Tag Archive: Religion


Zwei Verwandte

Zwei Dinge machen erwachsene Menschen in erheblichem Maße kindisch, dumm und albern: Ein von Genussdrogen ausgelöster Rausch und akute Anfälle sexueller Lust in Gegenwart eines Partners. Und von beidem können erwachsene Menschen gar nicht genug bekommen… ja, einige würden sogar für diese paradiesische Kindischkeit töten.

Kein Wunder, dass jedes religiöse oder ideologische Neurosenregiment, das allen Menschen vorzuschreiben sucht, wie sie zu leben haben und diese Vorschrift im Zweifelsfall mit Gewalt bis hin zum Staatsmord durchsetzt, gleichermaßen die Sexualität und die Nutzung von Rauschmitteln unterdrücken muss, um den Menschen jegliche diesseitige Freude zu nehmen. Das Maß der Freiheit einer Gesellschaft erkennt man immer auch daran, ob es absurde Gesetze gibt, die Drogengebrauch oder gewaltfrei-verspielt ausgelebte Sexualität erwachsener Menschen kriminalisieren, obwohl es bei diesen „Verbrechen“ keine Geschädigten gibt. Denn alle Erwartungen sollen ja auf ferne, im eigenen Leben unerreichbare Ziele ausgerichtet werden, und alles andere wird mit künstlichem neurotischem Ekel überschüttet, der nur notdürftig rationalisiert werden kann.

Gefährlicher als 5G

Viel gefährlicher als 5G ist für die geistige und körperliche Gesundheit die oft als harmlos betrachtete, schon seit langem überall verfügbare und politisch nahezu unreglementierte 5B-Technik: Beten, bitten, bereuen, beichten und benedeien.

Wie sehr er Jesus liebt

„Die Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika haben einen Präsidenten“, sagte der Vorübergehende zum Verständnisvollen, „der einen ganzen Platz von der Polizei leerknüppeln lässt, um sich für die Augen der Kameras vor eine katholische Kirche zu stellen und eine Bibel in die wehrlose Luft zu halten, um damit zu zeigen, wie sehr er Jesus liebt. Und ich habe von keiner großen christlichen Kirche gehört, die sich davon hörbar und deutlich distanziert hätte. Kirchenaustritt ist süß, Mitgliedschaft in diesen Organisationen ist grausam“.

Pfingsten

Dieser heilige Geist der Christen, er flattert nur zu gern und oft in ein nicht ganz so heiles Gehirnchen.

Blasphemie

Es gibt keine Blasphemie. Es gibt nur Menschen, die Angst davor haben, dass sie ins Zweifeln und ins Denken kommen könnten — und ihre gottlose, gewalttätige, institutionaliserte Angstabwehr. Würden sie wirklich glauben, was sie zu glauben vorgeben, hätten sie diese Gewalt nicht nötig.

Vollumfängliches Scheitern

Die meisten Menschen glauben immer noch daran, dass Religion, was immer sie auch für Unzulänglichkeiten haben möge, wenigstens als Mittel zur Begründung und Errichtung einer minimalen Moral tauge, die den Menschen das Zusammenleben ermögliche. Aber dieser Gedanke ist ein genau so blinder Glaube wie der Glaube des Religiösen selbst. Wenn man nur hinschaut, finden sich die Belege, dass das genaue Gegenteil der Fall ist, ohne lange Suche wie von allein; die Belege dafür, dass nichts unmoralischer als die organisierte Religion ist, und dass der Glaube an diese Religion die Menschen gemein, gierig, selbstbezogen, passiv, gewaltbereit und vor allem dumm macht. Das menschliche Miteinander ist nicht durch die Religion möglich, sondern trotz der Religion, und je geringer die Rolle der Religion in diesem Miteinander ist, desto erfreulicher wird es.

Angstmacht

Wenn eine Religion es nicht mehr hinbekommt, dass die Menschen Angst vor ihrem Gott bekommen, dann wird diese Religion alles daran setzen, den Menschen Angst vor den Gläubigen an ihrem Gott zu machen, in ihrem Teufelskopf wohlwissend, dass eine Religion ohne eine jeden Wunsch, jeden Gedanken und jede Freiheit erstickende oder doch wenigstens unterdrückende Angst keine Macht mehr hat.

Die Suche

Wissenschaft ist nicht „Wahrheit“, sondern die Suche danach. Wer „Wahrheit“ haben will, muss sich für dieses narzisstische „Bedürfnis“ schon von der Wissenschaft abwenden und zur Religion hinwenden; zur Religion oder zu ihrer kecken Bastardschwester, der Ideologie. Und selbst dann wird das befriedigende Gefühl, auch wirklich im Besitze der „Wahrheit“ zu sein, nur erreicht, wenn man sich die Lust an jeder weiteren Suche abtrainiert, oft mühsam abtrainiert, bis zur Verblödung abtrainiert. Doch ein Problem wird daraus nicht: Unter Seinesgleichen stört die Dummheit eines Tiefgläubigen selten.

Tröster

„Die christliche Religion ist in erster Linie ein Trost“, sagte der Vorübergehende zu seinem religiösen Mitmenschen, „und als solche setzt sie permanent aufrecht erhaltenes Unglück vieler Menschen voraus. Wer ihren Trost nicht nötig hat, weil er glücklich ist, wer sich von ihr nicht für sein entgangenes Leben auf ein größeres Glück vertrösten lassen will, den erreicht die christliche Religion nicht, und dafür wirft sie ihn in die psychopathischste Hölle, die sich Menschen jemals ausgedacht haben. Es ist kein Zufall, dass christlich gepräge Kulturen dermaßen viel Leid, Mord, Armut und Unglück über den Rest der Welt gebracht haben, sondern es ist christliche Missionsarbeit“.

Neger!

Die hochnotfrommen ev.-luth. Christen, die unbedingt fäzenfressende Judensau-Motive an ihren Kirchen behalten wollen, weil das ja alles sehr relativ ist, aus seiner Zeit heraus betrachet werden muss und auch zur Kirchengeschichte gehört, sind keinen Deut besser als die Menschen, die weiterhin „Neger“ sagen, weil das ja mal ein ganz normales deutsches Wort ohne gemeinten gemeinen Schimpf war. Der einzige und auch offenbarendeste Unterschied ist es, dass „Judensau“ schon zur Zeit des Kirchenbaus ein klares, verachtungsvolles, herabwürdigendes Schimpfwort war und diesen Charakter gar nicht verlieren kann. Es war eine Vorwegschattung jener industriellen Menschenschlachthäuser, die ein paar Jahrhunderte später von den gleichen Christen gebaut und deren Öfen stets gut befeuert werden sollten. Wer die rassistische Menschenverachtung verstehen will, aber ihre christlichen Wurzeln vergisst, wird sie niemals verstehen. Der von so viel heiliger Herrlich- und Herrischkeit umflirrte Gott der Christen, dieser Quell vergifteter Liebe und dieser Vater aller Angst und Knechtschaft bis hin zu Hartz Fear, in dessen höllendräuendem Willen die gesamte gesellschaftliche Moral sowie die völlig absurden Anteile der Strafgesetzgebung in der BRD bis zum heutigen Tag als zwingende, mit Gewalt durchgesetzte Verbindlichkeit für jeden Menschen in Deutschland unausreißbar tief wurzeln, ist ein rassistisches, menschenverachtendes Arschloch, und seine Anbeter im unheiligen Geiste werden zu seinem Ebenbilde. Kein Wunder, dass kein Richter an einem BRD-Gericht, in dessen Verhandlungsräumen ein römischer Galgen mit angeheftetem Jesusfetisch hängt — der keineswegs zufällig auch das Abbild eines zu Tode gefolterten Juden ist — jemals etwas gegen solche Darstellungen sagen wird, und die Politiktreibenden aus den Parteien mit „C“ und „S“ finden auch den Hate Speech im Internet viel schlimmer und bekämpfenswerter als den heiligen Hass der christlichen Religion.

Der beste Tag für einen Kirchenaustritt ist heute.

Der „politische Islam“

In den Ländern des politischen Christentums ist die Angst vor dem „politischen Islam“ groß und wohlgeschürt.

Nicht dem Zeitgeiste nacheifern…

Menschen, die sagen, dass die institutionalisere Religion nicht dem Zeitgeiste nacheifern dürfe, wollen damit in Wirklichkeit ausdrücken, dass es nur einen Zeitgeist gibt, dem die institutionaliserte Religion mit aller ihrer Kraft nacheifern soll, so schwierig dies auch ist: Dem Zeitgeiste des Mittelalters.