Tag Archive: Sprache


Das Tabuwort in Presse und Glotze

Es gibt in der deutschsprachigen Presse und im deutschsprachigen Rundfunk ein Tabuwort, das beinahe niemals von Journalisten in den Mund genommen wird, um Taten damit zu benennen, und zwar das Wort „Rassismus“ oder das davon abgeleitete Adjektiv „rassistisch“. Nachdem die Journalisten jahrelang von „Fremdenfeindlichkeit“ und „fremdenfeindlichen Angriffen“ sprachen, wenn sich einmal nicht der „Antisemitismus“ gegen die verbliebenen Juden in Deutschland richtete, nur, um den tabuisierten Rassismus besser in ihrer Berichterstattung verstecken zu können, gehen sie jetzt dazu über, noch eine ganze Größenordnung irreführender von „Hassverbrechen“ zu sprechen, als ob der Hass das Verbrechen wäre und nicht das Verbrechen. Die Frage, ob es sich dabei um dumme Propaganda oder um einen kindischen Abwehrzauber durch Wegschauen und Verschweigen handelt, ist schwierig zu beantworten.

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„Werteherrschaft“ statt Volksherrschaft

Der Demokratiebegriff, wie er heute verwendet wird, entspricht in keiner Weise mehr seiner ursprünglichen Bedeutung. Die politische Gestaltung des Miteinanders wird nicht mit dem Willen der Menschen begründet und am manifesten Willen der Menschen korrigiert, sondern allenthalben wird in der Classe politique von unveräußerlichen Werten gefaselt, deren dünstelnder Geist über allem anderen stehen soll, ganz so, als lebten wir in einer ideologisch geprägten Diktatur.

Und nein, die in den ersten 19 Artikeln des Grundgesetzes für die BRD festgelegten Menschenrechte gehören nicht zu diesen unveräußerlichen Werten (sie sind ja auch keine Werte, sondern Rechte), stattdessen werden sie gern im Namen dieser Werte in Frage gestellt.

Wenn man Journalist ist und den Menschen aus dieser Position die Welt erklären will, dann kann man so etwas wie Organisierte Kriminalität zusammen mit massenhaftem und gewerbsmäßigem Betrug zum Schaden der eigenen Kunden und Steuerhinterziehung natürlich auch mit einem geradezu frivol anmutenden Wort wie „Affäre“ bezeichnen.

Das ist nicht verboten. Und irgendwie muss man es ja nennen, wenn man nicht zu so einem völlig angemessenen Wort wie „Kriminalität“ greifen mag.

Wenn man ein fühlender und denkender Mensch ist und diese gewollt unterschwelligen, aber in der Tat offensichtlichen und intelligenzverachtenden Bezeichnungen Organisierter Kriminalität durch Journalisten wahrnimmt, stellt man dabei allerdings fest, dass der Journalist seine Leser und Hörer mit vorsätzlich manipulativer Wortwahl beeinflussen, verblenden und letztlich belügen will — und dass sich die großformatigen Anzeigen in den journalistischen Produkten auf die ekelhaftest denkbare Weise völlig nahtlos in den redaktionellen Teil einfügen und ein Produkt aus einem Guss ergeben.

Jene, die das Wort „Lügenpresse“ so energisch zurückgewiesen haben, sind keine Wahrheitspresse.

Früher…

„Früher“, sagte der Vorübergehende, „als man die ‚Hitzewelle‘ noch Sommerwetter genannt hat“.

Ehrenamt

„Das Ehrenamt, das eine eigentlich bezahlte Arbeit ohne Lohn verrichten soll, damit jemand, der dafür Lohn bekommen hätte, ohne Arbeit bleibt“, sagte der Vorübergehende zu seiner viel zu gläubigen Zeitgenossin, „ist weder eine Ehre, noch ist es ein Amt. Es ist Ausbeutung in ihrer reinsten und unverblümtesten Form, so freundlich wie ins Gesicht gespuckter Schleim, und wer auch nur eine Spur Ehrgefühles in sich findet, weist ein solches ‚Angebot‘ genau so deutlich zurück wie eine Beleidigung, statt sich als asozialer freiwilliger Sklave an der allgemeinen Lohndrückerei zu beteiligen“.

Sollen die spirituell bankrotten christlichen Kirchen doch um die Kraft Gottes beten, wenn sie billige und willige Körper für ihre Arbeiten haben wollen!

Maskulismus

„Ich weiß nicht, was Maskulismus sein soll“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „ich weiß nur eines: Ich werde von einigen Menschen als ‚Maskulist‘ bezeichnet, weil ich mich nicht wie Dreck und einen Fußabtreter behandeln lassen will. Dabei lege ich nur Wert auf Menschenrechte, nicht auf Menschinnenrechte“.

Lesen und schreiben

„Hören und sprechen, lesen und schreiben zu können ist für Menschen sehr nützlich, denn es hilft, festgehaltene Gedanken anderer Menschen wahrzunehmen und eigene Gedanken mitzuteilen“, sagte der Vorübergehende zu seinem Feind, dem Lehrer. Und. Er setzte fort: „Aber denen, die niemals gelernt haben, selbst zu lernen und zu denken, nützt es gar nichts. Diese tragen mit der an sich nützlichen Kulturtechnik nur die für sie produzierten Belanglosigkeiten, Befehle, Fehlinformationen, Ängste, Durchhalteparolen und Vergewisserungen der individuellen Ohnmacht weiter, bis sie allesamt im Schall ihres eigenen Chores dermaßen fest daran glauben, dass es sich dabei um jedem Menschen bekannte Tatsachen handele, dass daraus schließlich Tatsachen werden. Eine Bildung, die nicht die Fähigkeit und Lust zum Lernen und zum Denken vermittelt, ist eine Bildung, die Sklaven nur noch etwas nützlicher machen soll“.

Auswärtiges Denken

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf wird einem auch klar, warum der deutsche Untertanengeist in vorauseilendem Gehorsam Sprachdiktate einer ideologisch getriebenen Minderheit übernimmt und wie in Hannover ein ohnehin schwer verständliches Bürokratendeutsch aus opportunistischen Gründen noch unlesbarer macht. Wer von einer Sache keine Ahnung hat, wer wie Hannovers Bürgermeister schon Schwierigkeiten hat, den Unterschied zwischen Empfehlung und Verordnung zu verstehen, und eine autoritäre Einschränkung des Sagbaren mit Vielfalt verwechselt, beugt sich eben einfach der Macht oder den lautesten Schreihälsen

Das Alternativlos-Aquarium: Sprechen Sie noch Deutsch oder schon Untertanisch?

„Aktivismus“

Politiker und Journalisten sprechen und schreiben vom „Aktivismus“, wenn es nicht opportun ist, direkt „Haltet eure Fresse“ zu sagen oder zu schreiben.

Sie blasen und blasen…

Früher nannte man die „Whistleblower“ noch Denunzianten.

No matter how nasty a statement is, censorship is nastier.

Richard Stallman

Irgendwann, in nicht mehr allzuferner Zeit
Werden die von euch erwählten
Mit Amt und Würden wohlgeschmückten
Und reich mit euerm Geld versorgten
Freunde der vorgeschobnen Gerechtigkeit
Mit riesigen Maschinen, die zum Preis
Von nur noch fünf gelösten Welthungerproblemen
In den Weltenraum geschossen wurden
Die Sonne wie mit dickem Sack verdunkeln.
Damit endlich auch die Blinden
Den Sehenden gleichgestellt sind.

Bis dahin freilich
Gibt es „nur“ Genetikquoten,
Kinder in schulischer Gehirnwäsche
Und erzwungene Genderkunstsprache.
Zur leichteren Gewöhnung
An die Sozialgenetik derer
Die nicht für „Rechte“ sich halten
Sondern für „Aufrechte“. Sind sie
Doch ein wohlgetreues Spiegelbild der „Rechten“.

Denn Reflexion hat zweierlei Bedeutung.
Gute Nacht.

Rache

Sie verhunzen ihre Muttersprache, als wollten sie sich dafür rächen, dass man das Wort „Muttersprache“ nicht gendern kann.