Tag Archive: Gender


Auswärtiges Denken

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf wird einem auch klar, warum der deutsche Untertanengeist in vorauseilendem Gehorsam Sprachdiktate einer ideologisch getriebenen Minderheit übernimmt und wie in Hannover ein ohnehin schwer verständliches Bürokratendeutsch aus opportunistischen Gründen noch unlesbarer macht. Wer von einer Sache keine Ahnung hat, wer wie Hannovers Bürgermeister schon Schwierigkeiten hat, den Unterschied zwischen Empfehlung und Verordnung zu verstehen, und eine autoritäre Einschränkung des Sagbaren mit Vielfalt verwechselt, beugt sich eben einfach der Macht oder den lautesten Schreihälsen

Das Alternativlos-Aquarium: Sprechen Sie noch Deutsch oder schon Untertanisch?

Werbeanzeigen

No matter how nasty a statement is, censorship is nastier.

Richard Stallman

Irgendwann, in nicht mehr allzuferner Zeit
Werden die von euch erwählten
Mit Amt und Würden wohlgeschmückten
Und reich mit euerm Geld versorgten
Freunde der vorgeschobnen Gerechtigkeit
Mit riesigen Maschinen, die zum Preis
Von nur noch fünf gelösten Welthungerproblemen
In den Weltenraum geschossen wurden
Die Sonne wie mit dickem Sack verdunkeln.
Damit endlich auch die Blinden
Den Sehenden gleichgestellt sind.

Bis dahin freilich
Gibt es „nur“ Genetikquoten,
Kinder in schulischer Gehirnwäsche
Und erzwungene Genderkunstsprache.
Zur leichteren Gewöhnung
An die Sozialgenetik derer
Die nicht für „Rechte“ sich halten
Sondern für „Aufrechte“. Sind sie
Doch ein wohlgetreues Spiegelbild der „Rechten“.

Denn Reflexion hat zweierlei Bedeutung.
Gute Nacht.

Toxisch

Wer eine Gruppe von Menschen wegen eines phänotypisch sichtbar gewordenen genetischen Merkmales allen Ernstes als „toxisch“ bezeichnet und es mit dieser Begriffswahl inzwischen sogar in die Fernsehreklame bringt, hätte sicherlich auch Gefallen am Schädelvermessen und am Befüllen der Menschenviehtransportzüge in Richtung Auschwitz gefunden. Im Spiegelbild dieser faschistoiden Begriffswahl zeigt sich die psychische Vergiftung derer, die zu solchen Begriffen greifen — und die sich vor allem dann für „links“ halten, wenn sie in den Spiegel schauen. Gender. Ist Opium für die Linke.

Die Kopfgeburt der höheren Töchter

Der Genderjargon markiert. Die Literatur ist aber kein Stadtfaltplan. Die tobenden Frauen und Männer, die sich an der Debatte beteiligen, gehören der bürgerlichen Klasse an. Der Interpunktionsirrsinn ist die Ausgeburt der höheren Töchter. Der Restaurationswahn ist das Gespei der spröden Oberschichtler. Wir sind nicht in der Benimmschule. Ich halte mich nicht an eine Grammatik der Gesinnung

Feridun Zaimoglu [Archivversion des Deutschlandfunk-Artikels]

Vergewaltigungen

Diejenigen, welche die Vergewaltigung einer Frau nur dann erwähnens- und verfolgenswert zu finden scheinen, wenn das Verbrechen von einem Afrikaner begangen wird, sind genau solche Feinde des Rechts auf körperliche und psychische Unversehrtheit jedes Menschen wie diejenigen, welche die Vergewaltigung einer Frau nur dann erwähnens- und verfolgenswert zu finden scheinen, wenn das Verbrechen von einem „weißen cis-Mann“ begangen wird. Und sie sind beidesamt Rassisten.

March for Science

So lange es der universitäre Betrieb hinnimmt, dass an den Hochschulen mit reicher staatlicher Subventionierung Fächer gelehrt werden, deren Kern in der unverholenen Leugnung von biologischen und medizinischen Tatsachen besteht, die breit mit naturwissenschaftlicher Methodik belegt und gesichert wurden, so lange bleibt jeder „March for Science“ lächerlich. Geht an eure Universitäten zurück und schmeißt dort die Gender Studies raus, bevor ihr auf die Straße geht und damit den Menschen und Politikern den Unterschied zwischen Fakten und Meinungen erklären wollt, ihr Fachidioten! Der Schoß, der den sprudelnden, jeden Verstand mit sich reißenden Bullshit gebiert, hat sich auch längst in eurer Mitte geöffnet.

Sprachproblem

Der Vorübergehende fragte „Wie wird eigentlich ‚Nazi‘ gegendert„, und seine sonst so wortungelenke Zeitgenossin konnte diese Frage nicht beantworten…

Profitipp aus der Classe politique

Eine Milchmädchenrechnung klingt viel seriöser, wenn man sie einfach als „Studie“ bezeichnet.

(Auch die früheren politischen Argumente des Milchmädchens Neelie Kroes seien für alle Zeiten unvergessen. Gruß auch an den Herrn Exdoktor mit den vielen Vornamen, der bei Neelie Kroes seine fortgesetzte Versorgung mit Amt und Pfründen erhalten hat.)

Was ich zu gern einmal wüsste…

Was ich zu gern einmal wüsste? Ich wüsste gern, wie die werte Frau Gender in ihren schmücksamen pseudowissenschaftlichen Universitätswürden mit der grellen, sirrenden Dissonanz in ihrem Hirnkästchen klarkommt, wenn sie das Geschlecht eines Menschen für eine soziale Konstruktion hält, aber gleichzeitig die Auffassung vertritt, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen angeboren und damit unveränderlich sei. Für solch selektive Blindheit der Synapsen brauchen andere Menschen mindestens ein Jahrzehnt hingebungsvoller religiöser Praxis.

„Radfahrer“ sind jetzt „Rad Fahrende“…

…und auch ansonsten wurde im Text der Straßenverkehrsordnung keine noch so unnatürlich wirkende politische Zungenstrafe im steten Streben nach politisch korrektem, geschlechtsneutralem Ausdrucke ausgelassen. Gut, dass so sehr auf „Neutralität“ geachtet wird, und wenn das Ergebnis solcher Achtung auch noch so krampfgrammatisch wirkt!

Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Änderungen der Geschlechtlichkeit in der Straßenverkehrsordnung, etwa in der Gestaltung von Verkehrszeichen. Im folgenden Suchbild wird etwa das Zeichen „Fußweg“ in der Version bis 1971 der gegenwärtig verwendeten Version dieses Zeichens gegenüber gestellt. Den kleinen Unterschied zu finden, sei dem Auge des Betrachters überlassen:

Eine Gegenüberstellung der Verkehrszeichen 'Fußweg' vor 1971 und seit 1971. In der älteren Version nimmt ein Mann das Kind an die Hand, in der gegenwärtig verwendeten Version nimmt eine Frau das Kind an die Hand.

Die feministisch erwünschte Entvaterung der Kinder — die aus solcher Sicht niemals an die Hand eines Mannes gehören — muss schließlich bis in solche Kleinigkeiten der allgegenwärtigen Piktografie durchgezogen werden, genau so, wie das Männliche bis in die offiziell verwendete Grammatik hinein ausgemerzt werden muss.