Tag Archive: Üstra


Baustellenschild -- Hochbahnsteig Steintor -- April 2017 bis Dezember 2018 -- Vorhabenträger infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH -- Planung TransTecBau Bauplanungs- und Managementgesellschaft mbH -- Mit finanzieller Förderung durch Niedersachen, Hannover

Werte üstra,
werte weitere Empfänger von Steuergeldern in dieser Sache,

ich möchte nur die Gelegenheit nutzen, euch stellvertretend für alle eure „Beförderungsfälle“ (Bezeichnung der Fahrgäste in den allgemeinen Beförderungsbedingungen des hannöverschen Nahverkehrsbetreibers Üstra), die auf eure schon recht hohen und stetig weiter steigenden Fahrpreise immer deutlicher mit Befremden und dem Gefühl, abgezockt zu werden reagieren darauf hinzuweisen, dass es inzwischen auch schnell abbindenden Beton gibt.

Der Vorrübergehende

Von der hohen „Akzeptanz“

Preise für Bus und Bahn sollen steigen - Politik zögert - Üstra-Chef Neiß siehe hohe Akzeptanz bei Kunden / Beratungen vertagt

[Quelle des Scans: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom vergangenen Samstag, den 25. April. Wer wenig Bezug zu Hannover hat, benötigt noch die Erläuterung, dass die „Üstra“ der hannöversche Nahverkehrsbetreiber ist.]

Herr Neiß sieht also eine „hohe Akzeptanz bei Kunden“, wenn diese Kunden mehr bezahlen müssen. Das fällt Herrn Neiß sehr leicht, das so zu sehen — und die „Kunden“ heißen in den Allgemeinen Beförderungebedingungen der Üstra übrigens „Beförderungsfälle“. Weshalb fällt Herrn Neiß seine besondere Sicht auf die Wirklichkei so leicht? Nun, das hat drei Gründe:

  1. Er glaubt wirklich, dass so ein von der lokalen Journaille wiedergegebenes Blendgefasel dazu führen könnte, dass „Kunden“ die höheren Preise besser akzeptieren, obwohl viele seiner „Kunden“ zu den rot-grün gewollten Billiglohnarbeitern gehören und jeden Cent zweimal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben. Da kann man doch ruhig mal ein bisschen lügen.
  2. Er selbst ist natürlich niemals darauf zurückgeworfen, die Busse und Bahnen in Hannover zu benutzen, sondern sitzt im bequemen und repräsentativen Dienstwagen.
  3. Er weiß genau, dass der Großteil der „Kunden“ wegen seiner Armut gar keine andere Wahl hat, als „Kunde“ der Üstra zu sein. Deshalb ist es auch nicht weiter schlimm, wenn man diesen Menschen immer wieder mit offener Verachtung entgegentritt.

Dass jemand auf diesem Hintergrund so redet, zeigt, zu welchem lichtscheuen Gesindel der so Redende gehört. Über eine Journaille, die sich allzu gern zum Sprachrohr eines solchen Gesindels macht — die Üstra ist ja auch ein immens großer Werbekunde in Hannover — gar nicht erst zu reden. Alle Ächtung!