Category: Alarmrufe


Erst dann…

Erst wenn das letzte Stäubchen Braunkohle verstromt wurde, nur, damit ihr immer weiter Bitcoin „schürfen“ konntet, werdet ihr bemerken, dass man Daten auch nicht essen kann.

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Nichtbraun

Eine Staatsform anzustreben, in der die freie und angstfreie Mitteilung der eigenen Gedanken an andere Menschen nicht mehr möglich ist, ist keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal von Rechtsradikalen. Und auch keines von „Radikalen“ mehr.

Vergewaltigungen

Diejenigen, welche die Vergewaltigung einer Frau nur dann erwähnens- und verfolgenswert zu finden scheinen, wenn das Verbrechen von einem Afrikaner begangen wird, sind genau solche Feinde des Rechts auf körperliche und psychische Unversehrtheit jedes Menschen wie diejenigen, welche die Vergewaltigung einer Frau nur dann erwähnens- und verfolgenswert zu finden scheinen, wenn das Verbrechen von einem „weißen cis-Mann“ begangen wird. Und sie sind beidesamt Rassisten.

Informationsfreiheit 2.0

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 5, Abs. 1

Im Zeitalter des Internet ist es ein seit Jahren immer deutlicher sichtbar werdendes politisches Anliegen von CDU, Grünen, CSU, SPD, und FDP, sowie ein Interesse von Akteuren der klassischen Contentindustrie — Presse und Glotze — die Informationsfreiheit in eine „betreute Informationsfreiheit“ voller Einschränkungen und Kriminalisierungen der Äußerungsfreiheit und der allgemein zugänglichen Quellen zu transformieren — und zur propagandistischen Begleitung dieses Anliegens scheint jedes Mittel recht zu sein, vom früheren politischen Kindesmissbrauch einer Ursula von der Leyen bis hin zum vorgeschobenen Schutz der Menschen vor „Hate Speech“ und „Fake News“. Unterdessen sucht die Bundeswehrmacht ihr frisches Kanonenfutter über YouTube, genau wissend, dass auch die fetzigste Fernsehproduktion nicht mehr eine „Zielgruppe“ im wehrfähigen Alter zu erreichen vermag, die sich längst mit Grausen vom wahren Quell falscher Nachrichten und wahrer Hass- und Kriegsaufrufe abgewandt hat.

Herrscherspiegel

Wann immer das Benennen eines Verbrechens irgendwo behandelt, verfolgt und bestraft wird, als sei es ein Verbrechen, handelt es sich um ein Herrschaftssystem, das von Verbrechern beherrscht wird.

Ich strebe an, Bundeskanzler zu werden. Und wenn Frau Merkel in mein Kabinett eintreten will, kann sie das gerne als Vizekanzlerin tun

Martin Schulz¹, von der Partei mit einer Hundert-Prozent-Wahlentscheidung gekürter Kanzlerkandidat der SPD

Ein Hauch von 2005 zieht ob dieses vollständigen Realitätsverlustes (sicherlich nicht nur) durch meine Erinnerung. Wer einem völlig von der Wirklichkeit entkoppelten Wahnsinn Macht verleihen will, muss SPD wählen.

¹Ich konnte leider nicht die Quelle verlinken und musste mir mit einem Screenshot behelfen, weil die Frankfurter Allgemeine beschlossen hat, mit ihrer Website die Organisierte Internetkriminalität zu fördern und dazu sogar ihre Leser belügt.

Fad

„So ein Wahlkampf wäre gleich weniger langweilig und viel interessanter“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin im Vorübergehen an den Wahlplakaten, „wenn dort nicht nur ein Angebot unterschiedlicher photoshop-bearbeiteter Gesichter zu vorsätzlich Nichts sagenden Sprüchen, sondern auch ein Angebot unterschiedlicher Ideen zur Gestaltung der sich entwickelnden Gesellschaft zur Wahl stünde. Aber so ist es wie in der DDR, wo der Ausgang der Wahl bereits feststand, bevor die Wahllokale auch nur geöffnet wurden: Vor uns liegen vier weitere Jahre Korruption, Entwicklungsverneinung und Stillstand“.

Todesursache: „Fake News“

Es sind sehr viel mehr Menschen an den „Fake News“ aus der Reklame in den Tageszeitungen und Wochenmagazinen gestorben als an den „Fake News“ aus dem Internet, und angesichts der großen und immer noch anhaltenen Lügen in der Tabak-, Alkohol- und Autowerbung ist davon auszugehen, dass das auch Jahrhunderte nach der Insolvenz des letzten journalistischen Produktes so bleiben wird. Die ständig als Vorwand für Internetzensurbestrebungen dargestellte Gefahr der „Fake News“ aus dem Internet ist lächerlich und leicht zu durchschauen, zumindest für Menschen, die keine Journalisten sind.

Werbesprache und Wahrheit

Dieses Google Home ist übrigens kein Lautsprecher, auch wenn jeder Journalist das zurzeit so nennt. Es ist ein Mikrofon.

Der Schlüssel

Für einige Menschen — viele waren es nicht, aber es waren auch nicht ignorierbar wenige, die man wie geübt und gewohnt dem leicht auszulösenden Spott überantworten konnte — wurde das Internet wie ein Schlüssel, mit dem sie die Türen zu den unsichtbaren Gefängniszellen der ihnen vermittelten Werte- und Überzeugungssysteme aufsperren und einen Blick nach draußen, in das heitere, lebendige Licht, werfen konnten und eine Luft inhalierten, in welcher der Geist wieder aufatmen konnte. Nur die wenigsten von ihnen sind daraufhin in ihren Stall zurückgekehrt, um in zwar öder und miefig riechender, aber doch vertrauter Umgebung auf ihre Verwurstung zu warten; wer einmal nur den Blick nach draußen wagte, war so gut wie weg.

Es ist eine Geschichte im „Es war einmal“.

Den Gefängniswärtern der unsichtbaren Gefängnisse — seien es Staaten, seien es Religionen, seien es Unternehmen in beliebiger Kombination konvergierender Interessen — hat das nicht gefallen, und inzwischen ist dem Internet als Ort freien, ungezwungenen Gedankenaustausches der Vernichtungskrieg erklärt worden, während das Internet als Ort der Indoktrination, der Menschenmanipulation, der Menschenüberwachung, der Lüge und des Krämertums erhalten und ausgebaut bleiben soll.

Selbst denen, die jeden Sonntag und jeden Wahlkampf säuselsirr von der „Freiheit“ sprechen, als wäre das unter den Bedingungen der Freiheit erforderlich, ist kein Mittel grobschlächtig genug, und ihr Erfolg scheint kaum noch aufzuhalten. Aus dem Schlüssel, die Türen unsichtbarer Gefängnisse zu öffnen, wird ein neues unsichtbares Gefängnis geschmiedet, doppelt so schlimm wie das vorherige. Der miefige Geruch ist jetzt schon erstickend geworden.

Wohl denen, die sich im Sekundenglanz dieses Frühlings ein wenig technisches Verständnis erworben haben. Den anderen. Kann man nur noch viel Spaß mit Google, Facebook, Smartphones, Twitter, Online-Werbung, Onlinejournalismus, Amazon und dergleichen Angeboten mehr wünschen. Die Verwurstung wird für jene jetzt digital. Und. Sie wird wieder allgegenwärtig und unentrinnbar, als wäre es niemals anders gewesen.

Die Sicherheitsbehörden

Es sind genau die gleichen Sicherheitsbehörden, die erwiesenermaßen unfähig sind, ein Dokument für seine Veröffentlichung so zu schwärzen, dass es nicht mehr lesbar ist, die sämtliche durch Unrechts-Überwachungsgesetze eingesammelten Daten aller Menschen in der BRD vor Missbrauch (jenseits des staatlichen Missbrauches) „schützen“. Dass deshalb diese unerfreuliche Liste demnächst um besonders unerfreuliche Vorfälle wachsen wird, ist genau so sicher wie das Gejammere der Betroffenen, die politische Parteien wegen der Zusicherung von „Sicherheit“ durch Abschaffung von Grundrechten und Ausweitung der ständigen, anlasslosen Totalüberwachung aller Menschen wählen. Jammert nicht, denn ihr seid gewarnt gewesen!

Emotionskriminalisierung

Als der Vorübergehende im Vorübergehen die Worte „Die Polizei ist in mehreren Bundesländern gegen Hasskriminalität im Netz vorgegangen“ aus dem Staatsfernsehempfänger vernahm¹, dachte er sich: „Das klingt ja schon wie Gedankenverbrechen, die von der Polizei verfolgt werden“. Und dann fragte er sich mit getrübter Heiterkeit und mit aufkommenden… ja… Hass, wie wohl die Reden des werten Herrn Justizministers und die PResseerklärungen der Polizei im nächsten oder übernächsten Jahre klingen mögen und formulierte in sein in Kürze schon illegal werdendes Notizbuch: „Das unvermindert hohe Aufkommen rechtswidrigen Gedankengutes fordert weiterhin zu entschiedenem staatlichen Handeln auf. Unsere freie, demokratische Gesellschaft darf sich ein Klima von Angst, Bedrohung, rechtswidriger Hetze und Gewalt weder auf der Straße noch in den Gedanken der Menschen gefallen lassen. Der Kopf darf kein rechtsfreier Raum sein. Polizei und Justiz gehen daher heute erneut entschlossen und gemeinsam gegen Gedankenverbrecher vor, ganz gleich, ob die dahinter stehenden Gedanken links, rechts oder sonstig motiviert waren. Die Ausweitung des letztjährigen Aktionstages gegen Hassverbrechen auf Gedankenverbrechen begrüße ich. Die Bekämpfung der Wurzeln von Hass und Hetze in den Gedanken ist eine große, gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich niemand entziehen darf. Nahezu jeder kann als Helfer der Gedankenpolizei einen Beitrag dazu leisten. Unterstützen Sie die Bekämpfung rechtswidriger Gedanken und Emotionen, indem Sie ihren Verdacht auf einer Gedankenwache der Polizei mitteilen. Die Dringlichkeit und die Aufforderung an die Politik, das gegenwärtig sehr erfolgreiche Verfahren auf weitere gesellschaftsschädliche Emotionen auszuweiten, sei hier allerdings noch einmal in aller Deutlichkeit betont“.

¹Dauerhaft archivierte Version der Quelle gegen die von Presseverlegern lobbyistisch durchgesetzte Depublizierung von Inhalten des BRD-Staatsfernsehens.