Archive for Dezember, 2007


Ehe

Ehe (die) — Abk. für lat. „errare humanum est“, zu Deutsch: „Irren ist menschlich“.

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Zur Kalender-Fröhlichkeit

Immer wieder — und besonders vor „fröhlichen“ Festen wie Silvester — bekommt der Fühlende und Denkende von beinahe jedem beliebigen Mitmenschen das folgende Gift wie ein Medikament angeboten: Er möge doch nicht in allen Dingen so ernst und pessimistisch sein; er möge sich doch bitte einfach ein bisschen plumpe, grundlose Fröhlichkeit leisten, auch wenn ihm gar nicht danach zumute wäre; er möge doch endlich einmal einsehen, dass ihm alle Einsicht nur schade, und aus diesem Grund die Einsicht verwerfen. Natürlich hilft diese „Arznei“ nur dem, der in völliger Bewusst- und Kritiklosigkeit verbleiben möchte, der sich unter völligem Denkverzicht ein paar niedere Hormonräusche aus seinem physiologischen Apparat kitzeln möchte, und der sich in diesem Wunsch gestört sieht, wenn ein Eindruck aus seiner Umwelt ausnahmsweise einmal die Großhirnrinde mit Futter versorgt, statt sich wie die meisten Medien und medienmümmelnden Mitmenschen auf die Reizung von Stammhirn und Rückenmark zu beschränken. Nichts ist diesem Bruder Mitmensch so zuwider wie jemand, der das bisschen Evolution der Intelligenz nicht einfach in Leben und Alltag verwirft, sondern der es lebt und verwendet, und nichts wäre ihm so sympathisch, wie ein Denkender, der das Denken einstellt und auf diese Weise dazu hilft, die Dummheit zur noch umfänglicheren Norm zu machen. Deshalb geht für diese Menschen auch so eine Faszination von jenen Anekdoten aus, in denen sich Geistesgrößen aller Klassen und Zeitalter wie Dummköpfe aufführten. Geradezu zwanghaft ist die Aufforderung der Dummköpfe an alle noch nicht restlos verblödeten Menschen, sich auch noch der dumpfesten und sumpfigsten Fröhlichkeit hinzugeben, ohne dass dazu ein wirklicher, intrinsischer Anlass bestünde und dies selbst dann noch, wenn die gebieterische Tatsächlichkeit des Lebens solchem Ansinnen widerstrebt; dies alles einfach nur, weil die Konvention des Kalenders nun die Fröhlichkeit fordert. Diese Dummköpfe bedürfen hingegen eines solchen zwanghaften Anlasses für ihr eigenes Leben nicht, denn sie haben in ihrer ganzen Haltung und Angsthaftigkeit stets sieben „gute“ Gründe, ihre kläglichen Bewusstseinsmöglichkeiten zu ersticken. Und. Der erste dieser „guten“ Gründe heißt „Montag“… :mrgreen:

Auswärtiges Denken (24)

Wer denken kann ist klar im Vorteil, aber bestimmt nicht in der Politik…

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Ein schönes Stück Realsatire aus dem alltäglichen Wahnsinn der fortschreitenden Entmündigung von Software-Anwendern zeigt dieses Detail einer zugeklebten Produktpackung. Schnell in Deutsch übelsetzt, liest sich dieser Text etwa so:

[…] dieses [es folgt ein Produktname, meine Anmerkung] unterliegt den Bestimmungen in der Lizenzvereinbarung für Endbenutzer, die in der Packung enthalten ist. Wenn sie diese Vereinbarung nicht akzeptieren, denn öffnen sie bitte diese Packung nicht.

Gefunden bei WTF

Und. Oh nein, Pedant! Bevor ich „enclosed“ durch ein kurzes, aber eher unklares deutsches „inneliegend“ wiedergebe, weiche ich lieber in einen klaren und deutlichen Nebensatz aus…

Unanschauliche Zahlen

Kaum etwas kann die Intuition der meisten Menschen so unbrauchbar machen wie Zahlen. Selbst bei relativ einfachen nummerischen Zusammenhängen haben fast alle Menschen eine falsche Auffassung, und wenn sie der Wirklichkeit konfrontiert werden, neigen sie eher dazu, die Darstellung der Wirklichkeit für fehlerhaft zu halten. Dabei ist es die unreflektierte Intuition über einen abstrakten Gegenstand, die fehlerhaft ist. Die unsinnliche Beschaffenheit des abstrakten Gegenstandes führt zur unsinngen Beschaffenheit der Annahmen.

Hierzu nur ein Beispiel, und zwar ein sehr einfaches und durchschaubares. Es beginnt mit einer an sich völlig unwichtigen Frage. Wir schreiben verschiedene, nummerisch messbare Erscheinungen der Wirklichkeit mit einem mehrere Größenordnungen überdeckenden Wertebereich als Zahlen auf, und zwar ruhig auch solche aus Bereichen, die keinen inhaltlichen Zusammenhang haben, damit die Auswahl ja schön willkürlich und damit quasi zufällig wirke. Eine solche Liste könnte etwa die Länge von Straßen in Metern, die Einwohnerzahlen von Städten, die Leistungsaufnahme von verschiedenen elektrischen Geräten und die Anzahl Dateien auf verschiedenen Festplatten zusammenführen. Wo man sich einmal vorsätzlich nur um Zahlen kümmert, da soll es auch nicht bekümmern, dass man hier Äpfel, Birnen und Kokosnüsse zusammenführt. Dabei gelte noch als Zusatzregel, dass jede dieser Zahlen größer oder gleich Eins ist und dass keine dieser Zahlen mit führenden Nullen notiert werde, sie beginnen also alle mit einer Ziffer zwischen 1 und 9. Die völlig unwichtige Frage lautet nun: Kommen in dieser Liste alle möglichen Anfangsziffern von 1 bis 9 gleich häufig vor?

Wer kurz nachdenkt und nicht völlig blind seiner Intuition folgt, hat hier natürlich sofort einen guten Einwand.

Bei einigen möglichen Quellen für Zahlen ist nämlich sofort klar, dass bestimmte Anfangsziffern bevorzugt werden. Dies gilt etwa für Verbraucherpreise, die vorsätzlich und manipulativ so gewählt werden, dass sie kleiner aussehen als sie sind. Wenn man zum Beispiel die Preise in Versandhauskatalogen oder sonstiger Reklame betrachtet, fällt sofort auf, dass 99 häufiger als 100 ist, ebenso wird eher 49 als 50 und eher 19 als 20 zum Preis gemacht. Der Zweck dieser Auswahl ist klar, es geht hier nicht um „Messwerte“ irgendeiner Art, sondern um einen sozialen Prozess, nämlich um die alltägliche Gaunerei, um Schwindel, um die Irreführung von Menschen. Der Zielgruppe dieses Schwindels, die zu einem betrüblich großen Anteil des vernünftigen Umganges mit Zahlen nicht mächtig ist, soll glauben gemacht werden, dass sie ein „Schnäppchen“ machen kann. Damit sie. Ebenso hastig wie unreflektiert zuschnappe. Die Häufigkeit und Gewöhnlichkeit dieses Kunstgriffes zeigt schon, dass zumindest die Rechnung der Schwindler aufgeht, wenn sie damit rechnen, dass kaum noch jemand rechnen kann.

Um diesem Einwand zu begegnen, werden Zahlenquellen mit dieser Art von vorsätzlichen Ungleichverteilungen einfach ausgeschlossen. Mit dieser Einschränkung der möglichen Quellen für Zahlen noch einmal die gleiche Frage: Sind die Anfangsziffern der Zahlen gleich verteilt oder nicht?

Mit dieser Vorsichtsmaßnahme beim betrachteten Material würden die meisten Menschen dazu neigen, alle Anfangsziffern für gleich häufig zu halten. Die so ermittelten Zahlen sind ja schließlich so gut wie zufällig, da wird keine auffällige Ungleichmäßigkeit erwartet.

Und. Das ist ein Fehlschluss. Und zwar einer, der auch intelligenten Menschen sehr leicht passiert.

Denn die aus der Wirklichkeit entnommenen Zahlen aus einem Bereich, der mehrere Größenordnungen überspannt, weisen eine deutliche Verteilung ihrer Anfangsziffern auf. Sie werden mit zunehmender Anfangsziffer immer seltener. Beginnen noch fast dreißig Prozent dieser Zahlen mit der Ziffer „Eins“, so steht die Ziffer „Neun“ lediglich an der ersten Stellen von nicht einmal fünf Prozent der Zahlen.

Das wirkt zunächst für die meisten Menschen unglaublich, und wenn man ihnen davon erzählt, zweifeln sie eher am Inhalt des Mitgeteilten als an ihrer eigenen Anschauung. Es handelt sich um das Benfordsche Gesetz, um eine schon recht lange bekannte Erscheinung in solchen Zahlenlisten. Dieses Gesetz hat dort, wo man professionell mit Zahlen umgeht, sogar eine Anwendung. Wenn Zahlen anders verteilt sind, als es nach dem Benfordschen Gesetz zu erwarten wäre, denn ist das ein Hinweis darauf, dass diese Zahlen in betrügerischer Absicht manipuliert wurden. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine manipulierte Buchführung entdeckt werden, auch wenn die Betrüger sich „unverdächtige“ Geschäftsvorfälle für ihre Manipulationen ausgedacht haben.

Vielleicht wird das Benfordsche Gesetz ein bisschen überzeugender, wenn man es durch einen kleinen Versuch bestätigt. Die Dateien auf der Festplatte eines Computers sind ja ein gutes Beispiel für ein buntes Durcheinander; neben kleinen Texten gibt es große Multimedia-Daten, ausführbare Dateien und allerhand Binärformate, all dieses in weit auseinander liegenden Dateigrößen. Das Benfordsche Gesetz sollte sich auch in der Verteilung der Anfangsziffern von Dateigrößen zeigen.

Ich habe ein kurzes Programm geschrieben, um dieses Experiment zu machen. (Es wird weiter unten zum Download angeboten, so kann jeder das Ergebnis mit seiner eigenen Festplatte nachvollziehen.) Wenn ich dieses Programm auf das Wurzelverzeichnis meines unter Linux laufenden Arbeitsrechners loslasse, erhalte ich nach gut zehn Minuten die folgende Ausgabe — in der ersten Spalte steht die Anfangsziffer, in der zweiten Spalte die Häufigkeit ihres Auftretens und in der dritten Spalte wird diese Häufigkeit prozentual ausgegeben:

1      108232   28.609%
2       79662   21.057%
3       48951   12.939%
4       35642    9.421%
5       25987    6.869%
6       22929    6.061%
7       19348    5.114%
8       18908    4.998%
9       18658    4.932%

Das ist ein recht deutliches Ergebnis, das der nach Benfords Gesetz zu erwartenden Verteilung sehr nahe kommt.

Es ist aber auch das genaue Gegenteil dessen, was die meisten Menschen aufgrund ihrer Anschauung vermuten würden.

Für die Anschauung eines Menschen sind Ziffern und Zahlen nämlich zunächst abstrakte Symbole, die keine sinnliche Qualität haben. Deshalb besteht die Neigung, alle Ziffern für „gleichwertig“ zu halten, da sie zur gleichen sinnlichen Erfahrung führen, nämlich zu gar keiner. Auch hat die erste Ziffer einer Zahl keine andere Erfahrungsqualität als die folgenden Ziffern, nämlich wiederum gar keine. Weshalb sollte man da aus seiner Wahrnehmung heraus vermuten, dass eine solche Verteilung auftreten könnte? Das klingt einfach unlogisch.

In Wirklichkeit jedoch sind gerade die erste Ziffern einer Zahl alles andere als „gleichwertig“, und dies schon gar nicht, wenn wir Zahlen aus der „Wirklichkeit“ betrachten, die ja durch ein materielles Gegenstück gedeckt werden. Um die erste Ziffer einer Zahl von „Eins“ auf „Zwei“ zu erhöhen, muss das in der Zahl ausgedrückte Material verdoppelt, also um 100 Prozent vermehrt werden. (Streng genommen gilt das nur für die erste Zahl, die mit der Ziffer „Eins“ beginnt, aber ich will mit dieser Erläuterung etwas veranschaulichen und nicht in einer präzisen, aber dafür schwer eingängigen Darstellung verbergen.) Für den Schritt von „Zwei“ auf „Drei“ reicht eine Vermehrung um fünfzig Prozent. Auch hierzu eine kleine Tabelle. Die erste Spalte gibt an, auf welche Ziffer von der vorhergehenden erhöht werden soll, die zweite zeigt, wieviel Prozent Erhöhung des in der Zahl ausgedrückten Wertes erforderlich sind, um diese Ziffer zu erreichen.

2  100.0
3   50.0
4   33.3
5   25.0
6   20.0
7   16.6
8   14.2
9   12.5

Wenn eine Zahl, die mit der Ziffer „Neun“ beginnt, um nur wenig mehr 11 Prozent ansteigt, so befindet sie sich schon in der nächsten Größenordnung und beginnt wieder mit der Ziffer „Eins“ und benötigt wieder ein Wachstum um hundert Prozent, um die folgende Anfangsziffer „Zwei“ zu erreichen. Wenn ein beliebiger Wert im Laufe der Zeit anwächst, denn befindet sich also seine zahlenmäßige Darstellung für den größten Teil dieser Zeit im Bereich niedrigerer Anfangsziffern. Auf diesem Hintergrund wirkt das Benfordsche Gesetz gar nicht mehr überraschend oder gar unanschaulich und widersinnig — ich sagte ja schon eingangs, dass es ein sehr einfaches und durchschaubares Beispiel ist.

Eines kann man an diesem Beispiel aber ganz sicher lernen. Nämlich, dass auf die sinnlich gebundene Anschauung wenig Verlass ist, wenn abstrakte Dinge wie die Darstellung von Sachverhalten in Zahlen betrachtet werden. Diese Lektion. Ist. Umso wichtiger, als dass in Politik, Propaganda und Reklame geradezu ein Kult mit Zahlen betrieben wird, der immer mehr dumme Anhänger findet.

Download-Link: Mein Python-Programm für die Ermittlung der Verteilung der Anfangsziffern von Dateigrößen. Es handelt sich um ein Python-Skript. Um es auszuführen, wird ein Interpreter für diese Sprache benötigt, dieser steht für beinahe alles frei zur Verfügug, was Bits und Bytes bearbeiten kann.

Die Verneigung

Die Geste der Verneigung vor einer anderen Person symbolisiert nicht nur Unterwürfigkeit, sie hat darüber hinaus noch einen Vorzug für den, der sich verneigt. In dieser nach vorne gebeugten Haltung kann man sich nicht so leicht selbst besudeln, wenn man angesichts dieser Person, die da vor einem sitzt oder steht, nur noch kotzen möchte. :mrgreen:

Rückkopplung

Die Content-Industrie in allen ihren Ausflüssen — Presse, Fernsehen, Musik-Indusrie, Show-Business — beruft sich gelegentlich auf so etwas wie eine „öffentliche Meinung“, um die völlig Niveaulosigkeit und Schäbigkeit ihrer manipulativen Hervorbringungen vor einer Kritik zu rechtfertigen. Gemeint ist mit diesem nebulösen Geschwafel die „Deinung“ derer, die ihre „Meinung“ bereits an den Ausflüssen der Content-Industrie gebildet haben.

Frohes Fest!

An Stelle der allgegenwärtigen Wünsche zum Hochfest des Konsumismus nur ein kleiner Witz:

Frage: Drei Männer, ein verantwortungsvoller Politiker, ein Jurist mit großem Sinn für Gerechtigkeit und der Weihnachtsmann finden auf der Straße einen 50-Euro-Schein. Einer von diesen drei Männern gibt seinen Fund nicht ab, sondern steckt das Geld heimlich in die Tasche. Welcher ist das?

Antwort: Der Weihnachtsmann. Die beiden anderen Männer sind Märchenfiguren und existieren nicht.

Leichteres Nicken

Die als Zustimmung interpretierte Geste des Nickens ist viel müheloser durchzuführen, wenn der Kopf leer ist.

Straftaten durch die Polizei

Der mittlerweile allgegenwärtige Anblick von Hinweisen, dass ein Bereich aus irgendeinem Grund kameraüberwacht wird, kann ja für gewöhnlich nicht fröhlich machen. Außer natürlich, wenn auf schier außernatürliche Weise eine Stilblüte in eindeutiger Zweideutigkeit die Wahrheit am Stiel erblühen lässt…

Dieser Bereich wird zur Verhütung von Straftaten durch die Polizei videoüberwacht

Diese Form der Videoüberwachung ist immer noch viel zu selten. :mrgreen:

Quelle: Wikipedia. Das Bild ist unter GNU FDL V1.2 lizenziert.

Mit dem Computer sprechen

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen laut schimpfend oder manchmal auch auffordernd — „jetzt komm schon, mach schon hin!“ — mit ihrem Rechner sprechen. Darunter sind auch völlig vernünftige Menschen, die in ihrem Bewusstsein genau wissen sollten, dass ein Computer nichts verstehen kann und dass deshalb diese psychische Entlastung ohne Gegenüber im Nichts verhallt.

Dieses Verhalten spiegelt eine unbewusste Einsicht wider. Typische Probleme bei der Arbeit mit dem Computer treten gehäuft dann auf, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann, weil das Arbeiten dann von einer übergeordneten Situation geprägt ist, etwa einer eiligen externen Anforderung oder einer persönlichen Ermüdung. In solch übergeordneter Situation sind Aufmerksamkeit und Konzentration beeinträchtigt, so dass es leichter zu Fehlern kommt. Da das Verhalten des Komplexes aus Mensch und Maschine in aller Regel vom Menschen nicht völlig verstanden wird, erlebt der Mensch diese Situationen so, als würde die Maschine auf einen besonders ungünstigen Moment für ein fehlerhaftes Verhalten „warten“. Dieses wahrgenommene und damit für wahr genommene „Verhalten“ der Maschine entspricht dem Verhalten eines gezielt bösartigen Gegenübers. Die unbewusste Einsicht, die sich in der Beschimpfung des Computers widerspiegelt, ist die Einsicht, dass gezielte Boshaftigkeit des Gegenübers allzu oft das einzige Anzeichen für Intelligenz ist — und aus dieser unbewussten Einsicht heraus wird der Maschine die „Würdigung“ zu Teil, wie ein intelligentes Wesen beleidigt zu werden.

Alle Achtung

Bei Microsoft braucht es manchmal etwas länger, bis die Menschen dort begreifen, dass es bei Software auf Qualität ankommt. Vor allem, wenn es Alternativen gibt. Und. Nicht nur auf jene Inkompatibiltäten, die von den geschäftstüchtigen Kaufleuten als „Alleinstellungsmerkmale“ betrachtet und bezeichnet werden:

Der Internet Explorer 8 soll Web-Standards noch besser unterstützen.

Und die Waschmittel waschen jetzt noch weißer. :mrgreen:

Eine solche Ankündigung ist für jeden, der sich noch an die markigen Worte zur Einführung des IE 7 erinnert, ein déjà vu. Wer auch nur ein einziges Mal in seinem Leben eine längere Zeit damit verbracht hat, in einer auf jedem anderen, modernen Browser funktionierenden, standard-konform erstellten Website die ganzen Eigenwilligkeiten Fehler des IE zu berücksichtigen, dem kommt schon bei dem Wort „noch besser“ die Galle hoch. Das wird auch nicht dadurch abgemildert, dass man bei diesem großen Software-Haus werbewirksam in die Kamera jammert, wie schwierig doch das Einhalten jener Standards ist, die von anderen Browsern lange schon recht gut beherrscht werden:

Microsoft ist so begeistert von dem „Meilenstein“, dass es ein halbstündiges Video-Blog-Posting dazu veröffentlicht hat. Dort sprechen aber vor allem Microsoft-Manager und Entwickler über die Herausforderung, einen die Standards einhaltenden Browser zu entwickeln […]

Ja, ist schon gut…