Tag Archive: Winter


Screenshot Twitter. @mazur2und3 zitert einen Tweet von @uestra: 'Hallo. Das die Haltestellen so gebaut wurden hat seine Gründe. Wäre der Schutz größer, könnten Sie ihn nicht nutzen weil er von Schläfern besetzt wäre. MfG^bp' und merkt dazu an: '@uestra @HAZde @neuepresse @hliebe Das is ziemlich zynisch... So eine Antwort'. @uestra antwortet darauf: 'Wir bedauern es, wenn Sie unsere sachliche Antwort, subjektiv als zynisch wahrnehmen. ^os'. Mein Text dazu: 'Pragmatischer Umgang mit Obdachlosigkeit -- Wird aus völlig unerklärlichen Gründen von einigen Menschen als übler Zynismus wahrgenommen, aber nur ganz subjektiv. Was für ein Jammer!

Quelle des im Screenshot zitierten Tweets

Auswärtiges Denken

„Und plötzlich fiel dann von oben Wasser herab. Meine Frisur war dahin, meine Papier-Einkaufstüte riss, die Konserven rollten über den Parkplatz — es war ein Bild des Grauens.“ Müssen wir uns so die künftige Spiegel-Online-Berichterstattung zu dem Naturvorgang „Regen“ vorstellen? Das intellektuelle Level ist jedenfalls mti dem journalistisch ausgerufenenen Schnee-Notstand erreicht.

SpiegelKritik

Eispanzer

Kaum etwas macht so deutlich, wie gleichgültig unter den Maßgaben des gegenwärtig laufenden gesellschaftlichen Prozesses das Wohlergehen der Menschen ist, wie die Tatsache, dass in diesem kalten und langen Winter in vielen Städten die Fuß- und Radwege, auf denen sich die Menschen bewegen sollten und oft auch mussten, nicht geräumt wurden.

Dass unter den Maßgaben des laufenden gesellschaftlichen Prozesses das Wohlergehen der Menschen völlig gleichgültig geworden ist. Wird sehr deutlich an den Fußwegen, auf denen sich die Menschen doch bewegen sollen und oft auch müssen, und die in diesem langen und kalten Winter selbst in den großen Städten nicht geräumt wurden, sondern als gefährliche Rutschbahnen belassen wurden. Die — zumindest in Hannover — teilweise zentimeterdicken Eispanzer auf den Fußwegen, die gebrechlicheren Menschen über einen Monat lang jeden Schritt nach draußen erschwert oder gar verwehrt haben und die auch für weniger eingeschränkte Menschen einen Angriff auf alle 210 Knochen ihres Körpers darstellten; diese Eispanzer sind ein treffliches Abbild der seelischen Kälte, die hier alles beherrscht und jede Seele verpanzern. Und. Die leider nicht schon durch steigende Temperaturen und einsetzendes Tauwetter beendet wird.

Hannover statt Mitte

Der gegenwärtige Anblick des „Kröpcke-Centers“ in der Stadtmitte von Hannover. Ein sehr zur Stadt passendes Bild.

Die schwarzen Kehlen

Wenn der Vorübergehende an nasskaltem Wintertag der untergehenden Sonne hinterherwankt, die kaum durch den trüben Dunst und das staube nieselkalt der Wolken dringen kann, wenn das Grau des Tages dem Wandelnden in der Seele nagt, denn wird es ihm zur Freude, wenn der Weg über ein freies, schneebedecktes Feld führt, am Rande eine einsame Gruppe von vier hingewachsen Bäumen, in denen hunderte und hunderte der Krähen sitzen, die mit ihren schmirgelvollen, schwarzen Kehlen den Abend grüßen. Und. Er erinnert sich daran, dass Krähen Singvögel sind…

Noch der miesteste Sänger fühlt einen heitern Ton im Munde jucken.

Die weißen Mörder

Kaum etwas macht so deutlich, in wie hohem Maße die Menschen inzwischen medial verblödet sind, wie die Tatsache, dass sie sich von einem ganz normalen, der Jahreszeit entsprechenden Wintereinbruch zu Hamsterkäufen motivieren lassen, wenn dieser nur reißerisch genug in den Medien dargeboten wird. Da davon auszugehen ist, dass im unentwegt zunehmenden Strom des medialen bullshits ein Wort wie „Schneechaos“ schon in Kürze nicht mehr genügend affektive Kraft entfaltet, um die Menschen zur vorübergehenden Aufgabe ihrer Verstandesleistungen zu bewegen, hier mein Vorschlag für den nächsten Wintereinbruch, der ganz gewiss kommen wird:

BALD - ANGST MACHT GEFÜGIG - Schön, aber gefährlich: SCHNEEFLOCKEN. Die weißen Mörder. Werden wir alle sterben?

Weiß eigentlich jemand, welche Schriftarten der hier satirisch nachgeahmte Ausfluss der niederträchtigen Journaille wirklich verwendet? Ich finde meine Annäherungen ja durchaus gelungen, aber so richtig überzeugt bin ich davon noch nicht, vor allem nicht von den Majuskeln im Worte „Schneeflocken“ und vom Fragezeichen, die einfach nicht echt aussehen. Wie mies die Typografie dieses blutgeilen Blattes ist, merkt man übrigens erst so richtig, wenn man sie nachzuahmen versucht…