Tag Archive: TV


Zitat des Tages

Aber was machen daraus etwa die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF? Sie haben keine Bilder für die Krise gefunden und damit auch keine Haltung. Immer nur sind die hektischen Krisenmanager in Brüssel zu sehen, wie sie dicken Autos entsteigen oder in dicke Autos einsteigen – eine Ikonografie der Macht und des Apparates und der Automatismen.

In der BBC dagegen, ich erinnere mich noch fast an jedes Bild, an jeden Satz, gab es schon sehr früh in der Krise einen Bericht über ein älteres italienisches Ehepaar, das sich erhängt hatte, weil es seine Schulden nicht mehr zahlen konnte.

Georg Diez bei Spiegel Online — Griechenland in deutschen Medien: Immer voll auf Merkel-Linie

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Gar nicht mehr so schlimm

Wenn ein Günther Jauch „die prominenteste Talkshow-Bühne Deutschlands“ zur Verfügung stellen kann, finde ich die Vorstellung einer Islamisierung auf einmal gar nicht mehr so schrecklich. Das „Abendland“. Hat sich lange schon in ein grottenfinstres Nachtland verwandelt.

„Smarte“ Geräte

Wenn das Gerät (oder später einmal: die Wohnung, die Infrastruktur das Haus, die ganze Stadt) „smart“ ist, dann meint dieses Wort, dass der Nutzer des Gerätes verdummt, beherrscht, enteignet und fremdbestimmt ist. Die meisten Nutzer mögen jene Anspannungslosigkeit, die mit dem Verzicht auf eigene Denktätigkeit einhergeht lieber als den Genuss der Freiheit; und als zusätzliche bunte Glasperle, die den Tausch im Auge des Verdummten noch leichter und besser erscheinen lässt, gibt es ja kostenlose Apps…

Aussicht

Blick durch ein Fenster nach draußen, auf eine fensterlose Mauer. Vor dem Fenster montiert sind zwei Satellitenschüsseln, die einen zwar nicht erfreulicheren, aber doch noch weniger öden Blick nach draußen ermöglichen

Wie „gut“, dass es den Fernseher gibt, das Fenster derer, die keine Aussicht haben…

Das neue Studio der ARD-Tagesschau

Standbild mit dem neuen Studio der ARD-Tagesschau

Je weiter sich die vom Nachrichtenvorleser vorgelesenen Nachrichten und die niemals offen kommunizierten Relevanzkriterien für diese Auswahl von Nachrichten von der Lebenswirklichkeit der Menschen und vom journalistischen Anspruch der Ausgewogenheit, Faktentreue und Sachlichkeit entfernen, desto mehr gleicht sich das Aussehen der Räume, in denen der Nachrichtenvorleser diese Nachrichten in gut gespielter Objektivität vorliest, an die Gestaltung der Brücke eines Raumschiffes aus schlechter science fiction der Siebziger Jahre an. So wird schon beim Hinschauen klar, dass das, wo nach man sich richten soll, weit abgehoben über der leidigen, zur Bedeutungslosigkeit erklärten Wirklichkeit schwebt.

Dreißig Jahre RTL, SAT.1 und Co.

Diese politisch explizit gewünschten Sender, die wegen ihres unseriösen, auf die Anreicherung ihres Programmes mit dem unerwünschten Vergällungsmittel „Fernsehwerbung“ basierenden Geschäftsmodelles von Anfang an nach einer großen Einschaltquote gestrebt haben, erreichten dieses Ziel durch eine große Einfaltquote in allen ihren Sendungen — und ihnen wird in diesem „Erfolgsmodell“ selbst vom quasi-staatlichen Fernsehen der BRD nachgeeifert, dass wegen der Finanzierung durch eine mit Staatsgewalt eingetriebene Quasisteuer gar nicht auf hohe Werbeeinnahmen angewiesen ist.

Kurz verlinkt: Fernsehen

Der Fernsehzuschauer ist in diesem Zustand hochgradig suggestibel. Er ist fast völlig wehrlos gegenüber den Botschaften des Fernsehens, auch wenn er sich ihnen gegenüber erhaben wähnt. Die Botschaften dringen tief in sein Unbewusstes ein und setzen sich dort fest.

Pflasterritzenflora: Fernsehen

Winke, winke

„Wie die Teletubbies für Erwachsene“, sagte der Vorübergehende, als eine so genannte Volksmusiksendung des Deutschen Fernsehens an seinem Leben vorbeiscrollte.

Zweiter Teil

Ob diese Macher von gewissen TV-Dokumentationen, in denen Adolf Hitler immer zu bedrückender Funktionsmusik in Zeitlupe durch die schwarzweißen Welten wandelt, sich angesichts der Tatsache, dass sie schon alles an footage gebracht haben, wohl so manches Mal insgeheim danach sehnen, dass es eine Fortsetzung geben möge?

Fern

Der Vorübergehende sagte am Telefon zum alternativtümelnden Sozialpädagogen mit der laufenden Glotze im Hintergrund: „Du nennst es Bildungs-Fernsehen, und das ist schon fast richtig, denn was du und ich und jeder dort tun soll, ist möglichst bildungsfern sehen“.

Das Format wurde in Ländern mit mehr demokratischer Kultur abgeschaut, aber der Ton und die Darbietung im trüben, gedankentötenden Bierdunst des deutschen Stammtisches eingeübt.

Der Schlüssel zur gesünderen Ernährung

Es geht wirklich einfach: Vermeide jedes Nahrungsmittel, für das Werbespots im Fernsehen laufen oder für das bei Sportveranstaltungen mit Fernsehübertragung Bandenwerbung (oder eine vergleichbare Form der Reklame) gemacht wird!