Tag Archive: Feminismus


Brust-Kopf-Rechnen

„Feminist*innen“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenoss*in, „haben eine ganz einfache Betrachtungsweise, wenn sie das ausrechnen, was sie ‚gesellschaftlichen Fortschritt‘ nennen. Wenn immer irgendwo Geld, Ansehen und hohes Gehalt für wenig körperliche Mühe zu holen ist, denn zählen sie die Anzahl der Köpfe und die Anzahl der Brüste, und wenn die Anzahl der Brüste genau so groß oder gar größer, im Idealfall doppelt so groß wie die Anzahl der Köpfe, ist, dann ist alles in Ordnung, und ansonsten muss man diesen Zustand im Zweifelsfall mit politischer Gewalt herstellen. Aber dort, wo für viel Arbeit weder Dank noch Geld noch Achtung verdient wird, kümmern sie sich nicht um das Brust-Kopf-Verhältnis und wollen alles so belassen, wie es ist. Den Zustand, den sie so erreichen wollen, nennen sie ‚Gerechtigkeit‘, weil das ein schön klingendes Wort ist. Es gefällt dem Bürgertum gar sehr, dieses Wort ‚Gerechtigkeit‘, ja, es gefällt ihnen besser als die Gerechtigkeit selbst, und manche glauben gar, es handele sich bei dieser sexistischen Lobbypolitik um Wissenschaft“.

Arschlöcher

Die bourgeois-pseudolinke sexistisch-rassistisch-feministische Entscheidung, alle heterosexuellen hellhäutigen Männer pauschal als Arschlöcher zu betrachten, zu bezeichnen und mit den absurdesten Vorwürfen zu beleidigen, hat viele heterosexuelle Männer zu Arschlöchern gemacht. Wer daran glaubt, dass man eines Feindes bedürfe, um dem Leben oder einer Bewegung ein Ziel zu geben, darf sich über kraftraubende Kämpfe nicht wundern — denn der deutlich beschriftete Beleg, dass Frieden und Ausgleich nicht gewünscht sind, wird ja selbst geliefert, ja, schon vor jedem Austausch und jedem Gespräch geliefert. Schade, ein wenig Zivilisation wäre gewiss für alle Menschen erfreulicher als die angestrebte Barbarei gewesen.

Töten für das gerechtere Leben!

Wer aus seinem Empfinden von Gerechtigkeit heraus die Unterschiede zwischen den Menschen beseitigen will, muss aufpassen, dass er bei der Verfolgung dieses Planes nicht schließlich die Menschen beseitigt, indem er sie je nach ihrer Beschaffenheit in einem Friedhof oder einem Insektenstaat hineinzwingt. Kein Wort hat so viel Elend über die Welt getragen wie das Wort von der „Gleichheit“.

Abstandsfanatismus

Je weiter das Problem in die Ferne rückt, je weniger es ins Leben der Menschen hineinragt, desto größer wird der Idealismus und die Realitätsflucht derer, die Strukturen gebildet haben und das Problem weiterhin bekämpfen, und desto absurder und vernunftfeindlicher werden ihre um so energischer vorgetragenen Forderungen. Die gesamte Geschichte des Feminismus könnte so erklärt werden, wenn es nicht durch die diversen hineinstrahlenden psychischen Spiegelbilder teilweise noch viel schlimmer wäre…

Die Postmodernen

„Erwachsene Menschen, deren Gehirn so sehr von magisch-narzisstischen psychischen Mustern eingenommen ist, dass sie allen Ernstes daran glauben, dass man durch Sprechakte hokus pokus erst die Wirklichkeit schaffe, statt mit der Sprache Gedanken, Ideen und Beobachtungen mitzuteilen“, sagte der sehr müde wirkende Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „hätten vor noch gar nicht so langer Zeit auch an Hexerei geglaubt. Und in der Tat, mehr als nur ein bisschen sind ihre Methoden bei der Gegnerbekämpfung von den Hexenjagden abgeschaut“.

Alte, weiße Männer

Der Vorübergehende sagte zu seiner Zeitgenossin: „Diese Menschen, die offen von ‚alten weißen Männern‘ reden, wenn sie etwas als schlecht und schädlich bezeichnen wollen; die das Schlechte und Schädliche an sich also ursächlich auf Lebensalter, Hautfarbe und genetisches Geschlecht von Menschen zurückführen; sie wären allein von ihrem gedankenvermeidenden, stammtischhaften Kategoriensystem zur Einordnung von Menschen her noch vor wenigen Jahrzehnten wohl begeisterte Mitkämpfer*innen gegen das Finanzjudentum geworden. Unfassbar und ekelhaft ist es, was sich heute widerspruchslos als ‚links‘ bezeichnen darf“.

No matter how nasty a statement is, censorship is nastier.

Richard Stallman

Irgendwann, in nicht mehr allzuferner Zeit
Werden die von euch erwählten
Mit Amt und Würden wohlgeschmückten
Und reich mit euerm Geld versorgten
Freunde der vorgeschobnen Gerechtigkeit
Mit riesigen Maschinen, die zum Preis
Von nur noch fünf gelösten Welthungerproblemen
In den Weltenraum geschossen wurden
Die Sonne wie mit dickem Sack verdunkeln.
Damit endlich auch die Blinden
Den Sehenden gleichgestellt sind.

Bis dahin freilich
Gibt es „nur“ Genetikquoten,
Kinder in schulischer Gehirnwäsche
Und erzwungene Genderkunstsprache.
Zur leichteren Gewöhnung
An die Sozialgenetik derer
Die nicht für „Rechte“ sich halten
Sondern für „Aufrechte“. Sind sie
Doch ein wohlgetreues Spiegelbild der „Rechten“.

Denn Reflexion hat zweierlei Bedeutung.
Gute Nacht.

Rache

Sie verhunzen ihre Muttersprache, als wollten sie sich dafür rächen, dass man das Wort „Muttersprache“ nicht gendern kann.

Toxisch

Wer eine Gruppe von Menschen wegen eines phänotypisch sichtbar gewordenen genetischen Merkmales allen Ernstes als „toxisch“ bezeichnet und es mit dieser Begriffswahl inzwischen sogar in die Fernsehreklame bringt, hätte sicherlich auch Gefallen am Schädelvermessen und am Befüllen der Menschenviehtransportzüge in Richtung Auschwitz gefunden. Im Spiegelbild dieser faschistoiden Begriffswahl zeigt sich die psychische Vergiftung derer, die zu solchen Begriffen greifen — und die sich vor allem dann für „links“ halten, wenn sie in den Spiegel schauen. Gender. Ist Opium für die Linke.

Volksschädling 2.0

Die von „toxischer Männlichkeit“ sprechen, dokumentieren allein durch Inmundnahme dieses Wortes, dass sie die gleiche Sprache wie jene auf der scheinbar anderen Seite sprechen, die Menschen als „Volksschädlinge“ bezeichnen. Wehe den mit solchen Wörtern bezeichneten Menschen, wenn einmal entgiftet wird oder die Schädlingsbekämpfung beginnt!

#MeToo

„Dieses so leicht twitterbare, von Printjournalisten empfohlene und deshalb so oft getwitterte #MeToo“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „klingt für mich nur noch wie ein ‚Ich will auch mal'“.

Die Studierenden

Als dem Vorübergehenden in der Universität erklärt wurde, dass man jetzt nicht mehr „die Studenten“, sondern „die Studierenden“ sagt, schaute er kurz um sich und dachte anschließend ganz leise bei sich: „Dabei gibt hier so viele Studenten, die keine Studierenden sind“.