Tag Archive: Meudalismus


Palmwedel, wiegend im milden Wind

Das Wort „Steueroase“, hinter dem nur verborgen wird, dass ausgerechnet jene, die mehr als genug Geld und Güter angehäuft haben, dafür sorgen, dass möglichst wenig davon abgeben müssen und damit zeigen, dass sie der aktiv gelebten Auffassung sind, dass die abhängig Beschäftigten und relativ Mittellosen doch mit ihrem Schweiß den Laden laufen lassen sollen… dieses Wort zur Beschönigung des modernen Feudalismus aus dem Munde aller verdammten Journalisten und sonstigen Menschenfeinde widert mich an. Keiner der so Sprechenden und Schreibenden spräche oder schriebe davon, dass ich zu einem Geldbrunnen gegangen wäre, nachdem ich eine Bank überfallen hätte, um von dem Geld leben zu können.

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Technofeudalismus

Die Idee, dass Menschen für etwas bezahlen, es dadurch aber nicht besitzen, sondern lediglich lizenzieren, ist nichts weniger als eine Rückkehr zum Feudalismus.

via Charles Roth MPC

Höhere Töchterschule

Hoehere Toechterschule i Lehrereinnen Bildungsanstalt und Elisabethschule

Ganz so, als hätten sie sich gesagt: Die Inschrift lassen wir mal so, denn die Zustände kommen wieder.

Auswärtiges Denken

Ursprüngliche Akkumulation heißt ja, nicht durch Arbeit, sondern durch Raub, Gewalt, Verbrechen und Korruption, aber auch durch subtile Mittel der Überredung, Verwirrung und allerlei indirekte Betrügereien an Geld zu kommen – also beispielsweise durch finanzielle Zaubertricks usw. Und ist das nicht ein toller Dreh: den Staat und damit die Steuerzahler zu veranlassen, Schulden über Schulden zu machen, und damit ja uns alle zu Schuldnern – ohne dass die Gläubiger sichtbar werden? Über die Identität der Gläubiger des Schuldners Staat wird ja praktisch nie gesprochen. Der Bund hat eine Billion Euro Schulden. Im kommenden Jahr müssen allein für die Zinsen im Haushaltsplan 40,4 Milliarden Euro angesetzt werden. Nach dem Sozialbudget (147 Milliarden Euro) ist dies der zweitgrößte Ausgabeposten im Budget der Bundesregierung. Wer also sind die Gläubiger, die vom Staat, dem sichersten aller Schuldner, Jahr für Jahr sichere 40 Milliarden an Zinsen einheimsen? Es sind nur in kleinem Umfange die Banken selbst, die agieren ja in erster Linie als Vermittler. Tatsächlich landen die Zinsen zum allergrößten Teil in den Taschen der Vermögenden, der Reichen. Das ist eine der sichersten Formen der Umverteilung von Reichtum und der Akkumulation von Superreichtum. Sie steht — mit den Fuggers, den Welsers usw. — am Anfang des Kapitalismus, sie hat sich durch dessen Geschichte geschlichen, und sie steht möglicherweise am Ende des Kapitalismus in seiner bisherigen Gestalt.

Hans Jürgen Krysmanski
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[via Perspektive 2010]

Das Boot ist voll

Endlich wird für uns verständlich, warum so viele schwer kriminelle Menschen in den Parlamenten oder — noch schlimmer — im Management der großen Konzerne unterkommen und dort mit ihrem asozialen Verhalten teilweise riesige Schäden anrichten. Es ist nicht etwa so, dass diese Schurken nicht im Gefängnis landen, weil die Justiz in der BR Deutschland blind würde, so sie auf Geld stößt. Nein, die Antwort ist viel banaler: Es ist einfach kein Platz in den Gefängnissen.