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Zustand

Der Zustand der Schulgebäude steht in bemerkenswertem Gegensatz zur gegenwärtigen politischen Idealisierung der Schule und ihrer heilbringenden Bedeutung für die Kinder — und spiegelt gerade darin die Wirklichkeit hinter der politischen Lüge wider.

Oh, die Bildung ist so wichtig!

„Bet und arbeit!“ ruft die Welt;
„Bete kurz!“, denn Zeit ist Geld.
An der Türe pocht die Not:
„Bete kurz!“, denn Zeit ist Brot.

Georg Herwegh

So lange es an den Zwangsschulen der BRD einen konfessionellen Religionsunterricht als staatliches Pflichtprogramm mit breit verabreichter Kirchen-Reklame für alle Kinder gibt, deren Eltern dieser Vergewaltigung von Kindergehirnen nicht widersprechen, so lange sollte niemand die Zwangsschulen der BRD als Bildungseinrichtungen missverstehen. Es handelt sich um Anstalten für die Dressur, Indoktrination und Verdummung kleiner, wehrloser Menschen, und wer sich dem zu entziehen sucht, weil der objektive Schwachsinn dieser Veranstaltungen selbst für einen unreifen Verstand erkennbar ist, wird mit einer staatlichen Gewalt behandelt, wie sie ein Großverbrecher der Marke „Wirecard“ oder „VW“ in der BRD niemals kennenlernen wird — bis hin zur Freiheitsberaubung in staatlich geförderten, meist kirchlich betriebenen Kinderheimen. Um „Bildung“, also um den geistigen Werkzeugkasten, der einen Menschen zu vernünftigen Entscheidungen ermächtigt, ist es in der Zwangsschule der BRD noch nie gegangen. Wie wichtig diese Indoktrination von denen, die sie anordnen und mit Gewalt durchsetzen genommen wird, zeigt sich allein darin, mit wie leichtem Herzen selbst noch eine dritte Coronawelle inkauf genommen wird, die tausende Tote zur Folge haben kann.

In Hannover gibt es wieder Lehrer, die Kinder und Eltern mit Lügen¹ dazu nötigen wollen, für den Fernunterricht das unter allen Aspekten völlig indiskutable „Zoom“ zu verwenden — ich habe heute mit zwei Eltern kommuniziert, die mir das berichtet haben und sich gegen diese Form der Gewalt nicht zu wehren wussten. Zumal beide meinten, dass es für ihr Kind nur Nachteile haben würde, wenn sie sich stärker zur Wehr setzten, als dass sie lediglich ihre Bedenken anmeldeten und sich die recht unverschämten Lügen dieser Lehrer anhörten…

Es fällt mir schwer, dabei keine unfriedlichen Gedanken zu entwickeln.

So schade, dass in diesem Dreivierteljahr Corona-Pandemie noch nicht die Zeit war, etwas Eigenes, Robustes und datenschutzrechtlich Vertretbares aufzubauen und ein paar Server für den Betrieb anzumieten (oder solche des jeweiligen Landesrechenzentrums dafür zu verwenden). Stattdessen wurde von Pullovern, Decken, Lüften und Kniebeugen fabuliert, weil diese „Maßnahmen“ erfreulich kostenlos sind und paar Groschen für die Schule und die ihr ausgesetzten Lehrer und Schüler nicht übrig waren. So wie generell niemals Geld für Schulen übrig ist, was man vielen Schulen sehr deutlich ansieht, wenn man nur hinschaut. Ach, wie schön die Sonntagsreden der oft erschreckend ungebildeten Vertreter der Classe politique doch von „Bildung“ triefen können!

Wenn die BRD ein so genannter „Rechtsstaat“ wäre, würde ich dem Versuch, eine Einstweilige Verfügung beim zuständigen Landesverwaltungsgericht zu erlangen, ja gute Chancen einräumen. Leider ist die BRD ein Willkürstaat, und zwar auf allen Ebenen.

¹Lügen ist das bewusste Aussprechen der Unwahrheit. Das ist in beiden Fällen geschehen, um „Zoom“ als gangbare Alternative darstellen zu können.

Die Kinder

„Die Kinder, die nach dem Willen der Politiker aus fast jeder Partei während der Coronaseuche vormittags in den Schulen zusammensitzen müssen“, sagte der Vorübergehende zum Kopfschüttelnden, „sollen nach dem Willen der gleichen Politiker aus fast jeder Partei nachmittags nicht mehr zusammen spielen dürfen. Man braucht nicht viel Verstand, um den Unsinn in der marktkonformen Seuchenbekämpfung zu sehen, aber man braucht immer noch genug Verstand, um nicht in diesem Ozean der Intelligenzverachtung und Dummheit zu ertrinken, sondern seinen Verstand zu behalten“.

Lernerfolg

Das Einzige, was alle Kinder zuverlässig durch den zwangweise verabreichten Schulunterricht lernen: Übermüdet den Mund zu halten und still zu sitzen, wenigstens aufmerksam zu wirken, selbst wenn eine didaktische Null von Steißtrommler schon lange einsam in das Nichts redet, ohne es zu bemerken. Kinder, die auch das nicht lernen, werden schließlich als „schwer erziehbar“ jugendamtlich enteltert und in so genannte „Kinderheime“ meist kirchlicher Trägerschaft gegeben, damit man ihnen dort rund um die Uhr mit psychischer und grober Gewalt diesen kecken Rest von Empfinden eigener Würde austreibt. Die kranke politische Idee, den staatlichen Zwangsschulbetrieb selbst unter Bedingungen einer Pandemie fortzusetzen, ohne auch nur Geld für Schutzmaßnahmen in die Hand nehmen zu wollen, ist nur ein Spiegelbild des Bewusstseins in der Classe politique, dass in einer „marktkonformen Demokratie“ Massen von gewaltsam gefügig gemachten Menschen benötigt werden.

Berechtigung

Politiker, die angesichts der zur Corona-Seuche aufrechterhaltenen Schulpflicht, also angesichts eines gefährlichen und mit Staatsgewalt durchgesetzten Zwangs zur körperlichen Anwesenheit von Kindern in einer Schule, vom „Recht auf Bildung“ faseln, würden den Tod wohl auch als ein „Recht auf Leben“ bezeichnen.

Die gefährlichsten „Coronaleugner“ sind nicht die im Zerrspiegel des Journalismus bizarr vergrößerten Demonstanten, sondern die kinderfressenden Schreibtischtäter in Politik und Verwaltung.

Lehrer

„Lehrer ist kein Beruf“, sagte der Vorübergehende, „sondern eine Diagnose“.

Der schlimmste Lockdown

So viele Menschen, die während der coronabedingten schulfreien Zeit zu denken scheinen, dass es gar nicht funktionieren könne, wenn die Schüler selbst denken müssen, denn sonst gäbe es doch keine Lehrer… ja, einige dieser nicht mehr an das selbstständige Denken glaubenden Menschen sind sogar Schüler.

Der schlimmste Lockdown, der Lockdown der menschlichen Intelligenz, wurde lange vor Corona durchgeführt und läuft schon seit Jahrzehnten.

Unterricht

Unfassbar, wie viele Dinge ich eher und schneller begriffen hätte, wenn sie mir nicht in der Schule erklärt worden wären.

Die Schüler

Der Vorübergehende zeigte auf die Demonstration von Schülern und sagte: „Es fällt viel leichter, die Schüler an einem Freitagvormittag während der Schulzeit zum Demonstrieren und ‚Schulstreiken‘ zu motivieren als an einem Sonntagvormittag. Und die Journalisten beim atemlosen Vermarkten von Reklameplätzen sind ganz hingerissen von den Kindern, die sich ein paar Stunden lang so sehr einsetzen, nachdem ihnen gesagt wurde, dass sie sich einsetzen sollen… solange die gleichen Kinder die Missstände, die in ihr eigenes Lebens ragen, etwa das zerfallende Schulgebäude mit den ekelhaften sanitären Anlagen, stumm und widerspruchslos hinnehmen, als eine Gegebenheit ihres Lebens betrachten und so für den Rest ihres Lebens lernen. Immer. Wenn Kinder hervorgezerrt werden, um politische Propaganda zu machen, wird es grenzenlos zynisch“.

Die guten Schüler

Ich sehe ja immer wieder Schulkinder, die sich am schweren Ranzen einen krummen Rücken mit den schlechtesten Büchern der Welt (Schulbücher) schleppen, während sie das Wissen der Welt in ihrem ungleich trageleichteren Handy zur Verfügung hätten, aber nicht schulisch nutzen dürfen. Es war niemals die Aufgabe der allgemeinen, mit Staatsgewalt durchgesetzen Zwangsschule, Bildung zu vermitteln. Es war immer die Aufgabe der allgemeinen, mit Staatsgewalt durchgesetzten Zwangsschule, junge Menschen so weit persönlich zu zerbrechen und mit Fertigkeiten auszustatten, bis sie als würdelose Batterien für die betrieblichen Produktionsprozesse, als wirtschaftliches Verschleißmittel „Menschenmaterial“ einsetzbar sind, während gleichzeitig ihr Lernwille und ihr angeborenweise sehr aufgewecktes Interesse so vernichtset wird, dass sie bis zu ihrem Tod geradezu Angst vor dem Erwerb von Wissen empfinden. Deshalb ist die allgemeine, mit Staatsgewalt durchgesetzte Zwangsschule ja auch eine Errungenschaft der frühen Industrialisierung…

Es geht in der Schule nur um Menschenvernichtsung. Die Durchführung ist Aufgabe des Lehrers, dafür gibt es den Sold. Alles an dieser Institution legt Zeugnis davon ab, insbesondere ihre stets bestehende Rückständigkeit, ihre bemerkenswerte Individuumsverachtung und die Gewalt, die Kindern auf jeder Ebene, auch durch die Druckweitergabe des Mobbings untereinander, angetan wird, während sie der Leidens- und Zwangsgemeinschaft der Schule ausgeliefert sind.

Man muss sich Faschisten als gute Schüler vorstellen…

Wider die Mordläuferlust

Wir müssen mehr tun, als nur für die Opfer und Familien zu beten

Greg Abbott, gegenwärtiger Gouverneur von Texas

„In den USA soll auch weiterhin jeder an Schusswaffen kommen können“, sagte der Vorübergehende zum Nachrichtengenießer, „aber gleichzeitig soll verhindert werden, dass Schüler mit den Waffen ihres Vaters zur Schule gehen und dort ihre Mitschüler und ihre Lehrer ermorden, oder es soll wenigstens so getan werden, als ob man das zu verhindern trachtete. Da wäre es doch die naheliegendste Lösung im Sinne der US-Verfassung und der US-amerikanischen Lebensart, wenn man einfach Schulen verböte. Immerhin hörte damit auch das oft erbarmungslose Mobbing in den Schulen auf, das niemals Schlagzeilen macht, weil dabei nicht so viel contentindustriell wertvolles und verwertbares Kinderblut fließt, weil es ‚bestenfalls‘ vereinzelte junge Menschen in den Freitod treibt“.