die Kinder und Eltern mit Lügen¹ dazu nötigen wollen, für den Fernunterricht das unter allen Aspekten völlig indiskutable „Zoom“ zu verwenden — ich habe heute mit zwei Eltern kommuniziert, die mir das berichtet haben und sich gegen diese Form der Gewalt nicht zu wehren wussten. Zumal beide meinten, dass es für ihr Kind nur Nachteile haben würde, wenn sie sich stärker zur Wehr setzten, als dass sie lediglich ihre Bedenken anmeldeten und sich die recht unverschämten Lügen dieser Lehrer anhörten…

Es fällt mir schwer, dabei keine unfriedlichen Gedanken zu entwickeln.

So schade, dass in diesem Dreivierteljahr Corona-Pandemie noch nicht die Zeit war, etwas Eigenes, Robustes und datenschutzrechtlich Vertretbares aufzubauen und ein paar Server für den Betrieb anzumieten (oder solche des jeweiligen Landesrechenzentrums dafür zu verwenden). Stattdessen wurde von Pullovern, Decken, Lüften und Kniebeugen fabuliert, weil diese „Maßnahmen“ erfreulich kostenlos sind und paar Groschen für die Schule und die ihr ausgesetzten Lehrer und Schüler nicht übrig waren. So wie generell niemals Geld für Schulen übrig ist, was man vielen Schulen sehr deutlich ansieht, wenn man nur hinschaut. Ach, wie schön die Sonntagsreden der oft erschreckend ungebildeten Vertreter der Classe politique doch von „Bildung“ triefen können!

Wenn die BRD ein so genannter „Rechtsstaat“ wäre, würde ich dem Versuch, eine Einstweilige Verfügung beim zuständigen Landesverwaltungsgericht zu erlangen, ja gute Chancen einräumen. Leider ist die BRD ein Willkürstaat, und zwar auf allen Ebenen.

¹Lügen ist das bewusste Aussprechen der Unwahrheit. Das ist in beiden Fällen geschehen, um „Zoom“ als gangbare Alternative darstellen zu können.

„Nein, ich mag diese Geräte in ihrer heutigen Darreichungsform nicht“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „aber keine andere technische Errungenschaft hat so stark dazu beigetragen, dass willkürliche und unverhältnismäßige Gewalt durch Polizeibeamte trotz mangelnden Ermittlungsinteresses der Justiz wenigstens doch manchmal Konsequenzen für die Täter hat, wie diese ‚Smartphones‘ mit ihren jederzeit bereiten Kameras und Mikrofonen in nahezu jeder Tasche“.

Blasphemie

Es gibt keine Blasphemie. Es gibt nur Menschen, die Angst davor haben, dass sie ins Zweifeln und ins Denken kommen könnten — und ihre gottlose, gewalttätige, institutionaliserte Angstabwehr. Würden sie wirklich glauben, was sie zu glauben vorgeben, hätten sie diese Gewalt nicht nötig.

Dialog

Beteiligung an einem Dialog setzt voraus, dass auch auf der anderen Seite jemand sitzt, der hören will und verstehen kann. Alles andere ist nur Dialogsimulation, im Regelfall aufgeführt, um von der Durchsetzung eigener Interessen und Pläne mit jener rohen, kompromisslosen Gewalt abzulenken, die auch während des simulierten Dialoges weiter ausgeübt wird, gern unter Aufsagen des besänftigensollenden Spruches, dass Gewalt doch auch keine Lösung sei. Niemand mit einem Gehirn lasse sich in die fesselnden Fäden solcher „Dialoge“ einspinnen, schon gar nicht mit Journalisten, Politikern, ideologisch verblendeten Menschen und den Mietmäulern der Herrschenden und Besitzenden, die solche „Dialoge“ professionell betreiben!

Der Knoten platzt

„Gewalt ist keine Lösung“ könnten die letzten Worte des gordischen Knotens gewesen sein.

Vom Anzünden

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „die angeblich politisch motivierten Menschen zünden so vieles an. Sie zünden Flüchtlingsheime an und teure Autos. Aber niemand zündet diese Zeitarbeitsfirmen an, die sich wie ein schrödersches Krebsgeschwür durch den wenig Geld verdienenden Teil der Gesellschaft fressen, bei den vom Jobcenter gezwungenen Menschen nichts als Armut, Armut und Armut hervorbringen und deren dreiste Unverschämtheit, Menschenverachtung und Versklavungsähnlichkeit von jedem Menschen mit einer Spur politischen Bewusstseins sofort erkannt werden müsste. Darin, welchen Feind sie offen bekämpfen und welcher eingebildeten Gewalt sie entgegentreten, um die Konfrontation mit der wahren und wirksamen Gewalt zu vermeiden, zeigen die kindischen Kämpfer, was zu bekämpfen sie nicht eine Sekunde ihres Daseins willens waren und sind. In der Verachtung des Geringen spiegelt sich die eingebildete Größe des eigenen Narzissmus, der in der Politisierung so praktisch heilig gesprochen wird“.

Demokraten…

„Schau dir die scheindemokratischen Gewalttäter an“, sagte der Vorübergehende zum Zeitgenossen, „diese Menschen, die dermaßen genau wissen, dass sie andere nicht überzeugen können, so dass sie sich damit begnügen, diese anderen mit allerlei Mitteln zum Verstummen und Schweigen zu bringen“.

Alle Ächtung

Wer die Gewaltausübung gegenüber Frauen (statt gegenüber Menschen) geächtet sehen will, zeigt im Spiegelbild dieses geäußerten Willens seine Freude daran, dass die andere Hälfte der Menschen in alleiniger Abhängigkeit von der Beschaffenheit des 23. Chromosomenpaares sein ganzes Dasein unter den Bedingugen der Nötigung, des Kampfes und der Gewalt zu fristen hat. Meist wird diese gleichermaßen empathielose wie geistlose Zumutung zurzeit von Dampfplauderern mit Rotationsmaschinenhintergrund und vergleichbar geübten Heißluftspendern als „soziale Gerechtigkeit“ verkauft, und dieses Wort ist durchaus ähnlich gemeint und zu verstehen wie das „Sozialistisch“ als Bestandteil des Wortes Nationalsozialismus.

Ohrfeige

Egal, ob es ein religiös oder ideologisch verblendeter Mensch ist, der so redet; gleich, ob es ein Therapeut, Sozialarbeiter, Arzt, Werber, Journalist, Politiker oder Nachbar ist, der sich zu derartiger Unverschämtheit hinreißen lässt: So lange die Menschen es nicht gelernt haben, auf die Ansage „Ich weiß besser als du selbst, was für dich gut ist, und deshalb solltest/musst du…“ mit einer spontanen Ohrfeige oder doch wenigstens angemessen ätzender Ironie zu reagieren, so lange besteht keinerlei Aussicht auf ein Ende der Herrschaft von Verantwortungslosigkeit, Verblendung und Dummheit. Die kleine Geste der Kleingeistigkeit ist schon längst zur großen Menschenverachtung der Großkopferten herangewachsen, ohne dass sich jemand so sehr daran störte, dass die Obszönität untragbar zu werden drohte; niemand nimmt mehr deutlich fühlbar Anstoß daran, wenn korrupte Kurprinzen aus einer Parteienoligarchie, die mit einem monatlichen Einkommen von über 9.000 Euro versorgt sind (Abgeordnete des Deutschen Bundestages) sich darüber einig werden, dass anderen Menschen 404 Euro im Monat (Hartz IV) zum Leben ausreichen. Menschen. Die sich die Fremdbestimmung widerstandslos bieten lassen, haben die ihnen zum Schein angebotene Freiheit schon längst für eine Handvoll Bequemlichkeit, Angstabwehr und Sicherheit veräußert und sind, wenn sie nur ihre persönliche Verantwortung für die von ihnen geschaffenen Zustände gut genug verdrängen können, allzugern bereit, ganz ohne oder zu geringwertigem Lohn daran mitzuarbeiten, dass jeder immer noch unbeugsame Mensch zu dieser Selbstveräußerung gezwungen werde, und sei es mit grober, mit mörderischer Gewalt. Über der Pforte, die in die Freiheitsvernichtungslager des modernen Faschismus führt, stehen die gleichermaßen hehr tönenden wie leer seienden Worte „Sozial ist, was Fremdbestimmung schafft“ geschrieben, und. Wer durch diese Pforte eingeht, lasse alle Hoffnung fahren!

Gruß an N.