Tag Archive: Propaganda


#Unfairschreiben

Wenn es sie noch nicht gäbe, und es käme heute erst ein Mensch auf die Idee, dass man öffentliche Leihbüchereien einrichten sollte, dann würde der Mensch, der diese segensreiche zivlisatorische Idee¹ entwickelt hat, von den Verlegerverbänden als „Zwangslizenzierer“ und „Feind der Vielfalt“ und Meinungsfreiheit verunglimpft, der den Autoren die Butter vom Brötchen stiehlt.

¹Ich wäre im von Suff, Armut und Kleinkriminalität geprägten Umfeld meiner Kindheit niemals an irgendeine Bildung gekommen, wenn es keine Leihbüchereien gegeben hätte.

Toxisch

Nicht Männer sind toxisch. Nicht Frauen sind toxisch. Und auch nicht Genderfluide sind toxisch. Dummheit ist toxisch.

Natürlich und regenerativ

„In der englischsprachigen Welt haben die Werber es schon längst geschafft, das Erdgas heißt dort normalsprachlich natural gas, genau so in der französischsprachigen Welt, wo vom gaz naturel die Rede ist“, sagte der Vorübergehende zu seiner Gefährtin im dunklen kapitalistischen Lügenwald aus Reklame, „aber ich finde, das geht noch nicht weit genug. Wenn man nur ein bisschen Geduld hat, bilden sich doch Erdgas, Erdöl und Kohle wieder von allein und ganz natürlich aus dem atmosphärischem Kohlendioxid. Von daher warte ich noch auf den ersten Werber, der von Erdgas, Erdöl und Kohle als natürlichen regenerativen Energiequellen spricht, begleitet von Bildern des synthetischen Photoshop-Paradieses aus blauem Himmel, grünen Bäumen und süßen Tieren, plakatiert an jeder stinkenden Straße“.

Vor zehn Jahren

Screenshot der Website der Fuldaer Zeitung vom 22. Juli 2011 -- Keine Entwarnung -- DOSSIER: Norwegen -- FULDA -- Kommentar zum Terroranschlag in Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya von Manfred Schermer. -- Der Terror ist zurück in Europa. Auch wenn die Urheber des verheerenden Anschlags von Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya noch nicht feststehen – es deutet vieles auf einen islamistischen Hintergrund hin. Norwegische Medien hatten die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt, vor rund einem Jahr erst war eine islamistische Terrorgruppe aufgeflogen, und Norwegen ist als Nato-Mitglied am Afghanistan-Einsatz beteiligt. Man war also gewarnt, vor allem auch nach den missglückten Anschlägen von Stockholm im Nachbarland Schweden vom Dezember des vergangenen Jahres. -- Bislang waren die Norweger stolz auf ihre offene Gesellschaft. Die Mitte-Links-Regierung mit Regierungschef Jens Stoltenberg an der Spitze hat im Gegensatz zur Regierung im benachbarten Dänemark auf eine liberale Ausländerpolitik und einen Dialog mit muslimischen Zuwanderern gesetzt. Nun muss sie bitter erfahren, wie ihnen ihre Liberalität gedankt wird. So sympathisch eine offene Gesellschaft ist – sie lässt eben nicht nur ihren gesetzestreuen Mitgliedern, sondern auch Kriminellen und Terroristen Freiheiten, die in etlichen anderen Ländern seit den Anschlägen von New York, London und Madrid teils drastisch eingeschränkt worden sind. Offensichtlich nicht ohne Grund. Diesem feigen Terrorpack mit Großzügigkeit zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen. Wer diesen Fanatikern versöhnlich kommen will, muss damit rechnen, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt und skrupellos ausgenutzt wird. -- Der Anschlag auf das Herz des Osloer Regierungsviertels lässt nur einen Schluss zu: Es kann für Europa und auch für Deutschland keine Entwarnung geben. Die Gefahr weiterer Attacken bleibt bestehen – und damit leider auch das Paradoxon, dass wir unsere Freiheit offenbar nur schützen können, indem wir sie beschneiden.

Opferdarsteller:innen

Es wird sicher wieder von Elite gesprochen werden. Und vermutlich werden es dann nicht die Juden und Kosmopoliten, nicht die Feminist:innen und die Virolog:innen sein, vor denen gewarnt wird, sondern die Klimaforscher:innen

Carolin Emcke, Politikerin

Hüte dich vor denen, die sich als ständig gefährdete und zerschlagene Opfer auf die journalistische und politische Bühne stellen, um aus elitärer Position den gesamten Diskurs und seine Richtung mit viel Moral, wenig Reflektion und noch weniger intellektueller Durchdringung zu bestimmen und nicht einmal mehr die Hemmung haben, jeden Kritiker nur assoziativ, aber dennoch psychisch wirksam mit dem Stempel des mörderischen hitlerdeutschen Judenhasses zu bestempeln, wenn der Stempel des Vergewaltigers einmal nicht mehr ausreichen sollte! Sie haben einen sehr bequemen Weg gefunden, und mindestens das haben sie auch selbst gut verstanden, denn sie tun alles dafür, dass ihre Opfer eine derartige Möglichkeit niemals mehr erhalten.

Geschlossenheit

Seit Begriffe wie „Nibelungentreue“ politisch ungenießbar geworden sind, wird im Vorfelde von Wahlen und Parteitagen vom gesamten journalistisch-politischen Komplex die „Geschlossenheit“ der Parteien eingefordert, was ebenfalls das genaue Gegenteil offenen, auch ergebnisoffenen Diskurses ist.

Abhören unter Freunden geht gar nicht!

Das Problem sind nicht die Dänen, auf die sich Journalismus, Angela Merkel und Emmanuel Macron in ihren lachhaften Forderungen einschießen; das Problem sind freidrehende Geheimdienste im rechtsfreien Raum. Und die gibt es nicht nur in Dänemark und in den USA, die gibt es insbesondere auch in der Bundesrepublik Deutschland. Das sind dermaßen geheime Dienste, dass die Akten über die im geheimdienstlich stark beobachteten Umfeld operierende Mörderbande NSU für 120 Jahre als Staatsgeheimnis weggeschlossen wurden. Vermutlich, weil nähere Einzelheiten die Bevölkerung nur beunruhigen würden. Frau Merkel! Wenn sie etwas gegen dieses Problem mit den freidrehenden Geheimdiensten tun wollen, dann fangen sie genau jetzt damit an, und zwar hier vor Ort, hier in der BRD! Das können sie, wenn sie das wollen. Selbst, wenn es erhebliche Widerstände gibt, anfangen kann man mit so etwas immer. Aber ersparen sie mir und den Rest der Bevölkerung ihr Propagandageschwätz, dass eine möglichst lange Phase des „Weiter so“ einläuten soll.

Ach, sie möchten lieber immer noch die gesamte Bevölkerung verdachtsunabhängig überwachen lassen, obwohl das als klar menschenrechtswidrig mehrfach vom Europäischen Gerichtshof kassiert wurde? Ich verstehe, Frau Merkel. In die DDR können sie leider nicht mehr gehen, aber in Nordkorea soll das Wetter im Sommer auch ganz schön sein! Ich wünsche ihnen dort von ganzem Herzen ein schönes Leben! Tschüss.

Nein, Deutschland ist nicht nur gut vorbereitet, sondern bestens, ich wiederhole und gebe ihnen mein Ehrenwort als Politiker, bestens vorbereitet.

Tweet der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (verifizierter Account) vom 24. Februar 2020, 18:36 Uhr: 👩‍⚕️🧫Keine Angst vor #Corona! Deutschland ist bestens vorbereitet: Wir haben ein sehr gutes Krankheitswarnsystem, ein Meldesystem und Pandemiepläne, nach denen im Ernstfall vorgegangen würde. Mehr dazu im Interview mit @MaagKarin. 👉https://www.cducsu.de/corona_deutschland

Erstaunlich, dass noch jemand diese kriminelle Vereinigung für glaubwürdig hält.

Quelle des Screenshots: Twitter

Die Lüge der Marktideologen

Die wichtigste, wirksamste, ständig wiederholte und inzwischen verbreitet als „Wahrheit“ geglaubte Propagandalüge der Marktideologen ist zweiteilig: Die Reichen haben sich ihren Reichtum selbst erarbeitet, und die Armen sind selbst schuld an ihrer Armut.

Beides ist nicht wahr (außer in sehr seltenen Einzelfällen, die sich bequem als Messfehler behandeln lassen), und schlimmer noch: Beides wird durch die Politik der Ideologen, die von diesem Glaubenssatz ausgehen, immer unwahrer. Die abhängig beschäftigten Menschen können sich noch so sehr anstrengen, einen schweren Stein eine Rampe hochzuschieben, sie werden niemals ihre eigene Pyramide erbauen.

Wohlgesprochen

Sie sprechen vom „Gemeinwohl“, aber sie meinen damit gemeinerweise „mein Wohl“ und sonst gar nichts. Das ist das ganze Elend.

Selbstkontrolle

Wenn bei einer so genannten „freiwilligen Selbstkontrolle“ das bei einer Selbstkontrolle an sich unnötige Attribut der „Freiwilligkeit“ hinzugeschrieben und -gesprochen wird, dann spiegelt sich in diesem absurden politisch-journalistischen Sprachgebrauch wider, dass in Wirklichkeit niemals von einer „Freiwilligkeit“ die Rede sein kann.

Kinder einsperren

Es ist schon sehr merkwürdig — also würdig, dass man es bemerkt und sich merkt — wenn die gleichen Kinderhasser aus Politik und Journalismus, die jetzt in jedes Mikrofon und jede Kamera hinein beklagen, dass die Kinder durch den so genannten „Lockdown“ eingesperrt und schwer psychisch beschädigt werden, auf der anderen Seite überhaupt kein Problem damit haben, sondern es sogar bejubeln, wenn die gleichen Kinder möglichst ganztägig, lebensfüllend und umfänglich traumatisierend in einer staatlichen Schule der BRD eingesperrt werden, um dort mit antihygienischen Zuständen, Mobbing, Gewalt und Willkür psychisch zerbrochen zu werden. Und wer seine Kinder nicht abgeben will, weil er sie gern hat, bekommt sie vom Staat weggenommen.

Nicht einem, der so gegen den Corona-Lockdown argumentiert, geht es um die Kinder. Nicht. Einem. Die Kinder sind nur vorgeschoben, um von den in Wirklichkeit vertretenen Interessen abzulenken. Es handelt sich nur um rhetorischen Kindesmissbrauch.