Tag Archive: Sicherheitsesoterik


Vom Nutzen der Videoüberwachung

Defibrillator in einer U-Bahn-Station, von Vandalen zerstört. Der Bruch im Gehäuse geht mitten durch den Schriftzug 'Videoüberwacht und alarmgesichert!'

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Bücherverbrennung 2.0

Gar nicht auszudenken, wenn es nach den gemeinsam in den Dunkelkammern der EU-Verwaltungen und so genannten „Volksvertretungen“ abgestimmten Wünschen von Presseverlags-Milliardären und EU-Politbüromitgliedern¹ demnächst ein EU-weit gültiges „Leistungsschutzrecht“ für Presseverleger mit einer zwanzigjährigen Schutzfrist für die „Inhalte“ gibt, diese Inhalte aber wegen des EU-weit gültigen „Rechts auf Vergessenwerden im Internet“ generell nach nur zwei Jahren gelöscht werden müssen (was sicherlich auch für Links, Zitate und Bezugnahmen aller Art gelten wird, auch in Blogs, in Social-Media-Sites, in der Wikipedia). Während in einer auf allen Fronten vorangetriebenen Bücherverbrennung 2.0 das im Internet akkumulierte Wissen der Welt systematisch kriminalisiert und vernichtet wird, sammelt sich das Herrschaftswissen der Herrschenden und Besitzenden in völlig unkontrollierten Überwachungsdatenbanken eines neuartigen staatlich-wirtschaftlichen Komplexes an und wartet im Namen der Sicherheit und der Supergrundrechte auf seinen Einsatz gegen die Überwachten.

¹Die EU-Kommissare sind nicht demokratisch gewählt und verdienen die Bezeichnung „Politbüro“ ohne jede Einschränkung; das EU-Parlament hat keine Initiativrechte und steht damit auf der Stufe einer machtlosen Applaus- und Demokratiesimulationskammer für die scheindemokratische Absegnung der Beglückungsideen ebendieses Politbüros. Wer sich von der real existierenden Europäischen Union an eine „Deutsche Demokratische Republik“ erinnert fühlt, denkt nicht falsch.

Überwacht

Der Vorübergehende sagte zu seinem ängstlichen Zeitgenossen: „Die Videoüberwachung öffentlicher Plätze und Räume wird von innenpolitischen Quacksalbern als Allheilmittel zur Prävention und Bekämpfung der Kriminalität angepriesen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit eingefordert. Der Hauptbahnhof von Köln ist, wie jeder große Bahnhof in der BRD, vollständig videoüberwacht — und legt zurzeit ein vernichtendes Zeugnis davon ab, das diese Form der Überwachung weder bei der Prävention noch bei der Aufklärung von Straftaten hilft; dass sie nichts weiter als eine dumme, abergläubische Geldverschwendung wie ein homöopathisches Nichtarzneimittel voller Nichtwirkstoff ist. Sie hilft nur dabei, überall den zwingenden Blick des anonymen großen Bruders vor die Augen zu stellen und Angst auszubreiten; dumme, gefügig machende Angst“.