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Die Bankangestellte

Es begab sich eines Tages, dass der Vorübergehende von einem bettlägerig kranken Freund gebeten wurde, zur Bank zu gehen und ein wenig Bargeld abzuholen und einen Einkauf zu erledigen. Der Vorübergehende sah darin kein besonderes Problem, nahm eine Plastikkarte und eine ihm mitgeteilte vierstellige Nummer entgegen und fuhr auf seinem Fahrrad zur Bankfiliale, um fünfzig Euro aus einem Automaten zu ziehen.

Die beiden Geldautomaten in der Filiale waren kaputt.

Da ging der Vorübergehende in die Schalterhalle und versuchte, mit der Karte am Schalter fünfzig Euro abzuheben. Dies wurde ihm verweigert, und die Bankangestellte sagte: „Das kann ich nicht machen. Sie müssen mir eine Vollmacht und einen Personalausweis vorlegen“. Auch sein Einwand, er könne ohne weiteres die PIN nennen, mit der der Automat Geld herausgibt, wurde nicht akzeptiert.

Daraufhin fragte der Vorübergehende zum Schein mit ruhiger Stimme die Bankangestellte: „Finden sie es nicht auffällig, dass ein relativ primitiver Roboter an ihrem Arbeitsplatz mehr Rechte hat als sie? Dieser zurzeit defekte Roboter hat von ihrem Brötchengeber die Berechtigung erhalten, auf Vorlage einer Karte und Eingabe einer vierziffrigen Zahl mehrere hundert Euro auszuzahlen, aber sie benötigen für eine derartige Berechtigung die Vorlage und mutmaßlich illegal angefertige Fotokopie eines Ausweispapieres der Bundesrepublik Deutschland und eines weiteren Dokumentes. Und finden sie es nicht fürchterlich, dass sie hier noch weiterarbeiten, obwohl ihr Brötchengeber der Meinung ist, einer dummen, programmierbaren Maschine mehr Kompetenz und Rechte als einem Menschen zuweisen zu können und in dieser technokratischen Geste seinem unerfreulichen Menschenbild Ausdruck verleiht? Ich wünsche ihnen noch einen guten Tag“.

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Rastplatz (14)

Immerhin sieht diese Sitzgelegenheit genau so unbequem aus, wie sich es auch ist, wenn man sich trotz des Anblicks darauf setzt.

Rastplatz (13)

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Harald Lesch: Das perfekte Verbrechen

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Wir sind nur die Randfigur in einem schlechten Spiel […] Und die in der Schlossallee verlangen viel zu viel

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Wie fröhlich genau doch die Spielregeln des recht öden Brettspieles „Monopoly“ doch die Wirklichkeit wiederspiegeln, nach deren Vorbild sie einmal geschaffen wurden. So steht zum Beispiel in den Spielregeln, dass die Bank niemals pleite gehen kann — wenn kein Geld mehr in der Bank ist, so ist es dort festgeschrieben, denn sollen einfach Zettelchen mit dem entsprechenden Wert geschrieben werden.