Tag Archive: Propaganda


Angebot

Als der Zeitgenosse im Kontext der so genannten „Rundfunkabgabe“ allen Ernstes von einem „Angebot“ des quasistaatlichen Rundfunks der BRD sprach, sagte der Vorübergehende: „Pass auf, von welchen Propagandisten du dir die Schablonen deines Denkens zuschneiden lässt, bevor du dich und andere in die Form dieser Schablonen zu zwingen versuchst! Es ist kein Angebot, denn ein in Freiheit unterbreitetes Angebot könnte man einfach ablehnen, wenn man es nicht haben möchte; und eine solche Ablehnung führte zu keinen Nachteilen und zu keinen Kosten. Vielmehr handelt es sich um so etwas ähnliches wie eine mit Gewaltandrohung vorgetragene Erpressung“.

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An Gläubige und Gläubiger von „Intown“

In der Ruine des Ihmezentrums in Hannover-Linden aufgehängtes Propagandaplakat: 'Mit den Arbeiten an den Fassaden soll bereits 2018 begonnen werden.' -- Dazu mein Text: Hundertdreißig Tage. So viel Zeit bleibt noch, im Jahr 2018 zu beginnen. Der größte Teil davon ist Schlechtwetter.

Und nein, ein an der Blumenauer Straße aufgestelltes Gerüst, das Miete kostet, obwohl niemand darauf steht, um zu arbeiten, ist nicht etwa der Beginn der Arbeiten, sondern zurzeit einfach nur Geldverbrennung in Tateinheit mit sichtbarer Tätigkeitssimulation.

Blendende Atomprogramme

Immerfort reden und schreiben die Journalisten an der Propagandafront vom Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas oder des Irans, niemals verlieren sie auch nur ein Wort über das Atom- und Raketenprogramm der Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika. Dabei ist es der letztere Staat, die USA, der sich in der jüngeren Vergangenheit durch völkerrechtswidrige Angriffskriege mit geheimdienstlich erfundenen Kriegsgründen hervorgetan hat — und mittelbar dafür verantwortlich ist, dass Europa immer noch mit einer beachtlichen Menge von Flüchtlingen aus Nordafrika konfrontiert ist. Wer seinen Blick von Journalisten ausrichten lässt, wird blind und dumm, und genau das ist die erwünschte Wirkung. Denn blind und dumm lässt sich mit einfachen psychologischen Tricks in blindwütig und kriegsbereit transformieren.

Mesut Özil

Wie sehr du dich auch anstrengst, du wirst nie einer von uns

Serap Güler

Ein Fußballspieler, der wegen eines (in meinen Augen dummen, aber niemand erwartet von Sportlern eine Intelligenz, für die sie ja auch nicht bezahlt werden) Fotos geächtet wird, während die ethisch bankrotte Bundesregierung, die als Teil ihres politischen Gestaltungswillens Kriegswaffen an die gleiche Türkei liefert, keinerlei Beachtung dafür erfährt.

Ist eigentlich schon vergessen, wie dieses Arschloch von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder den sogar von Verstorbenen gewählten autokratischen Despoten Wladimir Putin einen „lupenreinen Demokraten“ nannte und dafür bis zum heutigen Tag reichlich Belohnung empfängt? Der hat so wenig Ächtung dafür erfahren, dass er bis zum heutigen Tag von seiner SPD zu großen Veranstaltungen und Wahlkämpfen eingeladen wird und dass er bis zum heutigen Tag die Politik der SPD prägt. Das ist wesentlich schlimmer als ein Fototermin, zumal Gerhard Schröder nicht einmal zu seiner Entlastung anführen könnte, russische Wurzeln zu haben.

Ratingagenturen

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende beim Nachrichtengenuss, „dass diese von den Journalisten aus Presse und Glotze wie eine richtige Nachricht gemeldeten Ratingagenturen aus den USA immer nur andere verschuldete Staaten herabstufen, aber niemals die USA“.

Propagandaplakat am Ihmezentrum: Das Ihmezentrum -- Gestern -- Heute -- Morgen -- Übermorgen. Unter dem Plakat stehen überquellende Altpapiertonnen.

Großes Werbeplakat an der Ruine des Ihmezentrums: Tag der Städtebauförderung -- Aus Liebe zum Quartier

Ich habe in der Ruine des Ihmezentrums weder ein Dixi-Klo noch irgendein anderes Zeichen von Bau- und Renovierungstätigkeit gesehen. Aber immerhin: Für ein überdimensionales Reklameplakat voller Vision und Realitätsverlust, das da die Augen und das Gehirn der Vorübergehenden verspottet, war schon ein bisschen Geld da.

Wider die rhetorische Kriegsführung

Wir können das Arsenal der Waffen nicht aus der Welt schreiben, aber wir können das Arsenal der Phrasen, die man hüben und drüben zur Kriegsführung braucht, durcheinander bringen

Max Frisch, ᛉ 1911, ᛣ 1991

Sachlich

Jeder Herrschende und Besitzende fordert in seiner Propaganda von den Ohnmächtigen und Veramten mehr „Sachlichkeit“ ein, wenn er ihnen in Wirklichkeit das Wort verbieten möchte und ihre Lebenswirklichkeit schon vor jeder Kommunikation für bedeutungsleer und kaumexistent erklären will.

Der feine Unterschied…

Wenn ich jemanden totschösse, dann beschrieben Journalisten diesen Vorgang in den journalistischen Produkten als: Er hat jemanden erschossen. Doch wenn ein Polizeibeamter jemanden mit seiner Dienstwaffe totschießt, dann beschreiben Journalisten das in den journalistischen Produkten mit den Worten: Jemand starb durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe. Und in Härtefällen stellen die Journalisten uns auch die ganz besonders gebauten Waffen der Polizeibeamten vor; diese Waffen, mit denen die werten Polizeibeamten gar nicht mehr schießen müssen, sondern bei denen sich nur noch ein Schuss löst.

„Kulturrettung“ durch Rundfunkgebühr

Eine Kultur, die durch eine Zwangsabgabe zur Finanzierung der Rundfunkanstalten „gerettet“ oder „erhalten“ werden soll (wobei in Wirklichkeit ein parteipolitischer Alimentierungsapparat erhalten bleibt), hat sich selbst ihren Totenschein ausgestellt und bedarf keiner weiteren Einbalsamierung, um noch länger in den nischenprogrammmusealen Mausoleen der Bourgeoisie in ihrer Leblosigkeit zur Schau gestellt zu werden — sie mag getrost verwesen und noch als Dünger dienen.

Statistisch belegte Dummheit

Wenn Statistiken belegen, das „für Frauen“ an- und ausgepriesene Produkte und Dienstleistungen deutlich teurer als völlig gleichwertige Produkte und Dienstleistungen „für Männer“ sind, und wenn Frauen diese überhöhten Preise für pinkfarbene Pigmente in Produkten und Verpackung sowie für eine an die Psyche von Frauen gerichtete Reklame auch noch bezahlen, dann belegt eine solche Statistik nicht etwa — wie es im sachlich klingendem Tonfall vom Nachrichtensprecher des Staatsfernsehens gesagt und begleitend aufgeregt-polemisch über social media weitergeschnattert wird — eine Diskriminierung von Frauen, sondern eine im Durchschnitt deutlich geringere lebenspraktische Intellgenz und die seit langem wohlbekannte Tatsache, dass Dummheit auch teuer sein kann.