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Sinn

„Wer nach dem Sinn des Lebens fragt“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „zeigt im Spiegel dieser Frage, dass er das Leben als sinnlos empfindet und diese leicht objektivierbare Sinnlosigkeit nicht etwa als Chance, sondern als Qual und Problem betrachtet. Sonst käme so eine Frage niemals auf. Aber die Sinnlosigkeit ist kein Problem und schon gar keine Qual, sondern das einzige, was das Leben erträglich macht“.

Facebook-Werbeboykott #Stophateforprofit

Diejenigen Unternehmen, die zurzeit keine Werbung mehr auf Facebook schalten, weil sie Facebook als Verbreiter von so genanntem „Hate Speech“ abstrafen wollen, die aber auch jahrelang kein Problem damit gehabt haben, dass ihre Reklame auf der Website eines offenen Spammers sowie Programmierers und Distributors von Schadsoftware präsentiert wurde; genau diese Unternehmen machen damit vor allem anderen zwei Dinge klar:

  1. Wenn es ihnen einen finanziellen Vorteil bringt, arbeiten sie auch gern mit Kriminellen zusammen, und
  2. die Zensur von (legalen, nicht strafbaren) Meinungsäußerungen im Internet soll bis zum vorauseilenden Gehorsam ausgeweitet werden.

Im Spiegelbild des Hashtags #Stophateforprofit zeigt sich die Fratze des Zensurfreundes und Verbrechers, der sich aber lieber im gutvernetzten Lande Alzheim als Wertebewahrer, Menschenrechtskämpfer und Freiheitsbringer feiern lassen möchte — und ebenfalls wird in diesem Spiegelbild ein Ausschnitt der geldherrschaftlichen Gesellschaftsordnung sichtbar, die solche Unternehmungen gern hätten. Wer dieses Bild attraktiv und erfreulich findet — die Münder etlicher Journalisten und „Netzhelden“ sind ja bis zum Überquell voll des lobenden Wortes — wird im Faschismus nichts vermissen. Viele werden sich dabei sogar als Antifaschisten fühlen.

Abschließende Anmerkung: Für jedes komplexe soziale Problem gibt es eine einfache, technische Lösung. Diese ist immer falsch. Und sie ist oft gefährlich, manchmal sogar mörderisch.

Mehrwertsteuersenkung

„Das ist doch schön, dass eine Familie bei einem Wocheneinkauf von rd. hundert Euro jetzt drei Euro einspart, weil die Mehrwertsteuer gesenkt wurde.“, sagte der Vorübergehende lächelnd, „Das sind immerhin zwölf Euro im Monat. Davon kann man richtig was zusammensparen. Und wenn man dann sein zusammengespartes Geld nimmt und eine größere Anschaffung davon macht, spart man gleich noch mehr Geld, denn so eine durchschnittlich ausgestattete Yacht für rd. 1,5 Millionen Euro wird ja auch 45.000 Euro billiger. Es ist doch schön, wenn jeder sieht, für wen Politik gemacht wird und für wen nicht“.

Inklusion

Als die Worte „Jeder Mensch hat ein Recht auf Inklusion“ am Vorübergehenden vorbeirauschten, fragte er nur kurz nach: „Auf Inklusion in was hat jeder Mensch ein Recht“. Er wurde für diese Frage als Nazi beschimpt und als nicht mehr gesprächstauglich betrachet.

Der Mensch aus grauer, vorgeschichtlicher Vorzeit, der zum ersten Mal bei einer Meinungsverschiedenheit nicht zu seiner Waffe gegriffen hat, sondern ein Schimpfwort benutzte, hat das zivilisierte Miteinander von Menschen erst möglich gemacht.

Ernstnehmen

Lächelnd sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen: „Warum sollte ich mein Leben oder irgendeine Erscheinung in meinem Leben ernstnehmen? Ich komme hier sowieso nicht lebendig raus“.

Billigkraft

„Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die alten Griechen und Römer, die so beachtliche Leistungen der Ingenieurskunst hinbekommen haben, nur deshalb keine weitgehende Automatisierung der Arbeit angestrebt haben“, sagte der Vorübergehende zu seinem Mitmenschen im Vorübergehen an einer Filiale einer Zeitarbeitsfirma, „weil sie durch die Sklaverei billige und ausgelieferte Arbeitskraft in großen Massen hatten, so dass sich die Automatisierung nicht lohnte. Wer Menschen versklavt, Zwangsarbeit einführt und Löhne drückt, verhindert den Fortschritt“.

Pfanne

Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu angeln; und wer nur wenig Verstand hat, findet tiefere Einsichten und Erkenntnisse nutzlos.

Unsicherheit

Die Menschen verlangen deshalb so sehnsüchtig, ja, suchtartig nach Achtung und Beachtung durch andere Menschen, weil sie sich so unsicher darin sind, ob sie diese überhaupt verdienen. Im Spiegelbild jedes Blenders und Selbstdarstellers von Donald Trump bis hin zum „Klaus Kinski für die Dorfdisko“, im Spiegelbild jedes Genießers eines Personenkultes zeigt sich immer noch ein narzisstisch schwer gekränktes Kind, das seine Kränkung niemals überwand und den Geschmack der Bitterkeit überdecken will.

Die Frage, warum aufmerksamkeitsvermarktende Internetideen wie „Social Media“ immer etwas unübersehbares Infantiles an sich haben, beantwortet sich aus dieser Beobachtung von allein.

Stuttgart

„Wenn ein Tropfen ein Fass zum Überlaufen gebracht hat und die Klage in dieser Katastrophe groß ist“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „dann darf man bei der Analyse nicht den Fehler der Talkshow-Politiker und Emotionskoch-Journalisten machen, diesen Tropfen eingehend zu analysieren, sondern sollte sich sehr genau anschauen, was sich die ganze Zeit vorher im Fass angesammelt hat. Denn. Kein Fass ist jemals von nur einem Tropfen gefüllt worden“.

Stärker

Man sollte den alten, inzwischen vollends lächerlich gewordenen Text „Dem Deutschen Volke“ am Reichstagsgebäude in Berlin entfernen und durch den Text „Geld ist stärker als die Schande“ ersetzen, um die Wahrheit an diesem Bau wiederherzustellen.

Die Fahne hoch!

Die Flagge der BRD passt hervorragend zum Staat BRD. Sie ist lichtfrei schwarz wie die Zukunftsaussichten, blutig rot wie die Vergangenheit und bananig gelb wie die Gegenwart.