Tag Archive: Religion


Gottesbeleidigung

Gar nicht auszudenken, wenn es G’tt gibt und der sich vom objektiven Unsinn der ganzen Religionen viel beleidigter als vom Atheismus fühlt…

Katze

Der Vorübergehende sagte zum Christen: „Kennst du das Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze? Die christliche ‚Dreieinigkeitslehre‘ bei angeblichem Monotheismus ist so etwas wie Schrödingers Polytheismus, und die gesamte zugehörige Theologie ein einziger Katzenzustand“.

G’tt sieht alles

Es ist schon eine komische Vorstellung, dass G’tt etwas gegen Pornografie haben könne, wo er doch selbst jeden Tag allen Menschen auf der Welt beim Geschlechtsverkehr zuschaut.

Totenstarre

Als der von bürgerlicher Esoterik Verblendete zu ihm sagte, der Tod sei nur ein Übergang, ein Wechsel, eine Bewegung, ein Neuanfang, da hätte der Vorübergehende beinahe gefragt: „Wie gleichförmig, langweilg, reglos, repetitiv muss das Leben eines Menschen geworden sein, dass er sich eine Quatschreligion ausdenkt, in der er alle eigentlichen Attributes des Lebens dem Tode zuschreibt?“. Aber er hat es nicht gefragt, denn es wäre sowieso zu spät gekommen. Nachdenken und lernen können nur die Lebenden.

Blasphemie

Das Dogma der Christen, dass der Mensch von G’tt nach dem Ebenbilde G’ttes gemacht wurde, zieht G’tt bereits in den derbsten Spott und in die unwiderstehlichste Lächerlichkeit, wenn man sich die Menschen so anschaut. Das ist ja auch nicht überraschend, denn in Wirklichkeit haben sie sich ja einen Gott nach ihrem Spiegelbild gemacht.

Bei Gott

Als der Vorübergehende über einen Verstorbenen hörte, er sei jetzt bei Gott, dachte er sich, dass dieser Mensch während seines Leben wohl nicht bei Gott gewesen sein wird.

Oh, die Bildung ist so wichtig!

„Bet und arbeit!“ ruft die Welt;
„Bete kurz!“, denn Zeit ist Geld.
An der Türe pocht die Not:
„Bete kurz!“, denn Zeit ist Brot.

Georg Herwegh

So lange es an den Zwangsschulen der BRD einen konfessionellen Religionsunterricht als staatliches Pflichtprogramm mit breit verabreichter Kirchen-Reklame für alle Kinder gibt, deren Eltern dieser Vergewaltigung von Kindergehirnen nicht widersprechen, so lange sollte niemand die Zwangsschulen der BRD als Bildungseinrichtungen missverstehen. Es handelt sich um Anstalten für die Dressur, Indoktrination und Verdummung kleiner, wehrloser Menschen, und wer sich dem zu entziehen sucht, weil der objektive Schwachsinn dieser Veranstaltungen selbst für einen unreifen Verstand erkennbar ist, wird mit einer staatlichen Gewalt behandelt, wie sie ein Großverbrecher der Marke „Wirecard“ oder „VW“ in der BRD niemals kennenlernen wird — bis hin zur Freiheitsberaubung in staatlich geförderten, meist kirchlich betriebenen Kinderheimen. Um „Bildung“, also um den geistigen Werkzeugkasten, der einen Menschen zu vernünftigen Entscheidungen ermächtigt, ist es in der Zwangsschule der BRD noch nie gegangen. Wie wichtig diese Indoktrination von denen, die sie anordnen und mit Gewalt durchsetzen genommen wird, zeigt sich allein darin, mit wie leichtem Herzen selbst noch eine dritte Coronawelle inkauf genommen wird, die tausende Tote zur Folge haben kann.

Bach

Der Vorübergehende flüsterte im Vorübergehen an den Bimmelturm der Kirche mehr in sich hinein: „Wenn die gesamte Geschichte der christlichen Religion nur aus Johann Sebastian Bach bestünde, dann wäre ich ja Christ gewesen, weil ich fest zu fühlen wüsste, dass etwas Übermenschliches darüber abläuft — aber so… so geht das einfach nicht“.

Grundlage

Die Religion, und auch ihre Bastardschwester, die Moral, existieren nur, weil es so viele Menschen ohne Geist gibt.

Unsichtbar

„Seltsam“, sagte der Vorübergehende zum Christen, „dein Gott hat mich also nach seinem Bilde gemacht, aber ich bin gar nicht unsichtbar“.

Die Empfindlichkeit der Religion

Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen… Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als „sittenlos“, „lasterhaft“, „heidnisch“ hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend – ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht?

Kurt Tucholsky

Die Religionskritiker

Es ist doch bemerkenswert, dass die gleichen Menschen, die so scharfsichtig die Zustände in islamischen Gesellschaften kritisieren, ausgesprochen häufig völlig gleichgültig gegenüber der organisierten Kriminalität des sexuellen Kindesmissbrauches in der hl. röm.-kath. Kirche sind und auch keine nennenswerten Probleme mit den eigens dafür geschaffenen rechtsfreien Räumen zu haben scheinen. Sie haben offenbar nie gelesen, was ihr mit dem Munde so verehrter und verherrlichter Jesus aus Nazaret über den Splitter und den Balken im Auge gesagt haben soll (siehe Mt.7:3, ff).

Religion ist eine Erfindung genau des Satans, vor dem die Religion vorgibt zu warnen und zu erlösen.