Tag Archive: Zynismus


Diese Autos aber auch immer!

Wenn Journalisten sich der Aufgabe entledigen müssen, darüber zu schreiben, dass ein Fahrradfahrer von einem Autofahrer totgefahren wurde, greifen sie sehr häufig zu einer bemerkenswerten Sprache: „Der Radfahrer wurde von einem Auto erfasst“. Ganz so, als seien die Autos schon längst selbstfahrend und als sei ihr Fahrer passiver Zuschauer, wenn Christine sein Auto jemanden umbringt. Diese völlige journalistische Verfehlung dessen, was bei einem solchen Unfall wirklich geschehen ist, wird nur noch vom Schönsprech überboten, den das gleiche Geschmeiß von Journalisten verwendet, wenn einmal ein Mensch von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Denn diese Polizeibeamten haben schon seit Jahrzehnten Faustfeuerwaffen, mit denen man nicht mehr schießen muss. Stattdessen „löst sich ein Schuss“, und dann ist jemand tot. Was für ein Pech aber auch für den Toten!

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Paradies erreicht

Mit diesem üblen zynischen Tonfall und diesem Grinsen sagte der Vorübergehende beim Betrachten der Nachrichtensendung des BRD-Parteienstaatsfernsehens: „Eine Welt, in der es eine Tagesschau-Meldung wird, dass jemand (Elon Musk) seinen Facebook-Account löscht, muss eine wunderbare Welt sein, die keine schweren Probleme, keinen Hunger, keine Armut und keinen Krieg mehr kennt“.

Kindergeschwätz

Die Kinder der Judenmörder sprechen von der „christlich-jüdischen“ Leitkultur, die es gegen die „Islamisierung“ zu verteidigen gelte.

Das Gleichnis vom barmherzigen Sozialpädagogen

Zwei Sozialpädagogen gehen spazieren und sehen einen Mann auf der Straße liegen. Der Mann ist schwer verletzt, liegt in einer beunruhigend großen Blutlache und winselt mit kaum noch vernehmbarer Stimme um Hilfe, sich die Todesangst aus den Augen weinend.

Sogleich schauen sich die beiden Sozialpädagogen an und der eine sagt mit professionell verständnisvoller Stimme zum anderen: „Der, der das getan hat, benötigt dringend unsere Hilfe“. Der andere nickt. Entschlossen und in der Überzeugung, das Richtige und Nötige zu tun, lassen sie den Verletzten liegen und gehen weiter, um den Täter zu finden und ihm zu helfen.

Wenn der verletzte Mann überlebt, bekommt vielleicht auch er eine Hilfe: Einen sozialpädagogisch begleiteten Kurs, in dem er lernt, wie er dem Täter vergibt, sein Trauma überwindet und sich so wiederhergestellt erneut in den Arbeitsmarkt integriert, auf dass er durch freimachende Arbeit wieder ein Gefühl für seinen Selbstwert als Mensch entwickele.

Klitzekleine Pause

Barack Obama, Präsident der USA und Friedensnobelpreisträger, hat sogar eine klitzekleine Pause in der Bombadierung des Jemens, Libanons, Syriens, des Iraks, Afghanistans, Libyens, Pakistans und Somalias eingelegt, um adrett vor der US-Flagge und dem Logo des Weißen Hauses in die Kameras positioniert und mit gewohnt gut geübten betroffenem Gesichtsausdruck seiner von bezahlten PR-Mitarbeitern vorformulierten Trauer über die Anschläge in Frankreich Ausdruck zu verleihen: „Dies ist nicht nur ein Anschlag auf Paris. Dies ist ein Anschlag auf die gesamte Menschheit„.

Grenzen überwinden…

Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ fasst die Landesregierung die Amtszeit des Bundesratspräsidenten und die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung in Frankfurt zusammen

Die hessische Landesregierung [Dauerhaft archivierte Version]

Wer den Bezug nicht versteht, lese diese Nachricht! [Dauerhaft archivierte Version]

Mathematikmissbräuchlicher Lösungsweg

„Man kann doch alle Probleme mit gezieltem Mathematikmissbrauch analysieren“, sagte der Vorübergehende zu Frau Faktglaub, „schau nur, je mehr Flüchtlinge es gibt, desto mehr Anschläge rechtsextremer Terroristen auf Flüchtlingsunterkünfte gibt es. Folglich sind die Flüchtlinge die Ursache dafür, dass es gewaltbereite Rechtsextreme in Deutschland gibt, und diese Ursache lässt sich doch leicht beseitigen, zum Beispiel durch Abschiebung aller Flüchtlinge ins Mittelmeer“. Und als Frau Faktglaub nach kurzer Schrecksekunde das Gesicht entgleiste und sie gerade ansetzte, dieser kalten Lüge aus dem Mund eines stets lächelnden Zynikers zu widersprechen, kam ihr der Vorübergehende zuvor und sagte: „Aber in allen anderen Politikfeldern hast du dich doch auch daran gewöhnt, dass auf plumpeste und einsichtsloseste Weise Zahlen unter Anwendung genau solcher Mathematikmissbräuche behandelt werden und anschließend die veränderten Zahlen als Erfolg verkauft werden, egal, wie viele Menschen dabei auf der Strecke bleiben“.

Nachbarschaft

„Asylanten und Flüchtlinge“, sagte der Vorübergehende, „wären im Datenautobahnland BRD wohl viel beliebter, wenn sie WLAN abstrahlten und darüber einen freien, breitbandigen Zugang zum Internet böten. Da wollte sicherlich fast jeder einen in seiner Nachbarschaft haben wollen, und manch einer würde sogar einen in seine Wohnung aufnehmen. Wie schade für diese Asylanten und Flüchtlinge, dass sie einfach nur Menschen sind“.

Falsche Zeit

Sagt die Europäische Union zum Flüchtling auf dem Mittelmeer: „Sie kommen aber gerade sehr ungünstig. Wir sind ja immer noch damit beschäftigt, unseren Friedensnobelpreis zu feiern“.

Gefällt mir, Mundgeruch gelöst, Pluseins

Meldung der Berliner Morgenpost: 'Zwei schwere Explosionen bei Marathon in Boston'. Darüber der Button von Facebook mit der Aufschrift 'Gefällt mir'. Darunter eine Google-Anzeige 'Mundgeruch gelöst'.

Ohne Worte.

Quelle des Screenshots: Website eines qualitätsjournalistischen Verlagsangebotes.

Sterilisierter Spaß

Der Vorübergehende sagte zu seinem jungen, studierenden Zeitgenossen: „Du hast eine Zukunftsaussicht vor dir, und du lebst in einer Zeit, in der alles Miteinander unter dem asozialen Imperativ der Ökonomie betrieben wird. Das eröffnet dir Möglichkeiten. Ich kann dir nur empfehlen, dich sterilisieren zu lassen, aber niemals einer Frau davon zu erzählen. Wie sehr die Frauen beim Verführen und beim Sex zur Hochform auflaufen werden, wenn sie nur die Aussicht auf ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Mann im Wohlstand haben, den sie mit der flutschen Bärenfalle ihrer Vulva in die Unterhaltsknechtschaft zwingen können, wirst du dann erleben. Und. Du wirst jede Menge Spaß haben. Kinder gibt es genug, wenn du Kinder willst, kannst du ja jederzeit eines adoptieren.“

Krieg

Wenn der Krieg von Frankreich um die Vorherrschaft in einer ehemaligen Kolonie und gegen Religioten mit nichtchristlicher Religion geführt wird, ist dieser von Staats wegen betriebene Terrorismus für die Presse und die Stimmen im flackernden Volksempfänger kein Krieg mehr, sondern nur ein „militärisches Engagement“, das sich „gegen den islamischen Terrorismus“ richtet. Wie engagiert doch in diesem Neusprech die staatliche Gewaltdrohung und -anwendung klingt! Man könnte beim Klang dieses Wortes beinahe an eine Bürgerinitiative für einen Kinderspielplatz denken…