Category: Alarmrufe


Zwanzig Prozent

So manches gegenwärtig umlaufendes Propagandabild christlich-religiös geprägter US-amerikanischer Judenhasser würde — wenn man nur einige nichtsubtile „Andeutungen“ durch andere überklare Andeutungen ersetzte — auch erschreckend vielen Grünen-Wählern und aktiven Mitgliedern der Grünen in der BRD recht gut gefallen, vor allem solchen aus der grün-esoterischen Ecke. Verwelkendes Laub wird gelb und braun.

Gefährlich…

Witze über Rollstuhlfahrer: Gehen eigentlich gar nicht, aber sitzen immer.

Es wird wirklich gefährlich für die Freiheit, wenn man der Satire vorwirft, dass sie böse und geschmacklos ist und sie bekämpft, damit sie nicht mehr den jeweiligen Gesinnungskitsch der reflexionsunfähigen Schlammseelen in jene unbarmherzige Lächerlichkeit ziehe, in der er gezogen gehört. Mir graut es vorm digitalen Biedermeier.

Europas Schande

Nicht, dass die Flüchtlinge aus einem überfüllten, antihygienischen Lager auf Lesbos nicht leidlich menschenwürdig untergebracht werden, ist Europas Schande, sondern dass die Menschen in Europa verarmen und für sich selbst nicht mehr genug bezahlbaren Wohnraum vorfinden. Der Markt regelt weder das eine noch das andere, auch wenn der Lobbyismus in Brüssel und Berlin ganz anders redet. Der von kalt dahergeschwätzten Politikerphrasen wie „Wir haben Platz!“ und „Wir schaffen das!“ ausgelöste Hass der vernachlässigten und jahrzehntelang verarmten Menschen in Europa ist mehr als nur ein bisschen nachvollziehbar.

Von der politischen Furcht

Ich fürchte mich mehr von den antiwissenschaftlichen Reflexen des lifestyle-esoterisch verblödeten Bürgertums, die schon seit Jahrzehnten in ihrem latenten Faschismus innerhalb der grünen Partei politisch wirkmächtig und würgmächtig sind, die so gerne die hartzvierig-kalt in die Not schimpfende Geste des „Eure Armut kotzt mich nicht nur an, sondern sie schadet auch noch der Umwelt“ einnehmen, ja, die in höchst bourgeoisen Kontexten sogar schon so salonfähig geworden sind, dass sie von quasi besoldeten Journalisten des Parteienstaatsfunks völlig unwidersprochen als ernstzunehmende Weltsicht präsentiert werden… ich fürchte mich davor viel mehr als vor dem kleinen Haufen so genannter „Reichsbürger“, die mir von Journalisten regelmäßig als eine riesige Gefahr vor Augen gestellt werden.

Wir waren alle Menschen…

Man könnte ein Märchen mit den Worten „Wir waren alle Menschen, die Hand in Hand jedes Problem bewältigt hätten, bis Rassen uns voneinander entfremdeten, Religionen uns einander bekämpfen ließen, politische Ideen uns entzweiten und Besitzunterschiede uns einer gesellschaftlichen Klasse zuwiesen“ beginnen. Das ist aber keineswegs in jüngster Zeit geschehen. Es war bereits geschehen, als die Menschen noch nicht einmal Menschen, sondern noch Affen an der Front des Kampfes ums Dasein waren; lange, bevor sie mit der geringen Kraft ihres Verstandes Schritt um Schritt Kultur errangen, um das Äffische zusammen mit der kalten und brutalen existenziellen Not der Natur hinter sich zu lassen. Jeder Fortschritt der Menschheit, der dieses Wort wert ist, besteht darin, dass die dumpfe (aber leider lustvoll ausgelebte) Hordenpsyche des Menschen an Bedeutung verliert. Und. Der Verstand an Bedeutung gewinnt.

Es sieht nicht gut aus.

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Namensgebung

„Die Pferde, die ‚Muh‘ machen, nennt man Kühe“, sagte der Vorübergehende beim Überfliegen der Meldungen zum Demonstrationsverbot zu seinem Zeitgenossen, „aber die vom Grundgesetz garantierten ‚Freiheitsrechte‘, die von den Regierenden nach Herzenslust willkürlich aufgehoben werden können, nennt man immer noch Freiheitsrechte“.

Leistungsträger

Ein „Leistungsträger“ im Sinne des politisch-journalistischen Komplexes ist nicht etwa der Namenlose, der zum BRD-Mindestlohn mit ganz viel Kraft mal Weg durch Zeit im Schweiße seines Angesichts zum Beispiel Heizkörper in die fünfte Etage trägt, sondern der Börsenspekulant, der Geldverleiher, der Krämer, der Profisportler, das Vorstandsmitglied oder auch der Erbe, so lange er nur genug Geld oder Immobilien geerbt hat.

Nawalny

Seltsam, wie erbost die Bundesregierung doch ist, wenn in Russland eines „lupenreinen Demokraten“ (Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder über seinen Freund und Finanzierer Wladimir Putin) ein weiterer Oppositioneller vergiftet wird, und wie sehr diese gut gespielte Empörung von allen Journalisten weitergetragen wird; und seltsam ist es auch, wie stumm und gleichgültig die gleiche Bundesregierung ist, wenn es um Julian Assange oder Edward Snowden geht. Moral ist das, was man doppelt hat und gern in aller Öffentlichkeit entblößt, wo Anstand und Gerechtigkeitsempfinden fehlen.

Mauerbau damals und heute

Die gleichen Gestalten aus der gegenwärtigen Classe politique, die den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 durch die DDR-Regierung mit so deutlichen, aber auch recht preiswerten Worten als das Verbrechen brandmarken, das er war, haben keine Probleme damit, unter Aufbringung modernerer politischer Schlagwörter wie „Cyber“, „Fake News“ oder „Hate Speech“ immer mehr und möglichst willkürliche Zensur im Internet zu fordern und zum privatwirtschaftlich durchgesetzten öffentlichen Rechtsmaßstab ohne Rechtsbehelfmöglichkeit für davon betroffene Menschen zu machen, scheiß auf die Menschenrechte, damit der moderne „antifaschistische Schutzwall“ in jedem Kopf entstehe; damit kein unbedachtes und sorgsam abgewogenes Wort mehr kommuniziert werde, sondern alles stets gegen mögliche Interpretationen dummer Zensoren oder „künstlicher Intelligenzen“ abgewogen wird, die zwar Stellen „lesen“, aber keinen Text verstehen können. Die moralische Bankrotterklärung des „real existierenden Sozialismus“ durch Einsperren der eigenen Bevölkerung, um sie am Weglaufen zu hindern, spiegelt sich durch den Dunst der Jahrzehnte wider, und zwar in der nunmehr erreichten Zukunft des Einundzwanzigsten Jahrhunderts als die moralische Bankrotterklärung der „Demokratie“ des wirtschaftsfaschistischen Parteienstaates durch geistiges Einsperren der Bevölkerung, um sie an unerwünschten Gedanken zu hindern, wobei der größte Unterschied immer noch darin besteht, dass die Mauertoten nicht obszön offen sichtbar im Niemandsland zwischen zwei Staaten ausbluten, sondern vom staatlich geforderten und geförderten Terror der so genannten „Jobcenter“ in den Freitod getrieben werden, isoliert, einsam, still und unbeachtet von den wie beamtet staatsfromm auftretenden Journalisten im Lande, in dem „wir“ gut und gerne leben. Und über allem schwebt das zur Raute aus Blei gewordene symbolische Bild der mit den Händen geformten Vulva der Genossin Angela und ihrer verachtenswerten Komplizen in der gesamten Classe politique.

Moderne „Linke“

Die gesamte „Theorie“ der modernen „Linken“ in allen ihren schrillbunten Ausprägungen von Klimaschützer:innen bis zu Genderfeminist:innen ließe sich in einem Lehrsatz zusammenfassen, den sie allerdings mangels eigenem analytischen Willens immer nur indirekt von sich gibt: „Ich habe euretwegen ein großes Problem, und deshalb müsst ihr alle euch ändern und mich lebenslang und bedingungslos dafür entschädigen, insbesondere du bist schuldig“! So formuliert, wird das Kindische, Verantwortungslose, Dumme und das als neue Norm für alle vorgesehene, leb- und humorlos Depressive in dieser Betrachtungsweise der passiven Aktivist:innen überdeutlich.

Zur ergänzenden Lektüre nach diesem kurzen Absatz empfohlen: Der neun Jahre alte, viel längere Text „Die Arroganz der Ohnmacht“ — der zu meinem Missfallen immer noch aktuell ist.

Wichtiger als Freiheit

„Dummheit hat viele Gesichter, nicht nur das Gesicht von Anti-Corona-Demonstrationen. Wer Gesundheit über die individuelle Freiheit stellt und dabei jede Verhältnismäßigkeit vergisst“, sagte der Vorübergehende zu einem Menschen, der nach einem noch härter durchgreifenden Pandiemiestaat schrie, „der hat keine andere Bezeichnung verdient als die eines totalitären Hygienefaschisten. Am Ende solcher Absichten stehen ständige Gesundheitsüberwachung, eine gesundheitlich begründete Verbotspolitik und Punktesysteme nach dem Vorbild der ‚Volksrepublik‘ China“.