Tag Archive: Christentum


Der Islam

Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!

Jesus aus Nazaret zugeschrieben, Lk. 6,42

“Der Islam”, sagte der Vorübergehende, “ist ein Spiegelbild des Christentums, genau wie jenes wurde er mit dem Schwert verbreitet und anschließend mit jahrhundertelanger, mörderischer Gewalt im militärisch eroberten Gebiet durchgesetzt. Was nötig war, um das Christentum zu zivilisieren, damit man als Denkender und Fühlender damit leben, ja, überleben kann, wird auch im Islam nötig sein, und selbst dann wird die Zivilisation des Islams genau so brüchig sein, wie es die Zivilisation des Christentums jetzt ist; selbst dann wird jede mittelgroße gesellschaftliche Krise die dünne Schicht der Zivilisation über der dummen psychischen Regung der Religion abblättern lassen und die blanke narzisstische Mordlust dahinter sichtbar werden lassen. Wie schön. Könnte eine Welt ohne Religion sein”.

Über Gott reden

Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist.

Jesus aus Nazaret zugeschrieben, Lk. 21,31

Jene Menschen, die unbedingt “über Gott reden” wollen, aber nicht über die Menschenrechte, sie sind in dieser Geste die satanischen Mitvorantreiber der organisierten Entrechtung, Verarmung und Versklavung eines Großteils der Menschen und machen im Spiegelbild ihrer Mission deutlich, wem ihr Gott nützt und wem er schadet, bis zum Verlust des Lebens schadet. Freilich wird ihnen ihre bückgeistige Identifikation mit dem nützlichen Götzen der Zwingherren auch nicht das begehrte Leben auf der besseren Seite einer zerrissenen Welt geben.

Der Heilige Schein, so betet ihn an!

“Ich lebe mit dir zusammen in einer Welt”, sagte der Vorübergehende zu seiner Begleiterin, “in der die Menschen einerseits so christlich sind, dass sie einem Muslim die Mitgliedschaft in einem christlichen Schützenverein verwehren, in dem die Menschen andererseits aber so wenig von den eh schon spärlich überlieferten Worten Jesu gelesen haben, dass sich niemand auch nur spürbar darüber verwundert, wenn ausgerechnet so eine menschenverachtende, blut- und schweißschlürfende Form des institutionalisierten Vampirismus wie eine Bank unter dem hübschen, frommen Namen ‘Heiliger Geist’ firmiert. Und dieses Desinteresse an allem, was dieser Jesus jemals gesagt haben soll. Und dieser in dumpfer Angst wurzelnde und deshalb unbegründbare Hass gegen alles Fremde und Andere. Das. Ja. Genau. Das. Ist. Die christliche Religion und das Wertesystem der gegenwärtigen Gesellschaft”.

Sklave

Ein Sklave ist jemand, der voller Hoffnung darauf wartet, dass jemand kommt und ihn befreit. Sobald er damit aufhört, ist er kein Sklave mehr; er schafft es, auf der Flucht oder in erkämpfter Freiheit zu leben, oder er stirbt in glühender Hoffnungslosigkeit. Nichts sehen Sklavenhalter bei ihren Sklaven so gern wie Hoffnung, Angst und eine tief gefühlte Minderwertigkeit: die vollständige psychische Grundhaltung der christlichen Religion.

Kirchliche Wahrheit

Der Pfaffe sagt¹ bei der Eucharistie nach seinen Zaubersprüchen: “Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist”. Zu diesen Worten verteilt er weitgehend geschmacklose Oblaten, die selbst in größeren Mengen niemanden satt machen könnten. Selten nur wird ein christlicher Gottesdienst dermaßen ehrlich. :mrgreen:

¹Der an dieser Stelle gern verwendete Satz ist ein Zitat von Ps 34,9.

Bimm, bimm, bimm

Ach! Wäre die Stimme der Kirchenglocken doch wie die Stimme der Menschen, würde ihr schriller, bimmelnder Lärm doch einfach mit der Zeit leiser werden und verstummen, weil die Glocken einsehen müssen, wie häufig sie vergebens läuten! Wie beständig und laut der mechanische Lärm ist, mit dem Menschen zur infantilen Haltung der psychischen Prostitution des religiösen Kultes gerufen werden; und. Wie kraftlos und leis jede Stimme dagegen wird…

Christen sind Jesusvergewaltiger

Jesus war bekennender Jude, der als Wanderprediger in Galiläa unterwegs war und einen Zwölferkreis um sich sammelte, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels. Er lebte als Jude, lehrte als Jude und wollte nie etwas anderes sein. Es ist eine der Absurditäten der Geschichte, dass der fromme Jude Jesus, der Jahwe als den einzigen Gott verehrt hat, durch die Christen selbst zu einem Gott erhoben wurde. Das war ein Akt von geistesgeschichtlicher Vergewaltigung. Doch ein Toter kann sich nicht mehr wehren

Dr. Heinz-Werner Kubitza, Theologe

Nächstenprostitution

Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt…

Lk 7,47

“Ich verstehe gar nicht, warum die in großen Gemeinschaften organisierten Christen für ihre herzerkalteten, so genannten ‘sozialen’ Einrichtungen so viel Geld verlangen und ein so großes Business damit aufziehen”, sagte der Vorübergehende zu seinem religiösen Mitmenschen, “hat dieser Jesus ihnen doch gesagt, dass sie aus Liebe zum anderen Menschen handeln sollen. Ist das vielleicht der Grund, weshalb Christen jede echte Liebe in ihrer zweiarmigen Form — sei sie aus gegenseitiger Lust und Zuneigung, sei sie das Geschäft des Bordells — ablehnen, weil sie eine zu ernsthafte Konkurrenz fürs eigene Geschäftchen ist?”

Frommes Scheitern

Der Vorrübergehende sagte zu seinem christlichen Zeitgenossen: “Aber wenn du gar nicht sündigst, ist dein Jesus ja für Nichts gestorben”.

Tochter Zion, freue dich!

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Religiöse Freude

Der Vorrübergehende fragte seinen christlichen Zeitgenossen nur noch eines: “Warum, mein Bruder im Staub, warum bereitet dir die Aussicht so viel Freude, dass jemand wie ich für die ganze ganze Ewigkeit in der Hölle deiner Religion gefoltert wird, nur weil er nicht die richtigen Zaubersprüche aufsagt? Ist das die Liebe, von der du sprichst, wenn du mit verzerrter Wahrnehmung das Gute in deiner Religion zeigen willst?”

Die C-Parteiler

Ob diese ganzen C-Parteiler, die zurzeit in netzpolitischen Stellungnahmen so zuverlässig den Eindruck erwecken, sie seien eigentliche ©-Parteiler, sich auch nur einen Moment darüber Gedanken gemacht haben, dass das “C” in ihrer Partei vor allem deshalb existiert, weil die Briefe eines gewissen Saulus aus Tarsus kurz nach der Zeitenwende massenhaft abgeschrieben wurden und weil diese Kopien überall verteilt wurden? Die christliche Religion wäre unter den Bedingungen eines allgemein durchgesetzten Urheberrechts niemals entstanden. Dass Jesus aus Nazaret in einer guten Zusammenarbeit zwischen der organisierten Religion seiner Zeit und der Staatsmacht als Verbrecher hingerichtet wurde, hätte niemand außer ein paar Leuten aus Jerusalem bemerkt, wenn nicht dermaßen viele Kopien der paulinischen Deutung dieses Todes angefertigt worden wären, dass das so genannte “Neue Testament” zur meistüberlieferten Schrift der Antike wurde. Vermutlich wäre diese Sicht den ©-Parteilern aber auch völlig gleichgültig, weil ihr “C” schon immer nichts als ein Mummenschanz war, hinter dessen schillernder Irrationalität sie ihre Kälte prächtig verbergen können — sie hätten ihre Ideen von weitgehender Volksentrechtung auch gut mit einer Odin-Dekoration ihres Parteinamens begründen können…

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