Die größeren (und auch immer mehr kleinere) Betriebe haben ja schon lange keine Personalabteilung mehr, das Wort klingt viel zu „persönlich“ und damit nach einer Angelegenheit, die etwas mit Personen zu tun hat. Stattdessen wird das „recruting“ (nicht mein Wort, sondern wirtschaftlicher Neusprech) von der Abteilung für „human resources“ (nicht mein Wort, sondern wirtschaftlicher Neusprech) durchgeführt. Oder. Um diesen viele unfühlbar technokratie-englisch formulierten Neusprech mal in das deutliche Deutsch zu übertragen, wird die „Rekrutierung“ von einer Abteilung für „Menschenmaterial“ durchgeführt.

Wo man so spricht, da denkt man auch nicht anders. Dies zeigt gerade Nokia recht deutlich in der objektiven Unverschämtheit eines Angebotes:

NOKIA will den Bochumern den Vorschlag machen, nach Rumänien zu ziehen und dort zu arbeiten.

Solche „Vorschläge“ sind von Schlägen nicht zu unterscheiden. Genau wie die Schlag-Worte, die schon vor diesen aktuellen Vor-Schlägen benutzt wurden, um den Prozess der wirtschaftlichen Propaganda und gesellschaftlichen Gehirnwäsche mit den schon bei Joseph Goebbels bewährten Methoden voranzutreiben.