Tag Archive: Spiegelbild


Mode

Auch, wer vor der Mode wegläuft, geht in gewissem Sinne mit der Mode.

Politiker, die angesichts der zur Corona-Seuche aufrechterhaltenen Schulpflicht, also angesichts eines gefährlichen und mit Staatsgewalt durchgesetzten Zwangs zur körperlichen Anwesenheit von Kindern in einer Schule, vom „Recht auf Bildung“ faseln, würden den Tod wohl auch als ein „Recht auf Leben“ bezeichnen.

Die gefährlichsten „Coronaleugner“ sind nicht die im Zerrspiegel des Journalismus bizarr vergrößerten Demonstanten, sondern die kinderfressenden Schreibtischtäter in Politik und Verwaltung.

Fickt euch! 🖕

Dass zur hochnotfeierlichen Eröffnung des Berliner Fluchhafens BER ein Flug von Berlin-Tegel nach Berlin-Schönefeld veranstaltet wurde, war ein klares politisches „Fickt euch!“ in Richtung auf die gesamte Klimaschutzbewegung, das die bei allen Betroffenheitstheater vorsätzlich unveränderte politische Ausrichtung für die Zukunft prächtig widerspiegelt. Wer diese nur schwierig misszuverstehende Ansage verstanden hat, sollte sie an spätestens dann an die Politik zurückgeben, wenn irgendwelche Klima- und Kohlendioxidsteuern erhoben werden, die sich vergleichbar zur genau so antisozialen Mehrwertsteuer in alle Preise legen, Menschen mit wenig Geld überproportional belasten und somit von erstaunlich vielen Armen bezahlt werden, die sich nicht einmal ein Flugticket leisten können — und zwar in Form massiven Widerstands im Zeichen des stinkenden Mittelfingers!

Vergissmeinnicht

Die Redensart, dass das Internet nicht vergesse, bedeutet in ihrem Spiegelbild nur, dass es sich auch an nichts erinnert, weil es keiner Sache herausragende Bedeutung und damit Priorität zuweist und sie damit privilegiert, um anderes dafür auszusortieren. Wer nicht vergisst, ist nicht klug und weise, sondern dumm und geschmacklos.

Regenbogen

Im Vorübergehen an eine gehisste Regenbogenflagge sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen: „Wenn ein Regenbogen am Himmel sichtbar ist, sieht das Licht am Boden immer etwas surreal aus“.

Nicht mitreden können

Mit dem Vorwurf belästigt, er könne ja nicht kritisieren, weil er nicht angeben könne, wie man es besser machen kann, sagte der Vorübergehende: „Wenn du dem, der etwas selbst nicht besser machen kann, deshalb jegliche Kritik verbieten möchtest, dann musst du auch dem sein Lob und seine Fürsprecherei verbieten wollen, der etwas selbst nicht nachmachen kann — das Lob ist ein Spiegelbild der Fähigkeit zur Kritik“.

Grüße an C.

Nudging

Nur Dummköpfe kann man bestupsen, um sie zu einem bestimmten Verhalten zu treiben; ein Mensch mit Intelligenz muss überzeugt werden. In der in Reklame und Propaganda breit aufgenommenen Idee des Nudgings spiegelt sich die Verdummung der Menschen wider.

Jene Politiker, die alle gesellschaftliche Entwicklung so weit wie möglich irgendwelchen Marktmechanismen überlassen wollen, zeigen im Spiegelbild ihrer geldanbetenden Ideologie, dass sie sich ein Miteinander von Menschen wünschen, in dem alles käuflich ist. Es bedarf keiner großen Intelligenz und keines langen Nachdenkens, um in diesem Spiegelbild zu erkennen, dass diese Politiker ihre Politik ebenfalls als käuflich betrachten und entsprechend vermarkten werden, stets zum Vorteile dessen, der den höchsten Preis zahlen kann. Wer das Miteinander der Menschen von „den Märkten“ steuern lassen will, ist selbst käuflich und korrupt und nur allzugern dazu bereit, seinen Politikkäufern ihren Reibach zu lassen, aber die Verluste aus Steuermitteln zu erstatten, ohne dass hierfür irgendein Markt als Vorwand taugte. Die Politik dieser unerquicklichen Zeitgenossen erklärt sich daraus wie von selbst, und die von diesen Zeitgenossen vorgetragene angebliche Motivation ist so offenbar eine Lüge, also eine vorsätzlich unwahre Behauptung, dass man schon sehr viele Zeitungen lesen und Nachrichtensendungen gucken muss, um das mit seinen von parteienstaatlichen und reklamefinanzierten Content zugestopften Sinnen nicht mehr deutlich genug wahrzunehmen.

Gewissen

„Die, die sich selbst als das Gewissen der ganzen Gesellschaft aufspielen und das mit großen Forderungen unterstreichen, können das nur um so besser“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „weil sie gar kein eigenes Gewissen haben und das Spiegelbild dieses Zustandes überall zu sehen vermeinen“.

In das Ihmezentrum geflüstert

„Architektur als Kunst des Bauens“, sagte der Vorübergehende, während er mit seinem Begleiter am Ihmezentrum vorüberging, „beabsichtigt nicht nur einen Schutz des menschlichen Körper vor dem Wetter und der feindlichen Natur, sondern immer auch eine Einwirkung auf den Geist, eine ästhetische Erziehung durch beständiges, lebensbegleitendes Beispiel. Deshalb spiegelt sich in der Architektur jedes Zeitalters das Menschenbild dieses Zeitalters verblüffend gut wider. Es ist allerdings völlig auf das Menschenbild jener Besitzenden reduziert, die für das Errichten und die Ausgestaltung von Gebäuden bezahlen und auf diese Weise für die Nachwelt dokumentieren, wie sie mich und dich und alle anderen Menschen haben wollten und wollen“.

Foto des Ihmezentrums in Hannover-Linden

Mauerbau damals und heute

Die gleichen Gestalten aus der gegenwärtigen Classe politique, die den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 durch die DDR-Regierung mit so deutlichen, aber auch recht preiswerten Worten als das Verbrechen brandmarken, das er war, haben keine Probleme damit, unter Aufbringung modernerer politischer Schlagwörter wie „Cyber“, „Fake News“ oder „Hate Speech“ immer mehr und möglichst willkürliche Zensur im Internet zu fordern und zum privatwirtschaftlich durchgesetzten öffentlichen Rechtsmaßstab ohne Rechtsbehelfmöglichkeit für davon betroffene Menschen zu machen, scheiß auf die Menschenrechte, damit der moderne „antifaschistische Schutzwall“ in jedem Kopf entstehe; damit kein unbedachtes und sorgsam abgewogenes Wort mehr kommuniziert werde, sondern alles stets gegen mögliche Interpretationen dummer Zensoren oder „künstlicher Intelligenzen“ abgewogen wird, die zwar Stellen „lesen“, aber keinen Text verstehen können. Die moralische Bankrotterklärung des „real existierenden Sozialismus“ durch Einsperren der eigenen Bevölkerung, um sie am Weglaufen zu hindern, spiegelt sich durch den Dunst der Jahrzehnte wider, und zwar in der nunmehr erreichten Zukunft des Einundzwanzigsten Jahrhunderts als die moralische Bankrotterklärung der „Demokratie“ des wirtschaftsfaschistischen Parteienstaates durch geistiges Einsperren der Bevölkerung, um sie an unerwünschten Gedanken zu hindern, wobei der größte Unterschied immer noch darin besteht, dass die Mauertoten nicht obszön offen sichtbar im Niemandsland zwischen zwei Staaten ausbluten, sondern vom staatlich geforderten und geförderten Terror der so genannten „Jobcenter“ in den Freitod getrieben werden, isoliert, einsam, still und unbeachtet von den wie beamtet staatsfromm auftretenden Journalisten im Lande, in dem „wir“ gut und gerne leben. Und über allem schwebt das zur Raute aus Blei gewordene symbolische Bild der mit den Händen geformten Vulva der Genossin Angela und ihrer verachtenswerten Komplizen in der gesamten Classe politique.

Nicht wundern, nur wahrnehmen!

So lange die Ermittlungsakten der NSU-1.0-Mordserie — von ermittelnden Polizeien auch gern als Dönermorde bezeichnet, selbst, wenn dabei ein Grieche ermordet wurde — für unfassbare 120 Jahre als Staatsgeheimnis weggeschlossen werden, weil ihre Inhalte Teile der Bevölkerung doch nur beunruhigen würden; solange der Geheimhaltungsdeckel drüberliegt und die Geheimdienste und Polizeien unter diesem Schutz einfach konsequenzenlos weitermachen können wie gehabt; so lange braucht sich auch niemand über einen NSU 2.0 zu wundern. Ganz im Gegenteil, in der Wahrnehmung des Gesamtbildes ist diese Fortsetzung sogar folgerichtig, und bis zum Bruch individueller Amtseide antreibend verantwortlich für den neuen, zum Glück noch nicht mörderischen Terror ist die offenkundige Ermittlungsverweigerung des gesamten in dieser Sache versagenden Staates BRD auf allen nur denkbaren Ebenen. Der „nationalsozialistische Untergrund“ aus dem Bürgertum ist nur ein Spiegelbild des verborgenen faschistoiden Geflechtes, das die gesamte Herrschaftsausübung in der BRD durchzieht.