Tag Archive: Wissenschaft


Zweierlei Art

Es gibt zweierlei Art Wissenschaft. Die eine Art Wissenschaft passt zu den jeweilgen Beglückungsideen der Classe politique. Sie wird als sehr wichtig betrachtet, von allen Schergen aus der politisch-journalistischen Komplex ohne Ende kommuniziert und gibt dem Handeln der Classe politique einen vernünftigen Anstrich, wie korrupt es in Wirklichkeit auch sein mag. Wer dort als Wissenschaftler mitmacht, kann sich mindestens großer persönlicher Vorteile gewiss sein. Die andere hingegen, die widerspricht den jeweiligen Beglückungsideen der Classe politique und wird deshalb verschwiegen, missachtet und von jeder Förderung ausgenommen.

Ein wesentliches Ergebnis der Mathematik ist es übrigens, dass eine Exponentialfunktion in ihrem Wachstum jede Polynomfunktion übertrifft. Die gedankliche Grundlage des Kapitalismus, die Idee ständigen Wachstums, um damit die Schulden zu bezahlen, ist ein unwissenschaftlicher und naturgesetzlich unmöglicher Wahn, der nicht einmal im technisch allergünstigsten Fall erreichbar wäre, nämlich, wenn die Menschheit gleichzeitig in alle Richtungen mit Lichtgeschwindigkeit in den Weltraum expandierte.

Es wird verschwiegen, missachtet und von jeder Förderung ausgenommen — und alle Schergen aus dem politisch-journalistischen Komplex machen mit.

Die Sinnfrage der Bildung

Warum sollte überhaupt noch jemand zur Schule oder gar auf eine Hochschule gehen, wenn sämtliche politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger, sämtliche Journalisten und der größte Teil der Bevölkerung sich weigern, auf Argumente von naturwissenschaftlich gebildeten Menschen zu hören? Die Bildung ist längst tot und verwest verachtet vor sich hin, an ihre Stelle ist längst die Ideologie getreten und die lyssenkoistische Mimikry der Wissenschaft getreten, und ihre Stimme trieft aus allen Kanälen und allen Entscheidungen.

Verkünderzweifel

Nichts macht mich bei den allmedial verkündeten wissenschaftlichen Fortschritten noch skeptischer und zweifelnder als ihre Verkündigung in den Pressekonferenzen der Politiker statt in denen der Wissenschaftler. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Der Unterschied

„Richtige Wissenschaft“, sagte der Vorübergehende zu seinem verblendeten Zeitgenossen, „ist evidenzbasiert, wurzelt also in den jederzeit beobachtbaren Tatsachen und kann anhand dieser Tatsachen überprüft und widerlegt werden; hingegen wurzelt Bullshit-Wissenschaft wie Soziologie, Theologie oder Politologie im Ansehen derjenigen Autoren, die man zum Beleg seiner jeweiligen Thesen zitiert, ist also lediglich eminenzbasiert. Dass beides an der gleichen Universität gelehrt wird, ist eine historische Fehlentwicklung, die nicht korrigiert, sondern in den vorgeblichen Demokratien der Parteienstaaten sogar noch politisch verstärkt und gefördert wird, damit auch Dumme, Schwätzer und Ideologen eine Chance auf einen akademischen Grad oder gar eine lebenslange staatliche Alimentierung als Professor bekommen“.

Grüße an F. B.

Unterschied

„Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik ist ganz einfach zu verstehen“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen. „Der wissenschaftliche Forscher versucht das zuvor Unmögliche möglich zu machen, der Politiker versucht das zuvor problemlos Mögliche unmöglich zu machen“.

Bordellwissenschaft

Professoren, Huren und Tänzerinnen kann man überall für Geld haben. Sie gehen dorthin, wo man ihnen einige Groschen mehr bietet.

Ernst August von Hannover

Der Unterschied

Niemand lasse sich verblenden, wenn „die Wissenschaft“ als Beleg für Thesen, Ideologien, Religionen und politische Pläne benutzt wird! Die Kraft, die einem solchen „Argument“ zugesprochen werden kann, hängt von der Methode ab: Naturwissenschaft ist evidenzbasiert; die so genannten „Geisteswissenschaften“, zu denen auch die Wirtschaftswissenschaften gehören, sind hingegen „eminenzbasiert“.

Forsch, forsch…

Politiker, Journalisten und Ideologen fördern und bejubeln am liebsten diejenige Art der „Forschung“, deren Ergebnisse bereits vor dem Beginn jeglicher Untersuchung feststehen. Es war schon immer die goldene Regel der Kunst und der Wissenschaft, dass derjenige, der das Gold hat, auch die Regel macht — und dort, wo diese Regel auch noch die einzige Regel zu werden im Begriffe ist, dort sind Verödung und Verblödung gewiss.

Blasse Erinnerung

Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächnis

Leonardo da Vinci

Die heutigen parawissenschaftlichen Ideen des Feminismus, dass das Geschlecht nicht genetisch durch meiotische Auswürfelung im 23. Chromosomenpaar determiniert, sondern in erster Linie dem Individuum aufsozialisiert sei, nannte man zu meiner Zeit Lyssenkoismus — und dieser war zu seiner Zeit breit „belegt“ durch eine „Forschung“, die nicht in gezielten Experimenten die Wirklichkeit befragte, sondern die vorher feststehenden Antworten in die Wirklichkeit hineininterpretierte.

Der 25. Dezember, der Tag des Lichts

Der Geburtstag von Isaac Newton ist fürwahr ein Grund zum Feiern, denn Isaac Newton haben die Menschen die großartige Idee zu verdanken, dass überall im Kosmos die gleichen Naturgesetze gelten und dass diese deshalb erfahrbar, verstehbar, kalkulierbar sind. Damit hat Isaac Newton einen sehr viel größeren Beitrag zur Kultur geleistet als der jüdische Wanderprediger, dessen Geburtstag von Paulus-Anhängern an einem völlig falschen Tag gefeiert wird, obwohl Jesus als frommer Jude niemals seinen Geburtstag feierte. Von Jesus aus Nazaret führt ein direkter Weg in die Dummheit und Dunkelheit des Mittelalters; von Isaac Newton führt ein direkter Weg in die Möglichkeit eines erträglichen, erfüllten und von weniger Arbeit und Not geprägten Lebens.

So feiert das Licht, aber feiert das wahre!

Zitat des Tages

Einmal mehr erledigt also die wichtigste Arbeit im deutschen Wissenschaftssystem eine unbezahlte und weitgehend anonyme Gruppe, während hochbezahlte Professoren wie Claus Leggewie in der FAZ Lügen verbreiten

Dr. Stefan Weber im Blog für wissenschaftliche Redlichkeit

Annette Schavan

Wer Wahlen gewinnen will, muss sich vom Pöbel wählen lassen, nicht von Gebildeten

T.U.

Die Dissertationen der Besitzenden und der zufällig günstig Geborenen, die es mangels nützlicher Fähigkeiten später so feist und vielfach in die classe politique zieht; sie sind aus der Sicht dieser Menschen nichts als lästige Verwaltungsvorgänge, damit der durch gesellschaftlichen Status zustehende akademische Grad vor den Namen geschrieben werden kann. Und. Sie werden nicht allein dadurch zu wissenschaftlichen Arbeiten, dass diese Verwaltungsvorgänge unter der Mimikry einer Universität stattfinden.

CDU-Wahlplakat Annette Schavan aus dem Jahr 2009: Wir haben die Kraft für gute Bildung

Was sich hinter den photoshopretuschierten Fassaden dieses Geschmeißes verbirgt, die anlässlich jeder Wahl so obszön allgegenwärtig in den öffentlichen Blickraum gestellt werden, dass es bei diesem Anblick auch friedlicheren Menschen zuweilen in der Handfeuerwaffe juckt, zeigt sich leider viel zu selten so deutlich wie bei Frau Dr. Annette Schavan aus der CDU. Diese kann sich jetzt zum Herrn Dr. von und zu aus der CSU und zu Frau Dr. Silvana Koch-Mehrin aus der FDP gesellen, damit auch noch dem geistblindesten Zeitgenossen klar wird, welcher Schlag Mensch in der kryptokratisch von Lobbyisten gesteuerten Parteienoligarchie der BRD zu Ansehen, Amt und Einfluss kommt. Wieso es in Deutschland so aussieht, wie es eben aussieht, klärt sich bei diesem Haufen Gesichter von alleine, da helfen auch die surrealen Sprechakte der Vasallen von Angela Honnecker nicht mehr:

Gute Nacht, Deutschland!