Tag Archive: BRD


Emotionskriminalisierung

Als der Vorübergehende im Vorübergehen die Worte „Die Polizei ist in mehreren Bundesländern gegen Hasskriminalität im Netz vorgegangen“ aus dem Staatsfernsehempfänger vernahm¹, dachte er sich: „Das klingt ja schon wie Gedankenverbrechen, die von der Polizei verfolgt werden“. Und dann fragte er sich mit getrübter Heiterkeit und mit aufkommenden… ja… Hass, wie wohl die Reden des werten Herrn Justizministers und die PResseerklärungen der Polizei im nächsten oder übernächsten Jahre klingen mögen und formulierte in sein in Kürze schon illegal werdendes Notizbuch: „Das unvermindert hohe Aufkommen rechtswidrigen Gedankengutes fordert weiterhin zu entschiedenem staatlichen Handeln auf. Unsere freie, demokratische Gesellschaft darf sich ein Klima von Angst, Bedrohung, rechtswidriger Hetze und Gewalt weder auf der Straße noch in den Gedanken der Menschen gefallen lassen. Der Kopf darf kein rechtsfreier Raum sein. Polizei und Justiz gehen daher heute erneut entschlossen und gemeinsam gegen Gedankenverbrecher vor, ganz gleich, ob die dahinter stehenden Gedanken links, rechts oder sonstig motiviert waren. Die Ausweitung des letztjährigen Aktionstages gegen Hassverbrechen auf Gedankenverbrechen begrüße ich. Die Bekämpfung der Wurzeln von Hass und Hetze in den Gedanken ist eine große, gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich niemand entziehen darf. Nahezu jeder kann als Helfer der Gedankenpolizei einen Beitrag dazu leisten. Unterstützen Sie die Bekämpfung rechtswidriger Gedanken und Emotionen, indem Sie ihren Verdacht auf einer Gedankenwache der Polizei mitteilen. Die Dringlichkeit und die Aufforderung an die Politik, das gegenwärtig sehr erfolgreiche Verfahren auf weitere gesellschaftsschädliche Emotionen auszuweiten, sei hier allerdings noch einmal in aller Deutlichkeit betont“.

¹Dauerhaft archivierte Version der Quelle gegen die von Presseverlegern lobbyistisch durchgesetzte Depublizierung von Inhalten des BRD-Staatsfernsehens.

Berechtigt

Das Misstrauen gegen die Parteiendemokratie ist älter als die Piratenpartei und älter als die Grünen, deren Beispiel zeigt, dass es auch mehr als berechtigt ist

juh’s Sudelbuch: Was lernen wir aus den Fehlern der Piratenpartei?

Unpolulär

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Walter Ulbricht

Die politische Idee einer Privatisierung der Autobahnen in der BRD ist dermaßen unpopulär, dass sich Fraktionen der CDU, CSU, SPD und der Grünen im Deutschen Bundestage öffentlich und laut gegen eine solche Privatisierung ausgesprochen haben, als die Abgeordneten dieser Fraktionen in namentlicher Abstimmung ebendiese Privatisierung der Autobahnen auf Wunsch ihrer Fraktionsvorstände beschlossen. Über die von ihnen verarschte und verachtete Bevölkerung der BRD lachen sie freilich nicht so öffentlich und laut — zumindest nicht, bis die Bundestagswahl vorüber ist.

Aus der Schweiz betrachtet

Dem Wutbürger im Internet tritt in manchen Leitmedien ein Wutjournalismus gegenüber, der Schimpfen, Weghören und Kommunikationsverweigerung zu Tugenden erklärt

Neue Zürcher Zeitung — Journalismus im Kampfmodus: Hetzer, Idioten und Dumpfbacken

Bedingungsloses Grundeinkommen

Die Geheimdienste der BRD sind und bleiben so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen für organisierte, gewaltbereite Neonazis.

Zu leicht

Die Menschen aus der Generation, in der ein Facharbeiter verheiratet war, zwei Kinder hatte, die Raten für sein Eigenheim abbezahlen konnte, mindestens ein Auto für die Familie hatte und bei alledem noch jeden Monat Geld zurücklegen konnte, ohwohl keine existenzielle Bedrohung ihn dazu zwang — das alles wohlgemerkt, ohne dass seine Frau arbeiten musste, um etwas dazuzuverdienen (sie konnte das durchaus, wenn sie es wollte) — die Menschen aus dieser Generation sagen mit erschreckend jetztvergessener Leichtigkeit, dass es die heutigen Jugendlichen im heruntergewirtschafteten Hartz-IV-Staat BRD überall viel zu leicht haben.

Zwei Hannoveraner

„Zwei weltweit bekannte Hannoveraner gibt es“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Fritz Haarmann und Gerhard Schröder. Und letzterer. War mörderischer“.

Vor der gewaltsamen Eroberung: Belagerung

Eine so verstandene fürsorgliche Belagerung [von Hartz-IV-Empfängern, meine Anmerkung] finde ich sinnvoll

Detlef Scheele, gegenwärtiger Vorstandsvorsitzender der so genannten „Bundesagentur für Arbeit“

Dauerhaft archivierte Version der Quelle

Erinnert euch! Bitte erinnert euch!

Der letzte Kanzlerkandidat der SPD, der von den von Milliardären für ihr Schreiben entlohnten Journalisten aus Presse und Glotze so einhellig bejubelt, mit Aufmerksamkeit verwöhnt und hochgeschrieben wurde wie zurzeit der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, war Gerhard „Hartz IV“ Schröder.

Fit fürs Netz!

Screenshot der Website des Bundesministeriums für Familie, Senoiren, Frauen und Jugend -- [...] Für Kinder liegt ein buntes Papierhandy mit sieben Kreativ-Karten bei. Damit lernen sie gute Kinderseiten kennen und können selbst etwas gestalten und fantasievoll umsetzen [...]

Ohne Worte. Mit Gruß aus Berlin von Bundesministerin Manuela Schwesig.

Kamerabesoffen

Die Antwort des Alkoholikers darauf, dass ihm das Saufen kaum noch Spaß bereitet, ist nicht, dass er mit dem Saufen aufhört, sondern, dass er noch mehr säuft. Und. Die Antwort des BRD-Innenpolitikers darauf, dass die bestehenden Überwachungsmaßnahmen gegen Terrorismus und andere Ausflüsse des Irrsinns wirkungslos sind, ist nicht, dass er mit den Überwachungmaßnahmen aufhört, sondern, dass er noch mehr überwachen lässt.

Ermittlungen

„Das Wort ‚Ermittlungsausschuss‘ ist beinahe ein richtiges Wort“, sagte der Vorübergehende zum Zeitungsgläubigen und Wahlberechtigten, „es fehlt nur ein einziger Buchstabe, um Absicht, Funktion und Aufgabe einer solchen Institution zutreffend zu beschreiben: Es handelt sich um einen ‚Ermittlungsausschluss‘, und die ‚Ergebnisse‘ des pressewirksam mit lautem Tamtam simulierten ‚Aufklärungswillens‘ spiegeln dies nur zu deutlich wider“.