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Multi-Kulti, familiäre Atmosphäre…

Jahrealte Dekorations- und Verschönerungsversuche an Bauzäunen aus der Zeit, in der das Ihmezentrum zum Linden-Park umgebaut werden sollte: 'Multi-Kulti' und 'Familiäre Stadtatmosphäre'. Die Bilder stehen am Rande des unübersehbaren Zerfalls.

Shoppen auf 35.000 Quadratmetern

Einkaufswagen in der Ruine des Ihmezentrums, an dem Ort, an dem jetzt lt. Linden-Park-Plänen die Fachmarktzeile längs der Blumenauer Straße sein sollte

Gruß auch an Schulze & Partner aus Hannover und RKW aus Düsseldorf — so sieht das Ergebnis des letzten mit großem PR-Tamtam und Spottwörtern wie „Lindenpark“ angepriesenen Umbaus des Ihmezentrums zu einer großen Fachmarktzeile längs der Blumenauer Straße im Moment aus. Wer aus Linden kommt, mag zwar oft verpeilt sein, aber so vergesslich, dass diese Scheiße schon wieder vergessen wäre, so vergesslich ist dort niemand!

Zwei Hannoveraner

„Zwei weltweit bekannte Hannoveraner gibt es“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Fritz Haarmann und Gerhard Schröder. Und letzterer. War mörderischer“.

Rest in pain!

Heute vor achtzehn Jahren ist nach einem viel zu langen und vor allem für andere Menschen aufs Ärgste folgenreichen Leben der prägende hannöversche Stadtplaner Rudolf Hillebrecht gestorben, der Zeit seines Lebens und mit beachtlichem Erfolg an der Fortsetzung der britischen Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges mit architektonischen Mitteln gearbeitet hat.

Gut, dass dieser Schreibtischtäter nie wieder aufsteht!

Vom Blümchenabwurf auf seinem Grab auf dem Engesohder Friedhof bitte ich abzusehen. Eine gewisse Düngung des wehrlos den Kadaver ertragenen Bodens ist wesentlich angemessener.

Die Baukunst des Abrisses

Foto eines Gebäudes, das gerade abgerissen wird. Davor ein Transparent am Bauzaun mit der Werbung 'Baukunst'.

Bücherschrank

Bücherschrank am Ihmezentrum in Hannover-Linden, ein Bild geradezu unbeschreiblicher Tristesse und Hoffnungslosigkeit

Bau und Abend

In seiner Stimmung unbeschreibliches Foto trister Zweckarchitektur im Abendlicht.

Weihnachten

Ein Weihnachtsbaum, der an der ausgesprochen hässlichen und kalten Fassade des hannöverschen Funkhauses aufgestellt ist

Marktkirche

Die hannöversche Marktkirche an einem Regentag mit Regenbogen; im Vordergrund ein Verkehrszeichen 'Vorfahrt beachten'.

Forever Fun

Reklame-Graffito an einem Kiosk/Stehcafé in der Ritter-Brüning-Straße in Hannover: Forever Fun

Foto

Leerstehendes, vom Zerfall gezeichnetes Ladengeschäft an der Hildesheimer Straße in Hannover-Laatzen; über dem Eingang steht in goldener Schrift das Wort 'Foto', auf der Tür die Worte 'Italy Flair: Coffee to go'. Davor parkt ein Auto.

Ich freue mich!

Zeitungsartikel: Stadt schließt Abriss nicht aus -- Ultimatum an Investor des Ihme-Zentrums: Bis Jahresende muss er ein Konzept für die Immobilie vorlegen

Vielleicht kann ich ja doch noch ein bisschen tanzen, wenn sie die lebensverachtende, im Stile des Brutalismus gebaute Betonburg zwischen Blumenauer Straße und Ihme endlich wegsprengen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht eine Ratsfrau der Scheißgrünen damit durchsetzt, das Ihmezentrum unter Denkmalschutz zu stellen und damit für lange, lange Zeit zu erhalten. *grusel!*

Wer nicht aus Hannover kommt: Hier gibt es einige unerfreuliche Fotos, die den dort in Beton gegossenen ästhetischen Begriff vortrefflich eingefangen haben. Die Bausubstanz sieht übrigens inzwischen teilweise so aus. Die damals sicherlich gut von Carlyle bezahlte Schleichwerbung von Qualitätsjournalisten im redaktionellen Teil für den Umbau des Ihmezentrums zum so genannten „Lindenpark“ (Shoppen auf 45.000m²) habe ich hier mal kurz kommentiert.