Tag Archive: Spiegelbild


Der Attentäter

„Der Attentäter“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „hatte in seinem Kopf ein Weltbild, das weder sein eigenes noch ein neues war und an dem er dennoch nicht den geringsten Zweifel zuließ, ja, für das er schwere Verbrechen begangen hat. Und genau in diesem einen Punkt war er völlig normal. Wenn die Irren im Wahn morden, spiegelt sich in ihrem Tun und Denken der notdürftig hinter einer zivilisatorischen Fassade versteckte Wahn einer Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat. Von daher passt es, dass die gesamte Classe politique der BRD vor der zum Glück nicht gestürmten Synagoge posiert hat, als die Kameras nach Halle kamen, hehre Worte und schwere Heucheleien im geübten Mund, aber kein einziger von ihnen stand vor der Dönerbude, wo die Morde passiert sind und wo Menschen zu Toten, Angehörigen und Betroffenen gemacht wurden — sicherlich, um im Spiegelbild ihres so aufgeführten schuldneurosevergifteten und damit unrichtigen und unaufrichtigen Philosemitismus zu belegen, dass Juden hier gar nicht so eine besondere Rolle spielen, wie gewisse Verschwörungstheoretiker immer behaupten“. 😦

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Abwehr

Religion ist nichts weiter als eine Abwehr des gefühlt endlosen Stroms der Ängste, die von der Thanatophobie hervorgebracht werden, und das sich Religion viel deutlicher auf den Tod als auf das Leben ausrichtet, ist das klarste Spiegelbild. Gott ist der Tod selbst. Die missionarischen Mörder, die im Namen ihres Gottes den Tod über die Welt tragen, leben, als hätten sie das verstanden, aber sie denken leider nicht so.

Neid

Die durch und durch Ungerechten und Verlogenen, die mit spuckendem Unterton von „Neid“ und „Neiddebatten“ sprechen, wenn ein tief verletztes Gerechtigkeitsempfinden von Menschen geäußert wird, spiegeln in dieser ihrer Ausdrucksweise sowohl ihre Verachtung für jede Form des gerechten Interessenausgleiches als auch die verbrecherische Ungerechtigkeit, die durch sie in die ganze Gesellschaft hinauswirken soll. Sie sind die Vorwegschatter des Faschismus, der ihnen auf dem Fuße folgen wird.

Hassspiegel

Der Hass gegen anders denkende Menschen spiegelt sich immer noch am häufigsten und deutlichsten dort, wo den anders denkenden Menschen Hass unterstellt wird.

Nazis

Journalisten sind die Menschen, die den anderen Menschen erzählen, dass „Nazis“ — je nach Anschein der Sachlichkeit auch als „Neonazis“, „Rechtsradikale“, „Reichsbürger“ oder „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet — alle diejenigen Menschen seien, die die journalistische Berichterstattung für falsch, einseitig, manipulativ und propagandistisch statt wie gewünscht für objektiv und faktentreu halten. Das einzige Mittel, diesem ständigen, auch unterschwellig verabreichtem journalistischen Nazivorwurf zu entkommen, ist blinder Glaube und gläubige Gefolgschaft für alles, was der Journalist jeden Tag erzählt und fordert. Und. Die ständige Verdrängung der Tatsache, wie totalitär und quasifaschistisch dieser blinde Glaube und diese gläubige Gefolgschaft im Grunde sind.

Der Stauffenberg, der Gerngeehrte

Die Bevölkerung hier ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem Brief an seine Frau

Was bei aller Stauffenbergbesoffenheit in Politik, Presse und Glotze stets vergessen gemacht werden soll: Der Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg war so lange ein begeisterter Nationalsozialist, bis er (vermutlich zu seinem größten Missfallen) einsehen musste, dass der Krieg verloren ist und dass eine Fortsetzung des Krieges zur totalen Niederlage und zur Zerstörung des Deutschen Reiches führen wird — er hat sich bis dahin weder an Zwangsarbeit noch an der Entrechtung großer Teile der Bevölkerung noch an den Lagern ganz weit hinten im Osten gestört.

Im Spiegelbild ihres hochnotfeierlich medial aufgeführten „Antifaschismus“ zeigen die Herrschenden und Regierenden der BRD überdeutlich den Faschismus, der als treibende Kraft tief in ihnen steckt, um ihre Politik mitzuprägen, bis ins Jobcenter, in die angestrebte Totalüberwachung aller Menschen in Deutschland, ins staatlich geförderte Lohndumping und in die sogenannte „Pflege“ hinein mitzuprägen. Wenn es den herrschenden BRD-Faschisten aus dem Plenarbereich Reichstagsgebäude tatsächlich um eine Anerkennung für den Kampf gegen die Hitlerbarbarei ginge, würden Ludwig Aßner, Helmut Mylius, Hauptmann Friedrich Wilhelm Heinz, Korvettenkapitän Franz-Maria Liedig, Georg Elser und Erich Kordt geehrt, die schon mitten in der propagandistisch aufgeheizten Begeisterung bemerkt hatten, in welche Richtung das Deutsche Reich unter Adolf Hitler geht und die sich deshalb unter hohem persönlichen Risiko zum Äußersten entschlossen haben; zu einem Verbrechen, für das keine Ehrung und kein Heldenruhm zu erwarten war, um damit ein größeres Verbrechen zu beenden. Doch deren Namen sollen vergessen werden, sie waren ja anders als Oberst Stauffenberg gar keine richtigen Faschisten. Noch zwanzig Jahre dieses allmedialen Hirnpfluges aus dem Lügenmaul der Politiker und ihrer Speichellecker und aus den hirnzersetzenden Tintenklecksen der Journalisten, und die Nichtmitläufer unter den Hitlerattentätern können als „Terroristen“ bezeichnet werden, ohne dass noch jemand in Deutschland daran Anstoß nehmen wird.

Stadtluft macht grün

„Die ‚Grünen‘ sind stark in den größeren Städten“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „also dort, wo es wenig Natur gibt und wo die fehlende Natur als innerpsychische Projektionsfläche für ein Spiegelbild des gesamten entgangenen Lebens, der geraubten Zukunftsaussichten und der Hässlichkeit der Städte herhalten muss. Je mehr ein Mensch von der Kälte, Dummheit und geistlosen Grimmigkeit der Natur mitbekommt — und das geschieht schon durch geringfügig ländlicheres Leben, es bedarf gar nicht richtiger Zivilisationsferne — desto geringer wird seine Neigung, ‚grün‘ zu wählen. Nur, wer aus erfahrungsfreier Naivität heraus die niedlich-kindische Wahnwelt aus Disneys Bambi-Film mit der Natur verwechselt, kann der Natur etwas abgewinnen“.

Ruhe in Frieden

Dass so häufig „Ruhe in Frieden“ in die Grabsteine gemeißelt wird, ist ein Spiegelbild der Tatsache, dass den Menschen von ihren Mitmenschen so selten ein Leben in Frieden ermöglicht wird.

Die mundsolidarischen Klimaheuchler

Es ist schon faszinierend, wie schnell außerordentlich viele Erwachsene bereit dazu sind, sich mit dem zurzeit noch leicht und relativ risikolos zu öffnenden Mund mit demonstrierenden und schulstreikenden Kindern zu solidarisieren, wie vollständig nichtvorhanden aber andererseits ihre Bereitschaft ist, einfach selbst als klare Geste der Unterstützung und Zustimmung am Freitag die Arbeit niederzulegen und solidarisch mitzudemonstrieren. Einer der wichtigsten Gründe für dieses zutiefst selbstwidersprüchliche Verhalten dürfte es sein, dass Schulen ihren Schülern keine existenzbedrohende Kündigung aussprechen können, ganz im Gegensatz zu jenen, die den abhängig Beschäftigten im Hartz-Fear-Staat BRD ein Gehalt auszahlen. In dieser Kombination aus offenem Begrüßen des gleichermaßen recht wirkungs- und risikolosen „Widerstandes“ jener Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich haben und dem ängstlichen Vermeiden jeder eigenen, möglicherweise etwas wirksameren Unterstützung spiegelt sich die ängstliche und ergebene Gleichgültigkeit dieser mit dem Mundwerk so engagierten Erwachsenen, die übrigens keine Spur weniger lächerlich und kinderverachtend wirkt, wenn sie ihren Kindern auch noch beim Malen hübscher Demoschilder helfen und sie mit dem Auto zur Klimademo fahren. Und weil dort auf den Demonstrationen die professionell-wohlaufgenommenen Fotos und Filmchen demonstrierender Kinder so niedlich sind, ist der Journalist mit aller seiner publizistischen Kraft beim niederträchtigen und vernunftwidrigen Heucheln dabei, es ist ja clickträchtiger Content und gut für die Vermarktung von Reklameplätzen, dem eigentlichen Geschäft des stinkenden Mitmenschen von Journalisten. Alle diese Leute hätten vor ein paar hundert Jahren auch Ablasszettel gekauft, um sich von ihrer eigenen, selbst empfundenen Verantwortung freizukaufen — und gleichermaßen bang wie ungebremst weitergemacht. Jedes Mal, wenn Kinder politisch instrumentalisiert werden, wird es scheußlich, dumm und kalt.

Luxus

Wenn das spießbürgerliche Banausentum, die wohlgeschulte Dummheit und die popkulturell vorgegebene Geschmacklosigkeit nur genug Geld zur Verfügung haben, entsteht aus der immer noch voll funktionsfähigen Psyche heraus ein dummes Verlangen nach Luxus.

No matter how nasty a statement is, censorship is nastier.

Richard Stallman

Irgendwann, in nicht mehr allzuferner Zeit
Werden die von euch erwählten
Mit Amt und Würden wohlgeschmückten
Und reich mit euerm Geld versorgten
Freunde der vorgeschobnen Gerechtigkeit
Mit riesigen Maschinen, die zum Preis
Von nur noch fünf gelösten Welthungerproblemen
In den Weltenraum geschossen wurden
Die Sonne wie mit dickem Sack verdunkeln.
Damit endlich auch die Blinden
Den Sehenden gleichgestellt sind.

Bis dahin freilich
Gibt es „nur“ Genetikquoten,
Kinder in schulischer Gehirnwäsche
Und erzwungene Genderkunstsprache.
Zur leichteren Gewöhnung
An die Sozialgenetik derer
Die nicht für „Rechte“ sich halten
Sondern für „Aufrechte“. Sind sie
Doch ein wohlgetreues Spiegelbild der „Rechten“.

Denn Reflexion hat zweierlei Bedeutung.
Gute Nacht.

Im Kampf gegen „Hate Speech“

In ihrem (übrigens in der BRD staatlich geforderten und mit viel staatlichem Geld geförderten) Kampf gegen „Hate Speech“ im Internet spiegeln „Linke“ den Hang der Neofaschisten wider, alles „aufräumen“ und „säubern“ zu wollen, nur, dass sie nicht die Straße, sondern die Kommunikation auf der „Datenautobahn“ mit Zensurmaßnahmen aufzuräumen und zu säubern gedenken — und sie bemerken in dieser unreflektierten Reflexion während ihres weitgehend entpolitisierten Vollbades in der eigenen Psyche auch nicht ein kurz aufblinkendes Sekündchen lang, dass das Spiegelbild des Faschisten nicht das Gegenteil eines Faschisten, sondern eben nur sein Spiegelbild ist. Wo sich solche Dummheit mit Überheblichkeit und Sendungsbewusstsein nebst kwasireligiöser Gewissheit über die völlige Richtigkeit des eigenen Seins und Handelns paart, fällt es schwer, den beißenden Spott zurückzuhalten.

Was hätte man die viele Energie und Zeit in Besseres stecken können, wenn nur eine kleine Spur Bewusstsein da wäre!