Tag Archive: Lüge


Gewinn

„Lass dich nicht von den Journalisten irremachen, die PResseerklärungen abschreiben, als ob sie eine richtige Nachricht wären, und die dir deshalb zurzeit überall Wirtschaftseinbrüche und Verluste vermelden“, sagte der Vorübergehende zum Nachrichtengläubigen, „denn der Unternehmensgewinn ist letztlich nur jener Teil der Bilanz, den der Vorstand einer Aktiengesellschaft bei aller Trickserei und beim bestem Willen nicht mehr vor den Aktionären und vorm Finanzamt verstecken kann“.

Begierde

Kaum jemand würde unbedingt etwas haben wollen, wenn der das Objekt seiner Begierde vorher nur vollständig kennte. Werbung und Verpackung stellen nicht nur einseitig die Vorzüge dar, sondern versuchen ebenso einseitig die weniger wünschenswerten Eigenschaften und langfristigen Folgen eines Erwerbs zu verbergen — egal, ob es sich um ein industrielles Produkt oder einen Lebensgefährten handelt.

Motivation

„Die Regierungen reagieren ja nicht auf die Corona-Pandemie, um den regierten Menschen zu helfen und ihnen das Leben zu retten“, sagte der Vorübergehende gelassen zu seinem Zeitgenossen, der ihm aufgeregt von der Ansprache der Bundeskanzlerin erzählte, „sondern nur, um ihren Günstlingen zuzuarbeiten und ihre Macht zu erhalten. Und jeder, der Posten und Pfründe erringen oder behalten will, nickt zustimmend“.

Demokratische Politiker

Demokratische Politiker sind Menschen, die es als ihr demokratisches Recht betrachten, die Wahlberechtigten nach Herzenslust zu belügen. Und der Erfolg. Gibt ihnen Recht.

Bild

Ein Bild lügt wirksamer und nachhaltiger als tausend Worte.

Wendehälse in der SPD: Malu Dreyer

Sozialstaatreform der SPD
„Wir wollen Hartz IV hinter uns lassen“

„Wir wollen Hartz IV hinter uns lassen“, sagte die bisherige kommissarische Vorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer […] „Wir wollen Lebensleistung anerkennen“ […] Beim Bürgergeld sollen Langzeitarbeitslose bei Pflichtverletzungen nicht mehr so streng sanktioniert werden. So soll eine Kürzung der Wohnkosten abgeschafft werden. Eine komplette Streichung von Leistungen soll es nicht mehr geben

[…] Dazu sollten Arbeitsmarktreformen treten. „Jeder Mensch in unserer Gesellschaft hat ein Recht auf Arbeit“, sagte Dreyer

[Dauerhaft archivierte Version der Tagesschau-Meldung]

Foto von Malu Dreyer, darunter der Text 'Wendehälsin'Nein, Frau Dreyer, das von ihnen postulierte „Recht auf Arbeit“ gibt es in der BRD nicht, stattdessen hat jeder Mensch in der BRD lt. Artikel 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland das unabdingbare Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Ebendies, Frau Dreyer, ist eines der so genannten „Grundrechte“ in der BRD, das in dem von ihrer eigenen Partei, Frau Dreyer, vorangetriebenen Hartz-IV-Staat mit seinen Gewaltmaßnahmen, seiner millionenfach erzwungenen Zeitarbeits-Sklaverei und seinen Hundert-Prozent-Sanktionen bis in die Obdachlosigkeit mit Füßen getreten wurde. Wenn sie und ihresgleichen, Frau Dreyer, unter dem Reklamespruch von einer „neuen Zeit“ von einem angeblichen „Recht auf Arbeit“ sprechen und dabei das Erfordernis einer anständigen, existenzsicherenden Entlohnung für diese Arbeit vergessen, dann zeigt sich in der von ihnen, Frau Dreyer, angeblich angestrebten „neuen Zeit“ die Kontinuität der früheren Zeit, ja, es zeigt sich gar durch den Nebel der Jahrzehnte eine Kontinuität, die bis in die offizielle Arbeitsverherrlichung der Nationalsozialisten auf dem Hintergrund faktischer Zwangsarbeit zurückreicht.

Arbeit ist, im grellen und exakten Gegensatz zu dem, was sie in ihren verlogenen und intelligenzverachtenden Reden von sich geben, kein „Recht“, sondern die Summe dessen, was Menschen unter Rückstellung des Lustprinzips tun, weil es eben getan werden muss, um zivilisatorische Ziele zu erreichen und zu halten. Um Menschen zur Rückstellung des Lustprinzips hinter das Erfordernis der Arbeit zu bringen, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Motivation durch Einsicht und für die Arbeit gewährte Vorteile, die dem Arbeitenden auch das Erreichen persönlicher Ziele ermöglichen, oder die Gewalt des Zwangs.

Natürlich ist das etwas vereinfachend gesagt, denn trotz aller andersgerichteten Bemühungen des von ihrer Partei und von ihren grünen Komplizen, Frau Dreyer, planvoll und vorsätzlich vorangetriebenen Hartz-IV-Staates mit seinem geforderten und geförderten sowie staatlich subventionierten Billigarbeitsstrich und dem damit verbundenen Lohndumping sind die abhängig Beschäftigten in der BRD immer noch etwas besser gestellt als Leibeigene, wenn sich auch etliche nicht viel besser dabei fühlen.

Ihre Partei, Frau Dreyer, steht seit mindestens zwei Jahrzehnten für die Anwendung von Zwangsmaßnahmen, für existenziellen Druck, um Menschen gefügig zu machen. Es ist in meinen Augen kein Zufall, dass es binnen dieser zwei Jahrzehnte nach den Plänen des kalten Egomanen und Sozialdämonkraten Gerhard „Wladimir Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ Schröder zu einem kaum übersehbaren Zerfall zivilisatorischer Errungenschaften kam, sondern eine mittelbare Folge der von ihnen aktiv mitgetragenen und mitgestalteten SPD-Politik. Sie haben seit 1994 keinerlei vernehmbar geäußerten Probleme mit dieser Politik gehabt, ja, ihnen ist es sogar gelungen, in diesem Umfeld an Ämter, Würden und Pfründe zu kommen, bis hin zu einer Berufung zur Landesministerin durch Kurt „Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job“ Beck und durch ihren heutigen stellvertretenden Parteivorsitz in der SPD.

Wenn sie, Frau Dreyer, angesichts deprimierender Umfrage- und Wahlergebnisse der SPD, die daher rühren, dass nur noch eine immer kleiner werdende Minderheit der Bevölkerung willens ist, ihre Feinde mit politischer Macht auszustatten, ebendiese SPD in eine „neue Zeit“ führen wollen, wirken sie darin genau so „glaubwürdig“ wie die „Wendehälse“ beim Zerfall der DDR, die auf einmal schon immer gegen den SED-Staat waren, als es opportun geworden war, gegen diesen Staat zu sein. Sie erwecken also den nicht abschüttelbaren und ausgesprochen schmierig-ekligen Eindruck einer bei Bedarf flugs dahinlügenden politischen Opportunistin, und dementsprechend sind die Erwartungen, die man jetzt schon an sie und ihresgleichen hat, wenn man sie nur reden hört, Frau Dreyer.

Wenn sie — aus vielleicht durchaus ehrenwerten Motiven — weiteren Schaden von ihrer SPD abwenden wollen, kann ich ihnen nur eine Empfehlung geben: Treten sie aus der SPD aus. Das muss keineswegs das Ende ihrer politischen Karriere sein, denn sie, Frau Dreyer, können mit ihren Ideen von „Recht“ und „Arbeit“ sowie ihrem unerquicklichen Menschenbild mit Leichtigkeit einer faschistischen oder neofaschistischen Partei beitreten, wo sie auf breite Zustimmung treffen werden. Denn wenn die SPD stinkt, dann tut sie dies auch wegen des Duftes, der verströmt wird, wenn sie ihren verlogenen Mund öffnen, um intelligenzverachtend nach Alzheim zu grüßen.

Foto von Malu Dreyer: © Olaf Kosinsky Olaf Kosinsky creator QS:P170,Q30108329, 2019-01-27 Malu Dreyer Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 4719, CC BY-SA 3.0 DE

Sinkenlassen

Der Vorübergehende sagte zu seinem ängstlichen Zeitgenossen: „Sie können keine Obdachlosigkeit, keinen Hunger, keine Armut bekämpfen, aber sie wollen jetzt den Klimawandel bekämpfen. Lass das nur eine einzige Minute in dich sinken!“.

Die Lüge vom Klimaschutz

„Erspar mir die Lüge vom Klimaschutz“, sagte der Vorübergehende in einem selten genervten, ja, beinahe aggressiven Tonfall, „denn die Menschheit hat längst beschlossen, alles zu verbrennen, was brennbar ist! Und. Sie setzt diesen Beschluss mit eisernem Willen, stählernen Maschinen und gnadenloser Profitgier um. Und. Die Menschheit hat beschlossen, wirklich jeden halbwegs brennbaren Stoff mit Gewalt aus dem Planeten rauszuquetschen und anzuzünden, sei er auch noch so gefährlich, giftig oder minderwertig. Und alle. Machen mit. Wenn in diesem Kontext allmedial von einem angeblichen Klimaschutz und von einer erforderlichen Reduktion des Kohlendioxids in der Erdatmosphäre gelogen wird, dann hat das nur einen einzigen Sinn: Die propagandistische Vorbereitung darauf, dass man demnächst Klimaschutzsteuern einführt, die am Ende über gestiegene Verbrauchspreise ausschließlich von jenen Menschen bezahlt werden, die am wenigsten besitzen, ohne dass sich etwas am Verbrennen ändert. Vielleicht gibt es ergänzend sogar Klimaschutzlotterien, damit man auch noch freiwillig Steuern zahlen kann und ein paar emsige Speichellecker der Classe politique ein gutdotiertes Pöstchen bekommen können, mit integrierter Wohltäterpose in der Samstagabend-Fernsehgala, versteht sich. Begrab deine Erde im Hambacher Forst, du dummer Staats- und Mediengläubiger im unreflektierten Strom der immer neuen Nachrichten! Längst ist es beschlossen: Die ‚Autos der Zukunft‘ fahren nicht mehr mit Benzin, sondern mit Braunkohle“.

An die SPD im Frühwahlkampfmodus

A. Nahles am Rednerpult. Dazu der Text: Unsere »Erneuerung«? Nichts wird neu. Im SPD-Logo wurde eine Merkelraute montiert.

Niemand wird euch eure angebliche „Abkehr von Hartz IV“ abkaufen, wenn sie von den gleichen Gesichtern verkündigt wird, die bislang völlig von Hartz IV überzeugt waren. So schnell wächst das Gras nicht in Deutschland. Niemand wird euch eine neue Richtung abkaufen; euch, die ihr noch im letzten Bundestagswahlkampf den Ex-Kanzler und Hauptverantwortlichen für euren Untergang, Gerhard „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ Schröder, diese hannöversch kleinkarierte, aber dafür der großen Kriminalität sehr zugeneigte BRD-Ausgabe von Donald Trump mit legendärem Realitätssinn, in die öffentliche Bütt eurer Wahlkampfveranstaltungen gestellt habt, um ihn dort zu feiern, als ob es angesichts dieses eleganten Anzuges mit angeflanschtem Arschloch etwas zu feiern gäbe. Jeder sieht, dass ihr nur noch reflexartig und bei allem PResseerklärten Aufbruch spür- und sichtbar widerwillig auf eine für euch wenig erfreuliche Demoskopie reagiert, die euch mit monatlich deutlicherem Finger den Weg in die Richtung einer Splitterpartei mit langsam aussterbender Basis weist, weil niemand mit einer Zukunft vor Augen und einer funktionierenden Selbstachtung euch noch wählen kann. Und es bedarf keiner großen intellektuellen Fähigkeit, zu sehen, dass eure Reflexe keineswegs Ersatz für die darin simulierte Reflexion sind.

Setzt euch bitte auf den Boden! Der ist Dreck gewohnt.

Sarggeburt

„Weißt du, was eine Sarggeburt ist?“, fragte der Vorübergehende seine nachrichtengläubige Zeitgenossin mit ihrem gefährlichen Harmoniebedürfnis, und als diese verneinte, setzte er fort: „Wenn eine schwangere Frau stirbt und begraben wird, kann es geschehen, dass in der sauerstoffarmen Umgebung des Sarges die Fäulnis in der Leiche so viele Fäulnisgase entwickelt, dass unter dem Druck dieser Gase der Fötus durch den Geburtskanal nach draußen getrieben wird. Und wenn ich lese, dass die jahrelange Hartz-IV-Verteidigerin A. Nahles jetzt unter dem Eindruck von 13-Prozent-Sonntagsfragenergebnissen auf einmal für die Abschaffung von Hartz IV einzutreten vorgibt, dann muss ich genau daran denken: An eine Sarggeburt, eine gruselige Sarggeburt“. [Archivversion der Tagesschau-Meldung]

Niemals wird eine unentschröderte SPD eine entschröderte Politik machen. Erneuerung ist mehr und etwas völlig anderes als neue PR-Lügen und neue Events für die Parallelgesellschaft der SPD-Parteimitglieder.

Klimagipfel

„Erspar mir deine Klimagipfel und deine dumme, psychische, medieninduzierte Angst nach einem schönen Sommer“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „der Bonbon ist längst gelutscht, der Keks ist gegessen, es ist vorbei! Die Menschheit hat in ihrer Dummheit längst unverrückbar beschlossen, alles anzuzünden, was brennbar ist, und der gleiche politisch-geldherrschaftliche Apparat, der von ‚Klimazielen‘ spricht, möchte auch Wälder abholzen, um Braunkohle zum Verbrennen auszubuddeln. Noch das letzte Molekül Kohlenwasserstoff wird unter dem Beifall der Börsen aus der Erde gepresst und gefrackt werden, um es in einer geldwerten Verbrennung in Kohlendioxid und Wasser zu verwandeln. Das einzige, wozu die politischen Theater-Aktivitäten auf irgendwelchen Gipfeln dienen, ist die psychische Vorbereitung der Einführung neuer Subventionen für die notleidende Industrie und die Einführung neuer Lasten für die vielen anderen Menschen, denen es in den Augen der Milliardäre und ihrer widerlichen journalistischen und parlamentarischen Marionetten immer noch viel zu gut geht“.

An Gläubige und Gläubiger von „Intown“

In der Ruine des Ihmezentrums in Hannover-Linden aufgehängtes Propagandaplakat: 'Mit den Arbeiten an den Fassaden soll bereits 2018 begonnen werden.' -- Dazu mein Text: Hundertdreißig Tage. So viel Zeit bleibt noch, im Jahr 2018 zu beginnen. Der größte Teil davon ist Schlechtwetter.

Und nein, ein an der Blumenauer Straße aufgestelltes Gerüst, das Miete kostet, obwohl niemand darauf steht, um zu arbeiten, ist nicht etwa der Beginn der Arbeiten, sondern zurzeit einfach nur Geldverbrennung in Tateinheit mit sichtbarer Tätigkeitssimulation.