Erbarmungswürdig aussehende Tauben sitzen auf einem Draht, mit dem sie vertrieben werden sollen

Auch die grauen Tauben sind müde geworden, so dass sie sich auf den zweitbesten Platz setzen… inmitten des aus tausend Papptellern hastender Menschen herabfallenden, fetten Mülls, von dem sie leben. Scharf schneidet der dünne Draht in die dafür niemals bereiteten Füßchen, ein Spiegelbild des beschädigten Lebens im Glanze des Wohlstandes. Dreieinhalb Meter tiefer bringt unter den gebieterischen Augen der Überwachungskameras der Nahverkehr die Menschen in die graubunten innerstädtischen Konsumzentren; ein nahrhafter Müllnachschub für die Ratten der Lüfte. Ein von seiner Mutter in diese grelle Ödnis gezogener, kleiner Junge mit einer Eistüte in der Hand scheucht laufend und mit vielen vergnügten Glucksern im Munde Tauben in den Flug. Seine noch niedliche Stimme und seine kindlich grausame Geste schatten das Triumphgeschrei eines blutschlürfenden Kriegsherrn und die arrogante Machtanmaßung eines Sklavenhalters voraus. Was bleibt. Das ist die Scheiße.