Als jemand, dem das Konzept der Sendezeiten schlicht zuwider ist — ich lasse mir nicht von den technokratischen Sachzwängen des Rundfunkbetriebs meine Tagesgestaltung ausformen — bin ich ein großer Freund von Podcasts.

Beinahe jeden Tag, wenn ich diese Stunde dafür benötigte Ruhe finde — und diese Zeit nicht lieber im Schatten eines Baumes verbringe — schaue ich mir nacheinander den Podcast der Tagesschau der ARD und den Podcast des 10-vor-10-Magazins des SRF an.

Und jedes Mal erlebe ich in diesem Kontrast den Unterschied zwischen Journalismus und Propaganda; sehe und höre, wie der Journalismus der Sendung aus der Schweiz in erster Linie versucht, die Wirklichkeit sichtbar zu machen (auch, wenn das nicht immer gelingt), während die Propaganda der Sendung aus der BRD in erster Linie versucht, die Wirklichkeit hinter einer vorgegebenen Fassade zu verstecken (auch, wenn das nicht immer gelingt).