Tag Archive: Sprache


Namensänderung

Der Faschist wird sich, wenn er wiederkommen möchte, nicht Faschist nennen, sondern Demokrat; und der Zensor wird sich, wenn er wiederkommen möchte, nicht Zensor nennen, sondern Faktenchecker und Jugendschützer.

Jetzt seid mal solidarisch!

Wenn grenzpsychopathische und völlig empathiefreie Vertreter des totalitären Marktes aus der Classe politique auf einmal damit beginnen, von den von ihnen verwalteten und vergewaltigten Menschen „Solidarität“ einzufordern, sollte jedem Menschen nach höchstens fünf Sekunden des Nachdenkens klar sein, dass es sich um einen verlogenen Propagandatrick zur Menschenmanipulation handelt, also um einen klaren und mit ekelerregender Verachtung dargebrachten Missbrauch des Wortes „Solidarität“. Insbesondere sollte es jedem Menschen klar sein, der sich selbst als „links“ verortet. Leider ist das nicht jedem klar, und gern wird von „Linken“ in diese vergiftete Forderung lauthals eingestimmt; ganz so, als wäre dieses Einstimmen so viele Jahre lang geübt worden, dass es ein Reflex geworden ist, der unter vollständiger Umgehung der Großhirnrinde erbracht wird. Dass man beim Empfang von Falschgeld ärmer wird, stört bei diesem unreflektierten Automatismus nicht.

Hetze

Hetze (Subst., fem.) — Unscharf definierter Kampfbegriff zur Bezeichnung einer anderen Meinung als der eigenen.

Allmachtsphantasie

Und G’tt sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

1.Ms 1:3

Hinter jedem sprachlichen Tabu steht die primitiv-magische Allmachtsphantasie der dummen Psyche, dass ausgesprochene Wörter durch einen Zauber die benannten Erscheinungen erschaffen, wogegen man die Gesellschaft durch starke Richtlinien schützen muss. In der Praxis des Sprechens entstehen dann die umständlichsten und für Außenstehende oft missverständliche Umschreibungen, die im schlimmsten Fall klares Denken über die nicht sprechbaren Erscheinungen erschweren oder gar unmöglich machen. In der ideologischen Gender-Sprachpolitik des 21. Jahrhunderts hat diese antiintellektuelle magische Denkverweigerung eine moderne und sogar universitäre Renaissance erfahren, die von ihren Gläubigen mit aller destruktiver Kraft der Psyche verteidigt wird, als würde es um einen wirklich not-wendigen Kampf gehen.

Differenzierte Ausdrucksweise

Ein Versuch, nicht etwa ein Thema zu erschöpfen, sondern den Redner und alle seine Zuhörer. Wo die Zuhörer können, fliehen sie; wo der Redner dennoch so redet, ist er schon seit langer Zeit Zuhörer gewohnt, die nicht fliehen können.

Die Sprache

Den einen ist sie gegeben, damit sie ihre Gedanken besser ausdrücken können, den anderen ist sie gegeben, damit sie ihre Gedankenlosigkeit besser verbergen können.

Nimm das, Genderista!

Deutsch ist allein deshalb eine gute und zur Gerechtigkeit neigende Sprache, weil „Mann“ und „Mensch“ im Deutschen nicht das selbe Wort ist, und zwar nicht einmal in der flüssigsten und flüchtigsten Umgangssprache.

Geradeaus nach vorn!

Als der Zeitgenosse zum Vorübergehenden mit einem Stolz, der sich hinter einer recht aggressiven Intonation zu verstecken versuchte, sagte: „Ich bin Querdenker“, da antwortete der Vorübergehende nur lächelnd: „Werde ein Geradedenker“!

„Klimastreik“

Alle Journalisten sprechen und schreiben vom „Klimastreik“, aber es gibt keinen einzigen bestreikten Betrieb. Schaut mal nach Westen, zu den Franzosen: Die wissen noch, was ein Streik ist!

Zweifelzwang

„An nichts muss man mehr zweifeln“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „als an den Wörtern und Ideen, die zur Mode geworden sind“.

Diversität

Die, die bei ihren teils fördersfähigen Anliegen von einer Diversität, sprechen und schreiben, also von einer Vielfalt, meinen damit niemals eine Vielfalt der Meinungen, sondern ganz im Gegenteil.

Bretter, die die Welt bedeuten

Angesichts der dramatischen Werte für die Union setzen CDU und CSU darauf, dass Laschet in der Fernsehrunde mit einem kämpferischen Auftritt das Ruder herumreißt

Deutlicher als mit der Benennung einer politischen Diskussion als „Auftritt“ könnte man es gar nicht mehr machen, als was die politischen Parteien einen Wahlkampf betrachten: Als eine Theateraufführung, bei der Schauspieler den Wahlberechtigten fiktionale Erzählungen vorspielen.