Tag Archive: Wahl


Tonnenkreuz

„Es ist kein Zufall, sondern ein treffliches Spiegelbild“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „dass das Aufnahmebehältnis für die abgegebenen Stimmen bei einer Wahl, das man als ‚Urne‘ bezeichnet, als sollte tote Asche darin verscharrt werden, in der BRD meist wie eine Mülltonne aussieht“.

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Journalistische Meinungsforschheit

Journalisten, die Ergebnisse von Telefonumfragen wichtigtuerisch als einen „DeutschlandTrend“ bezeichnen… käme mir jemand am Telefon nach dem Wählen der mich ziemlich eindeutig identifizierenden Telefonnummer mit den leicht aussprechbaren Worten „Ich bin Meinungsforscher von einem wichtig klingenden Institut“ und fragte mich, was ich wähle, legte ich wortlos — oder bei entsprechender, schon vorgereizter Stimmung: mit deutlicher Beschimpfung dieses Ansinnens und der Schergen, die es durchführen — auf.

Was der von Journalisten vielzitierte und und zur Stützung ihrer contentindustriell ausgebreiteten Meinung breit interpretierte „DeutschlandTrend“ der „ARD“ zeigt, ist lediglich, was jene Menschen wählen würden, denen das Wahlgeheimnis völlig gleichgültig ist und die jedem Dahergelaufenen dumm, sofort und schwanzwedelnd-freudig erzählen, was sie wählen.

Werte Journalisten…

Werte Journalisten,

seit einigen Monaten beobachte ich mit einer Mischung aus Erheiterung und Kopfschütteln, wie ihr versucht, den gegenwärtigen Kanzlerkandidaten der SPD, Martin Schulz, „nach oben zu schreiben“ und was für lustige Wörter ihr euch dafür ausgedacht habt.

„Schulz-Effekt“. Das klingt schon ungesund. „Schulz-Zug“. Ist der etwa entgleist? Und der Schulz hier, und der Schulz dort… so manchen Bundesminister habt ihr deutlich seltener mit eurer Tintenkleckserei in „Erinnerung“ gebracht.

Was euch, werte Journalisten, mangels Einsichtsfähigkeit allerdings nicht klar zu sein scheint, ist eine an sich sehr simple Tatsache: Ihr habt schon einmal so gleichtönend und gleichtuend auf allen euren stinkenden Kanälen einen Kanzlerkandidaten der SPD nach oben schreiben wollen, und bei diesem Ansinnen wart ihr deutlich erfolgreicher. Gerhard Schröder — so etwas wie der Donald Trump der Bundesrepublik Deutschland, zwar eine etwas kleinere Ausgabe, aber dafür mit genau so großer narzisstischer Persönlichkeitsstörung¹ — ist tatsächlich Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland geworden. Und in dieser Position hat er in einer Mischung aus Machtwort, kriminellem Kumpelkreis, Bier her, Bild, BamS und Glotze den sozialen Frieden in der BRD zerstört, einen staatlich subventionierten Billigarbeitsstrich in der BRD eingeführt, die Ausdehnung der als „Zeitarbeit“ bezeichneten modernen Sklaverei vorangetrieben und begrüßt, die Hartz-IV-Armut und den erzwungenen Sklavenjob über viele Menschen in der BRD gebracht, die solidarische Rentenversicherung abgeschafft und jede Illusion, dass das Wort „Sozialdemokratie“ etwas mit „sozial“ oder „demokratisch“ zu tun haben könnte, nachhaltig und bis heute nachwirkend zerstört. All dies, werte Journalisten, mit eurer bemerkenswert verständnisvollen Unterstützung.

Jeder Mensch, der um die dreißig Jahre alt oder älter ist und nur einen Funken politischen Bewusstseins hat, weiß das noch. Und damit weiß er, was von SPD-Kanzlerkandidaten, die von euch, werte Journalisten, hochgejazzt werden, zu halten ist: Sie sind genau so Feinde, wie ihr, werte Journalisten, es seid. (Was für eine Regierung ein Kanzler Martin Schulz wohl eingesetzt hätte? Die Frage habt ihr niemals aufgeworfen, werte Journalisten, denn die Antworten sind zum Gruseln. Und dieses Gruseln wolltet ihr halt nicht. Das mit der Propaganda könnt ihr ganz gut, werte Journalisten.)

Ihr seid bedeutungslos geworden, werte Journalisten. Oder, um es mit einem bei euch sonst sehr beliebten Fremdwort zu sagen: irrelevant. Oder, um es genau so zu sagen, wie es mir auf der Zunge liegt: zum Glück für die Menschen in der BRD seid ihr irrelevant geworden.

Das Resultat eurer — als Aufforderungen zum Personenkult direkt an die dumme Psyche adressierten — Manipulationsversuche bleibt inzwischen unterhalb der Wirkungsschwelle. Der „Schulz-Effekt“ bei der heutigen Landtagswahl in Schleswig-Holstein klingt bei der ARD-Tagesschau etwa so: CDU siegt im Norden – Schlappe für SPD.

Eure Parallelgesellschaft wechselwirkt nicht mehr stark genug mit der richtigen Gesellschaft. Ihr habt euch endlich entkoppelt. Manchmal wundert ihr euch bestimmt, dass euch keiner eurer Leser mehr Geld für eure journalistische Tätig- und Tätlichkeit geben will. Auf die politische und lebenspraktische Irrelevanz (oder gar Gefährlichkeit) des Journalismus für die meisten Menschen folgt halt, dass diese Menschen euch die Irrelevanz gern zurückgeben. Ihr habt nichts mehr mit den Menschen zu tun. Und jeder Mensch kann das an eurem schmierigen Geschmiere bemerken, wenn er einfach nur hinschaut.

Hört ihr das Tappsen aus der Ferne, das da täglich näher kommt? Das ist der Insolvenzverwalter auf dem Weg zu euch. Werte Journalisten, das von euch aktiv und vorsätzlich herbeigeschriebene Hartz IV, das werdet ihr bald selbst „genießen“ dürfen. Vielleicht lernt ihr sogar mal unfreiwillig das Leben eines Bauhelfers für achtfuffzich kennen. Und wisst ihr was: Das freut mich für euch Schreibtischtäter.

Euer euer Treiben bald nicht mehr ertragen müssender
Nachtwächter

PS: Eure Versuche, das Internet zensieren zu lassen, werden fruchtlos bleiben, aber vielen Menschen zusätzlich die Augen öffnen, was für ein widerliches Geschmeiß ihr seid.

¹Er hat sogar ein Gerichtsverfahren wegen seiner Haarfarbe geführt.

Die Wahl

Die Menschen haben so lange das getan, was von ihnen im Wörterchor der wirtschaftsfinanzierten Journalisten und staatlich besoldeten Lehrer gefordert wurde und das „kleinere Übel“ gewählt, bis sie schließlich nur noch eine Wahl zwischen Trump und Clinton hatten.

Nach der Wahl gefragt

Nach der Wahl gefragt, warum „wir“ diese AfD-Wähler haben, holte der Vorübergehende tief Luft und fing zu sprechen an:

  1. Leute, die Positionierung und Auftreten der AfD für eine gute Grundlage der Politik halten, sind vor noch gar nicht so vielen Jahren von der CDU/CSU bedient worden. Es gibt in der BRD einen beachtlichen Anteil von Menschen mit einem geschlossenen, „rechten“ Weltbild. Ich schätze diesen Anteil (aus dem Bauch heraus, ohne systematisch erfasste Daten) auf rd. zehn Prozent; in einigen Regionen (große Städte) weniger, in anderen Regionen (kleine Städte, Land) deutlich mehr. Es gefällt mir nicht, dass es diese Menschen gibt, aber das ändert leider nichts an ihrer Existenz. Diese Wahlberechtigten finden ihr Weltbild seit vielen Jahren nicht mehr in CDU/CSU repräsentiert und politisch wirkmächtig. (Das ist stark vereinfacht, denn auch die SPD hatte einen durchaus einflussreichen rechten Flügel; tatsächlich dürfte ein erklecklicher Anteil der AfD-Wähler von der SPD kommen.) Diese „Rechten“ sind nicht irgendwelche Verlierer oder Subkulturanhänger, sondern mitten im Bürgertum verwurzelt. Eine NPD hätten diese Menschen nicht wählen können. Die AfD verkauft sich hingegen erfolgreich als bürgerlich genug, um diesen Wählern zu munden.
  2. Die „große Koalition“ mit ihrer Politik des „Alternativlos“ — TTIP/CETA nur als ein aktuelles Beispiel — weckt bei vielen Menschen den Wunsch nach Alternativen. Die AfD nennt sich – der Werber, der sich das ausgedacht hat, war gut! – sogar selbst eine Alternative. Die anderen antretenden Parteien (mit leichter Ausnahme der Linkspartei, aber auch das blättert langsam ab) hingegen wirken als Bestandteil des gleichen Apparates, der zu überwinden ist. Und eine Stimme für die AfD ist nicht „verschwendet“, sondern hat eine gute Chance, an eine Partei zu gehen, die über fünf Prozent erzielt. Ich gehe davon aus, dass diese Konstellation bei vielen Wählern einen Ausschlag gegeben hat. Übrigens lesen die meisten Wähler vorm Kreuzchenschlagen nicht die Wahlprogramme der Parteien. Das ist angesichts der Tatsache, dass die Wahlprogramme nach der Wahl in der politischen Praxis bedeutungslos sind, auch gar nicht verwunderlich. Kraft und Lebenszeit sind nun einmal beschränkt und werden nur dann für sinnlose Tätigkeiten aufgewändet, wenn diese sinnlosen Tätigkeiten wenigstens einen sinnstiftenden Lustgewinn versprechen.
  3. Im gesamten Gefüge der BRD entsteht beim bloßen Hinschauen der Eindruck gewaltiger Korruption. Das geht von Hauptstadtflughäfen und vergleichbare Milliardengräber des gegenwärtigen Prachtentfaltuingsdranges bis hin zu Autokonzernen, die sich offenbar gut genug in Politik und Verwaltung »einkaufen« konnten, dass es niemals zu ernsthaften Messungen der Emissionen kam, sondern zu manipulierbaren Messverfahren, die dann auch manipuliert wurden. Diese ganze… sorry für das wenig analytische Wort… Scheiße lässt sich am einfachsten und vermutlich am trefflichsten durch Korruption erklären. Ernsthafte Versuche, diese Korruption aufzuklären, zu beenden und die Verantwortlichen haftbar zu machen, gibt es nicht, was einen gewissen Verdacht der allgemeinen Mittäterschaft erweckt. Währenddessen rottet die Infrastruktur weg, verschimmeln die Schulen, verarmen immer mehr Menschen, verblödet die nachwachsende Generation. Mit Ausnahme der Linkspartei und der AfD gibt es keine chancenreich wählbare Partei, der die Wahlberechtigten Abhilfe zutrauen; der CDUSPDCSUFDPGRÜNETC-Apparat hat jegliche Glaubwürdigkeit in der Korruptionsbekämpfung verloren.
  4. Wenn ich „national“ fühlen würde, überkäme mich gewiss angesichts der „Bananigkeit“ dieser Bundesrepublik immer wieder ein Anfall aus Scham und Wut. So ist es bei mir nur noch Zynismus.
  5. Das bestimmende Lebensgefühl vieler Menschen in der BRD ist unter den hier herrschenden und politisch gewollten Umständen ANGST geworden. Angst ist… ja, ich weiß, wie heiter das klingt… ein erhebliches Unlustgefühl, dass selbst bei halbwegs brauchbarer (und Kraft kostender) Verdrängung im gesamten Alltag latent weiterwirkt und den davon befallenen Menschen stark beeinträchtigt. Die AfD — von mir wird diese Abk. gern auch als „Angst für Deutschland“ gedeutet — appelliert direkt an existierende Ängste im Hartz-IV-, Wohnungsmangel- und Niedriglohn-Staat BRD, statt sie hinter den ansosten überall gleichlautenden und nirgends glaubwürdigen Floskeln von „Zukunft, Wachstum, Bildung, Natur, Jugend und Gesundheit“ zu verschweigen. Die AfD bietet nicht die psychische Verdrängung und das „Weiter so“ als Angstabwehr an, sondern eine „andere“ Politik; bis zur Endlösung des Angstproblemes (das natürlich von der AfD völlig im Sinne des Neurotikers gedeutet wird) weiter. Das ist im Moment im chancenreich wählbaren Parteienspektrum ein Alleinstellungmerkmal. Ich kann mir vorstellen, dass sich etliche Wähler der AfD regelrecht „befreit“ fühlen.
  6. Die unmittelbar existenziell wirksame Angst wurde nicht von der AfD erzeugt, sondern durch die gewollte Politik der CDUSPDCSUFDPGRÜNETC. Die jetzt in die BRD kommenden Kriegsflüchtlinge werden als Mitbewerber in einem eng gewordenen Raum von Lebensmöglichkeiten gesehen und katalysieren den individuellen Angstprozess weit über die potenzielle Wählerschaft einer AfD hinaus.
  7. Der gesamte journalistische Betrieb hat — nach einigen Kampagnen, die selbst dem schlichtesten Geist als Kampagnen auffallen mussten — jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Das Schlimme am „Lügenpresse“-Ruf derer, die vom islamisierungsbedrohten Abendland faselten, um sich selbst zu beschreiben, das Schlimme an diesem Ruf ist seine deutlich gefühlte Wahrheit. Die gesamte „Linke“ in der BRD hat es versäumt, diese Wahrheit aufzugreifen und in substanzielle Kritik sowie erfolgversprechende Agitation zu verwandeln — vermutlich aus einem falsch verstandenen Antifaschismus heraus, der sich darin genügt, immer das Gegenteil jeweiliger faschistoider Bewegtheit zu vertreten, nicht merkend, dass das Spiegelbild des Faschismus nicht der Antifaschismus ist, sondern nur sein Spiegelbild. Damit wurde dieses wichtige politische Thema dem politischen Mitbewerb überlassen. Die Folgen sind unter anderem Wahlergebnisse mit zwanzig Prozent für die AfD.
  8. Die tagespolitisch aktuelle Armenien-Resolutions-Arschkriecherei von Kanzlerin Angela Merkel gegenüber der gegenwärtigen türkischen Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan hat bei mir nur dazu gefürt, dass ich mal wieder getwittert habe. Trotz der unfeinen und wenig sachlich erscheinenden Sprache stehe ich inhaltlich völlig dahinter. Das waren volle zwei bis drei Prozent vom heutigen AfD-Erfolg. Der gesamte Vorgang war einfach nur widerwärtig. So viel kann ein Mensch weder saufen noch kiffen, als dass das anders wahrgenommen werden könnte. Dieser unwürdige Akt fügt sich in eine Reihe mit dem Verhalten der BRD-Regierung in der Böhmermann-Affäre.
  9. Angela Merkel muss weg. (Ernstgemeint. Und nein, nicht wegen der Flüchtlinge. Wegen des Gesamtwerkes. Wegen der Menschen in der BRD. Wegen der Menschen in Europa. Wegen eines »Atomausstieges«, der durch Verfeuerung von Braunkohle getragen wird. Und wegen ihrer einlullend nichtssagenden Sprechblasen, zu denen sie mit den Händen das Bild einer Vulva formt, während sie daran arbeitet, die gesamte Gesellschaft in etwas umzubauen, in dem sehr viele Menschen nicht leben wollen.)

Der Vorübergehende hätte noch lange weitersprechen können, aber weil es eh niemand hören wollte, hörte er einfach damit auf.

Dummdenkzettel

Tweet von Katharina Nocun (@kattascha) vom 13. März 2016, 11:49 Uhr: #AfD wählen, weil die etablierten Parteien versagen ist wie Germany's Next Topmodel schauen weil einem ARTE nicht intellektuell genug ist.

Retterpose

„So so, die Wahlbeteiligung ist unerwartet hoch und erstmals seit Jahrzehnten signifikant gestiegen“, sagte der Vorübergehende, „und wenn ich bei der AfD für die PR verantwortlich wäre, dann würde ich den Fern-Säh-Frontfressen meiner Partei auf die Merkzettel schreiben, dass sie völlig unabhängig vom Wahlergebnis immer wieder erzählen müssen, dass die AfD die Demokratie in der BRD gerettet hat“. :mrgreen:

Die angebliche „Sorge vor dem Rechtsruck“…

Die Politiker, die angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen ihrer „Sorge vor dem Rechtsruck“ Ausdruck verleihen, kommen mit dieser Sorge zwei Jahrzehnte zu spät, denn der „Ruck“ ist ein seit Jahren laufender Prozess, zusätzlich angetrieben von Hartz-Fear-Massenverarmung mit mies bezahlter Arbeit auf staatlich subventionierten Elendsarbeitsstrichs, politisch gewolltem, in verrottenden Gebäuden verabreichtem Bildungsnotstand, persönlicher Aussichtslosigkeit eines fast jeden Menschen in der BRD, der noch eine Zukunft vor sich hat, sowie einer zusätzlich für jeden wachen Betrachter völlig offensichtlichen und in ihren Einseitigkeiten und Lügen immer unverschämter werdenden, wie gleichgeschaltet anmutenden Propaganda in Glotze und Presse. Es ist ja auch gar nicht die wirkliche Sorge der so redenden Lügenredner, dass es einen „Rechtsruck“ geben könnte — ihre Sorge ist nämlich in Wirklichkeit, dass der gar nicht so geringe Anteil der Menschen in der Bevölkerung der BRD, der ein extrem-konservatives bis geschlossen rechtsradikales Weltbild hat, nun endlich in einer eigenen Partei parlamentarisch vertreten und wirkmächtig wird. Das gefällt mir auch nicht, aber die Vertretung der Wähler ist nun einmal der Zweck der Parlamente. Wenn es die größte geäußerte Sorge der „Demokraten“ geworden ist, dass die Parlamente tatsächlich die politischen Auffassungen der wählenden Bevölkerung widerspiegeln, dann hat sich das mit der „Demokratie“ schon längst erledigt, dann ist der zur Verwirrung des Denkens postulierte Rechtsruck nur dem längst schon geschehenem Untergang der „Demokratie“ gefolgt.

Das parlamentarische Theater

Zeig mir deine „parlamentarische Demokratie“, du Wähler! Zeig mir auch nur eine einzige in allen Medien der Herrschenden und Besitzenden für wichtig erklärte Debatte in einer einzigen dieser Volksvertretungen, deren Verlauf und deren dargebrachte Argumentation etwas am bereits vorher zu erwartendem Abstimmungsergebnis verändert hat, und ich zeige dir den täglichen tief gebückten und korrupten Kadavergehorsam jener lichtlosen Gestalten, die angeblich nur ihrem Gewissen verpflichtet sind. Das, was du zum Hohn eine „Demokratie“ nennst, ist nichts als ein Theater, dessen offene Bühne von der versteckteren Herrschaftsausübung ablenken soll; und die im Regelfall miesen Laienschauspieler auf dieser Bühne geben sich nicht einmal die Mühe, ihre Aufführung ein bisschen überzeugend zu gestalten. Aber Dafür. Applaudieren sie sich auch gleich untereinander.

Und das alles, du Wähler, das alles ist es, was du aktiv, freiwillig und widerwärtig mit deiner Stimmabgabe legitimierst. Die intelligenz- und menschenverachtende Lobbykratie der BRD. Bist du. Wähler!

Die Wahl

Die Idee einer Wahl von Herrschenden gibt den Beherrschten die Möglichkeit, gleichzeitig eine Katastrophe und das „kleinere Übel“ mit Macht auszustatten.

Die Wahl

In beinahe jeder repräsentativen „Demokratie“ dieser Welt reichte es aus, wenn auf den Wahlzetteln nur noch zwei Felder zum Ankreuzen angeboten würden: „Ich habe keine Ahnung“ und „Es ist mir egal“.

Die undemokratische Wahl

Wenn die Menschen ein Parlament wählen, das in der Praxis der Europäischen Union keine politische Gestaltungsmöglichkeit hat und wenn die Menschen mit dieser Wahl eine weitgehend undemokratische EU zu legitimieren helfen, dann ist diese Wahl wahrlich kein Hochfest der Demokratie.