Tag Archive: Spiegelbild


Die Heiligen der „Linken“

Jene, die am lautesten überall die maximale Diversität einfordern, üben sich darin, im von ihnen beherrschten Umfeld eine strikte, unhinterfragbare und für heilig erklärte intellektuelle Monokultur durchzusetzen. Darin spiegeln sie wider, dass sich nicht das Herrschaftssystem überwinden, sondern erhalten, stärken und darin die Herrschaft übernehmen wollen.

Check your privileges

Die Tatsache, dass sie eine beliebig kompliziert gestaltbare Kunstsprache verwenden und nach Möglichkeit auch anderen Menschen an vielen Stellen aufnötigen wollen, spiegelt nur wider, wie privilegiert jene Gestalten sind, die so vorgehen.

Alle Ächtung

Wer die Gewaltausübung gegenüber Frauen (statt gegenüber Menschen) geächtet sehen will, zeigt im Spiegelbild dieses geäußerten Willens seine Freude daran, dass die andere Hälfte der Menschen in alleiniger Abhängigkeit von der Beschaffenheit des 23. Chromosomenpaares sein ganzes Dasein unter den Bedingugen der Nötigung, des Kampfes und der Gewalt zu fristen hat. Meist wird diese gleichermaßen empathielose wie geistlose Zumutung zurzeit von Dampfplauderern mit Rotationsmaschinenhintergrund und vergleichbar geübten Heißluftspendern als „soziale Gerechtigkeit“ verkauft, und dieses Wort ist durchaus ähnlich gemeint und zu verstehen wie das „Sozialistisch“ als Bestandteil des Wortes Nationalsozialismus.

Spiegelbild der Reklame

Im Journalismus und in seinem Täter, dem Journalisten, spiegelt sich die Reklame wider, die er in Ermangelung eines seriöseren Geschäftsmodelles zu transportieren hat; er ist genau so reißerisch, unwahr, drängelnd, im schlimmsten Sinne des Wortes sendungsbewusst, manipulativ, intelligenzverachtend, psychisch, verdummend, entpolitisierend, gewalttätig, übervergewältigend, raumgreifend und feindlich wie jene geworden.

Den Anderen hassen

Der Vorübergehende sagte zu seinem Zeitgenossen: „Ich kann dich gar nicht hassen. Wofür sollte ich auch? Dafür etwa, dass du nicht bist wie ich? Hasste ich dich dafür, würde ich ja genau so wie du werden“.

Gott ist klein

Jeder, der für „Gott“ tötet oder auch nur gesellschaftliche Zustände herbeisehnt, in denen der „Wille Gottes“ zum verbindlichen, mit Staatsgewalt durchgesetzten Gesetz für jeden Menschen wird, deklariert in dieser Geste eines dumm und fröhlich in die Welt hinaus: Dass er seinen „Gott“ in Wirklichkeit für viel zu klein und kraftlos hält, zu töten und seinen Willen durchzusetzen. So oft kann die Größe dieses „Gottes“ gar nicht lautschreihälsig beschwören werden, dass dieser offenbare Wahnsinn dahinter versteckt werden könnte — in der religiösen Gewalt, sei sie staatlich oder kriminell den anderen Menschen aufgezwungen, spiegelt sich deutlich des blasphemische, gleichermaßen gottesverachtende wie menschenverachtende Zug der Religion selbst.

Intelligenz

Dass einige Menschen, deren Stimmen wegen der Reklameabhängigkeit des Presse- und Medienapparates von journalistischen Betrieb gern millionenlaut verstärkt werden, in ihren geäußerten Ansichten von der „künstlichen Intelligenz“ allerlei Weltveränderung erwarten, sagt im kecken Spiegelbild alles über die Auffassung dieser Menschen von der menschlichen und damit auch von ihrer eigenen Intelligenz. Man müsste schon sehr dumm sein, um jemanden mit einer solchen Selbsteinschätzung ernst zu nehmen.

Differenziert

Nicht, daß du mich belogst, sondern daß ich dir nicht mehr glaube, hat mich erschüttert.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Wie fein der Herr Sozialpädagoge in seiner von den Herrschenden und Besitzenden bezahlten Tätig- und Tätlichkeit ein „das musst du differenziert betrachten“ zu seinem jeweiligen Opfer sagt, wenn er das von seinem Opfer Gesagte in Wirklichkeit relativieren und ignorieren will. Er äfft im Kleinen und Lächerlichen die sprachlichen Strukturen jener „Argumentation“ nach, mit denen die Ausübung der Herrschaft durch systematische (und zu ihrer Durchsetzung immer auch offen gewalttätige) Verneinung individueller Einsichts- und Verständnisfähigkeit gerechtfertigt wird. In der Kleinheit dieses Spiegelbildes der Herrschaft zeigt sich, was für ein großes Arschloch der Herr Sozialpädagoge ist. Es nimmt nicht Wunders, dass solches Geschmeiß nach einigen Jahren „Erwachsenennacherziehung“ an diversen, meist wegen ihrer Lebenssituation ausgelieferten und wehrlosen Opfern so häufig Interesse daran entwickelt, selbst politisch tätig zu werden und dass er dann in den Parteiapparaten der Herrschenden und Besitzenden mit größerem Willkommen empfangen wird und leichter zu Amt und Pfründen kommt als ein Maurer, Klempner, Programmierer, Physiker, Altenpfleger oder Arbeiter.

Werter Qualitätsjournalist!

Anders, als du es mir und vielen anderen Lesern in deiner entpolitisierenden und dummen Propagandaschreibe unterstellst, habe ich keinerlei Hass auf Europa. Ich finde nur die gegenwärtige Europäische Union ausgesprochen fragwürdig und veränderungsbedürftig, ohne dass ich auch nur die geringste Möglichkeit sehe, wünschenswerte Veränderungen herbeizuführen¹ — und würde von daher sogar einen möglichst schnellen Zerfall dieses unerfreulichen Gebildes begrüßen.

Und im Gegensatz zu dir, werter Qualitätsjournalist mit deiner billigen und dummen Propagandaschreibe, verwechsele ich ein undemokratisches, vom Lobbyismus zerfressenes und korruptes Staatenbündnis wie die Europäische Union nicht mit dem Kontinent Europa, zu dem übrigens auch das von dir an anderen Stellen mit den unschönsten und zuweilen offen kriegslüsternen Wörtern benannte Russland gehört. Wer im von Presseverlegern bezahlten Willen, die Menschen mit Propaganda zu manipulieren, Geografie mit Staatsgrenzen verwechselt, zeigt in diesem lächerlichen Spiegelbild nur, wie blöd er die Menschen mit seinem Geschreibe machen will.

¹Die Wahl eines machtlosen Theater-Parlamentes ohne legislative Möglichkeiten gehört nicht zu diesen Möglichkeiten, sie ist noch weniger wert als in einer so genannten „repräsentativen Demokratie“.

Die angebliche „Sorge vor dem Rechtsruck“…

Die Politiker, die angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen ihrer „Sorge vor dem Rechtsruck“ Ausdruck verleihen, kommen mit dieser Sorge zwei Jahrzehnte zu spät, denn der „Ruck“ ist ein seit Jahren laufender Prozess, zusätzlich angetrieben von Hartz-Fear-Massenverarmung mit mies bezahlter Arbeit auf staatlich subventionierten Elendsarbeitsstrichs, politisch gewolltem, in verrottenden Gebäuden verabreichtem Bildungsnotstand, persönlicher Aussichtslosigkeit eines fast jeden Menschen in der BRD, der noch eine Zukunft vor sich hat, sowie einer zusätzlich für jeden wachen Betrachter völlig offensichtlichen und in ihren Einseitigkeiten und Lügen immer unverschämter werdenden, wie gleichgeschaltet anmutenden Propaganda in Glotze und Presse. Es ist ja auch gar nicht die wirkliche Sorge der so redenden Lügenredner, dass es einen „Rechtsruck“ geben könnte — ihre Sorge ist nämlich in Wirklichkeit, dass der gar nicht so geringe Anteil der Menschen in der Bevölkerung der BRD, der ein extrem-konservatives bis geschlossen rechtsradikales Weltbild hat, nun endlich in einer eigenen Partei parlamentarisch vertreten und wirkmächtig wird. Das gefällt mir auch nicht, aber die Vertretung der Wähler ist nun einmal der Zweck der Parlamente. Wenn es die größte geäußerte Sorge der „Demokraten“ geworden ist, dass die Parlamente tatsächlich die politischen Auffassungen der wählenden Bevölkerung widerspiegeln, dann hat sich das mit der „Demokratie“ schon längst erledigt, dann ist der zur Verwirrung des Denkens postulierte Rechtsruck nur dem längst schon geschehenem Untergang der „Demokratie“ gefolgt.

Auf die Knie

Bei der Betrachtung eines feierlichen Gottesdienstes sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin: „Menschen, die sich vor jemandem verbeugen oder gar auf die Knie gehen, weil er so groß ist, spiegeln in dieser Geste so lächerlich deutlich wider, dass sie diesen mit ihrer Haltung erst groß machen“.

„Mutti“

Dass es den Menschen in der BRD so leicht fällt, Bundeskanzlerin Angela Merkel spöttisch als „Mutti“ zu bezeichnen, ist ein Spiegelbild der gernverdrängten Tatsache, dass Mütter im Regelfall nicht für ihre Kinder da sind, die Entfaltung und jede Erfahrung ihrer Kinder mit willkürlicher Gewalt verhindern, ihren Kindern vorsätzlich Schaden zufügen und ihre Kinder niemals ernst nehmen — denn eines hat noch keine Mutter ihrem Kinde verziehen: Dass der Zwerg einfach wächst und ein richtiger Mensch wird. Die Menschenverachtung der Politik der „alternativlosen Mitte“ erscheint als eine natürliche Fortsetzung der grimmigen Nestkälte entvaterter Kinder; die wirtschaftlich so „wertvolle“ Entpolitisierung und Infantalisierung ganzer Gesellschaftsschichten setzt einfach nur fort, was früh schon begonnen wurde und sich mit vorbewusster Wirkmacht durch das Leben zieht.