Category: Endbilder


Mahnend ins Land Alzheim geflüstert

Tweet des Bundesministeriums für Gesundheit @BMG_Bund, verifizierter Account, vom 14. März 2020 -- ! Achtung Fake News ! -- Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! -- Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen. -- Folgetweet des Bundesministeriums im Thread: Lassen Sie uns gerade jetzt besonnen bleiben und einander auch unter Stress vertrauen.

Glaubt den gewohnheitsmäßigen Lügnern aus der Bundesregierung kein verdammtes Wort aus ihrem nach Exkrement stinkenden Maul, egal, wie sehr sie und ihre diversen Lakaien und sonstigen Speichellecker aus dem Journalismus euch dafür beleidigen, als Nazis oder russische Bots beschimpfen und der Verbreitung von Fake News bezichtigen! Kein einziges Wort glaubt ihnen! Vertrauen ist dumm.

Zwei Tage nach diesem Tweet fingen die tief ins Leben eingreifenden Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung an, die zum Zeitpunkt dieses Tweets bereits weitgehend festgestanden haben. Vertrauen ist sowieso schon dumm, aber es ist ganz besonders dumm, wenn man solchen Lügnern vertraut.

Foto eines von Hamsterkäufern fast vollständig leergekauftes Toilettenpapierangebot in einem hannöverschen Supermarkt

Spende Blut! Alles muss raus!

Stark mit Gimp bearbeitetes Foto aus der hannöverschen Innenstadt. Zur Linken eine Werbung mit dem Text: Du willst ein Held sein? Spende Blut! Der Blick geht auf die Karstadt-Filiale in der Georgstraße. An dieser hängt ein großes Transparent: Wir schließen diese Filiale -- Alles muss raus -- Alles reduziert

Tweet der Bildzeitung, @BILD, verifizierter Account: Melden Sie sich und sprechen Sie bei BILD! -- Waren Sie auf der Reichstagstreppe dabei?

Hand in Hand

Bemalung einer Wand. Zwei riesige Strichmännchen mit großen Köpfen und ausgeweiteten Armen reichen einander die Hände. Dort, wo sich die Hände begegnen würden, ist ein kleines Hinweisschild: Achtung! Videoüberwachung!

Rastplatz (17)

Foto einer Sitzbank in der hannöverschen Innenstadt

„Entwirf uns eine Sitzbank“, haben sie bei der Stadt Hannover dem Designer gesagt. „Die muss nicht gut aussehen und auch nicht wirklich bequem sein, denn die Menschen sollen ja nicht kostenlos sitzen, sondern einkaufen. Mach irgendwas mit Beton und dafür ohne Rückenlehne! Und gestalte diese Sitzbank so, dass ein Obdachloser beim besten Willen nicht darauf schlafen kann, denn der Obdachlose soll gar nicht erst in die Stadt kommen, und wenn er kommt, dann soll er auf dem Boden schlafen, in Dreck und Kälte auf dem Boden schlafen“. Und der Designer lieferte ganz genau so, wie es von der Stadt Hannover bestellt wurde.

Die Prämie

Tweet von @ChocoCake_Marie vom 15. Juli 2020, 19:59 Uhr -- Foto einer Dose Nivea und einer Tafel Schokolade, Ritter Sport, Weiße Mango Maracuja -- Tweettext: Darf ich vorstellen: meine Corona Prämie. Ich war Wochenlang auf Isolationsstation als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Mit PSA. Wenn sie da war. Wir haben Einmal - Kittel voller Schweiß nach 5h aufgehangen, und sind nach 10min Pause in die verschweißten Kittel wieder rein.

Weitere Ergänzungen:

Ich habe Patienten mit FFP2 Maske abgesaugt. Meine Maske mehrere Dienste lang getragen. Waren ja keine Neuen da. Ich habe Hand gehalten, wenn wir nichts mehr tun konnten. Und habe in spezielle Leichensäcke verpackt, wenn es vorbei war. Habe Angehörige getröstet. Aber naja.

Werde nie vergessen wie die Patienten recht akut mit der o2 Sättigung gefallen sind, ich habe versucht abzusaugen, aber es war alles so zäh. Keine Chance. Die unzähligen Ampullen Morphin die ich verabreicht habe, um die Schmerzen etwas zu nehmen.

Aber immerhin gibt es eine Prämie, wenn man neue Autos kauft. Und auch ansonsten tut die Bundesregierung und die Europäische Union alles, um die Wirtschaft wiederzubeleben.

Pianobar

Ruine eines Hotels in der hannöverschen Innenstadt, Friedrichswall, direkt gegenüber dem Neuen Rathaus, brutalistische Architektur, an der Wand eine inzwischen dysfunktionale Leuchtreklame 'Piano Bar'. Vor der mit Baustellengitter abgesperrten Tür schläft ein Obdachloser in seinem Schlafsack.

Politik -- Spahn wünscht sich mehr Mut bei Debatte um Krankenhausschließungen -- Donnerstag, 20. Februar 2020 -- Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, spricht mit Mitarbeitern bei einem Besuch im Asklepios Klinikum [sic! Deppen Leer Zeichen!] Harburg. /picture alliance, Christian Charisius

Mit Gruß auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die diesen von Korruption und wirtschaftsfaschistischer Menschenverachtung ethisch zerfressenen Zeitgenossen ins Bundeskabinett geholt, mit Amt, Würden, Macht und Pfründen ausgestattet hat und ihn trotz weitgehendem Versagen immer noch in der Regierung behält.

Screenshot via @BafiKush@twitter.com

Erinnert ihr euch noch?

Wahlplakat der CDU im Bundestagswahlkampf 2017, im Hintergrund ist die sehr triste Fassade einer Berufsschule in Hannover zu sehen. Motiv des Plakates ist Angela Merkel, dazu der Spruch: Das große Ganze beginnt mit einem Ohr für die kleinen Dinge. Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. CDU

Erinnert ihr euch noch an diese Wahlplakate der CDU aus dem Bundestagswahlkrampf 2017? Die werte Frau Merkel, die darauf abgelichtet ist, hat seit ihrem Wahlsieg ihre Ohren noch nicht für „kleine Dinge“ aufgesperrt. Einige Menschen leben weiterhin gut und gerne in diesem Land. Die große Mehrheit schlägt sich irgendwie durch; schlägt sich mit wachsenden existenziellen Sorgen irgendwie durch.

Tod eines Arbeiters

Foto einer Zeitungsanzeige -- Grenzenlos pietätlos -- Redaktion VW Wolfsburg II -- Wie menschenverachtend bei VW mit den Kollegen umgegangen wird, das versteht keiner mehr! Nachdem sich ein offensichtlich kranker Kollege mehrere Tage ins Werk geschleppt hat, wurde es dann doch zu viel für ihn. Am Dienstag, dem 10.12.2019 brach der Kollege A., 59 Jahre alt, während der Nachtschicht auf dem Weg aus der Pause am Heber in der Halle 12 mit Herzinfarkt tot zusammen! Bis der Notarzt und die Polizei ihre Arbeit beendeten und ein Bestatter den Verstorbenen abholte, lag dieser für mindestens 2 Stunden an der Linie, die natürlich nicht gestoppt wurde. Stattdessen wurde der verstorbene Kollege hinter einigen Materialkisten versteckt und mit einer Plane abgedeckt. Die Kollegen mussten dann an ihm vorbei fahren, um die Linie zu versorgen. Als sich einige über diesen Zustand erregten, wurden sie vom Meister mit den Worten zur Arbeit geschickt: »Der ist eh tot, der merkt nichts mehr!«. Ein weiterer merkte noch an: »Wenn die Alten sterben, ist mehr Platz für die Jüngeren!«. Wie asozial und gefühlsfrei sind die Führungskräfte bei VW geworden, die doch immer, wenn Mehrarbeit ansteht von einer »Familie« schwafeln? Was wäre wohl alles getan worden, läge stattdessen ein Vorstandsmitglied in der Halle? Kein Vorgesetzter muss sich so verhalten! Die Schuld haben letztlich die, die davon profitieren kranke Menschen zur Arbeit zwingen, die den Fortgang der Produktion höher bewerten, als den Anstand gegenüber Verstorbenen und die Meister absetzen, die »zu weich« sind! -- Der Vorwärtsgang spricht den Hinterbliebenen seine tiefe Anteilnahme aus!

via @arbeitsunrecht@twitter.com

Zeichen der Verwüstung

Stark mit Gimp nachbearbeitetes Foto des Ihmezentrums