Category: Lichtscheues Gesindel


Facebook-Werbeboykott #Stophateforprofit

Diejenigen Unternehmen, die zurzeit keine Werbung mehr auf Facebook schalten, weil sie Facebook als Verbreiter von so genanntem „Hate Speech“ abstrafen wollen, die aber auch jahrelang kein Problem damit gehabt haben, dass ihre Reklame auf der Website eines offenen Spammers sowie Programmierers und Distributors von Schadsoftware präsentiert wurde; genau diese Unternehmen machen damit vor allem anderen zwei Dinge klar:

  1. Wenn es ihnen einen finanziellen Vorteil bringt, arbeiten sie auch gern mit Kriminellen zusammen, und
  2. die Zensur von (legalen, nicht strafbaren) Meinungsäußerungen im Internet soll bis zum vorauseilenden Gehorsam ausgeweitet werden.

Im Spiegelbild des Hashtags #Stophateforprofit zeigt sich die Fratze des Zensurfreundes und Verbrechers, der sich aber lieber im gutvernetzten Lande Alzheim als Wertebewahrer, Menschenrechtskämpfer und Freiheitsbringer feiern lassen möchte — und ebenfalls wird in diesem Spiegelbild ein Ausschnitt der geldherrschaftlichen Gesellschaftsordnung sichtbar, die solche Unternehmungen gern hätten. Wer dieses Bild attraktiv und erfreulich findet — die Münder etlicher Journalisten und „Netzhelden“ sind ja bis zum Überquell voll des lobenden Wortes — wird im Faschismus nichts vermissen. Viele werden sich dabei sogar als Antifaschisten fühlen.

Abschließende Anmerkung: Für jedes komplexe soziale Problem gibt es eine einfache, technische Lösung. Diese ist immer falsch. Und sie ist oft gefährlich, manchmal sogar mörderisch.

Tönnies

Logo von Tönnies -- Ein lächelndes Schwein, eine lächelnde Kuh und ein lächelndes Rind; die Schwänze von Kuh und Rind sind nach oben gestreckt und formen ein Herz

Ich empfinde tiefe Verachtung, ja, Ekel gegenüber allen diesen lichtscheuen Gestalten aus dem politisch-journalistischen Komplex, die erst dann bemerken, dass es in der industriellen Produktion von Lebensmitteln eine systematische Ausbeutung von Armen und Ausländern unter anachronistisch anmutenden Arbeitsbedingungen gibt, wenn dabei auch mal eine Seuche ausbricht, die in ihrer Gefährlichkeit auch die Besitzenden und Inländer erreichen könnte. Wer von denen geschützt werden soll, die erst jetzt in die Kameras und Mikrofone hinein nach Regulierung schreien, wird im Spiegel dieses Geschehens überdeutlich.

Unterdessen. Läuft der Betrieb einfach weiter. Und einige Bürgersöhne und Bürgertöchter mit kitschegrünem Bambi-Hintergrund oder gelbschwarzem Bananengeschmack fordern massenmedial verstärkt, dass das Fleisch teurer werden muss, weil der Preis ja sofort die Zustände ändert, und denkt doch mal bitte an die armen Tiere. Die Menschen. Sind ihnen dabei genau so gleichgültig wie bei der Einführung von Hartz IV und legalisierter Sklaverei durch Zwangszeitarbeit.

Die Wege, auf denen man Geld gewinnen kann, führen fast ausnahmslos abwärts. Wenn du etwas getan hast, wodurch du bloß Geld verdient hast, so bist du wahrlich faul oder noch schlimmer gewesen.

Henry David Thoreau

Der Generalverdacht

Jene lichtscheuen Gestalten, die sagen, dass es nicht angehen könne, alle Polizeibeamten „unter Generalverdacht zu stellen“, wollen mit diesen Worten nur erreichen, dass es einen bedingungslosen Grundfreispruch für gewalttätige Übergriffe durch Polizisten gibt. Wenn es hingegen um die Ausweitung von weit in die Privat- und Intimsphäre von Menschen hineinragenden Polizeibefugnissen geht, haben die selben lichtscheuen Gestalten nicht das geringste Problem damit, jeden Bewohner der BRD unter Generalverdacht zu stellen.

Politik -- Spahn wünscht sich mehr Mut bei Debatte um Krankenhausschließungen -- Donnerstag, 20. Februar 2020 -- Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, spricht mit Mitarbeitern bei einem Besuch im Asklepios Klinikum [sic! Deppen Leer Zeichen!] Harburg. /picture alliance, Christian Charisius

Mit Gruß auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die diesen von Korruption und wirtschaftsfaschistischer Menschenverachtung ethisch zerfressenen Zeitgenossen ins Bundeskabinett geholt, mit Amt, Würden, Macht und Pfründen ausgestattet hat und ihn trotz weitgehendem Versagen immer noch in der Regierung behält.

Screenshot via @BafiKush@twitter.com

Genau derjenige Hartz-4-Mitarchitekt und Mitvorantreiber eines staatlich subventionierten Billigarbeitsmarktes, der in der Zeit zwischen 1998 und 2005 einen ganz wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass sich die Menschen in der Gesellschaft weitgehend entsolidarisieren; jener, der mit seinen Komplizen aus SPD und Grünen systematisch, planvoll und im genauen Wissen um die Konsequenzen dieses Tuns die Sozialsysteme der Bundesrepublik Deutschland zu Verarmungs- und Repressionssystemen umgebaut hat; ja, genau dieser Frank-Walter Steinmeier sitzt jetzt gemütlich und von Bundeswehrsoldaten bewacht im Schloss Bellevue und hat die Chuzpe — die Fernsehkamera mutig im Blick, die Stimme an das niemals widersprechende Mikrofon gewandt und vom Staatsfernsehen übertragen — in weihevoller, wohlgesetzter Rede von den Menschen in der Bundesrepublik Deutschland Solidarität einzufordern.

Der derbe deutsche Sprachgebrauch würde von einem „Arschloch“ sprechen. Aber nein, ich werde das Amt des Bundespräsidenten nicht so beleidigen, allein schon wegen des Strafgesetzbuches. Dieses Amt wird schon mehr als genug durch die unerfreuliche Person beleidigt, die es zurzeit bekleidet.

Denkdochmal

„Denk doch mal an die armen Kinder, die armen Frauen, das ausgebeutete Personal der Krankenhäuser, die Obdachlosen, die psychisch Kranken“ — diese ganzen Leute aus Politik, Aktivismus und Journalismus, die ihre Empathie immer nur dann entdecken, wenn sie etwas zur Emotionalisierung des Politischen und zur psychischen Manipulation der Massen taugt, demonstrieren im Spiegelbild dieser Haltung ihren abstoßenden, kalten, ekelhaften, empathielosen, ja, asozial-psychopathischen Charakter. Ein halbwegs erfreuliches, zivilisiert menschliches Miteinander wird erst möglich werden, wenn niemand mehr auf diese schamlosen Politikspammer und ihre journalistischen Relaisstationen hereinfällt.

Konsumlaune

Als am Vorübergehenden ein Nachrichtenticker mit dem Text „Corona: Konsumlaune sinkt auf Rekordtief“ vorbeiscrollte, sagte er leise: „Das ist aber auch immer ein Jammer für diese Wirtschaftsredaktionen in Presse und Glotze, dass diese Menschen so eine geringe Sterbelaune haben! Wenn sie sich doch nur opferten und entschlossen für die wahren Werte der Wirtschaftsredaktion und ihrer Sponsoren stürben, für die guten Zahlen und das Wachstum und die Dividenden“.

Nachplappern

Wer Wahrheiten einfach nur unreflektiert und ohne eigene gedankliche Tätigkeit nachplappert und weitererzählt, erweckt ja schon den Verdacht, nicht zu den hellsten Leuchten im Lampenladen zu gehören, ist jedoch eher harmlos. Aber gefährlich dumm sind jene, die Unwahrheiten und bewusst geäußerte Lügen unreflektiert nachplappern und weitererzählen und damit massenhaft vermehren. Man nennt diese Menschen Journalisten: Ihr Werkzeug ist die Zwischenablage, ihre Tätigkeit ist die industrielle Anfertigung von Kopien, ihre Haltung ist die Intelligenzverachtung und ihr Beruf ist die Vermarktung von Werbeplätzen, die in so viel journalistischem Sumpf aus Lüge, Halb- und Unwahrheit gleich ein bisschen glaubwürdiger aussehen.

Motivation

„Die Regierungen reagieren ja nicht auf die Corona-Pandemie, um den regierten Menschen zu helfen und ihnen das Leben zu retten“, sagte der Vorübergehende gelassen zu seinem Zeitgenossen, der ihm aufgeregt von der Ansprache der Bundeskanzlerin erzählte, „sondern nur, um ihren Günstlingen zuzuarbeiten und ihre Macht zu erhalten. Und jeder, der Posten und Pfründe erringen oder behalten will, nickt zustimmend“.

„Erinnerst du dich noch“, sagte der Vorübergehende lächelnd zu seinem angesichts der Corona-Seuche kurz vor einer völlig irrationalen Panik stehenden Mitmenschen, „wie die Bertelsmann-Stiftung im Sommer des letzten Jahres öffentlich einforderte [Archivversion], die Anzahl der Krankenhäuser in der Bundesrepublik Deutschland um rd. sechzig Prozent zu reduzieren, um die Versorgungsqualität für die Patienten zu verbessern und die Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal zu mildern. Das sind die Halunken aus der Reichstagslobby, denen die CDU, die SPD, die CSU, die FDP, die Grünen und letztlich auch die AfD hörig sind; das sind die Halunken, deren Stimme in Presse und Glotze jeden Tag bis zur Unerträglichkeit verstärkt wird; und wegen solcher Halunken läuft es in der BRD genau so, wie es in der BRD Kohls, Schröders und Merkels nebst aller ihrer Speichellecker läuft. Nicht nur im Gesundheitswesen. Was gesät wird, das wird geerntet und gefressen. Guten Appetit“.

Alfred rotiert im Grabe

Kann nicht endlich einmal jemand der Europäischen Union den 2012 so feierlich verliehenen Friedensnobelpreis wieder wegnehmen?