Category: Dunkle Gedanken


Die Unsterblichen

Vieler Menschen Tod ist nur die Fortsetzung ihres Lebens mit anderen Mitteln.

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Ein journalistisch unerreichbares Achtel

„Die vermutlich wichtigste Nachricht dieser Wahl werden euch die Journalisten nicht erzählen, weil es zu sehr in ihr eigenes Tun und Leben hineinragt“, sagte der Vorübergehende in einer kleinen, entsetzten Runde im beflackerten Halbkreis vor dem Fernseher. „Sie besteht darin, dass mindestens ein Achtel der Bevölkerung der BRD, also mindestens 12,5 Prozent, bei seinen politischen Entscheidungen nicht mehr vom Journalismus beeinflusst wird. Denn so viele Menschen haben die AfD gewählt; diese eine Partei, von der in klarer Eindeutigkeit und in einer in meinem bisherigen Dasein noch nie erlebten Einmaligkeit überall in Presse und Glotze abgeraten wurde. Nein, diesen Gedanken kann ein Journalist nicht denken, er ist eine viel zu große narzisstische Kränkung“.

Politik

Politik ist das, was dein Leben ruiniert.

Deutsche Kultur

Bei der ungeheuren Beschleunigung des Lebens werden Geist und Auge an ein halbes und falsches Sehen und Urteilen gewöhnt

Friedrich Nietzsche (1844-1900)

„Dein Bach, dein Goethe, dein Schiller, dein Leibniz, dein Schopenhauer, dein Nietzsche“, sagte der Vorübergehende zu seinem nur scheinbar intellektuellen, völlig verblendeten Zeitgenossen, der gerade im Begriffe war, sich in Rage zu reden, „sie sind nicht die deutsche Kultur. Sie spielen für das Leben der Menschen in Deutschland im Alltag keine Rolle mehr, wenn man einmal von ihrer institutionellen Verherrlichung in Schulbetrieb und Bildungsbürgertum absieht. Sie sind längst deutsche Geschichte. Die deutsche Kultur besteht in RTL; Fußball; Industriemusik vom volkstümlich klingenden Schlager bis hin zu Helene Fischer; unwidersprochenen und dreisten Politikerlügen vor jeder so genannten Wahl; halbiertem Halbwissen aus schlechten, emotional-manipulativen TV-Dokumentationen; als Talkshow verkleideter Politik-Spam zur medialen Unterstützung der völligen Entpolitisierung der Bevölkerung; alles durch- und zersetzender Korruption; ’sauberen‘ Dieselmotoren; Hauptstadtflughäfen und anderen Prunkbauten zur Selbstverherrlichung einer peinlichen poltischen Klasse, die als baufrische Ruinen in die wehrlose Landschaft klagen; der Verarmung, teilweisen Verelendung und Verdummung großer Teile der Bevölkerung; einer namenlosen und vielgestaltigen Angst davor, etwas an diesen beklagenswerten Zuständen zu ändern und schließlich in einer rein psychisch bleibenden Angstabwehr durch Verdrängung und der direkt daraus ersprießenden intellektuellen Selbsteinlullung und rückwärtsgewandten Verherrlichung des wieder herbeigesehnten, längst Vergangenen — eine deprimierende Ersatzbefriedigung für die eigentliche, längst mit kollektiver Kapitulation begrüßte Anforderung, das Seiende und Werdende in möglichst eträglicher Weise zu gestalten“.

Schlamm

„Wenn der Wahlkampf, so wie du es sagst, eine ‚Schlammschlacht‘ ist“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „dann frage dich doch einmal ernsthaft, wer oder was darin der ‚Schlamm‘ ist, mit dem verachtungsvoll herumgeworfen wird! Es sind die Wahlberechtigten mit ihrer dummen Psyche und ihren leicht aufkochbaren Gefühlen, die von der Classe politique zum Schlamm gemacht werden“.

Eselei

„Ach, wäre das schön“, sagte der Vorübergehende zu jemanden, der ihn von den Vorzügen des christlichen Heilsplanes für die Menschheit überzeugen wollte, „wenn die Religion nicht eine Tätigkeit von Menschen, sondern von Eseln wäre. Diese würden jeden Sonntag in ihre Eselstempel gehen, zu altertümelnden Worten und hypnotischer Musik andächtig ihre Eselsäuglein schließen und sich G’tt als einen ganz großen Esel vorstellen“.

Demokraten…

„Schau dir die scheindemokratischen Gewalttäter an“, sagte der Vorübergehende zum Zeitgenossen, „diese Menschen, die dermaßen genau wissen, dass sie andere nicht überzeugen können, so dass sie sich damit begnügen, diese anderen mit allerlei Mitteln zum Verstummen und Schweigen zu bringen“.

Journalistische Meinungsforschheit

Journalisten, die Ergebnisse von Telefonumfragen wichtigtuerisch als einen „DeutschlandTrend“ bezeichnen… käme mir jemand am Telefon nach dem Wählen der mich ziemlich eindeutig identifizierenden Telefonnummer mit den leicht aussprechbaren Worten „Ich bin Meinungsforscher von einem wichtig klingenden Institut“ und fragte mich, was ich wähle, legte ich wortlos — oder bei entsprechender, schon vorgereizter Stimmung: mit deutlicher Beschimpfung dieses Ansinnens und der Schergen, die es durchführen — auf.

Was der von Journalisten vielzitierte und und zur Stützung ihrer contentindustriell ausgebreiteten Meinung breit interpretierte „DeutschlandTrend“ der „ARD“ zeigt, ist lediglich, was jene Menschen wählen würden, denen das Wahlgeheimnis völlig gleichgültig ist und die jedem Dahergelaufenen dumm, sofort und schwanzwedelnd-freudig erzählen, was sie wählen.

Dummheit

Zu seinem Zeitgenossen sagte der Vorübergehende: „Alle Einsichten, die mich schlauer, fähiger und weiser gemacht haben, waren Einsichten in meine vorherige Dummheit, denen ich einfach nur — ohne Rücksichtnahme auf die damit verbundene narzisstische Kränkung — erlaubte, das zu sehen, was da zu sehen war“.

Vollbeschäftigungswahlversprechen

Hauptsache Arbeit“ ist so 1933, und der Leitspruch der Asozialen „Sozial ist, was Arbeit schafft“ ist im gleichen Sinne „sozial“ wie der Nationalsozialismus. Schon im Jahr 2033 werden wohl rund fünfzig Prozent der jetzigen Jobs ersatzlos weggefallen sein, weil der Fortschritt zur Folge hat, dass Maschinen arbeiten und Menschen sich angenehmeren Dingen zuwenden können.

Feigenblatt

Er war einer von jenen Männern, die ihre Blöße mit der Partnerin bedecken wollten, er war also aus Scham in einer festen Beziehung… und er war darin genau so unglücklich, wie es auf dieser Grundlage zu erwarten war, aber er bedeckte dieses Unglück sehr bemüht mit seiner Gefährtin. Ein Vorübergehender. Hat so ein Elend schon häufig bis zur Goldenen Hochzeit halten gesehen.

„Social Media“

Es gibt kein richtiges Internet im falschen.