Tag Archive: Spiegel


Schlagzeile Spiegel Online -- Erst Notreserve, dann Müllverbrennung: Jens Spahn will unbrauchbare Masken für eine Milliarde Euro verschwinden lassen -- Im Frühjahr 2020 bestellte das Gesundheitsministerium Hunderte Millionen nutzlose Masken aus China. Interne Unterlagen zeigen, mit welchen Tricks sein Staatssekretär das Problem loswerden will

Mit dieser Milliarde Euro, die da im CDU-Maskenkorruptionssumpf versickert sind, hätte man wohl jeden Klassenraum in der BRD mit denjenigen wirksamen Luftfiltern ausstatten können, für die dann leider kein Geld da war. So gab es halt Lüften und Kniebeugen, wenn den Schülern kalt wurde. Von Verbrechern regiert zu werden, tötet Menschen und schränkt — wegen der in die Länge gezogenen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung — so genannte „Grundrechte“ ein.

Leider ist nicht zu erwarten, dass auch nur ein einziger Verantwortlicher für diese Verbrechen jemals ein Gefängnis von innen sehen wird. Das geht ja auch gar nicht, denn die Justizvollzugsanstalten sind ja schon voll belegt mit Schwarzfahrern, Cannabisrauchern und Hartz-IV-Containerbrötchendieben.

Verrannt

Der Vorübergehende sagte zum Lachenden: „Ich kann verstehen, dass du lachen musst, wenn du jemanden liest oder hörst, der sich so völlig in eine Idee verrannt hat, dass es aussieht, als könne er gar nicht mehr klar denken; ich kann verstehen, dass du es erheiternd findest, wenn sich Scharfsinn und Dummheit auf das Allerköstlichste kombinieren, um die absonderlichsten Bezüge herzustellen und darzulegen — aber übe dich in Demut! Jedesmal, wenn du jemanden des Wahnes bezichtigst, hilft dir das auch dabei, deine eigenen Narzissmus zu füttern und dabei deine eigene Verranntheit zu vergessen, die allen deinen Wahrnehmungen deine verrannten Deutungsmuster auferlegt. Wer weise geworden ist, lacht jedesmal auch über sich selbst im Spiegelbilde, wenn er die offenbare Dummheit anderer auslacht. Die Wirklichkeit. Ist sehr konkret und spottet in ihrem Wirken allen einfachen Mustern“.

Gott-Los

Die Religion handelt mit dem gleichen Stoff wie die Lotteriegesellschaft, mit der Hoffnung, die passiv macht und warten lässt — nur, dass man von den Gewinnern bei der Lotteriegesellschaft manchmal lebendig geschriebene Geschichten in der Zeitung lesen kann, während man von den „Gewinnern“ der Religion nur in den Todesanzeigen liest. Die scheinbare Todesverachtung fanatisch religiöser Menschen ist nur das Spiegelbild der Lebensverachtung der Religion.

Nicht Claas Relotius ist das Problem

Wer als Unternehmen sein gesamtes Geschäftsmodell darauf aufbaut, die professionell erstellte, psychomanipulative Lüge der Reklame zu verbreiten, kann nur bei dummen und leichtgläubigen Menschen in den Verdacht kommen, auch nur leidlich zutreffende Beschreibungen der Wirklichkeit zu verbreiten.

Einer der Gründe, weshalb das Wort von der „Lügenpresse“ unter Journalisten so verhasst ist und mit solcher Heftigkeit zurückgewiesen wird, liegt darin, dass es so unfassbar nahe an der gut verdrängten Wahrheit liegt.

Peinlich…

Es ist schon mehr als nur ein bisschen peinlich, wenn der Spiegel aus seiner angeblichen „Bestsellerliste“ einen Titel streicht und mit dieser Streichung völlig klar macht, dass es sich bei seiner Behauptung best seller über dieser Liste um nichts weiter als eine Reklamelüge handelt, die nichts mit Verkaufszahlen, aber viel mit redaktionellen Entscheidungen mit mutmaßlichem Schleichwerbehintergrund zu tun hat.

„Lügenpresse“ mag als Wort pfui und nazi sein, aber eine „Wahrheitspresse“ ist es nicht und nie gewesen. Wer glauben will, dass es an anderen Stellen des gleichen Blattes anders ist, glaube weiter… aber ein Grund zu diesem dummen, der Wahrnehmung widersprechendem Glauben besteht nicht.

Fake News

Am Ende der Woche kommt Sean Spicer mit erfreulichen Nachrichten in den Briefing Room. Die neuen Arbeitsmarktdaten sind da. Diese monatliche Statistik hatte Trump während des Wahlkampfes stets als gefälschte Zahlen diskreditiert. Wenn ihr 4,9 oder 5 Prozent Arbeitslosigkeit hört, so der Kandidat Trump, sind es in Wahrheit 28, 29 oder 35 Prozent. Ich habe neulich sogar 42 Prozent gehört. An diesem Tag lautet die Nachricht: Die Arbeitslosigkeit ist, wie zuvor schon unter Obama, weiter gesunken. Ob Trump denn den Zahlen jetzt glaube, fragt ein Journalist. Ich habe vorhin mit dem Präsidenten gesprochen, verkündigt Spicer fröhlich, er braucht jetzt keinen Post-It-Zettel. Und er sagte, ich solle ihn ausdrücklich zitieren: Die Zahlen mögen in der Vergangenheit gefälscht gewesen sein, aber jetzt sind sie sehr wahr.

Und wenn sich der Spiegel, der sich befleißigte, die schöne Geschichte aus einem fernen Land auf die Seite 80 seines Printmagazines zu stempeln, jetzt auch noch befleißigte, die Statistiklügen der BRD-Bundesregierung immer wieder zu entlarven, statt sie als Wahrheit weiterzumelden… ach, vergessen wir es! 😦

Nachtschicht

Der einst — nicht etwa aus Menschlichkeit, sondern zur Verhinderung einer kommunistischen Revolution — durch eine Rentenversicherung finanzierte Lebensabend auf dem Gnadenhof des Sozialstaates wird scheibchenweise durch eine müde und schmerzhaft durchgearbeitete Nacht ersetzt, an deren „Feierabend“ kein neuer Morgen, sondern eine Begräbnisfeier steht.

Stellt euch mal vor…

Stellt euch mal vor, dass alles, was ihr zusammen mit den meisten anderen Menschen über bestimmte kulturell und sprachlich weit entfernte Regionen der Welt aus Presse und Glotze zu wissen glaubt, nichts weiter als die frei erfundenen Geschichten eines begabten Erzählers sein könnten, dem es gelang, zunächst Redaktionen und später sogar Gerichten seine Erzählungen als journalistische Recherche zu verkaufen¹! Was könnte das nicht für Folgen haben:

Auch das Oberlandesgericht Stuttgart, das im März 2015 den Dschihadisten Ismail I. und zwei Komplizen für viele Jahre ins Gefängnis schickte, stützte seine Entscheidung auf die Aussage des Journalisten. In seinem Urteil lobte der Senat den Zeugen als „sehr gut informiert“ und pries die „hohe Qualität der Angaben“.

¹Dauerhaft archivierte Version des Artikels auf Spiegel Online.

Nicht aus heiterem Himmel

„Nichts ist aus dem Nichts gekommen“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „ja, man könnte ein ganzes gefühltes Programm der gegenwärtigen ausländerfeindlichen und in ihrem Randbereich zum offenen Terror übergehenden und zur Mordbrennerei bereiten deutschen Volksbewegungen mit Titelbildern von Stern, Spiegel und Focus illustrieren, gewürzt durch die eine oder andere Schlagzeile der Bildzeitung. Was du für ein Randproblem hältst, ist eine Erscheinung, die mit aller publizistischer Macht der bürgerlichen Journaille in die Mitte der Gesellschaft geschrieben wurde“.

Zitat des Tages

Aus dem Sturmgeschütz der Demokratie wurde ein Steigbügelhalter der Marktkonformität

Jens Berger über den „Spiegel“

Das „böse“ Internet

Wenn es dieses „böse“ Internet nicht gäbe, könnten die Menschen sehr viel leichter von der Milliardärspresse der Verleger auf einen neuen Krieg gebürstet werden — es ist vor allem dieses eine, tendenziell dezentrale und schwierig kontrollierbare Medium Internet, das vielen Menschen klarmacht, dass sie in ihrem Wahrnehmen, Denken und Urteilen nicht allein dastehen, obwohl es in der Journaille niemals aufscheint und in Umfragen mit suggestiven Fragestellungen zur Minderheitenmeinung gestempelt wird. Die Propaganda von vorgeblich um Objektivität bemühten Journalisten, die unter den Bedingungen des Internetzeitalters so leicht als bewusst gestarteter Versuch einer Massenmanipulation erkannt werden kann und deren konzertierte Aufführung in diversen, zum Schein voneinander unabhängig auftretenden Verlegerprodukten auch noch den Nüchternsten zum Verschwörungstheoretiker machen kann, ist eine Vorgehensweise, die sicher zum Erfolg führte… wären die Wahrnehmungen der Einzelnen weiterhin atomisiert und journalistisch in die von Herrschenden und Besitzenden gewünschten Ausschnitte wie in den Vor-Internet-Zeiten ausrichtbar. Die Propagandabemühungen zum Vorbereiten eines Krieges spiegeln den Papierkrieg der Massenstanze des Journalismus gegen das Denken selbst wider, machen dem Denkenden klar, dass der Journalist sein Feind ist und lassen ihn ahnen, dass sich in der gleichfalls konzertierten Vorgehensweise von Presseverlegern gegen das Internet noch ganz andere, tiefere Motive verbergen, als jene wirtschaftlichen, die in der Agitation offen eingestanden werden.

In dieser Ahnung keimt eine wichtige Einsicht: Der unterm Presseausweis versteckte Dolch ist sichtbar geworden, der Journalist ist ein mordbegrüßender Feind der Mehrheit der Menschen. Es ist an der Zeit, dem Journalisten in seiner Niedertracht zu genau demjenigen Ansehen zu verhelfen, das ihm zusteht — und ihm, wenn er mit pathosgesalbtem Munde von der Kreativität und Wichtigkeit seines von Herrschenden und Besitzenden bezahlten Stanzschreibens für die Gesellschaft faselt, mit einer einfachen, klaren Wahrheit zu demaskieren: Wer schreiben will, der nennt sich Autor und schreibt; wer sich aber dürftig für seine Mitwirkung daran bezahlen lassen will, dass sich am herrschenden Unrecht niemals etwas ändert, der nimmt das Judasgeld der Lügner, Großräuber und Großmörder entgegen und nennt sich Journalist. Und. Ist den weniger verkommenen Menschen ein Feind und Widerling.

Gewalttäter warnen: Gewalt ist falsch!

Es ist doch immer wieder erhebend und klingt klingeling schön nach Menschenrecht und Demokratie, wenn die classe politique des Staates, der — nur ein einziges Beispiel von vielen — Gegnern eines sinnlosen Prestige-Bahnhofes in Stuttgart die Augen aus dem Kopf schießt, vor Gewalt gegen Demonstranten im Ausland warnt. Es gibt nun einmal einen Unterschied zwischen dem Widerstand gegen die Entscheidungen „demokratisch“ gewählter Regierungen im Ausland und dem Widerstand gegen die Entscheidungen „demokratisch“ gewählter Regierungen, zu denen man selbst gehört…