Tag Archive: Sex


Lebensinhalt

Als der Vorübergehende wie beiläufig am späten Abend einer seiner Zeitgenossinnen sagte, dass er kelnerlei sexuelles Interesse mehr habe, da schaute sie ihn an und wusste einen kurzen Moment nicht, ob das die Wahrheit sein könne. Und dann fragte sie ihn: „Aber was machst du denn dann den ganzen Tag?“

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Wie schön es doch sein könnte

Wie viel schöner doch das Leben sein könnte, wenn die moralgeknuteten Menschen sich für ihre Habgier aufs peinlichste schämten und dafür ihre Sexualität lebensfroh begrüßten und keine Gelegenheit ausließen, sie auszuleben! Und. Wie anders die Sprache und das von ihr mitgeformte Denken doch wären, wenn aus den Schamlippen endlich wieder „Lustlippen“ würden, und aus dem Geldbeutel endlich wieder ein „Schambeutel“! Die Entfesselung der Habgier als gesellschaftsbegründend und die gleichzeitige Abwehr der Sexualität als unanständig, unterdrückungswürdig und regulierungsbedürftig — übrigens zwei moralische Haltungen, die prächtig zusammen mit der jeweils quasistaatlichen Religion gehen, und zwar mit jeder quasistaatlichen Religion — arbeiten in die gleiche beklagenswerte Richtung, zerstören die Lebens- und Lustmöglichkeiten der Mehrzahl der Menschen und führen direkt in den Faschismus.

Liebe und Sex im Smartphone-Zeitalter

Man macht erstmal den Warenkorb voll und „liked“ alle Menschen und guckt dann, was bei rauskommt. Am Anfang fand ich das spannend, aber ich habe mich schnell gelangweilt, als ich täglich in den digitalen Menschenmassen fischte. Die Menschen dort werden völlig austauschbar, ja, das ist wie beim Onlineshopping

Nina Wagner

Rezepttipp

Der Vorübergehende sagte zu seiner Begleiterin: „Wenn ein röm.-kath. Priester, oder schlimmer noch, ein Bischof oder gar ein Papst mir erzählt, wie ich das mit Liebe, Beziehung, Ehe und Sex zu machen habe, klingt das für mich so kenntnisreich und beachtenswert wie ein Hinweis zur Zubereitung eines Huhnes, der mir von einem radikalen Veganer gegeben wird“.

Sterilisierter Spaß

Der Vorübergehende sagte zu seinem jungen, studierenden Zeitgenossen: „Du hast eine Zukunftsaussicht vor dir, und du lebst in einer Zeit, in der alles Miteinander unter dem asozialen Imperativ der Ökonomie betrieben wird. Das eröffnet dir Möglichkeiten. Ich kann dir nur empfehlen, dich sterilisieren zu lassen, aber niemals einer Frau davon zu erzählen. Wie sehr die Frauen beim Verführen und beim Sex zur Hochform auflaufen werden, wenn sie nur die Aussicht auf ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Mann im Wohlstand haben, den sie mit der flutschen Bärenfalle ihrer Vulva in die Unterhaltsknechtschaft zwingen können, wirst du dann erleben. Und. Du wirst jede Menge Spaß haben. Kinder gibt es genug, wenn du Kinder willst, kannst du ja jederzeit eines adoptieren.“

Bettina

Sollte es wirklich einmal dazu kommen, dass ein Politiker seine bevorzugte Hure heiratet, so ist dabei immerhin klar, wer von den beiden den ehrenwerteren und menschlicheren Beruf hat. Und das. Ist nicht der Politiker.

Die Phantasie

In keinen anderen Bereichen scheint die menschliche Fantasie und Kreativität so groß wie in diesen beiden zu sein: beim Ausleben der geschlechtlichen Lust und beim Quälen und Ermorden anderer Menschen. Die psychologische Geschichte der Zivilisation bestand immer nur darin, die Entfaltung der Fantasie und Kreativität beim Sex zu unterdrücken und als ehrlose Sünde zu brandmarken; um auf der anderen Seite die Entfaltung der Fantasie und Kreativität beim Ermorden anderer Menschen einseitig zu fördern und zum Inbegriff des ruhmverdienenden Ehrenvollen zu machen.

Die holde Sieben

Rotamint Goldene 7 Hold

Welcher harmlose körperbetonte Spieltrieb hier mit welchem weniger harmlosen, mechanisch zu befriedigenden „Spiel“-Trieb in psychisch wirkmächtige Verbindung gebracht werden soll, ist offensichtlich. Nichts ist dem Werber so erwünscht wie die fetischhafte Sexualisierung irgendwelcher Produkte; nichts kommt ihm so entgegen wie die Förderung der allgemeinen sexuellen Perversion; nichts hilft ihm so sehr, wie unbefriedigte und unbefriedigende Sexualität in einer überall künstlich übersexualisierten Unwelt. Sex sells. As long as you do not sell the real thing.

Vom „Geist“ des deutschen Stammtisches

Aus einer Werbung für Musikboxen im Jahre 1967

Aus einer Werbung für Musikboxen aus dem Jahre 1967. Hossa! Hossa! Auf die Leber!