Tag Archive: Menschenverachtung


Contentindustrie = Menschenverachtung

Tweet von @mipff, 25. März 2015, 14:40 Uhr: Journalisten bieten Schülern Geld an, um an Fotos von der schulinternen Trauerfeier zu kommen. #Germanwings #4U9525

Auch, wenn es direkt nichts mit dem gescreenshotteten Tweet zu tun hat, zur weiteren Lektüre empfohlen: Sven bloggt — Medien zum Absturz der Germanwings 4U9525 — es ist einfach widerlich.

Nachtrag 27. März, 23:00 Uhr: Eine weitere Quelle lässt sich im Bildblog nachlesen.

Der Mord heißt jetzt “Flüchtlingsdrama”…

Screenshot Tagesschau.de -- Unglück vor Malta: 500 Tote bei Flüchtlingsdrama -- Stand: 15.09.2014 18:05 Uhr -- Im Mittelmeer vor Malta hat sich offenbar erneut ein schweres Flüchtlingsunglück ereignet: Überlebende berichten vom Untergang eines Bootes, das letzte Woche von Schleppern bewusst gerammt worden sei. 500 Tote werden befürchtet

Der Mord ist jetzt ein Unglück, gegen das niemand etwas machen kann. Das Ergebnis ist ein Drama, lehnt euch zurück und betrachtet die Aufführung. Der Mord entsteht auch nicht mehr durch die Tätigkeit eines Mörders, sondern er ereignet sich einfach so im Mittelmeer, ganz ähnlich wie das Wetter.

Immerhin erwähnen die ARD-Quantitätsjournalisten recht weit unten im Artikel, dass es Mord war.

Gruß auch an die FRONTEX, die mit militärischen Mitteln für die Mauertoten der Europäischen Union sorgt.

Die wahre Seuche

Die Zeitungswebsites und Fernsehsender, die so wortreich, faktenlos und aktualitätssimulierend vom ersten möglichen Ebola-Fall in Berlin berichtet haben, zeigten im Spiegelbild dieses werbeeinnahmenträchtigen Tuns, was die wahre Seuche der gegenwärtigen Zivilisation ist: Die Contentindustrie.

Wie doch ein Video empören kann…

Wie doch ein Video empören kann! Ganz so, als wäre es das größte Problem des Krieges, dass ein paar in Propaganda und täglichem Kampf aufgeheizte Soldaten vor einer Kamera posieren, wenn sie auf die Leichen toter Gegner urinieren; ja, ganz so, als träte dahinter die ganze als völlig normal hingenommene, Menschen verachtende, mörderische Barbarei des Krieges zurück.

Wir denken für dich. Sonst Satan.

Vermeide unabhängiges Denken -- Satan zog schon zu Beginn seiner Auflehnung Gottes Handlungsweise in Frage. Er trat für unabhängiges Denken ein. 'Du kannst selbst entscheiden, was gut und böse ist', sagte er zu Eva. 'Du mußt nicht auf Gott hören. Er sagt dir in Wirklichkeit gar nicht die Wahrheit' (1. Mose 3:1-5). Bis auf den heutigen Tag besteht einer der heimtückischsten Anschläge Satans darin, Gottes Volk mit dieser Art des Denkens zu infizieren (2. Timotheus 3:1,13).

Die Zuflucht der Verachteten

Der anhaltende, gar zunehmende Erfolg der psychischen Prostitution der so genannten “Parawissenschaften” mit all ihren dummen und grellen Angeboten ist ein Spiegelbild der ebenso anhaltenden und immer weiter zunehmenden Verachtung des psychischen Menschen in den “richtigen” Wissenschaften.

Vom Denkverbot

Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.

Mark Twain

Einer der billigen und doch wirksamen rhetorischen Kniffe, mit denen die gegenwärtigen Faschisten medial agieren, ist in besonderer Weise widerwärtig. Er besteht darin, dass zum Kalten, Ungeheuren und Unmenschlichen gesagt wird, dass es doch keine Denkverbote geben dürfe, ganz so, als sei die Unmenschlichkeit nur ein kleines Gedankenspiel, so etwas wie eine ferne Phantasie, an der sich so ein Blutredner kurz aufgeilt, sonst ohne weitere Bedeutung. In Wirklichkeit ist es jedoch viel schlimmer, unter dem in dieser Rhetorik geschaffenen Vorwand eines “freien Denkens” werden noch die übelsten gesellschaftlichen Ideen geäußert, bis hin zum Verhungernlassen der Kinder armer Menschen. Auf dem Hintergrund dieser grellen, laut geäußerten und vom befreundeten Medienapparat dieses Geschmeißes wiedergegebener “Gedanken” erscheint dann der von der gleichen Clique vorangetriebene, wirkliche Abbau zivilisatorischer Errungenschaften wie ein Segen. Auch hat der so unter dem Banner eines “freien Denkens” geäußerte Unfug den Vorteil, dass sich die Kräfte des gesellschaftlichen Widerstandes daran abarbeiten und nicht mehr für den wirklichen und wirksamen Widerstand gegen die Relativierung des Lebensrechtes als menschliches Grundrecht zur Verfügung stehen. Wenn sich ein zeitgenössischer Faschist wie der Soziologe und Wirtschaftswisschenschaftler Prof. Gunnar Heinsohn die Brust aufreißt, um seine wohlkalkulierte Kälte in die Welt zu entlassen

Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zuwenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.

…und zu fordern, dass man die Sozialhilfe doch fortan auf fünf Jahre begrenzen solle, also zu fordern, dass man die Kinder und ihre Mütter mit ihrem in solcher Idee wegen seiner geringen Ausbeutbarkeit als “lebensunwürdig” gedachten Leben einfach verhungern lasse, denn ist dies keineswegs nur ein kleines Gedankenspiel, sondern ausgesprochen nützlich, um die nächste Stufe des Existenzrechtsabbaus voranzutreiben, der im Vergleich zu solchen “Gedanken” geradezu lieblich wirken wird.

Welche Denkverbote unter der Forderung, dass es doch “keine Denkverbote” geben dürfe, dennoch in der BRD bestehen, kann jeder selbst ausprobieren. Einfach öffentlich und nicht anonym anregen, dass man solche Volksverhetzer und Verbrecher gegen die Menschlichkeit wie diese Fäkalmade names Prof. Gunnar Heinsohn (und die vielen anderen, die in vergleichbarer Weise auftreten und von Springers Stürmer Bildzeitung und den seriös verkleideten Kampfblättern für die totalitäre Verwirtschaftung des Lebens eine millionenfache Verstärkung erhalten) doch töten oder auf ähnlich grobe Weise “unschädlich machen” könnte, um weiteren gesellschaftlichen Schaden durch derartige Ideologien abzuwenden, und schon wird sich an der Handschelle, im Gerichtssaal und an der durch Gitter geatmeten Luft zeigen, an welcher Stelle weiterhin Denkverbote durch den gesamten Apparat des staatlichen Gewaltmonopoles aufrecht erhalten werden, und allein in dieser Tatsache spiegelt sich vortrefflich der Faschismus dieses staatlichen Apparates wider. Zum Töten darf hier nur aufrufen, wer “die Richtigen” töten lassen will — wer jene Menschen totmachen will, die nicht mehr verwirtschaftbar sind und die deshalb nicht mehr gebraucht werden.

Unter gesellschaftlichen Zuständen, die zur Folge haben, dass skrupellose Verbrecher zu Ansehen, Amt und Ehre kommen, kann es durchaus eine Auszeichnung sein, wenn der Weg eines Menschen in das Gefängnis führt.

Kreuz-Weise? Kreuzweise!

Mensch Jesus, bleib oben,
Sonst schlagn die dich tot!

Bettina Wegener

Jesus aus Nazaret starb nicht am Galgen auf Golgata.

Er starb und stirbt Tausende und Tausende der Tode. (Und gar mancher dieser Tode ist schlimmer und grausamer als das barbarische römische Justizmorden.)

Er — der übrigens nur wenig von formeller Religion gehalten haben soll — starb das erste Mal, als Saulus auf dem Wege nach Damaskus seine historisch gewordenen Hirnblitze ( Apg. 9 ) sah und darin einen nützlichen Leichnam für seinen gekränkten Narzissmus halluzinierte und aus diesem Kadaver eine Religion zimmerte.

Er — der übrigens niemals selbst auch nur einzige Zeile niedergeschrieben hat, die sich bis heute erhalten hätte und der deshalb offenbar nichts von einer auf ihn basierenden Schriftreligion hielt — starb bei allen gläubigen Empfängern der Briefe, die dieser Saulus lieber unter seinem neuen Namen Paulus verfasst hat, um der Welt zu erzählen, dass seine Halluzination der neue und einzige Gott für alle sei. Dass dieser sich Paulus nennende Saulus einer jüdischen Sekte angehörte, deren bis zur Neurose perfektionistische Form der Religionsausübung von Jesus immer wieder in ätzender Form kritisiert wurde, ist offenbar niemandem aufgefallen, und es schert sich bis heute keiner darum. Schon Paulus hat sich einen Dreck für die wirkliche Person hinter diesem Jesus interessiert und fand seine eigenen Trugbilder viel attraktiver — und genau so geht es bis heute den Judasfreunden, die diesen ganzen Unfug glauben und die sich Christen nennen.

Er — der einmal gesagt haben soll: “Ich lebe, und ihr sollt auch leben” — starb, als die paulusgläubigen römischen Sklaven singend und schafdoof in den Tod gingen und damit das System der Sklaverei erhielten. Ganz so. Wie es Paulus gefiel, damit er auch weiter Gefallen an seinem Sklaven hat. Er stirbt bis heute, wenn Christen in einem bekannten Danklied den Satz “Danke für meine Arbeitsstelle” singen und damit die heutige Form der abstrakten Arbeit heilig sprechen, den Armen zur Knechtschaft und den Besitzenden zum sprudelnden Reichtum und zum Wohlgefallen.

Er — nach Aussagen seiner frommen Gegner ein “Fresser und Weinsäufer und Freund aller Sünder” — starb, als Menschen ihre Sexualität von sich abspalteten und sich deshalb psychisch und körperlich selbst zerfleischten. Bis heute stirbt er in jeder Neurose, in jeder Bulimie, in jeder Unfähigkeit zur Liebe. Und. Alle diese Krankheiten sind nur moderne Bastardkinder der älteren Krankheit der Askese, der sinnlichen Selbsttötung als Lebensentwurf.

Er — der auf die formelle Anrede eines Fragestellers einmal erwidert haben soll, dass er nicht “gut” genannt sein möchte, weil niemand als Gott allein gut sei — starb, als die Gläubigen des Paulus ein paar Jahrhunderte später erbost darüber stritten, ob ihr Jesus nun wesensähnlich oder wesensgleich zu Gott sei. Und. Als die Vertreter der letzteren Auffassung, die aus diesem Streit als Sieger hervorgingen, die Vertreter der ersteren Auffassung zu gottlosen Menschen erklärten, die für ewig in der Hölle zu brutzeln haben. Und. Genau So. Gilt es bis heute.

Er — der überliefert wurde als einer, der jede Form der Herrschaft durch Menschen über Menschen nicht für den Willen Gottes hielt — starb, als der heilige Hirnfurz des Paulus unter dem römischen Kaiser Konstantin zur neuen Staatsreligion des imperium romanum wurde. Als. Der von Paulus deformierte Jesus die staatliche Gewalt heiligen musste, so mörderisch sie auch wütete. Das tut dieser Jesus bis heute von seinem heiligen Galgen herab, dieser nützliche Kadaver der Herrschenden und Besitzenden und Großmörder aller Zeiten.

Er — der von der frommen Elite seiner Zeit gesagt haben soll, dass sie sich vor die Türe stelle, die in ein besseres Leben führt; dass sie dort selbst nicht hindurchgingen, aber auch niemanden anders hindurchließen — starb und stirbt am Petersplatz, wo sich ein Hurenbock nach dem anderen hinstellte und sich als “Heiliger Vater” anreden und als Stellvertreter Gottes betrachten ließ und lässt, ja, bis heute so anreden und betrachten lässt. Auch. Von den staatlichen und wirtschaftlichen Verdummungsanstalten in Form des Rundfunks und der Presse.

Er — der überliefert wird als einer, der gleich einem durchgeknallten, auf einem Trip hängengebliebenem Hippie jede Form der Gewalt in jeder Situation abgelehnt haben soll — starb und stirbt, wenn sich seine selbsternannten Verwalter gestikulierend vor die Waffen stellen und in “seinem” Namen ihre Zaubersprüche abmurmeln, damit diese Waffen auch ja ein gesegnetes Morden für die Wahrung der Besitzstände der Herrschenden und Besitzenden vollbringen. Er stirbt auch im “geistlichen Beistand” für die Soldaten, damit diese auch ja ein billiges und williges Kanonenfutter abgeben.

Er — der angeblich in den formellen Gottesdiensten seiner Zeit so viel Heuchelei erblickte und dies in derart trefflicher Form zum Ausdruck brachte, dass man ihn schließlich deswegen umbrachte — starb und stirbt auf den Schlachtfeldern der vielen vielen “heiligen” Kriege in “seinem” Namen, vom ersten Kreuzzug, über den Tag, an dem der Katholik Adolf Hitler die Worte “Wir werden in diesen Krieg ziehen wie in einen Gottesdienst” aus den Volksempfängern schallen ließ, bis hin zu den jüngsten crusades US-amerikanischer Präsidenten.

Er — der berichtet wird als einer, der in Bezug auf eine Ehebrecherin einmal die recht anzüglichen Worte “Ihr wird viel vergeben, denn sie hat viel geliebt” gesprochen haben soll — stirbt in jeder mit der politischen Macht der heutigen Paulusjünger, Galgenanbeter und Judasfreunde verhinderten Empfängnisverhütung oder Abtreibung, bei der ein Mensch draufgeht, lebenslang als Krüppel leidet oder — noch viel schlimmer — als unerwünschter Mensch (oft gar als Ergebnis einer Vergewaltigung) psychisch so deformiert wird, dass von einem Leben keine Rede mehr sein kann.

Er — der so viel von der Liebe erzählt haben soll — stirbt in jedem Entwurf einer kalten, körperlosen Form des Miteinanders, auf welchem die Gläubigen des Paulus den Stempel “Liebe” geprägt haben sollen, bis hin zum heutigen Geschäft mit der von unterbezahlten Elendsarbeitern ausgeübten “Pflege”, bei dem vor kirchennahe Organisationen ihren Schnitt machen. Und. Er stirbt in der Betrachtung des Geschlechtsverkehrs als “eheliche Pflicht”, die man zu erfüllen hat, fast so, wie den “Dienst am Vaterland”.

Er — von dem die unbekannten antiken Autoren einen ganzen Stammbaum seines Vaters Josef überliefert haben — stirbt an der psychischen Kastration, die sich im Gefasel von der “unbefleckten Empfängnis Mariens” Bahn brach und bricht und darauf basierend einen Verzicht auf jeglichen Sexualgenuss fordert. Vieles von der Kälte in den heutigen Gesellschaften ist eine Spätfolge dieser christlichen Sexualverdammung und sich über Jahrhunderte erstreckenden religiösen Verschneidung der Gläubigen. Welchen Zweck. Der Stammbaum dieses Mannes da haben soll, kann einem auch der geschwätzigste Theolügner des Christentums nicht in einleuchtender Weise erläutern. Deshalb redet man in den Lügendiensten auch nicht so viel darüber, sondern fordert lieber die Menschen zur Enthaltsamkeit auf.

Er — der zwar kein Asket gewesen sein soll (vielleicht sogar ein kleines Wämplein hatte, so gut, wie er sich oft irgendwo einlud), aber zu einer allgemeinen Haltung der Sorglosigkeit in Fragen des Essens aufgerufen haben soll — stirbt in der Heiligung des Konsums. Und. Zwar genau so, wie er schon vorher in der so genannten “Eucharistie” starb, dem magischen Essen einer trockenen Hostie, die im faulen Zauber des “Gottesdienstes” als heilbringendes Opfer aus Menschenfleisch gedacht ist. Der Judas, auf dem ihr Christen euren mörderischen Judenhass basieren lasst, der hat ihn “nur” verraten und verkauft, aber ihr Christen esst ihn auch noch auf!

Er — der doch schon so lange tot ist, dass sich niemand sicher sein kann, dass er überhaupt einmal gelebt hat — starb und starb und stirbt und stirbt und wird immerfort gemordet. Und. Alle seine Mörder sind brave Christen, die dem Paulus jedes seiner eiskalten Worte abgekauft haben und sich deshalb einen Scheißdreck für Jesus interessieren. Weil. Sie sich auch sonst einen Scheißdreck für Menschen interessieren, jedenfalls für andere Menschen als sich selbst.

Und. Er — der so viele warme und noch viel mehr wirre Reden gehalten haben soll — kann doch gar nichts dafür, dass Paulus so einen tollen, goldenen Galgengötzen aus ihm geschnitzt hat. Niemand interessiert sich für seine Reden. Wenn sich die Christen für Jesus aus Nazaret interessierten, gäbe es weniger Christen. Die Christen interessieren sich mehr für Paulus, der ihren Narzissmus heiligt, für gutes Essen, dass ihnen alles andere ersetzen muss, für die Abwehr ihrer Angst, die sie in der Religion finden und für ein neues Auto und einen größeren Fernseher — auf wie viel und wessen Blut dieser “Segen” gedeiht, ist ihnen dabei recht gleichgültig. Und. Die Christen interessieren sich brennend für die Unterdrückung jeder Strebung, die ihren primitiven, barbarischen und narzisstischen Interessen zuwider läuft. Deshalb stört sich keine christliche Kirche jemals an einen Krieg oder an diesem brutalen Gemetzel an ganzen Völkern und Kulturen, das mit dem Wort von der “Globalisierung” bezeichnet wird. Sie. Stört sich auch niemals an der Indoktrination der Kinder in staatlichen Schulen und an der Unterdrückung von anders gläubigen Menschen, sondern macht aktiv mit.

Verstehst du, Schwester?

Das ist der Grund, weshalb ich kein Christ sein kann. Ich habe nicht nur die Gewalt des Christentums am eigenen Leibe gespürt, ich habe zu allem Überfluss auch noch die Bibel gelesen. Ich müsste mich selbst belügen, um Christ zu sein. Und? Wie soll ich das anstellen? Ich glaube diesem Paulus und allen seinen Nachfolgern nicht ein einziges, den Menschen mit heftig knallender Angstpeitsche eingepeitschtes Wort.

Das verstehst du nicht, Schwester?

Deine Dummheit, Schwester, ist selbstverschuldet. Habe den Mut, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer zu werden, und du wirst ganz schnell verstehen, warum unter den vielen tausend Dankgebeten der christlichen Religion nicht einmal ein Dank für den Verstand des Menschen hörbar wird. Der Verstand muss in der Religion des Paulus und des Judas unterdrückt werden, denn er nimmt dieser psychischen Fessel ihre Kraft.

Wenn du bei deiner Dummheit bleibst, überrascht mich das nicht. Du reihst dich in eine lange Reihe von dummen Menschen durch die Zeiten ein und glaubst dabei den Beistand eines Jesus zu haben, der gesagt haben soll: “Der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sinds, die auf ihm gehen. Aber der Weg ins Leben ist eng, und nur wenige gehen darauf.”

Wenn du mich nicht verstehst, wenn du mich als einen Ungläubigen, Gottlosen, vom Teufel Besessenen ansiehst, denn reihst du dich in diese lange lange Reihe durch die Zeiten ein. Und längs dieser Reihe stehen die rauchenden Scheiterhaufen und die von Raben umflatterten Galgen und die mit Schmerz umflochtenen Räder und die Folterkammern und die Bordelle des Vatikans und legen ein zum Himmel schreiendes Zeugnis von den Zeiten ab, in denen die christliche Religion Grundlage der Gesellschaft war. Der Gott, an den du glaubst, der Gott, für den Zeit keine Bedeutung hat, wird die Geschichte genau so sehen — und deine Position darin. Und das. Ist der Platz den du selbst im Geschehen einnimmst, meine stinkende Schwester. Augen und Ohren und einen Kopf hast du: Zu den Risiken und Nebenwirkungen deiner Haltung schlage ein beliebiges Geschichtsbuch auf, und zu Jesus aus Nazaret schlage deine Bibel auf und vergiss mal für eine Woche den Paulus!

Und wenn du denn immer noch nicht verstehst, meine kindische Schwester, denn ist das dein Problem. Ich bin dafür nicht zuständig, lass mich bitte damit in Ruhe. Und wenn du es irgendwann, wenn die Barbarei sich wieder ausbreitet, zu meinem Problem machen willst und mich in meiner Andersgläubigkeit — es gibt keinen Menschen, der ungläubig wäre — bedrängst und verfolgst, denn wisse, dass ich dir nicht eine andere Backe hinhalten werde, sondern für das Recht auf mein verdammtes, von Geistarmen wie dir ständig angeknabbertes Dasein einstehen werde. Wenn es wirklich sein muss, auch in einem Kampf auf Leben und Tod. Jesusse, die wie ein blökendes Schaf freiwillig zum Metzger trotten, hatte diese ganze Geschichte schon genug. Die halten sich alle für so weise durch das Kreuz, aber sie können mich mal kreuzweise.

Und jetzt geh, Schwester! Du hast noch etwas zu lesen…

Wer sich hier angesprochen fühlt, ist gemeint. Wer männlichen Geschlechtes ist, lese einfach Bruder. Wer kopfschüttelnd und voller Unverständnis diesen langen Text gelesen hat, verzeihe mir bitte, aber nach diesem Gespräch mit einer christlichen Fundamentalistin musste es einfach raus, mir wäre sonst die Gallenblase explodiert — deshalb ist vieles auch ein bisschen roh formuliert.

Nationalismus

Zeitgenosse: “Aber du lebst doch wenigstens in Deutschland, ist das nicht Grund genug, ein bisschen nationalistisch zu sein.”

Nachtwächter: “Dass ich in Deutschland lebe, hat nichts mit dem Staat zu tun, und ich lebte auch in Deutschland, wenn der Staat diesen Namen nicht mit seiner Existenz besudeln würde. Wenn eine kriminelle Organisation mir gewaltbewehrt ein Angebot macht, zu dem ich nicht ‘nein’ sagen kann; wenn sie mir unter einem Satz empfindlicher Drohungen ein so genanntes ‘Schutzgeld’ abpresst, dessen Zahlung mich im Wesentlichen vor der angedrohten Gewalt der Erpresser schützt; wenn mir diese Organisation mit der gleichen, ständigen Gewaltdrohung ihre Regeln aufzwingt, nach denen ich zu leben habe, sollte ich denn das Treiben derartiger Verbrecher etwa schätzen, gar lieben und zelebrieren? Was ist dieser Staat anderes als das Treiben einer kleinen, verbrecherischen Kaste, die den Schutz ihres Verbrechens vor den Opfern ihres Verbrechens zu einem Recht erklärt, das für die Mitglieder dieser verbrecherischen Kaste keine Wirksamkeit hat. Und. Was ist die so genannte Mafia anderes als das Treiben von Verbrechern, die die Strukturen der staatlichen Herrschaft in ihrem Tun imitieren. Ich empfinde für die lebensverachtende Gewalt nichts als Verachtung, gleich, ob sie sich nun Mafia oder BR Deutschland nennt, ob sie ihre Erpressung ‘Schutzgeld’ oder ‘Steuer’ nennt. Warum auch sollte ich schätzen, was mich verachtet? Es reicht mir, sterben zu müssen, da lasse ich mir das Leben nicht bereitwillig zerbrechen.”

Platz!

Er ist zwei Köpfe kleiner als ich. Und. Er bettelt. Er ist einsam, denn das ist die Folge eines Lebens als gesellschaftlicher Außenseiter. Das ist wohl auch der Grund, weshalb seine Stimme einen Klang bekommen hat, der in gleicher Weise zynisch und aggressiv wie angenehm zurückhaltend ist. Der Jüngste ist er nicht mehr, aber das sieht man erst auf dem zweiten Blick.

Denn. Obwohl er einsam ist, ist er nicht allein. Er führt einen Hund mit sich, und das ist das Bemerkenswerte an dieser Begegnung. Denn neben seinem Hund. Wirkt er noch kleiner. Sein Hund ist eine riesen Deutsche Dogge, und man fragt sich bei diesem Anblick unwillkürlich, wo wohl die versteckte Kamera ist — zu surreal sieht die Szene aus. Aber es ist keine versteckte Kamera. Es ist Wirklichkeit.

Als er mich anbettelt, gebe ich ihm zu verstehen, dass ich selbst vom Betteln lebe; wir teilen eine Zigarette von meinen letzten Krümeln Tabak und ein paar warme Quäntchen Wort, von denen wir Herzen der Gosse oft zu wenig bekommen. Und irgendwann frage ich ihn zwischen Wetter und sporadischen Erlebnissen und Plänen und Taten und Träumen, wie er sich überhaupt mit einem so großen Köter durchschlägt, der doch wohl auch einen großen Hunger hat.

Die Antwort ist nur im ersten Moment verblüffend. Er braucht, so sagt er, den Hund, um die Wohnung halten zu können. Das Futter für den Hund ist niemals das Problem, denn der Metzger gibt dem Hund bereitwilliger als jedem Menschen das, was er nicht mehr verkaufen kann. Aber nicht nur der Metzger sei so gestrickt, setzt er fort, sondern alle geben ihm mehr beim Schlauchen, wenn er mit dem Hund an der Straße steht, ja, es reicht für die Bude und einen täglichen Bauchvoll. Er hat den Hund damals eigentlich nur von einem Bekannten genommen, der für längere Zeit ins Krankenhaus musste, weil er es nicht übers Herz brachte, dass dieser tolle Hund im Tierheim landet, und irgendwie schlägt man sich ja immer durch. Doch dann entdeckte er sehr schnell, dass es sich mit dem Hund müheloser und besser bettelt, dass die Menschen viel eher zum Geben bereit sind, wenn sie ein Tier in Armut sehen. Als wenn sie einen Menschen in Armut sehen. Und schließlich sagt er noch, dass er in den Augen der ganzen Arschlöcher hier als verarmter Mensch noch wertloser als jedes Haustier ist, und genau das. Hat er lernen müssen in den letzten Jahren. Und. Wie er das so bitter sagt, klingt er gar nicht grimmig, obwohl er mit seinen kurzgeschorenen Haaren und seinem recht kalten Blick sehr aggressiv aussieht, sondern er klingt. Sehr resigniert. Ganz wie jemand, der von seiner Gesellschaft in täglicher Dressur mit Zuckerbrot und Peitsche gelernt bekommen hat, was sein Platz ist.

Und er sagt, nicht im bellen Kommandoton, sondern in eigentümlich leiser und fast lieber Stimme zu seinem Hund: “Platz!”

Mit fröhlichem Gruß an A.

Was die Kinder bekommen

In der BR Deutschland wachsen immer mehr Kinder in Armut auf, was ja auch wegen des damit verbundenen Entrüstungspotenziales gern einmal zum “politischen” Thema für Stammtische und Talkshows gemacht wird. Was aber fehlt diesen Kindern, was haben sie für Wünsche? Der ARD-Videotext berichtet gegenwärtig (Seite 162, Stand: 24. März, 9:15 Uhr) kurz von einer Studie über in Armut aufwachsende Kinder, die von Forschern der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk “Die Arche” erstellt wurde:

Befragt nach ihren Wünschen für ein “gutes Leben” nennen die 6- bis 13-jährigen vor allem “von den Eltern geliebt zu werden”, “genug zu essen zu bekommen”, “gute Freunde” und “immer jemanden zu haben, der sich kümmert”.

Das politischen Pläne und Forderungen für diese Kinder sehen freilich ein bisschen anders aus. So gern die Kinder auch von den Eltern geliebt werden wollen und so berechtigt dieser Wunsch auch ist, so sehr sollen die Eltern von einer so genannten “Familienpolitik” und mit der Peitsche ihrer wirtschaftlichen Not gedrängt werden, ihr Kinder so früh und so ganztägig wie möglich in herzkalten Verwahranstalten abzulegen, damit auch wirklich beide Eltern auf einem immer größer werdenden, staatlich subventionierten und durch behördlichen Zwang mit Menschen versorgten Elendsarbeitsmarkt zu Hungerlöhnen den Reichtum der Besitzenden erhalten und mehren. Anstelle des “guten Essens” gibt es für immer mehr Kinder eben das, was ihre verarmenden Eltern bei diversen Billigketten gerade noch kaufen können; die “guten Freude” werden — ebenso, wie das soziale Umfeld der Erwachsenen — darin geopfert, dass selbst noch von jenen Menschen “Mobilität” im steten Hetzen nach einer zum Selbstzweck gewordenen Verwertschöpfung der Arbeitskraft gefordert wird, deren Arbeitskraft niemand mehr bezahlen will. Um die Kinder kümmern sollen sich unterdessen diverse Pädagogen und andere Päderasten , die dafür bezahlt werden, dass sie den Kindern möglichst allsinnlich vermitteln, dass es sich beim konkret erlebten Elend um ein richtiges und gutes Leben handelt. Dass die rot-grünen Gesetze des Schröder-Regimes, unter deren derartige Bedingungen geschaffen wurden und die trotz des allumfänglichen Scheiterns ihrer Grund legenden Ideen unter der jetzigen Koalition aufrecht erhalten werden, ausgerechnet nach einem Herrn Hartz benannt wurden, dessen Charakter als Bestecher und windiger Vermittler von Prostituierten überdeutlich geworden ist, das ist ein treffliches Spiegelbild der politischen Korruption und allgemein geforderten und geförderten Prostitution, unter denen diese Zustände in Deutschland erst entstanden sind.

Auch im Wahljahr 2009 gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die politische Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders fortan an der Sicherung existenzieller menschlicher Bedürfnisse orientieren wird. Und. Wenn die demnächst wieder allgegenwärtigen Hausierer der politischen Beglückungsideen — bevor sie sich nach der Wahl wieder im Berliner Bunker verschanzen werden — ihr recht einseitiges und gegen die Mehrzahl der Menschen in Deutschland gerichtetes Gedankengut mit irgend etwas belegen müssen, denn werden sie einfach die Profiteure des zivilisatorischen Rückbaus fragen.

Vielen Dank für den Hinweis an M.

Auswärtiges Denken (44)

Diese Medien haben allen Grund, von ihrer eigenen Verantwortung abzulenken .

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 709 Followern an