Tag Archive: Redensart


Daumendrücken

„Ich drücke ihnen die Daumen“, sagte der Folterknecht.

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Glücksdumm

„Ja, die Menschen werden durch Schaden klüger“, sagte der Vorübergehende lächelnd, „aber es gefällt ihnen viel besser, wenn sie durch Glück dümmer werden. Wer klug sein will, bedarf des Schadens nicht, ist längst schon vor dem Schaden klug“.

Die andere Göttin

Als der Vorübergehende von einem seiner staatsgläubigen Zeitgenossen mit der dummen deutschen Redensart „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand“ anstelle eines diskutablen Einwurfes belästigt wurde, antwortete er vor tiefem Ekel breit grinsend: „Leider werden die einflussreichen, unser ganzes Dasein mitbeeinflussenden Ämter hier nicht von Gott vergeben, sondern von Angela Merkel“.

Lesen

„Lesen bildet“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen. „Erst durch das Lesen habe ich gelernt, wie viele Bücher, Zeitschriften, Zeitungen eine reine Zeitverschwendung sind und besser ungelesen geblieben wären“.

Substanz

„Der Lack ist ab“, sagte der Vorübergehende zu sich selbst, als er die Schlagzeilen scrollte, „und die Substanz ist sichtbar geworden“.

Noch vor dem Unrecht…

Wenn Unsinn zu „Sinn“ wird, wird Verstand zur Pflicht.

Händewaschen

Es reicht nicht aus, sich immer wieder die Hände in Unschuld zu waschen. Man sollte auch ab und an mal das Wasser wechseln.

Motto der Politmarionetten

Wer auf Sand gebaut hat, der darf nicht wackeln.

Die, denen alles gleich gültig ist

Wenn du der Meinung bist, Privatsphäre sei egal, nur weil du ’nichts zu verbergen‘ hast, dann kannst du genau so gut sagen, dass Redefreiheit egal sei, nur weil du nichts zu sagen hast

Edward Snowden

Die Ausrede des Gleichgültigen

„Gegen die ständige Überwachung kann ich nichts machen… das Kind ist eh in den Brunnen gefallen, also lassen wir es doch einfach ersaufen!“

Bauchgefühl

Der Denkverweigerer spricht vom „Bauchgefühl“, wenn der windungsvolle Apparat seiner Psyche nach gewissem, ungesunden Input eine Blähung hat.

Arschduft

Er sagte mir: „Es ist weit draußen, so richtig am Arsch der Welt“, aber als ich endlich ankam, roch die Luft dort frisch und schön…