Archive for August, 2018


Liebe

Das, was Menschen „Liebe“ nennen, ist nichts weiter als eine biochemische Reaktion des Körpers, vergleichbar mit dem Erbrechen.

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Interview über Sachsen

Als der Vorübergehende in der gestrigen 20:00-Uhr-Tagesschau der ARD die gewohnt sachlich verlesenen Worte…

Rechtsextremismus in Sachsen. Warum die rechte Szene gerade dort so großen Zulauf hat, dazu ein Interview mit Ex-Bundestagspräsident Thierse auf tagesschau.de

…hörte¹, atmete er tief durch, um nicht fluchen zu müssen und sagte mühsam gefasst: Warum interviewen die nicht einfach die Menschen in Sachsen, wenn sie wissen wollen, warum die Menschen in Sachsen so sind, wie die Menschen in Sachsen sind? Warum befragen die da stattdessen einen geübten Sprechblasenapparat mit Bundestagshintergrund, direkt aus der Reichstagsberliner Parallelgesellschaft? Sollen den rechten Mobs denn noch die letzten Menschen mit der Keule solcher Verachtung zugetrieben werden?

Dieser staatsfromme Journalismus der Marke Aktuelle Kamera ist der Boden, in dem jedes Gift wurzeln kann.

¹Ca. bei 7:30min

Plastikbecher im Kopf

Wer sein Gehirn nicht nur als Füllmasse im Kopfe trägt, will überzeugt werden, was keineswegs widerstandslos vonstatten geht, doch wer mit seiner dummen Psyche „denkt“, begnügt sich damit, überredet oder gar überrumpelt zu werden. Er endet schließlich in unreflektiertem Verhalten, das er selbst für intelligent, edel, gut und unbedingt nachahmenswert hält, etwa, wenn sich sein Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz darin äußert, dass er außerordentlich teuren Kaffee trinkt, weil er ihm von Kaufleuten als „fair gehandelt“ und „bio“ verkauft wird — aber aus einem „praktischen“ Coffee-to-go-Wegwerfbecher aus Plastik.

Angebot

Als der Zeitgenosse im Kontext der so genannten „Rundfunkabgabe“ allen Ernstes von einem „Angebot“ des quasistaatlichen Rundfunks der BRD sprach, sagte der Vorübergehende: „Pass auf, von welchen Propagandisten du dir die Schablonen deines Denkens zuschneiden lässt, bevor du dich und andere in die Form dieser Schablonen zu zwingen versuchst! Es ist kein Angebot, denn ein in Freiheit unterbreitetes Angebot könnte man einfach ablehnen, wenn man es nicht haben möchte; und eine solche Ablehnung führte zu keinen Nachteilen und zu keinen Kosten. Vielmehr handelt es sich um so etwas ähnliches wie eine mit Gewaltandrohung vorgetragene Erpressung“.

Zum Gerüst am Ihmezentrum

Foto des gegenwärtig am Ihmezentrum aufgestellten Gerüstes. Dazu mein Text: Jetzt müsste nur noch jemand arbeiten! Abriss: jetzt. Alternativen: keine. Intown ist Carlyle 2.0.

Bart

Dass es unter jüngeren Männern wieder modern geworden ist, Bärte zu tragen, mag auch ein wenig am Feminismus liegen — denn wenigstens in Sachen Gesichtsbehaarung kommt auch die bewegteste „Quotenfrau“ nicht mit.

An Gläubige und Gläubiger von „Intown“

In der Ruine des Ihmezentrums in Hannover-Linden aufgehängtes Propagandaplakat: 'Mit den Arbeiten an den Fassaden soll bereits 2018 begonnen werden.' -- Dazu mein Text: Hundertdreißig Tage. So viel Zeit bleibt noch, im Jahr 2018 zu beginnen. Der größte Teil davon ist Schlechtwetter.

Und nein, ein an der Blumenauer Straße aufgestelltes Gerüst, das Miete kostet, obwohl niemand darauf steht, um zu arbeiten, ist nicht etwa der Beginn der Arbeiten, sondern zurzeit einfach nur Geldverbrennung in Tateinheit mit sichtbarer Tätigkeitssimulation.

Brötchen für Gelangweilte

„Wenn man unterwegs ist“, sagte der Vorübergehende, „dann ist es einfacher, irgendwo ein kostenloses WLAN als ein kostenloses Brötchen zu bekommen. Und die Menschen. Tun so, als sei nichts verkehrt in ihrer Welt“.

Vom Reden in die Flammen

Wer den, der sich einbildet Verstand zu haben, zu Verstand bringen will, vergeudet seine Zeit.

Demokrit, ca. 460-370 vor unserer Zeitrechnung

Diese Autos aber auch immer!

Wenn Journalisten sich der Aufgabe entledigen müssen, darüber zu schreiben, dass ein Fahrradfahrer von einem Autofahrer totgefahren wurde, greifen sie sehr häufig zu einer bemerkenswerten Sprache: „Der Radfahrer wurde von einem Auto erfasst“. Ganz so, als seien die Autos schon längst selbstfahrend und als sei ihr Fahrer passiver Zuschauer, wenn Christine sein Auto jemanden umbringt. Diese völlige journalistische Verfehlung dessen, was bei einem solchen Unfall wirklich geschehen ist, wird nur noch vom Schönsprech überboten, den das gleiche Geschmeiß von Journalisten verwendet, wenn einmal ein Mensch von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Denn diese Polizeibeamten haben schon seit Jahrzehnten Faustfeuerwaffen, mit denen man nicht mehr schießen muss. Stattdessen „löst sich ein Schuss“, und dann ist jemand tot. Was für ein Pech aber auch für den Toten!

Als sein dem Alkohol sehr zugeneigter Zeitgenosse zu ihm sagte „Ich würde niemals verbotene Drogen nehmen“, antwortete der Vorübergehende grinsend: „Aha, und wenn die Bundesregierung jetzt Cannabis als Genussmittel legalisierte, würdest du mit dem Kiffen anfangen“.

Klassisches Werk

„Es ist ein klassisches Werk in deutscher Sprache“, sagte der Vorübergehende mit einem breiten Grinsen, „es wird allgemein gelobt und gern empfohlen, aber es wird niemals gelesen“.