Tag Archive: USA


Ein Woodstock für Trump-Anhänger

Tagesschau24 Livestream -- Eskalation in Washington -- Trump-Anhänger dringen ins Kapitol ein -- Dazu der Ticker mit den Breaking News: WikiLeaks-Gründer: Gericht in London lehnt Freilassung von Assange ab -- Dreikönigstreffen der FDP

TV-Duell zwischen Biden und Trump

„So ein TV-Duell fände ich viel erfreulicher“, sagte der Vorübergehende zu seinem vom Journalismus leicht aufregbaren Zeitgenossen, „wenn dazu großkalibrige Duellpistolen ausgegeben würden, so dass es hinterher wenigstens ein Arschloch weniger auf der Welt gäbe. Stattdessen. Gibt es nur Lügen und leere Worte von den Günstlingen der Milliardäre“.

Rot oder blau

Dass diese Patrioten in den Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika sich aber auch immer irgendwelche Greise mit ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitsstörungen zum Präsidenten wählen und niemals jemanden mit unbenebeltem Verstand und großer Geisteskraft.

PengPeng statt TikTok

Die Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika sind ein Staat, dessen von der Bevölkerung gewählter Präsident eine chinesische Videoschleuder für gefährlicher hält als die dort überall für jeden Menschen verfügbaren halbautomatischen Schusswaffen — dieses TikTok muss seiner Meinung nach verboten werden!

Die Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten waren zu einem Ort geworden, an dem Entertainer und Profisportler mit wichtigen Menschen verwechselt wurden. Sie wurden als Idole betrachtet und als Führungspersönlichkeiten behandelt. Zu allem wurde ihre Meinung eingeholt, und genau so ernst nahmen sie sich — so ein Sportler, der eine Million oder mehr im Jahr einnimmt, weiß schließlich, dass er wichtig ist… und deshalb muss seine Meinung zur Außen- und Innenpolitik ebenfalls wichtig sein, auch, wenn er sich jedes Mal, wenn er seinen Mund auftut, als unwissend und ungebildet erweist.

Robert A. Heinlein in „To Sail Beyond the Sunset“ aus dem Jahr 1987.

Übelsetzung von mir…

Reziprok

Moderne Journalisten erkennt man daran, daß sie schreiben können, aber nicht denken.

Karl Schwarzer

„Je mehr Daten es über COVID-19 gibt und je mehr Erkenntnis über diese gefährliche und sehr ansteckende Krankheit gewonnen wird“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „desto weniger wird in Glotze und Presse davon berichtet, obwohl es doch so viel zu berichten gäbe. Für jene Feinde der Vernunft, die sich als Journalisten dazu entschlossen haben, von der Vermarktung von Reklameplätzen zu leben, ist ein psychisch empörender rassistischer Mord durch einen Polizeibeamten nebst großen Demonstrationen und Ausschreitungen in den fernen Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika wegen der geilen Bilder nun einmal ein besserer Wurm an der Reklameangel als nüchterne Informationen, die das Leben der Menschen direkt und existenziell betreffen. Da ist es kein Wunder, dass die Demonstrationen der Menschen, deren billige Psychen sich allzuleicht von professionellen Werbeplatzvermarktern aufkochen lassen, zu regelrechten Coronaparties geraten — und niemand, der vor ein paar Wochen noch vor den so genannten ‚Hygienedemos‘ mit teils hysterischem Unterton gewarnt hat, sieht darin ein Problem“.

Wie sehr er Jesus liebt

„Die Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika haben einen Präsidenten“, sagte der Vorübergehende zum Verständnisvollen, „der einen ganzen Platz von der Polizei leerknüppeln lässt, um sich für die Augen der Kameras vor eine katholische Kirche zu stellen und eine Bibel in die wehrlose Luft zu halten, um damit zu zeigen, wie sehr er Jesus liebt. Und ich habe von keiner großen christlichen Kirche gehört, die sich davon hörbar und deutlich distanziert hätte. Kirchenaustritt ist süß, Mitgliedschaft in diesen Organisationen ist grausam“.

Wenn Donald Trump Kapitän der Titanic gewesen wäre

Es gibt überhaupt keinen Eisberg. Ja, da war ein Eisberg, aber er war in einem völlig anderen Ozean. Der Eisberg ist in diesem Ozean, aber er wird sehr schnell wegschmelzen. Ja, da ist ein Eisberg, aber wir sind nicht mit dem Eisberg zusammengestoßen. Wir haben den Eisberg gerammt, aber der Schaden wird in Kürze repariert sein. Der Eisberg ist ein chinesischer Eisberg. Wir stellen uns dem Wasser, aber jeder Fahrgast, der ein Rettungboot haben möchte, kann ein Rettungsboot haben, und wir haben ein paar wirklich schöne Rettungsboote dabei. Sehen sie, die Fahrgäste müssen freundlich um Rettungsboote bitten, wenn sie welche haben möchten. Wir haben keine Rettungsboote, wir sind ja keine Rettungsbootversorger. Fahrgäste hätten damit rechnen müssen, dass es auch Eisberge gibt und folglich ihre eigenen Rettungsboote mitbringen müssen. Ich glaube nicht, dass wir wirklich so viele Rettungsboote brauchen. Wir haben Rettungsboote, und das sind unsere Rettungsboote, nicht die Rettungsboote der Fahrgäste. Die Rettungsboote wurden vom vorherigen Kapitän dieses Schiffes abgeschafft. Niemand hätte einen Eisberg voraussehen können. Ich habe schon immer vor dem Eisberg gewarnt.

„Facebook kann mit seiner automatisierten Zensur zwar gegen Brüste, aber nicht gegen Neonazis vorgehen“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „denn eine angelernte ‚künstliche Intelligenz‘, die Neonazis erkennt und automatisch löscht, würde auch einen Großteil der politischen Agitation republikanischer Politiker in den USA löschen. Bei einer automatischen Zensur von Brüsten kann das nicht passieren“.

Jetzt, nachdem Julian Assange verhaftet wurde und seiner Auslieferung an den Weltüberwachungs-, Kriegsverbrecher- und Folterstaat USA entgegenschaut, jammern höchstöffentlich und mit Schlachtzeilen voller preiswerter öffentlich dargebotener Entrüstung und Solidarität genau die gleichen Journalisten, die sich ansonsten in tiefgebückter Staatsfrömmigkeit, diensteifriger Schönschreiberei (oder häufiger: Verschweigen) des Zerfalls der europäischen Gesellschaften und der ungekennzeichneten Wiedergabe von PResseerklärungen im redaktionellen Teil gefallen, über den Verlust der Pressefreiheit. Unmittelbar, nachdem die professionellen contentindustriellen journalistischen Apparate nach jahrelangem Lobbyismus in den Dunkelkammern der Volksvertretungen ihr europäisches „Leistungsschutzrecht“ für Presseverleger bekommen haben, das in seinem Wesenskern auf ein Verbot jeglichen nicht-kommerziellen partizipartiven Internet und damit auch auf ein Verbot eines Journalismus für Jedermann und Allefruhn hinausläuft, damit die von solchen Standesrechten geschützte Pressefreiheit auch ja ein Privileg einiger Dutzend Milliardäre bleibe!

Diese Journalisten, die da mit industriell millionenfach verstärkter Lügenstimme im schrillen Chor über den Verlust der Pressefreiheit jammern, sind genau diejenigen Journalisten, an denen die Pressefreiheit schon seit Jahrzehnten völlig verschwendet ist. Was für eine spuckende Verachtung für Julian Assange, wenn sein Name, sein Bild und seine Person schließlich noch für derartige Machenschaften eines zutiefst lichtscheuen Packs durch den Dreck gezogen wird. Als ob eine Verhaftung nicht schlimm genug wäre! Ich wollte, dass ich tausend Münder und eine tausendfache Speiseröhre hätte, damit ich angesichts dieser Krokodilstränen angemessen erbrechen könnte!

Gruß auch an Claas Relotius!

„Hassverbrechen“

„Achte auf die Sprache, in der die Nachrichten nachgerichtet werden, damit du dich danach richtest!“, sagte der Vorübergehende während der Tagesschau. „Wenn ein Araber oder ein sonstiger Nichtarier in ein Gebetshaus geht und dort betende Menschen ermordet, ist das Terrorismus, wenn aber ein Arier in ein Gebetshaus geht und dort betende Menschen ermordet, ist das ein Hassverbrechen. Denn ein Arier kann dort, wo man Nachrichten nachrichtet, niemals ein Terrorist sein“.

Screenshot von der Tagesschau-Website: Mutmaßlicher Täter offenbar identifiziert -- Der mutmaßliche Täter habe sich den Beamten gestellt und sei festgenommen worden, hieß es weiter. Medien berichteten, der Verdächtige sei als ein 46 Jahre alter Amerikaner identifiziert worden, der in Sozialen Netzwerken durch rechtsgerichtete Kommentare aufgefallen sei. Die Behörden erklärten, sie würden die Tat bei ihren Ermittlungen als Hassverbrechen einstufen. Das FBI hat demnach die Ermittlungen übernommen. Die Behörde geht derzeit davon aus, dass der Mann alleine gehandelt hat. Der Verdächtige wird mit Schusswunden im Krankenhaus behandelt.

Quelle des Screenshots: ARD-Tagesschau [Archivversion im Lande Depublizierungspflicht]. Sachdienliche Hinweise, worin wohl der Unterschied zwischen so genanntem „Terrorismus“ und so genanntem „Hassverbrechen“ liegen könnte, nehmen alle Journalismusdienststellen entgegen.

Blendende Atomprogramme

Immerfort reden und schreiben die Journalisten an der Propagandafront vom Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas oder des Irans, niemals verlieren sie auch nur ein Wort über das Atom- und Raketenprogramm der Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika. Dabei ist es der letztere Staat, die USA, der sich in der jüngeren Vergangenheit durch völkerrechtswidrige Angriffskriege mit geheimdienstlich erfundenen Kriegsgründen hervorgetan hat — und mittelbar dafür verantwortlich ist, dass Europa immer noch mit einer beachtlichen Menge von Flüchtlingen aus Nordafrika konfrontiert ist. Wer seinen Blick von Journalisten ausrichten lässt, wird blind und dumm, und genau das ist die erwünschte Wirkung. Denn blind und dumm lässt sich mit einfachen psychologischen Tricks in blindwütig und kriegsbereit transformieren.