Tag Archive: Terror


Wohlige Geilheit

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Wohlig geil suhlt sich der contentindustrielle Betrieb in der sich breitbeinig anbietenden Möglichkeit zur lukrativen Reklameplatzvermarktung und bemerkt gar nicht, wo er dermaßen aufs intimste mit darinnen steckt, als wären zweie zu einem Fleisch geworden.

Terrorprävention

Menschen, die gebildet sind, nicht gemobbt werden und eine halbwegs erfreuliche persönliche Aussicht haben, laufen weder ohne explizite religiöse Motivation mit Waffen menschenmetzelnd durch den öffentlichen Raum, noch kommen sie auf die Idee, selbstmörderische Totmacher mit religiöser Motivation zu werden. Die nach jeder derartigen Mordtat von Journalisten und anderen Propagandaschergen in ermüdender Regelmäßigkeit aufgeworfene und breit mit Spekulationen und Fakten abgehandelte Frage, ob der Täter nun religiös motiviert war oder nicht und ob es sich deshalb um „Terrorismus“ gehandelt habe oder nicht, sie geht meilenweit an einem möglichen Aufschluss vorbei und nimmt in ihrer bewusstseinserstickenden Primitivität die „Argumentationsmuster“ rechtsradikaler Mordbrenner vorweg. So lange derartige Mordtaten dazu führen, dass absurde und menschrechtsfeindliche politische Agenden leichter ausgeführt werden können und dass sich die Nachrichten der Contentindustrie besser monetarisieren lassen, so lange besteht keine Aussicht auf ein Ende dieser psychischen Rückkopplung im Nachrichtenstrom — außer durch einen Ausgang in einer gesellschaftlichen Katastrophe. Die Prävention der Mordtaten besteht nicht darin, dass die Menschenrechte abgeschafft werden und die anlasslose Überwachung aller Menschen ausgebaut wird, sondern darin, dass man beginnt, die richtigen Fragen zu stellen und Antworten darauf zu suchen. Ein solches Vorgehen trüge übrigens — im Gegensatz zum derzeitig vorangetriebenen Abbau der Menschenrechte — das Potenzial in sich, das Leben aller Menschen besser zu machen, denn das, was die mörderische Verzweiflung hervorbringt, prägt nicht nur jene, die zu Tätern werden.

Gott ist klein

Jeder, der für „Gott“ tötet oder auch nur gesellschaftliche Zustände herbeisehnt, in denen der „Wille Gottes“ zum verbindlichen, mit Staatsgewalt durchgesetzten Gesetz für jeden Menschen wird, deklariert in dieser Geste eines dumm und fröhlich in die Welt hinaus: Dass er seinen „Gott“ in Wirklichkeit für viel zu klein und kraftlos hält, zu töten und seinen Willen durchzusetzen. So oft kann die Größe dieses „Gottes“ gar nicht lautschreihälsig beschwören werden, dass dieser offenbare Wahnsinn dahinter versteckt werden könnte — in der religiösen Gewalt, sei sie staatlich oder kriminell den anderen Menschen aufgezwungen, spiegelt sich deutlich des blasphemische, gleichermaßen gottesverachtende wie menschenverachtende Zug der Religion selbst.

Das Brüsseler Bombengeschäft

Kaum gibt es Terrorismus, Bomben und Tote, schon gibt es die „Liveticker“ auf den großen qualitätsjournalistischen Websites, in denen stundenlang live in Stummelsätzen mitgeteilt wird, dass noch nichts genaues bekannt ist… umrahmt mit Werbung, dem eigentlichen Geschäft der Contentindustrie. Es sind die Tage, an denen sich zeigt, dass die Tätigkeit der Journalisten genau so kalt und menschenverachtend ist, wie das, worüber der Journalismus zu berichten vorgibt, während er nichts zu berichten hat.

Klitzekleine Pause

Barack Obama, Präsident der USA und Friedensnobelpreisträger, hat sogar eine klitzekleine Pause in der Bombadierung des Jemens, Libanons, Syriens, des Iraks, Afghanistans, Libyens, Pakistans und Somalias eingelegt, um adrett vor der US-Flagge und dem Logo des Weißen Hauses in die Kameras positioniert und mit gewohnt gut geübten betroffenem Gesichtsausdruck seiner von bezahlten PR-Mitarbeitern vorformulierten Trauer über die Anschläge in Frankreich Ausdruck zu verleihen: „Dies ist nicht nur ein Anschlag auf Paris. Dies ist ein Anschlag auf die gesamte Menschheit„.

Terrorbekämpfung durch Kriminalisierung

„Die Terroristen verwenden Verschlüsselung, also lasst uns Kryptografie kriminalisieren, damit es weniger Terrorismus gibt“, sagt der lichtscheue Angstappell des Politikers vor den geduldigen Mikrofonen und Kameras. Dabei ist doch schon so viel Terrorismus durch Kriminalisierung „verhindert“ worden, denn die Terroristen verwenden Waffen und das ist längst schon kriminalisiert; und wie jeder an ihren kugeldurchsiebten Opfern sieht, ist es den Terroristen deshalb unmöglich geworden, an Waffen zu gelangen. Und wenn man jetzt auch noch damit begönne, klar zu benennen, dass die Terroristen Religion verwenden und auf Grundlage dieser Einsicht jegliche Religion zu kriminalisieren, dann würde gewiss bald schon das terrorismusfreie Zeitalter beginnen.

Gut gemachte Terrorangst

Mit wie großem Aufwand jetzt den Menschen die Angst vorm Terror eingeimpft wurde, und wie gezielt ihnen allmedial in die Augen gestanzt wird, wie ein bekämpfenswerter, unmenschlicher Terrorist aussieht! Doch. Der einzige Terrorismus, der in den letzten Jahren der Bundesrepublik Deutschland Menschen ermorden konnte, war der rassistisch-neonationalsozialistisch motivierte Terror der Mordbrenner vom „NSU„, dessen aus Überzeugung handelnde Unterstützer offenbar so tief in die Polizeien und Geheimdienste der Bundesrepublik Deutschland verflochten sind, dass noch während der Ermittlungen flugs die Akten in den Schredder wanderten. Gar nicht erstaunlich, wie auf diesem Hintergrund das Bild vom gefährlichen, in jedes Leben als ständige Drohung hineinragenden „Terrorismus“ aussieht, das von den gleichen Polizeien und Geheimdiensten mit der spektakulären Absage eines Fußballspieles ins allgemeine Bewusstsein verankert werden soll — es sieht exakt wie ein Abziehbild aus der Propaganda neonationalsozialistisch motivierter Gewalttäter aus.

Ausgewiesen zuvorkommend

„Wie zuvorkommend von diesen Terroristen“, sagte der Vorübergehende zu seinem mediengläubigen Zeitgenossen, „dass sie immer einen Pass dabeihaben, wenn sie ihre Terrortaten begehen — aber stets einen speziellen Terroristenpass, der niemals beschädigt wird; nicht einmal in einem Flugzeug, von dem sich hinterher nicht einmal der Flugschreiber mehr auswerten lässt“.

Es hat nichts damit zu tun

Respice post te, hominem te esse memento!

Jeder religiöse Mensch, der angesichts der Tatsache, dass zum Untergang der Menschheit durch mörderische Gewalt stets und gellendlaut der Name irgendeines Gottes ausgerufen wird, behauptet, diese Gewalt habe nichts mit Religion zu tun, ist selbst ein Teil des Problems, ist selbst etwas von jenem psychischen Boden, auf dem der Terror erst so richtig gedeihlich heranwächst und blutige Früchte trägt. Demut, du Gläubiger, Demut! Vielleicht kommt mit dem abgelegten Stolz ja ein Fünklein Einsicht…

Pray for Paris

„Nein, ich bete nicht für Paris“, sagte der Vorübergehende angesichts des zuckenden Blutes aus dem Nachrichtenticker, „nein, ich fange nicht ausgerechnet mit einem Gebet an, nachdem der kollektive Irrsinn der Religion wieder einmal so viele Menschen in Leichen verwandelt hat. Du kannst dir in deiner völlig lichtlosen Gläubigkeit gar nicht vorstellen, wie schön eine Welt ohne die kalte, halbmechanische, psychische Regung der Religion wäre“.

Taumeltrankbetrunken

„Religion“, sagte der Vorübergehende zum Beharrenden, „dieser trunkene Taumeltänzer zwischen Trost und Terror“.