Category: Lichtscheues Gesindel


Sprit

Die gleichen vom totalitären Armenhass zerfressenen Gestalten, die sonst immer das Wort vom Markt, der alles regelt, im Munde führen, subventionieren jetzt den Treibstoff, damit er ungehindert weiter verbrannt werden kann. Und. Sie sprechen aus dem gleichen Mund vom Klima und vom Ölembargo gegen Russland. Und. Die Grünen sind dabei… niemand hätte etwas anderes erwartet.

Jene, die kein Auto haben, können ja Diesel trinken, wenn sie sich das Essen nicht mehr leisten können.

Gebete und Gedanken

Genau die selben konservativen Christen aus den USA, die ganz schnell davon sprechen, dass ihre Gebete und Gedanken bei den Opfern des jeweiligen bewaffneten Mordläufers sind, um dann alles wie gehabt weiterlaufen zu lassen, zeigen im Spiegelbild dieses eispsychischkalten Gefasels ganz genau, dass sie selbst nicht an ihre hohle, nichtsnützige Phrase glauben: Wenn es um die Abtreibung noch nicht geborener Menschen geht, soll das nicht etwa mit Gebeten und Gedanken behandelt werden, sondern mit gesetzlichen Verboten. So fein belegen diese gottverdammten Heuchler, dass es ihnen bei Abtreibungsverboten nicht einen Moment lang um den „Schutz des Lebens“ geht, sondern nur darum, dass die Frauen die Schwangerschaft und jahrelange Beelterung unerwünschter Kinder als „göttliche Strafe“ für ihren Geschlechtsverkehr erleiden sollen — selbst noch vergewaltigte Frauen sollen die Sexstrafe des Kindes und die Kindesstrafe für den unfreiwilligen Sex haben, und die betroffenen Kinder sind dabei ebenfalls völlig gleichgültig.

Die Unweltpartei

Damit der Benzinpreis in der BRD staatlich subventioniert werden konnte und im Nationalpark Wattenmeer nach Öl gebohrt werden konnte, musste erst einmal die ehemalige Umweltpartei „Die Grünen“ in die Regierung kommen — so wird es hoffentlich in späteren Geschichtsbüchern stehen.

Normalisierung

Aus den unmittelbar aufheulenden contentindustriell-journalistischen Alarmsirenen wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine und wegen des seitdem anhaltenden Menschengemetzels in der Ukraine ist längst die vertraute Rubrik „Der Kriegstag im Überblick“ mit seinen Tickern, Infohäppchen, Propagandastücken, Geschichtchen und Belanglosigkeiten im Wie-fühlen-sie-sich-Tonfall geworden, dekoriert mit Reklame und mit Reklame, dem einzigen Geschäft der Contentindustrie. Wir leben in einer schnellen Zeit, denn das ging sehr schnell.

Sehet die Zeichen Gottes!

Pat Robertson, ein in den Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika sehr bekannter christlich-fundamentalistischer Fernsehprediger und Ig-Nobelpreisgewinner des Jahres 2011 für Mathematik, hat sich neben der üblichen Dämonisierung von Andersgläubigen, Beschimpfung von Homosexuellen und Verbreitung von Verschwörungstheorien nicht nur ein bisschen bei seiner Bibellektüre verrechnet, als er das Ende der Welt für den Zeitraum von Oktober bis November 1982 voraussagte, er hat sich von diesem kleinen Misserfolg im Prophetenhand auch nicht vom weiteren Prophezeien zukünftiger Ereignisse abhalten lassen. Kurz vor dem Beginn der Hurrikan-Saison 1998 hat er Bürger und Verwaltung von Orlando (Florida) dazu aufgefordet, nicht das Schwulenfestival „Gay Days“ zu unterstützen, weil diese ganzen sittenlosen und unschuldige Leute zum Abfall verführenden Schwulen seinen Gott geradezu dazu auffordern würden, die Stadt mit Hurrikans und Tornados heimzusuchen.

Der erste Hurrikan des Jahres 1982 hat ausgerechnet das Hauptquartier Robertsons in Virgina Beach zerstört. Pat Robertson sagt von solchen Fingerzeigen seines zerstörerischen Gottes völlig unverblendet immer noch das Kommende voraus, und er hat immer noch genug offenbar gut zahlende Anhänger, die sich seinen knüppelfromm verpackten Quatsch anhören. So schade, dass Intelligenz nicht unter den Früchten des Hl. Geistes aufgeführt ist.

Lebensschutz

Wenn die Christen in den USA das Leben schützen wollten, dann würden sie sich nicht so einseitig auf den Schutz des ungeborenen Lebens vor einer Abtreibung konzentrieren, sondern sich auch um den Schutz des geborenen, ausgewachsenen und sehr viel bewusster leidensfähigen Lebens kümmern, das in Form von Soldaten eines Staates mit zwei relativ ungefährlichen Grenzen überall auf der Welt mordet und verreckt, wo es Öl oder außenpolitische Ziele gibt. Dass sie das nicht tun, nicht einmal in Ansätzen, zeigt deutlich, dass es ihnen auch bei der Abtreibung nicht um den lediglich vorgeschobenen „Schutz“ eines Lebens geht, sondern nur um die Bestrafung einer Frau für den Geschlechtsverkehr.

So schade, dass der G’tt der Christen auf religiöse Heuchelei nicht mehr wie in biblischen Zeiten mit sofortiger Ermordung der Heuchler reagiert! Es wäre viel mehr Platz in den Kirchen, und sie wären viel ruhiger…

Foto

Journalisten sind diejenigen Menschen, die, wenn sie einen sterbenden Menschen sehen, den sie vielleicht retten könnten, von dem sie aber auch ein auszeichnungsverdächtiges und millionenfach contentindustriell wiedergegebenes Foto machen könnten, nur noch über drei Dinge nachdenken: Bildausschnitt Verschlusszeit und Blende. Krieg, Hunger, Tod, Angst, Geflüchtete, Weinende, Ausgebombte, Kranke… für einen contentindustriellen Journalisten ist das alles nur guter Content.

Von Ferne am Grabe

Die Reden der Gasherd-Schröder-Seilschaften in der SPD und ihrer geistig-amoralischen Bastardkinder aus den Grünen darüber, dass man mit Russland doch in guter Nachbarschaft leben müsse, sie werden gehalten worden sein, noch bevor der letzte Tote des russischen Krieges in der Ukraine beigesetzt wurde, noch bevor die wehrlose Erde das letzte Grab geschlossen und in Rasen, Blumen und Angehörige verwandelt hat. Es gibt Gas und Öl, Brennstoff zum Verbrennen, nachhaltig natürlich. Sie werden es Normalität nennen, und sie werden den Armen des Landes das Lebensblut absaugen, so wichtige Steuern für das Klima und für die Umwelt. Ja, sie werden es Frieden nennen, Freiheit, Wohlstand und Wachstum, wenn man sie lässt — und zumindest die Journalisten und Talkshowmoralisten werden sie so reden lassen und ihnen breiten, breiten Raum für stinkende Worte aus dem verlogenen Maul gewähren. Sie tun ja schon seit Jahrzehnten nichts anderes mehr.

Friedrich Merz

Jedes Mal, wenn ideologisch verblendete Vertreter der Industrie und zu allem entschlossene Vorkämpfer des totalitären Kapitalismus — wie etwa Friedrich Merz von der CDU — vor ein Mikrofon treten und verkünden, dass es nun weniger Wohlstand gäbe und der Gürtel enger geschnallt werden müsse, wenn man sich noch einen Gürtel leisten kann, meinen diese Leute damit niemals sich selbst, sondern jene marginalisierten Massen, die bislang jede Krise mit Einschnitten in ihr Lebensrecht und verschärfter Ausbeutung ihrer Arbeitskraft bezahlt haben.

Tür zu!

Leute, die in social media beliebte „Hashtags“ mit Links auf contentindustrielle Bezahlmauern fluten, gleichen Leuten, die überall in den Straßen Wegweiser zu einer Tür aufstellten, die sich aber gegenüber dem damit erweckten Interesse als verschlossen erweist. Ihr Tun ist objektiv widersinnig und feindlich, ja, schon mehr als nur ein bisschen eklig. Es ist vom Tun eines Spammers nicht unterscheidbar. Die dazu geposteten Anrisstexte, die Interessantes verheißen, entsprechen völlig dem Text aus der Spam, der zum „Click here“ verleiten soll, bieten aber noch weniger als die Spam, denn die Spam böte wenigstens einen kriminellen Überrumpelungsversuch.

Die meisten dieser Leute sind übrigens Journalisten.

Moralisch richtig

Politiker, Propagandisten und Journalisten, die mir allen Ernstes angesichts des laufenden Krieges zwischen Russland und Ukraine erklären, dass es jetzt moralisch richtig sei, umweltvernichtendes Frackinggas aus den Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika zu kaufen, einem Staat, der für völkerrechtswidrige Angriffskriege, dem Streben nach totaler Überwachung möglichst vieler Menschen und dem jahrzehntelangen Betrieb von Folterlagern im rechtsfreien Raum bekannt ist, obwohl dieses Gas auch noch teuer ist, haben ganz offenbar kein moralisches Problem damit, meine Intelligenz zu beleidigen. Und deine, und deine, und deine.

Es ist schon faszinierend, zu beobachten, dass angesichts des laufenden Krieges zwischen Russland und Ukraine jetzt BRD-Politiker medienwirksam den desolaten und schon lange nicht zur Staatsverteidigung geeigneten Zustand der Bundeswehr „bemerken“ und fordern, dass man diese Armee doch nicht weiter „unterfinanzieren“ dürfe. Erstens ist nicht einmal ein Wladimir Putin so irre, dass er einen Krieg mit der NATO anfangen würde, und zweitens ist die BRD der Staat mit den siebtgrößten Militärausgaben der Welt. Wenn Korruption alle Strukturen prägt, kann man noch so viel Geld hinterherwerfen, es ändert sich nichts. Außer die Korruption, die wird größer. Aber die nennt der Journalist und der Politiker jetzt „Verschwörungstheorie“.