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Abstammung

„Die Ehre für deine Abstammung“, sagte der Vorübergehende zum etwas überhitzten Patrioten, „gebührt nicht dir, sondern deinen Vorfahren“.

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Rechtschreibfehler

Als Thomas de Mahy, Marquis von Favras sein Todesurteil las, sagte er „Ich sehe, dass ihr drei Rechtschreibfehler gemacht habt“. Es waren seine letzten Worte. Seit Geist weht seitdem kalt, kernverfehlend und besserwisserisch durch die Schulen, durchs Bürgertum und durchs Internet, leider im Regelfall ohne tödliche Folgen.

An Wirtschaft und Politik

Der Verlust des Schamgefühles ist das erste Anzeichen des Schwachsinnes.

Im Museum

„Barbaren und Banausen“, sagte der Vorübergehende leise zu seinem Begleiter im Museum, „die das Werk am liebsten gründlich im Sinn ersäufen würden“.

Leistungsprinzip

Wenn Politiker und Manager nach Leistung bezahlt würden, müssten sie ja einen ordentlichen Batzen Geld mitbringen.

Gleichgültigkeit

Die so häufig gehörte Aussage „Mir ist die Überwachung egal, denn ich habe nichts zu verbergen“ ist in ihrem Kern gleichbedeutend mit der viel seltener gehörten Aussage „Mir ist das Grundrecht der Redefreiheit egal, denn ich habe nichts zu sagen“. Und genau so schafhaft, stumm und gleichgültig lassen die Menschen dann alles geschehen, hoffen darauf, dass das Schlimmste an ihnen vorübergeht und wollen hinterher von nichts gewusst haben.

Moralinstrument

Die herrschende Moral will stets nur unterdrücken und wird deshalb auch nicht an jedem Menschen durchgesetzt, sondern nur an der Mehrheit der Menschen.

Angela Merkel

Ja, klebrig zäh und fest im Sattel sitzen kann sie wohl, doch reiten kann sie nicht.

Glücksdumm

„Ja, die Menschen werden durch Schaden klüger“, sagte der Vorübergehende lächelnd, „aber es gefällt ihnen viel besser, wenn sie durch Glück dümmer werden. Wer klug sein will, bedarf des Schadens nicht, ist längst schon vor dem Schaden klug“.

Gier

Es ist im Lande der stets allmedial angestachelten, als gesellschaftskonstituierend verstandenen Gier nicht üblich und erst recht nicht erwünscht, das haben zu wollen, was man bereits besitzt oder leicht erlangen kann und deshalb zufrieden zu sein. Wo aber niemand zufrieden ist, da geht der Frieden von selbst.

Besser

Vielleicht wäre es besser, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heilige bergen ein Gewaltpotential in sich. Deshalb brauchen wir jenseits aller Glaubensvorschriften zuallererst geltende Moralvorstellungen, eine Ethik. Gerne auch eine säkulare Ethik.

Tenzin Gyatso, der 14. und gegenwärtige Dalai Lama

Bettelampel

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende zu seinem Gefährten, „dass es zwar diese immerroten Bettelampeln, an denen man erst einen Knopf drücken muss, um daraufhin irgendwann einmal Grün zu bekommen, zwar für Fußgänger und Radfahrer gibt, aber niemals für Autofahrer“.