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Deutsche WordPress-Community…

Der Tag, an dem mich die „deutsche WP Community“ endgültig verloren hat, der Tag, an dem ich beschlosen habe, niemals wieder eine Zeile Code für diese „Community“ der Inpsyde GmbH zur Verfügung zu stellen und niemals wieder einen konstruktiven Beitrag zum dort betriebenen Forum zu leisten, ist mir heute noch bekannt: Es war der 26. September 2007. Der verlinkte Thread im Forum lohnt das Blättern durch (fast) alle seine Seiten, insbesondere auch wegen der Verwendung des Begriffs „Community“ durch Leute, die für die Inpsyde GmbH tätig sind (und natürlich dabei auch gern mal so tun, als ob sie auch den Code von WordPress geschrieben hätten, wo sie im Wesentlichen „nur“ eine deutsche Sprachdatei erstellt haben) – und im Rückzug auf irgendwelche »Firmengeheimnisse«, wenns dann mal um Fragen von Nutzern geht.

Wenn heute jemand beklagt, dass nur noch daran gedacht wird, ein „bisschen“ Coding für WordPress zu monetarisieren, dann sollte er auch betrachten, von welcher Seite derartige Bestrebungen mit welchen halbseidenen Mitteln erstmals begonnen wurden. Dieser Rückblick kann den Scharfsinn schulen. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (die mit der Absicht der Gewinnerzielung betrieben wird) als Grundlage einer „Community“ führt schnell in ein „Miteinander“ mit bescheidener Hoffnung.

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Die alfabetische Sortierung

Wir müssen den alten Römern ja wirklich dankbar für ihr Alfabet sein. Diese zweihalb Handvoll Symbole, die einfach in eine bestimmte, recht willkürliche Reihenfolge gebracht wurden, ermöglichen uns heute eine einfache Anordnung des gesamten Vokabulares in einer eindeutigen Reihenfolge. Man möchte gar nicht darüber nachdenken, wie umständlich die Benutzung eines Telefonbuches oder eines anderen Nachschlagewerkes in China sein wird und wieviel Übung und Mühe das Nachschlagen wohl dort erfordert, wo das logographische Schriftsystem nicht mit diesem kleinen, uns im Alltag wohlvertrauten Vorzug ausgestattet ist.

Aber die alten Römer sprachen leider eine Sprache, die nur wenig verschiedene vokalische Phoneme kannte, und deshalb genügten ihnen beim Schreiben fünf Vokalzeichen: „A“, „E“, „I“, „O“ und „U“. Dort, wo man als späte Nachwirkung der militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Vorherrschaft des imperium romanum das lateinische Alfabet auch für die lokalen Sprachen übernahm, reichte dieser Zeichenvorrat für Vokale oft nicht hin. Die Engländer haben sich beholfen, indem sie unter ausschließlicher Benutzung dieser fünf Zeichen eine irreguläre Orthografie entwickelten, die für jeden Lernenden eine Qual ist (an der niederländischen Sprache kann man übrigens ein Beispiel dafür sehen, dass sich dieses Problem in besserer Weise lösen lässt), die meisten anderen Sprachräume in Europa haben einen Wust von Sonderzeichen entwickelt, um den lokalen Vokalreichtum auf die lateinische Schrift abzubilden.

So auch die Schreiber des Deutschen mit ihren fröhlichen Pünktchen über den Vokalen, den Umlauten.

Für die Verarbeitung textueller Information mit Computern waren diese Sonderzeichen schon immer ein Albtraum. In der Anfangszeit waren solche Zeichen gar nicht im ASCII-Zeichensatz vorgesehen, und beim Schreiben loeste man dieses Problem durch Aufloesung der spezifisch deutschen Zeichen in jene Diphthonge, die urspruenglich einmal zu den heutigen Zeichen gefuehrt haben — ja, das ist lange her. Später wurde zum Glück alles besser, zwar nicht in der deutschen Rechtschreibung, wohl aber in der Verarbeitung deutschen Textes mit einem Computer.

Inzwischen ist beinahe jedes Rechnersystem Unicode-fähig, so dass sich der Zeichenvorrat beinahe sämtlicher Sprachen dieser Welt damit erfassen lässt. Aber etwas vom alten Chaos schimmert immer wieder durch, zum Beispiel auch, wenn WordPress die Links in der Blogroll alfabetisch sortiert und dabei auf die nicht recht nachvollziehbare Idee kommt…

Ein Ü liegt also alphabetisch zwischen A und B...

…dass der deutsche Umlaut „Ü“ weder einem „U“ noch der Entsprechung „UE“ gleichzusetzen ist, sondern in der Reihenfolge zwischen dem „A“ und dem „B“ erscheint.

Ach ja, willkommen in der Blogroll, überlebt! 😉