Category: Dunkle Gedanken


Die große Langeweile

Die große Langeweile in den contentindustriellen Filmen und Musikproduktionen, die sich auch durch gnadenlose Überwürzung mit Effekten nicht mehr wegwischen lässt, kommt ja gar nicht aus einem Mangel an Ideen, sondern aus einem Mangel an neuen Ideen.

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Hassspiegel

Der Hass gegen anders denkende Menschen spiegelt sich immer noch am häufigsten und deutlichsten dort, wo den anders denkenden Menschen Hass unterstellt wird.

Blut- und Todeskult

Im Kirchengebäude flüsterte der Vorübergehende zu seinem Begleiter: „Die Freunde möglichst realistischer Darstellungen von Mord und Folter werden in einer kath. Kirche niemals enttäuscht sein“.

Klare Beobachtung und gerader Gedanke

Eine logisch fehlerfreie Argumentation aus geraden Gedanken und klaren Beobachtungen ist wie ein gut gezielter Schuss mit dem Gewehr: Die Wirkung auf das Ziel ist die selbe, egal, ob da ein Schwächling oder ein Kraftprotz geschossen hat. Deshalb wird ja auch von Journalisten, Werbern und Politikern so viel dafür getan, um Menschen im möglichst zarten Alter beginnend an klaren Beobachtungen und geraden Gedanken zu hindern.

Geistestod

„Die Toten“, sagte der Vorübergehende im Vorübergehen an einem Friedhof zu seinem Zeitgenossen, „sind die, in denen nichts mehr wirklich denkt, in denen immer alles schweigt und in denen nichts mehr zur Aufruhr gereizt werden kann, völlig egal, was man mit ihnen macht. Und die idealen, von Politikern herbeigesehnten oder mit Gewalt heranerzogenen ‚Staatsbürger‘ sind ihnen verblüffend ähnlich“.

Freund

Gefragt, was denn ein „Freund“ sei, antwortete der Vorübergehende: „Für die Dummen, die dumm bleiben wollen, ist ein Freund jemand wie ein zweites Ich, der ihre eigenen Vorurteile und Fehler reproduziert und damit bestätigt, verfestigt, in Zement gießt. Für die Menschen, die nicht im Netz ihrer Dummheit zappeln wollen, ist es aber ein völlig anderer Mensch mit völlig anderen Auffassungen und Herangehensweisen, mit dem man zivilisiert, angeregt und entspannt sprechen kann, ohne in einen barbarischen Rausch der Psyche zu verfallen“.

Das Tabuwort in Presse und Glotze

Es gibt in der deutschsprachigen Presse und im deutschsprachigen Rundfunk ein Tabuwort, das beinahe niemals von Journalisten in den Mund genommen wird, um Taten damit zu benennen, und zwar das Wort „Rassismus“ oder das davon abgeleitete Adjektiv „rassistisch“. Nachdem die Journalisten jahrelang von „Fremdenfeindlichkeit“ und „fremdenfeindlichen Angriffen“ sprachen, wenn sich einmal nicht der „Antisemitismus“ gegen die verbliebenen Juden in Deutschland richtete, nur, um den tabuisierten Rassismus besser in ihrer Berichterstattung verstecken zu können, gehen sie jetzt dazu über, noch eine ganze Größenordnung irreführender von „Hassverbrechen“ zu sprechen, als ob der Hass das Verbrechen wäre und nicht das Verbrechen. Die Frage, ob es sich dabei um dumme Propaganda oder um einen kindischen Abwehrzauber durch Wegschauen und Verschweigen handelt, ist schwierig zu beantworten.

Kenntnis

Wenn die Menschen ihre eigene Religion wirklich kennten, dann wäre es nicht lange mehr ihre Religion, weil sie den damit verbundenen objektiven Schwachsinn nicht ernst nehmen könnten. Religion gedeiht da am besten und bringt die blutigrotesten Blüten dort hervor, wo Kenntnis keinen Raum gefunden hat.

Schönes und Hässliches

Mit der absurden Frage konfrontiert, welches der schönste Teil seines Körpers sei, antwortete der Vorübergehende: „Es ist mein Verstand, der mich einsehen lässt, der mich langsam macht, der mich einen Vorübergehenden sein lässt, der mich die nicht-offensichtliche Schönheit vieler Erscheinungen sehen lässt, der meine Einsichten kommunizierbar und damit bei Fehlern korrigierbar macht und der mich heiter und milde stimmt, selbst noch im Angesicht der kältesten Dummheit heiter und milde stimmt“. Daraufhin mit der spiegelbildlich genau so absurden Frage konfrontiert, welches wohl der hässlichste Teil seines Körpers sei, antwortete er: „Es ist meine Psyche“.

Dunst

Die Welt ist voller Menschen, deren Dunst im Kopfe durch ein langes Studium einer so genannten „Geisteswissenschaft“ nur noch dichter und lichtloser geworden ist, und ausgerechnet in der Politik gibt es eine erhebliche Häufung dieser Menschen.

Zweierlei arme Menschen

„Zweierlei arme Menschen gibt es in der kultivierten Habgier des Kapitalismus“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Menschen, die niemals genug haben, und Menschen, die niemals genug bekommen können“.

Rindvieh

Er sagte zum Vorübergehenden: „Wir sagen: Arbeite wie ein Tier, damit du leben kannst wie ein Mensch“, aber es bedurfte nur weniger Minuten des Hinschauens und Zuhörens, um zu bemerken, dass er lebte wie ein Tier und arbeitete wie ein Sklave.