Tag Archive: Christentum


Ewiges Leben

Als dem Vorübergehenden von einem seiner Zeitgenossen ein „ewiges Leben“ dafür angeboten wurde, dass er den psychischen Junkfood der christlichen Religion in sich aufnimmt, antwortete er: „Nein danke, ich brauche kein ewiges Leben. Ich habe schon genug vom vorübergehenden Leben gesehen“.

Reinhard Marx ist zurückgetreten

Was nützt es schon, wenn ein Kopf weg ist, aber der Unterleib weiter Kinder vergewaltigt.

Die kirchliche Frucht der Dummheit

Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.

Johann Wolfgang von Goethe

Katze

Der Vorübergehende sagte zum Christen: „Kennst du das Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze? Die christliche ‚Dreieinigkeitslehre‘ bei angeblichem Monotheismus ist so etwas wie Schrödingers Polytheismus, und die gesamte zugehörige Theologie ein einziger Katzenzustand“.

Blasphemie

Das Dogma der Christen, dass der Mensch von G’tt nach dem Ebenbilde G’ttes gemacht wurde, zieht G’tt bereits in den derbsten Spott und in die unwiderstehlichste Lächerlichkeit, wenn man sich die Menschen so anschaut. Das ist ja auch nicht überraschend, denn in Wirklichkeit haben sie sich ja einen Gott nach ihrem Spiegelbild gemacht.

Bach

Der Vorübergehende flüsterte im Vorübergehen an den Bimmelturm der Kirche mehr in sich hinein: „Wenn die gesamte Geschichte der christlichen Religion nur aus Johann Sebastian Bach bestünde, dann wäre ich ja Christ gewesen, weil ich fest zu fühlen wüsste, dass etwas Übermenschliches darüber abläuft — aber so… so geht das einfach nicht“.

Unsichtbar

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende zum Christen, „dein Gott hat mich also nach seinem Bilde gemacht, aber ich bin gar nicht unsichtbar“.

Die Empfindlichkeit der Religion

Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen… Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als „sittenlos“, „lasterhaft“, „heidnisch“ hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend – ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht?

Kurt Tucholsky

Das unheilige Buch

Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes

Peter Fürer, Was die Kirchen verheimlichen

Wie sehr er Jesus liebt

„Die Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika haben einen Präsidenten“, sagte der Vorübergehende zum Verständnisvollen, „der einen ganzen Platz von der Polizei leerknüppeln lässt, um sich für die Augen der Kameras vor eine katholische Kirche zu stellen und eine Bibel in die wehrlose Luft zu halten, um damit zu zeigen, wie sehr er Jesus liebt. Und ich habe von keiner großen christlichen Kirche gehört, die sich davon hörbar und deutlich distanziert hätte. Kirchenaustritt ist süß, Mitgliedschaft in diesen Organisationen ist grausam“.

Neger!

Die hochnotfrommen ev.-luth. Christen, die unbedingt fäzenfressende Judensau-Motive an ihren Kirchen behalten wollen, weil das ja alles sehr relativ ist, aus seiner Zeit heraus betrachet werden muss und auch zur Kirchengeschichte gehört, sind keinen Deut besser als die Menschen, die weiterhin „Neger“ sagen, weil das ja mal ein ganz normales deutsches Wort ohne gemeinten gemeinen Schimpf war. Der einzige und auch offenbarendeste Unterschied ist es, dass „Judensau“ schon zur Zeit des Kirchenbaus ein klares, verachtungsvolles, herabwürdigendes Schimpfwort war und diesen Charakter gar nicht verlieren kann. Es war eine Vorwegschattung jener industriellen Menschenschlachthäuser, die ein paar Jahrhunderte später von den gleichen Christen gebaut und deren Öfen stets gut befeuert werden sollten. Wer die rassistische Menschenverachtung verstehen will, aber ihre christlichen Wurzeln vergisst, wird sie niemals verstehen. Der von so viel heiliger Herrlich- und Herrischkeit umflirrte Gott der Christen, dieser Quell vergifteter Liebe und dieser Vater aller Angst und Knechtschaft bis hin zu Hartz Fear, in dessen höllendräuendem Willen die gesamte gesellschaftliche Moral sowie die völlig absurden Anteile der Strafgesetzgebung in der BRD bis zum heutigen Tag als zwingende, mit Gewalt durchgesetzte Verbindlichkeit für jeden Menschen in Deutschland unausreißbar tief wurzeln, ist ein rassistisches, menschenverachtendes Arschloch, und seine Anbeter im unheiligen Geiste werden zu seinem Ebenbilde. Kein Wunder, dass kein Richter an einem BRD-Gericht, in dessen Verhandlungsräumen ein römischer Galgen mit angeheftetem Jesusfetisch hängt — der keineswegs zufällig auch das Abbild eines zu Tode gefolterten Juden ist — jemals etwas gegen solche Darstellungen sagen wird, und die Politiktreibenden aus den Parteien mit „C“ und „S“ finden auch den Hate Speech im Internet viel schlimmer und bekämpfenswerter als den heiligen Hass der christlichen Religion.

Der beste Tag für einen Kirchenaustritt ist heute.

Reichskonkordat

Nachdem die christliche Religion sich jahrhundertelang darin gefallen hat, auch noch die Stütze des willkürlichsten, unterdrückerischsten und verachtenswerteten Staates zu sein, hat dem Staat schließlich ein Rollenwechsel gefallen: So wurde er zur Stütze der christlichen Religion, und er ist es bis heute. Es hat sich ja auch finanziell ganz prächtig und segensvoll für die institutionalisierte Religion gelohnt.