Tag Archive: Weihnachten


Tochter Zion, freue dich!

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Sternfassade

Kaufhausfassade mit weihnachtlicher Dekoration, dahinter der Markenfetisch

Das weihnachtliche Licht, dass in die Nacht hineinleuchtet, kommt von Osram, und es weist zum Heil 2.0, zu all dem käuflichen Markentand.

Wohlige Zuckungen

Weihnachten ist der Orgasmus des Kapitalismus

Lupe

Weihnachtszeit in Hannover

Hannover, Kröpcke mit der monströsen Weihnachtspyramide

Monströse „Weihnachtspyramide“ am Kröpcke zu Hannover, in ihrer großspurigen Kälte bemerkenswert gut zu den Fassaden der Allkaufhäuser passend.

Sehr lobenswert von der Stadt Berlin, dass sie sich entschlossen hat, den monströsen Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor schützend mit Polizisten zu umstellen. So wird wenigstens auch noch dem letzten vom Christentum verätzten Seelchen klar, dass diese von allen Kirchen mitgezogene Konsumolympiade zum Jahresabschluss nichts mit dem Vorwand der Geburt eines Jesus aus Nazaret zu tun hat, der — zumindest so weit von seinem Charakter in diesen antiken Büchern berichtet wird — seine Zeit eher unter den Frierenden und Hungernden im Refugeecamp als unter dem polizeibeschützten Freunden des künstlichen Kaufrausches verbracht hätte. Selten wird die Eiseskälte in der Brust der Herrschenden und Besitzenden so unmittelbar fühlbar wie in den Wochen, in denen sich die Psyche der „Verbraucher“ an künstlichen Kerzen erwärmen soll.

Etwas festliche Dekoration

Ein toter ehemaliger Weihnachtsbaum, als Müll in ein Industriegebiet geworfen, liegt abgestorben braun im erblühenden Kraut des Frühlings an einem Haufen Kies

Warten aufs Christkind

Joseph Grünpeck: Das Christuskind straft die Menschheit mit Syphillis, Holzstich, 15. Jahrhundert

Tochter Zion

Wenn Christen trotz mindestens eines Jahrtausends der Pogrome und der Entrechtung von Juden zum feierlichen Hohn in der Weihnachtszeit „Tochter Zion, freue dich“ absingen, zeigt sich darin die ganze eiskalte Hirn- und Heillosigkeit der christlichen Religion.

Weihnachtsmarkt

Von wegen „Im Himmel ist Jahrmarkt“! In der Hölle ist Jahrmarkt.

In rot, gold und grün

Und die ganze Werbung in der Vorweihnachtszeit, bestempelt mit synthetischen Paradiesbildern, für die eigentlich schon die Kinder zu alt sind; sie will in roter, güldner und grüner Farbe sagen: Kauf weiter, es ist alles in Ordnung!

Gruselfest

Und der Vorübergehende fragte seinen Begleiter: Welches Gruselfest meinst du jetzt? Weihnachten ist doch noch 55 Tage hin.

So freut euch doch!

Erlebter Zynismus ists, wenn der Denkende und Fühlende müßigen Schrittes an der wie ein Schneehügelchen anmutenden Gedenkstätte für die ermordeten Juden aus Hannover vorbei geht, und wenn in gleichen Moment aus einer gar nicht so großen Ferne ein Chor die deutlich verständlichen und auffordernden Worte „Tochter Zion, freue dich!“ in die „heilige“ Nacht singt.