Tag Archive: SPD


Zwei Hannoveraner

„Zwei weltweit bekannte Hannoveraner gibt es“, sagte der Vorübergehende zu seinem Zeitgenossen, „Fritz Haarmann und Gerhard Schröder. Und letzterer. War mörderischer“.

Erinnert euch! Bitte erinnert euch!

Der letzte Kanzlerkandidat der SPD, der von den von Milliardären für ihr Schreiben entlohnten Journalisten aus Presse und Glotze so einhellig bejubelt, mit Aufmerksamkeit verwöhnt und hochgeschrieben wurde wie zurzeit der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, war Gerhard „Hartz IV“ Schröder.

Kamerabesoffen

Die Antwort des Alkoholikers darauf, dass ihm das Saufen kaum noch Spaß bereitet, ist nicht, dass er mit dem Saufen aufhört, sondern, dass er noch mehr säuft. Und. Die Antwort des BRD-Innenpolitikers darauf, dass die bestehenden Überwachungsmaßnahmen gegen Terrorismus und andere Ausflüsse des Irrsinns wirkungslos sind, ist nicht, dass er mit den Überwachungmaßnahmen aufhört, sondern, dass er noch mehr überwachen lässt.

Offener Brief an Martin Schulz

Werter Herr Schulz,

ich finde, sie müssen in all der medialen Feier um ihre chancenlose Kanzlerkandidatur unbedingt an eine Tatsache erinnert werden, die sie bei ihren Reden von „Gerechtigkeit“ so gern vergessen machen: Die von ihnen vertretene Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Regierungspartei.

Eventuelle Taten, die eine Umkehr fort von Gerhard „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ Schröders und seines korrupten Kumpelkreises bizarrer Ideenwelt bedeuteten, können also genau jetzt von dieser SPD veranlasst werden, wenn eine solche Abkehr wirklich gewünscht wäre. Derartige Taten würden ihren wahlkampfbeflissenen Reden etwas geben, was ihnen zurzeit völlig abgeht: Glaubwürdigkeit.

Lügen haben die Menschen genug gehört.

Unter Erbietung meiner vorzüglichsten Hochachtung
Der Nachtwächter
Nach Diktat verreist

Mit Vorratsdatenspeicherung…

Mit Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht passiert. Anne Frank, 1929-1945.

Vorratsdatenspeicherung

Foto von Anne Frank -- Mit Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht passiert. Anne Frank, 1929-1945

Der Zustand der SPD (Symbolbild)

Schaufenster am SPD-Büro des Ortsverbandes Linden/Limmer in der Fortunastraße (Linden-Nord)

Am Büro der in jedem Medium so erwärmlich bürgernahen SPD Linden-Limmer in der Fortunastraße (Linden-Nord) ein Schaufenster. Dort hinein drappiert die Leichen der letzten Wahl: Bunt bedrucktes Papier mit Worten, derer heut nicht mehr gedacht werden soll und mit einem darauf gestempelten, radioaktiv lächelndem Gesicht, dessen Trägerin nun wie geplant im Haus der Pfründe und im Heim des Bimbes sitzt. Die sogenannte „Wahl“, bei der es nur wenig Wahl gab, ist lange schon vorbei, das Fenster liegt immer noch herum als sei noch damals, die Sonne wirft seitdem ihr Licht jeden Tag aufs wehrlos bestempelte Papier und lutscht die verlogene Farbe aus ihm heraus, die eh nur einige Wochen halten musste und deshalb nicht haltbarer war. Was bleibt, so schön und klar, das ist ein großer, roter Würfel. Innen leer. Außen das Parteilogo der SPD. Vergessene Lügen drumherum, an denen nicht nur die vom Parteibetrieb tief verachteten Menschen achtlos vorbeigehen, sondern sogar jene Mitglieder der SPD, die für diesen Zustand zuständig sind… was daran liegen mag, dass es der gewünschte Zustand ist.

Und das erstaunlichste daran: Nicht einmal Steine fliegen in dieses Fenster, das einen geradezu obszönen Blick auf die Menschenverachtung der SPD gestattet.

Europa „neu“ denken

Wahlplakat der SPD zum laufenden Europawahlkampf: Zwei niedliche Kinder auf einer orangen Fläche, dazu die 'politische' Aussage: 'Ein Europa des Wachstums. Nicht des Stillstands.' -- 'Europa neu denken. SPD'

Diese Ideologie einer Krebszelle, um jeden Preis Wachstum und immer mehr Wachstum haben zu müssen, ist ja auch so ein „neuer“ Gedanke. Da helfen auch die beiden zugegebenermaßen niedlichen Kinder nicht, die so wenig zum gar nicht niedlichen Koloss der europäischen Korruption, Demokratieverachtung, Bürokratie und — seit den jüngsten Finanzkrisen — organisierten Menschenverachtung passen wollen.

Und nein, der Rest der aufgestellten Plakate einer neuen Einheitspartei aus CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und AfD mit dem Katalog „Wachstum“, „Chancen“, „Sicherheit“ und „Arbeit“ ist keinen Deut weniger entpolitisierend.

Vorerst

Wenn Mitglieder und Mitmösen der gegenwärtigen Bundesregierung verlautbaren, dass es nach dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofes vorerst kein neues Gesetz zur dieser zur Verharmlosung als „Vorratsdatenspeicherung“ bezeichneten anlasslosen Totalüberwachung der Kommunikation aller Menschen in der Bundesrepublik Deutschland geben wird, dann schwingt im „vorerst“ mit, dass diese darauf warten, dass die so genannten „Grundrechte“ noch relativer und unbedeutender werden, ja, dass diese Freunde eines totalitären Staates bei sich bietender Gelegenheit vielleicht sogar aktiv darauf hinarbeiten werden, dass Grund- und Menschenrechte weiter relativiert und ausgehöhlt werden.

Zitat des Tages

Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an

Quelle: „Deutschlands Zukunft gestalten“, Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, 18. Legislaturperiode, PDF-Version ohne Datumsangabe, S. 123.

Mitgliederentscheid

Während die Redensart sagt, dass der Fisch vom Kopfe her zu stinken beginne, treibt der verrottende Leib, einen Bauch voller satter Maden nach oben gewandt, dem Abgrunde entgegen.

Nur zur Erinnerung, SPD!

Nur zur Erinnerung, SPD!

So mit einem Mund voller Menschenrechte, wie es in diesem kommentierten Screenshot dokumentiert ist, habt ihr auf der Website eurer Bundestagsfraktion über die Frau Bundeskanzlerin und die Überwachung aller Kommunikation durch die NSA gepoltert — damals, als im Juli dieses Jahres noch früher Wahlkampf war und ihr nicht in einem Koalitionsvertrag mit der CDU die so genannte „Vorratsdatenspeicherung“ einführen wolltet, die anlasslose, verdachtsunabhängige und vollständige Überwachung der Kommunikation aller Menschen in der BRD.

Ihr seid eben ein ganz verlogenes, lichtscheues Gesindel, das die Intelligenz, das Gedächtnis und die Würde aller Menschen offen verachtet.

SPD-Mitgliedern, die besser sind als ihr Parteivorstand und die sich von solchen Rückblicken gekränkt fühlen, lege ich nahe, gegen die Koalition mit der CDU/CSU zu stimmen.