Tag Archive: Wisschenschaft


Dunst

Die Welt ist voller Menschen, deren Dunst im Kopfe durch ein langes Studium einer so genannten „Geisteswissenschaft“ nur noch dichter und lichtloser geworden ist, und ausgerechnet in der Politik gibt es eine erhebliche Häufung dieser Menschen.

Sozialwissenschaften

Die sozialwissenschaftlichen Fakultäten sind die Slums vor den lichtdurchwirkten Städten des Intellekts.

Bordellwissenschaft

Professoren, Huren und Tänzerinnen kann man überall für Geld haben. Sie gehen dorthin, wo man ihnen einige Groschen mehr bietet.

Ernst August von Hannover

Alarm! Wurst macht Krebs!

Ein beliebtes Spiel unter publikationssüchtigen Wissenschaftlern und miesen Journalisten im aufmerksamkeitsheischenden Klickabfischmodus der Contentindustrie geht so: Wer eine Korrelation gefunden hat, darf sich die Kausalität ausdenken. Das gilt insbesondere bei der Behandlung von Metastudien, bei denen Studien unterschiedlicher Qualität, Größe und Herangehensweise ausgewertet werden.

Nein, ich verlinke jetzt kein Beispiel dafür…

Der Meisterschütze

„Ich bin ein meisterhafter Bogenschütze“, könnte der Mitmensch sagen, der alle diese nützlichen „Studien“ und „Untersuchungen“ für die Journaille und die Herrschenden und Besitzenden erstellt. Und dann griffe er sich seinen Bogen und fünf Pfeile, schösse damit auf eine Wand und malte nach den Schüssen die Zielscheibe so auf die Wand, dass er eine beachtliche Punktzahl erzielt hätte, ganz so, wie er das „wissenschaftliche“ Arbeiten aus seinem Alltag gewohnt ist.

Gruß auch an die wisschenschaftlichen Forensiker von „Bellingcat“.

Wirtschaftliche Prognostiker

Verstoßene Bastardkinder der Pendler, Kartenleger, Hellseher und Astrologen, die zum Leidwesen der aufgeklärten Welt dann an einer Universität aufgepäppelt wurden.

Demoskopie

Demoskopie (die) — Durchgeführte Umfragen, die vorgeben, die Stimmung und Zustimmung in der Bevölkerung zu ermitteln, in ihrer Präsentation aber häufig gestaltet sind, dass sie die Stimmung und Zustimmung in der Bevölkerung herstellen.

Fakten

Fakten (die, Asubstanztiv) — wenig aussagekräfte, unter Missbrauch der Mathematik (meist so genannte „Statistik“) gewonnene Daten, die entlang der Kanäle der eigenen Ideologie rhetorisch-listig durch die Kanäle des Medienapparates gepumpt werden, um damit die Zumutungen der ideologischen Forderungen „objektiv“ und „alternativlos“ erscheinen zu lassen. Zuweilen auch in einer unschönen Verengdeutschlichung „Datenbasis“ genannt, weil dieses Wort besser geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, die geforderten Unverschämtheiten hätten eine Basis in den Daten und nicht etwa in der Unverschämtheit der Fordernden.

Bachelor of Bulimie

Sie sagte: Das ist kein Studium. Ich habe mir das ganze Material schnell reinzustopfen, um es dann für die Hausarbeiten auf Papier zu kotzen. Bei Menschen, die unter Bulimie leiden, kommt es durch den ständigen Reflux zu Verätzungen der Speiseröhre und des Kehlkopfes und zu verminderter Herztätigkeit, und so etwas ähnliches habe ich gerade in meinem Gehirn.

Vom Denkverbot

Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.

Mark Twain

Einer der billigen und doch wirksamen rhetorischen Kniffe, mit denen die gegenwärtigen Faschisten medial agieren, ist in besonderer Weise widerwärtig. Er besteht darin, dass zum Kalten, Ungeheuren und Unmenschlichen gesagt wird, dass es doch keine Denkverbote geben dürfe, ganz so, als sei die Unmenschlichkeit nur ein kleines Gedankenspiel, so etwas wie eine ferne Phantasie, an der sich so ein Blutredner kurz aufgeilt, sonst ohne weitere Bedeutung. In Wirklichkeit ist es jedoch viel schlimmer, unter dem in dieser Rhetorik geschaffenen Vorwand eines „freien Denkens“ werden noch die übelsten gesellschaftlichen Ideen geäußert, bis hin zum Verhungernlassen der Kinder armer Menschen. Auf dem Hintergrund dieser grellen, laut geäußerten und vom befreundeten Medienapparat dieses Geschmeißes wiedergegebener „Gedanken“ erscheint dann der von der gleichen Clique vorangetriebene, wirkliche Abbau zivilisatorischer Errungenschaften wie ein Segen. Auch hat der so unter dem Banner eines „freien Denkens“ geäußerte Unfug den Vorteil, dass sich die Kräfte des gesellschaftlichen Widerstandes daran abarbeiten und nicht mehr für den wirklichen und wirksamen Widerstand gegen die Relativierung des Lebensrechtes als menschliches Grundrecht zur Verfügung stehen. Wenn sich ein zeitgenössischer Faschist wie der Soziologe und Wirtschaftswisschenschaftler Prof. Gunnar Heinsohn die Brust aufreißt, um seine wohlkalkulierte Kälte in die Welt zu entlassen

Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zuwenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.

…und zu fordern, dass man die Sozialhilfe doch fortan auf fünf Jahre begrenzen solle, also zu fordern, dass man die Kinder und ihre Mütter mit ihrem in solcher Idee wegen seiner geringen Ausbeutbarkeit als „lebensunwürdig“ gedachten Leben einfach verhungern lasse, denn ist dies keineswegs nur ein kleines Gedankenspiel, sondern ausgesprochen nützlich, um die nächste Stufe des Existenzrechtsabbaus voranzutreiben, der im Vergleich zu solchen „Gedanken“ geradezu lieblich wirken wird.

Welche Denkverbote unter der Forderung, dass es doch „keine Denkverbote“ geben dürfe, dennoch in der BRD bestehen, kann jeder selbst ausprobieren. Einfach öffentlich und nicht anonym anregen, dass man solche Volksverhetzer und Verbrecher gegen die Menschlichkeit wie diese Fäkalmade names Prof. Gunnar Heinsohn (und die vielen anderen, die in vergleichbarer Weise auftreten und von Springers Stürmer Bildzeitung und den seriös verkleideten Kampfblättern für die totalitäre Verwirtschaftung des Lebens eine millionenfache Verstärkung erhalten) doch töten oder auf ähnlich grobe Weise „unschädlich machen“ könnte, um weiteren gesellschaftlichen Schaden durch derartige Ideologien abzuwenden, und schon wird sich an der Handschelle, im Gerichtssaal und an der durch Gitter geatmeten Luft zeigen, an welcher Stelle weiterhin Denkverbote durch den gesamten Apparat des staatlichen Gewaltmonopoles aufrecht erhalten werden, und allein in dieser Tatsache spiegelt sich vortrefflich der Faschismus dieses staatlichen Apparates wider. Zum Töten darf hier nur aufrufen, wer „die Richtigen“ töten lassen will — wer jene Menschen totmachen will, die nicht mehr verwirtschaftbar sind und die deshalb nicht mehr gebraucht werden.

Unter gesellschaftlichen Zuständen, die zur Folge haben, dass skrupellose Verbrecher zu Ansehen, Amt und Ehre kommen, kann es durchaus eine Auszeichnung sein, wenn der Weg eines Menschen in das Gefängnis führt.

Vom simulierten Miteinander

Als ich noch jünger war, habe ich am Computer gern Spiele gespielt, deren wesentliche Idee in der Simulation einer Gesellschaft bestand. In den vielen vergeudeten Stunden, die ich mit derartigen Simulationen verbracht habe, konnte ich ganz nebenbei die Dynamik kennenlernen, die jedem einigermaßen komplexen Modell der Wirklichkeit innewohnt. Ich konnte aber auch kennenlernen, wie sehr (zumindest in der damaligen Zeit) jedes dieser in Simulationen verwendeten Modelle wegen seiner Annahmen und Fehler von einer tiefen technokratischen Sinnlosigkeit geprägt ist, so dass es sich zur Wirklichkeit ungefähr so verhält wie die Gedanken eines Irrsinnigen zu einer vernünftigen Erwägung.

In einem dieser Spiele konnte ich zum Beispiel die Entwicklung eines städtischen Gemeinwesens steuern; hatte ich dafür Sorge zu tragen, dass Rohstoffe gefördert oder importiert wurden, zu den Produktionsanlagen befördert werden konnten, dass die Produktionsanlagen mit ausreichend Energie versorgt wurden und dass die produzierten Güter zum Verkauf oder Export transportiert werden konnten. Ferner wollten die ganzen Menschen an Schulen und Universitäten ausgebildet und untergebracht werden, ohne dass sich slums bilden, und diese simulierten Menschen wollten natürlich auch ihre simulierten Bedürfnisse nach Freizeit und Nahrung befriedigen.

Ein schönes, komplexes Modell, an dem ich meinen Geist rieb. Ich fand allerdings in meiner zynischen Experimentierfreude schnell einige Schwächen im zugrundeliegenden Modell.

Eine Strategie, die immer zu einer florierenden Wirtschaft führte, bestand schlicht darin, ab einer bestimmten Phase der Automatisierung alle Menschen verhungern zu lassen, um keine weiteren Aufwändungen mehr für die ganzen Menschen in der Stadt zu haben. Dann war kein Gesundheitssystem und kein Nahverkehr mehr erforderlich, es bildeten sich keine slums mehr, es gab keine Probleme mehr mit unzufriedenen Bewohnern des simulierten Gemeinwesens. Auch die Umweltverschmutzung hatte nicht mehr ihre negative Auswirkung. Ich konnte mir dann die ganzen Parameter der simulierten Welt anschauen; ich sah, wie Rohstoffe und Güter über Schiene und Straße transportiert wurden, wie die Kraftwerke von allein Strom produzierten und wie an den Häfen Güter exportiert wurden, deren Verkauf über die Steuereinnahmen die Staatskasse füllte. Es war ein Bild des Wohlstandes, ein so überquellender Wohlstand, dass ich schließlich aus der menschenleeren, reichen Stadt jede Woche eine Rakete zum Mond schießen konnte…

Und wenn ich heute lesen muss, welche wahnwitzigen Forderungen die so genannten „Wirtschaftswissenschaftler“ immer und immer wieder an die Politik stellen, kann ich den Verdacht nicht abschütteln, dass ihre Modelle vom menschlichen Gemeinwesen sehr ähnlich wie die damaligen Simulationsspiele sein müssen. Nur leider mit dem Unterschied, dass bei diesem zynischen Spiel. Reale Menschen. Verrecken.

Wissenschaft

Für jemanden, der die Menschen belügen will, ist das Wort „Wissenschaft“ keine Methode, die rigoros angewendert zu werden hat, um mehr Aufschluss über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu bekommen, sondern einfach nur ein anzuwendendes Schema der Kommunikation, welches dazu führt, dass die dreisten Lügen von weniger Menschen hinterfragt werden, da für die zunehmend bildungsferneren Menschen Wissenschaft die Stelle einer Religion eingenommen hat, deren Aussagen hohe Glaubwürdigkeit genießen. Sehr viele „Unterschungen“ dienen nicht dem Zweck, etwas über die Wirklichkeit zu erfahren, indem ihr im Experiment gezielt Fragen gestellt werden, sondern nur dem einen Zweck, anderen Menschen Lügen zu verkaufen. Das Ergebnis solcher „Untersuchungen“ steht fest, ehe sie überhaupt beginnen.

Das sollte jeder Denkende und Fühlende in seinem Sinn festhalten, wenn er die scheinbar gebieterischen Fakten in den Medien und in der Politik kurz aufnimmt. Gebieterische Aussagen ohne präzise Darlegung der angewendeten Methodik sind nicht Wissenschaft, sondern die Glaubenssätze der Parareligion der Jetztzeit. Und die Haut wird um 73 Prozent geglättet.