Tag Archive: Heuchelei


Feuer!

Wenn Angela Merkel als Regierungscheffin eines Staates, der nicht nur die größte Braunkohleverfeuerung aller Staaten dieser Welt betreibt, dessen gesamte Wirtschaft auf Verbrennungsvorgängen beruht und der die Organisierte Kriminalität im Verbrennungsgewerbe von VW bis BMW durch Strafvereitelung im Regierungsamt offen protégiert; wenn ausgerechnet diese Angela Merkel angesichts des nicht erst seit diesem Jahr brennenden Regenwaldes in Brasilien die Sprechblase „Unser Haus brennt“ in den stinkenden Mund nimmt und weitgehende Forderungen damit verbindet, dann muss man nicht lange hinhören, um herauszuschmecken, dass diese Frau auch eine prächtige Kolonialherrin abgegeben hätte. Die Heuchelei ist ja für erprobte „Genießer“ der BRD-Politik ein inzwischen vertrauer Beigeschmack.

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Heuchelei

„Weil das Wort ‚Heuchelei‘ so einen schlechten, an Lüge erinnernden Klang hat“, sagte der Vorübergehende breit grinsend zu seinem Zeitgenossen, „sprechen die Menschen lieber von ‚Höflichkeit‘, ‚Respekt‘ oder ‚Takt‘, wenn sie andere Menschen zum Heucheln und Lügen nötigen wollen“.

Die mundsolidarischen Klimaheuchler

Es ist schon faszinierend, wie schnell außerordentlich viele Erwachsene bereit dazu sind, sich mit dem zurzeit noch leicht und relativ risikolos zu öffnenden Mund mit demonstrierenden und schulstreikenden Kindern zu solidarisieren, wie vollständig nichtvorhanden aber andererseits ihre Bereitschaft ist, einfach selbst als klare Geste der Unterstützung und Zustimmung am Freitag die Arbeit niederzulegen und solidarisch mitzudemonstrieren. Einer der wichtigsten Gründe für dieses zutiefst selbstwidersprüchliche Verhalten dürfte es sein, dass Schulen ihren Schülern keine existenzbedrohende Kündigung aussprechen können, ganz im Gegensatz zu jenen, die den abhängig Beschäftigten im Hartz-Fear-Staat BRD ein Gehalt auszahlen. In dieser Kombination aus offenem Begrüßen des gleichermaßen recht wirkungs- und risikolosen „Widerstandes“ jener Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich haben und dem ängstlichen Vermeiden jeder eigenen, möglicherweise etwas wirksameren Unterstützung spiegelt sich die ängstliche und ergebene Gleichgültigkeit dieser mit dem Mundwerk so engagierten Erwachsenen, die übrigens keine Spur weniger lächerlich und kinderverachtend wirkt, wenn sie ihren Kindern auch noch beim Malen hübscher Demoschilder helfen und sie mit dem Auto zur Klimademo fahren. Und weil dort auf den Demonstrationen die professionell-wohlaufgenommenen Fotos und Filmchen demonstrierender Kinder so niedlich sind, ist der Journalist mit aller seiner publizistischen Kraft beim niederträchtigen und vernunftwidrigen Heucheln dabei, es ist ja clickträchtiger Content und gut für die Vermarktung von Reklameplätzen, dem eigentlichen Geschäft des stinkenden Mitmenschen von Journalisten. Alle diese Leute hätten vor ein paar hundert Jahren auch Ablasszettel gekauft, um sich von ihrer eigenen, selbst empfundenen Verantwortung freizukaufen — und gleichermaßen bang wie ungebremst weitergemacht. Jedes Mal, wenn Kinder politisch instrumentalisiert werden, wird es scheußlich, dumm und kalt.

Heuchler

Heuchler, die von Klima, Energiewende und dem Abschied vom Auto faseln, auf den öffentlichen Nahverkehr und auf das Fahrrad weisen und sich anschließend mit einem tonnenschweren Dienstwagen in jene Menschenferne zurückchauffieren lassen, aus der sie gekommen sind — zu schade, dass diese bigotten Heuchler für ihren schmierig-vergammelten Charakter viel zu selten im gleichen Maße verachtet werden, in dem sie die Intelligenz ihrer Mitmenschen verachten.

Moralische Entrüstung

Sie tragen ihre moralische Entrüstung wie in einer Monstranz zur Schau, diesen lichtlosen Heiligenschein der lichtlosen Scheinheiligen.

Journalisten

Journalisten sind diejenigen Menschen, die erst alles mit Benzin übergossen haben, um dann Empörung zu heucheln, wenn endlich jemand zündelt.

Aber die Kinder…

Vertreter des gleichen Staates, der kein Problem damit hatte, mich in ein im rechtsfreien Raum der christlichen Religion aufgerichtetes Konzentrationslager zum systematischen und gewaltvollen psychischen und physischen Zerbruch kleiner Menschen zu verfrachten, sprechen vom „Schutz der Kinder“. Und sie meinen damit anlasslose Überwachung aller Menschen in der BRD und die Zensur des Internet. Ich wollte, dass ich tausend Münder hätte, um diesem Geschmeiß angesichts seiner schamlosen und menschenverachtenden Propaganda ohne Unterlass ins Gesicht speien zu können!

Êtes-vous Charlie?

Die für die Kameras in Paris kurz posierenden Spitzenpolitiker mit hineinmontierten Transparent 'Je suis hypocrite', zu Deutsch: 'Ich bin Heuchler'.

[Bild via]

Das proklamierte Bett

Wenn doch jeder, der nach Genuss seines Twitter- und Facebook-Streams mit einem leicht anbringbaren und ebenso leicht wieder entfernbaren Aufkleber ein Bett für Edward Snowden zu haben proklamiert, nur irgendwo in einer Ecke seines Wohnquaders eine Decke auf den Boden legte und einen der vielen Obdachlosen aus seiner direkten Umgebung darauf schlafen ließe¹, wie viel wäre damit schon gegen die sich ausbreitende menschliche Kälte gewonnen! Das Kleben der Menschenrechte ist so leicht und selbstgerecht, das Leben der Menschenrechte ist so unpopulär und angstverhindert.

¹Der zugegebenermaßen etwas strenge Geruch vieler Obdachloser verschwindet übrigens sehr schnell, wenn man sie auch für ein paar Minuten die Dusche benutzen lässt…

Ohne weitere Worte

Drei Schlagzeilen untereinander, zusammengestellt von Google News: Bundesregierung nimmt Bericht über britsche Internet-Überwachung sehr ernst, die Bundesregierung hat auf einen Bericht darüber mit Sorge reagiert. Und. BND rechtfertigt Internet-Programm, um flächendeckend E-Mails abzufangen und auszuwerten. Und. Das Internet ist für uns alle Neuland, die lustigsten Bilder...

Quelle des Screenshots: Google News

Der Schutz des Lebens

Es ist immer wieder erstaunlich, dass so viele Menschen, die zum „Schutz des Lebens“ gegen jede Abtreibung sind und deshalb ein mit Staatsgewalt durchgesetztes Verbot jeder Abtreibung fordern, doch immer noch bei all ihrer plakativen Lebensschützerei mit der Todesstrafe sympathisieren können und nichts in vergleichbarer Lautstärke und Deutlichkeit gegen die industriell unterstützte Menschenmetzelei der Kriege zu sagen wissen.

Wi(e)der das Vergessen

Wenn Bundesgrüßaugust Joachim Gauck — der übrigens als Pfaffe das Handwerk des klebrig tröstlichen Lügens von der Pike auf gelernt hat — zwei Stunden seines Terminplanes dafür aufwändet, jede Menge Journalisten in sein Schlösschen einzuladen, die dann mit gierigem Kameraauge nach bewegenden Augenblicken Ausschau halten, weil die Angehörigen der Opfer der NSU-Mordserie zugegen sind, und wenn der Herr Bundesgrüßaugust behufs dieses inszenierten Scheingedenkens davon blahfaselt, dass „Deutschland niemals vergessen“ dürfte, dann ist das schnelle Vergessen in dieser staatspfäffischen Pflichterfüllung fest eingeplant. Zu diesem schnellen Vergessen gehört übrigens auch, das über so viel hartbetroffen hingestelltem Blendwerk niemand mehr die sehr nahe liegende Frage stellt, welcher Staatsanwalt jetzt wegen der aktiven und passiven Unterstützung einer Mörderbande durch BRD-Inlandsgeheimdienste und Polizeien ermittelt und welche Fortschritte diese Ermittlungen machen.

Mein größter Respekt gilt allen Angehörigen der Mordopfer, die sich dieser menschenverachtenden Inszenierung verweigert haben.

Nachtrag: Ich hatte mittlerweile schon ganz vergessen, dass der gleiche Bundesgrüßaugust Joachim Gauck vorher ein von den Angehörigen der Opfer erwünschtes Treffen abgelehnt hat. [via Kotzendes Einhorn]