Tag Archive: NSU


Unabhängiges Gericht

Auf den laufenden NSU-Prozess angesprochen, sagte der Vorübergehende: „Es ist doch ein unabhängiges Gericht, und deshalb völlig unabhängig von den Fakten. Das wird schon vergessen machen, dass V-Leute der BRD-Geheimdienste noch nicht einmal etwas bemerkt haben, wenn sie an den Tatorten waren — nachdem die Anzahl der lebenden Zeugen durch Verunfallungen und klare Fälle von Selbstmord stark reduziert wurde“.

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Ermittlungen

„Das Wort ‚Ermittlungsausschuss‘ ist beinahe ein richtiges Wort“, sagte der Vorübergehende zum Zeitungsgläubigen und Wahlberechtigten, „es fehlt nur ein einziger Buchstabe, um Absicht, Funktion und Aufgabe einer solchen Institution zutreffend zu beschreiben: Es handelt sich um einen ‚Ermittlungsausschluss‘, und die ‚Ergebnisse‘ des pressewirksam mit lautem Tamtam simulierten ‚Aufklärungswillens‘ spiegeln dies nur zu deutlich wider“.

Untergrund

Es war nicht ein „nationalsozialistischer Untergrund“, ein geheimdienstlicher war es. Oder genauer: Ist es.

Freislerfreunde

So viele „Qualitätsjournalisten“, die schreiben, als wünschten sie sich, der laufende Mordprozess gegen Beate Zschäpe würde von Roland Freisler geführt. Wie restlos im Appell an die dumpfe, gewaltfreudige Lust an der Rache, die sich nur notdürftig als Recht verlarvt hat, vergessen gemacht werden kann und vergessen gemacht werden soll, welche durch ein Jahrzehnt des Metzelns tragende Sympathie und Kumpanei zwischen Polizeien und Inlandsgeheimdiensten der BRD und einer kleinen Bande von Mördern bestand — und dass die dafür Verantwortlichen sich natürlich niemals vor einem Gericht dafür verantworten müssen.

Neue Fotos

Neue Fotos von der mutmaßlichen Terroristin: So tritt Zschäpe vor das Gericht

Ohne Worte. Quelle des Screenshots: Website eines Verlagsangebotes mit so genannten „qualitätsjournalistischen“ Inhalten, die ich für diese Kälte nicht auch noch verlinke.

NSU-Prozess

Nachdem jetzt ein paar Medien der Contentindustrie ihren Wunschplatz im Gerichtssaal haben, könnte man jetzt endlich mal darüber reden, dass eine Mörderbande in der BRD jahrelang Menschen umgebracht hat und dass sich von Seiten der Polizeien und Inlandsgeheimdienste nicht gerade ein zielstrebiger Wille zur Aufklärung dieser Verbrechen und zur Verhinderung weiterer Verbrechen zeigte, sondern ganz im Gegenteil der Ruch von Komplizenschaft und der Versuch, nachträglich Beweismaterial zu vernichten.

(Stinkendes Journalistenpack! Widerwärtige Schreiber der Milliardärspresse! Da sage mir noch mal jemand, Blogger seien selbstreferenziell!)

Wi(e)der das Vergessen

Wenn Bundesgrüßaugust Joachim Gauck — der übrigens als Pfaffe das Handwerk des klebrig tröstlichen Lügens von der Pike auf gelernt hat — zwei Stunden seines Terminplanes dafür aufwändet, jede Menge Journalisten in sein Schlösschen einzuladen, die dann mit gierigem Kameraauge nach bewegenden Augenblicken Ausschau halten, weil die Angehörigen der Opfer der NSU-Mordserie zugegen sind, und wenn der Herr Bundesgrüßaugust behufs dieses inszenierten Scheingedenkens davon blahfaselt, dass „Deutschland niemals vergessen“ dürfte, dann ist das schnelle Vergessen in dieser staatspfäffischen Pflichterfüllung fest eingeplant. Zu diesem schnellen Vergessen gehört übrigens auch, das über so viel hartbetroffen hingestelltem Blendwerk niemand mehr die sehr nahe liegende Frage stellt, welcher Staatsanwalt jetzt wegen der aktiven und passiven Unterstützung einer Mörderbande durch BRD-Inlandsgeheimdienste und Polizeien ermittelt und welche Fortschritte diese Ermittlungen machen.

Mein größter Respekt gilt allen Angehörigen der Mordopfer, die sich dieser menschenverachtenden Inszenierung verweigert haben.

Nachtrag: Ich hatte mittlerweile schon ganz vergessen, dass der gleiche Bundesgrüßaugust Joachim Gauck vorher ein von den Angehörigen der Opfer erwünschtes Treffen abgelehnt hat. [via Kotzendes Einhorn]

Staatliche Entschlossenheit

Vieles an den Zuständen in der BR Deutschland spiegelt sich in der Tatsache, dass die Polizeien dieses Staat gegen das Refugeecamp in Berlin entschlossener vorgehen als sie jahrelang gegen die Mörderbande namens NSU vorgegangen sind — dies wohl auch deshalb, weil die Schnittmenge von Rassisten und Polizisten in der BRD-Gesellschaft bemerkenswert groß zu sein scheint. [via]