Die Unschuldigen haben niemals ein gutes Alibi.

Agatha Christie

Es gibt so viel Geschwätz von Tätern, die sich berufen fühlen, endlich noch mehr Gewalt zu tun. Sie schwatzen angesichts der von ihnen selbst geforderten und geförderten gesellschaftlichen Barbarei von der Wichtigkeit pädagogischer Maßnahmen, also von Erziehung, um aus meist jungen, ausgelieferten Menschen Persönlichkeiten zu machen, die so etwas wie Menschenrechte, Toleranz und demokratische Werte anerkennen. Und. Stets sind die so Redenden und Wollenden der Meinung, dass so etwas am besten in einem institutionalisierten, professionellen (also von abhängig um des Gelderwerbes willen Beschäftigten betriebenen), elternlosen Kontext geschehen müsse, der damit naturgemäß auch ein beziehungsloser, vom „Warencharakter des Betreulings“ geprägter Kontext ist. Diese so „fortschrittlich“ verkleideten „Fürsprecher“ der Kinder — die übrigens gern und häufig Frauen sind und die nur ungern und eigentlich nie die als Vorwand vorgeschobenen Kinder selbst sprechen lassen — verbergen in naiv-kuschlig anmutenden Blendworten wie „Kinderkrippe“, dass es ihnen bei solchem Planen um eine weitgehende Verschulung des kindlichen Lebens geht und dass der Zwangscharakter der Schulpflicht selbst noch dort auf die technokratische Entelterung der Kinder abfärben wird, wo kein direkter gesetzlicher Zwang vorliegt, sondern wo die Eltern durch politisch ebenfalls gewollte und geplant herbeigeführte wirtschaftliche und soziale Not dazu gezwungen werden, ihre Kinder in die jeweils vorgesehene Institution zu verbringen. Was den Kindern dort begegnet und was ihnen immer früher immer länger in ihrem Leben begegnen soll, sind psychische Kinderschänder, die mit geplanter und zielgerichteter Methodik mindestens das Verhalten, am „besten“ sogar das Denken der Kinder beeinflussen und verändern sollen. Wie eine solche Zwangsmethodik den Sinn für das Demokratische wecken soll; wie eine solche Missachtung des ausgelieferten Menschen Appetit auf den Wert von für jeden Menschen geltende, unantastbare Menschenrechte machen soll; wie aus der pädagogischen Überrumpelung durch geschulte und dafür bezahlte Manipulationsarbeiter, die ihren Plan an die Stelle des Willens ihres Gegenübers setzen, das vom Aussterben bedrohte Pflänzchen der Toleranz sprießen soll, wie aus dem möglichst frühen Zerbruch aller Bedingungen, aus denen ein wirkliches Ich erstehen könnte, eine Persönlichkeit entstehen soll — alles das sind Fragen, die sich einem schon nach kurzen Nachdenken stellen, wenn man nicht von Schizophrenie oder stumpfem Menschenhass zerfressen ist. Was am Ende der totalen Verschulung des kindlichen Lebens, mit der zurzeit so viele so genannte „Demokraten“ so sehr liebäugeln, aus den misshandelten, entelterten und hirngefickten Kindern entstehen wird, das sind keine verantwortungsvollen Demokraten, sondern gefügige, leicht steuerbare und von ihren eigenen Möglichkeiten des Denkens und Handelns entfremdete Faschisten und Konsumisten. Und damit. Gut geeignete Batterien für den betrieblichen Produktionsprozess: bewertet, vorsortiert, genormt und leicht austauschbar.

Und. Genau. Das. Ist die Absicht und der Plan, wie sich auch an vielen anderen Stellen zeigt. Wer diesen Tätern auf dem Leim geht, belegt damit, dass die Folgen der psychischen Nachwirkung des Zwangsschulsystemes in der erwachsenen Seele wirklich so sind, wie sie von diesem Pack eingeschätzt werden; er zeigt, dass er schon längst andere für sich denken, handeln, fühlen lässt.

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