Tag Archive: Nobelpreis


Nobelpreisträger unter sich

Der Friedensnobelpreisträger von 2009, Barack Obama, hat den Friedensnobelpreisträger von 1999, Ärzte ohne Grenzen, mit Luftangriffen und vorsätzlichen, gezielten und mörderischen Bombenabwürfen aus Kunduz vertrieben. Mord. Ist der neue Frieden.

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Einen herzlichen Glückwunsch an Edward Snowden

Alternativer Nobelpreis für Snowden: Wir gratulieren!

Der Friedensnobelpreisnominierte

Es ist völlig gleichgültig, wer nach der Auszeichnung von Anjezë Gonxha Bojaxhiu, „Friedenstruppen“ der Vereinten Nationen, Tendzin Gyatsho, Jassir Arafat, Shimon Peres, Jitzack Rabin, Muhammad Yunus, Al Gore, Barack Obama und der Europäischen Union noch für den Friedensnobelpreis geehrt wird. Ein Mensch mit Anstand lehnt diese zusammen mit einem Scheck überreichte Mördermedaille ab.

Es sich einfach nur anzuschauen…

Es sich anzuschauen, wie und mit welchen lügenvollen Worten der Friedensnobelpreisträger des Jahres 2012 (die Europäische Union) sich verweigert, jemandem Schutz zu gewähren, der vor den Häschern des Friedensnobelpreisträgers des Jahres 2009 (Barack Obama) auf der Flucht ist, sagt mehr über dieses ganze absurde Theater als jeder langatmige Text.

Ein „Nobelpreisträger“ über die SPD-Agendapolitik

Hier in Deutschland ist die Sozialversicherung entstanden. Und ich war schockiert, als ich hörte, dass viele Deutsche den Wert dieser Einrichtung nicht mehr schätzen. Fast die ganze Welt hat das deutsche Sozialversicherungssystem kopiert. Das ist ein wunderbares System. Die Idee, dieses System zu ersetzen durch eines, in dem die Menschen für ihr Alter selbst sparen und investieren, ist für mich ein großer Rückschritt.

Robert Shilla, Träger des so genannten „Wirtschaftsnobelpreises“ 2013

Gruß auch an die professionellen Lügner und Manipulateure von der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, die gerade die weitere Abschaffung von Existenzsicherheit und Ausbreitung von Massenverarmung vorbereiten.

Der Friedensnobelpreisträger

Dialog und Verhandlungen sind die bevorzugten Mittel zur Lösung selbst der schwierigsten internationalen Konflikte. […]

Seine Diplomatie beruht auf dem Konzept, dass diejenigen, die die Welt führen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden.

Aus der Begründung für die Verleihung des so genannten „Friedensnobelpreises“ an Barack Obama

Vom Teufelskreis der Wörter

Mein Großvater war im Ersten Weltkrieg Soldat. Er wußte, wovon er spricht, wenn er in Bezug auf seinen Sohn Matz oft und verbittert sagte: Ja, wenn die Fahnen flattern, rutscht der Verstand in die Trompete. Diese Warnung paßte auch auf die folgende Diktatur, in der ich selber lebte. Täglich sah man den Verstand der kleinen und großen Profiteure in die Trompete rutschen. Ich beschloß, die Trompete nicht zu blasen.

Aber als Kind mußte ich gegen meinen Willen Akkordeon spielen lernen. Denn im Haus stand das rote Akkordeon des toten Soldaten Matz. Die Riemen des Akkordeons waren viel zu lang für mich. Damit sie nicht von der Schulter rutschen, band der Akkordeonlehrer sie mir auf dem Rücken mit einem Taschentuch zusammen.

Kann man sagen, daß gerade die kleinsten Gegenstände, und seien es Trompete, Akkordeon oder Taschentuch, das Disparateste im Leben zusammenbinden. Daß die Gegenstände kreisen und in ihren Abweichungen etwas haben, das den Wiederholungen gehorcht – dem Teufelskreis. Man kann es glauben, aber nicht sagen. Aber was man nicht sagen kann, kann man schreiben. Weil das Schreiben ein stummes Tun ist, eine Arbeit vom Kopf in die Hand. Der Mund wird übergangen. Ich habe in der Diktatur viel geredet, meistens weil ich mich entschlossen hatte, die Trompete nicht zu blasen. Meistens hat das Reden unerträgliche Folgen gehabt. Aber das Schreiben hat im Schweigen begonnen, dort auf der Fabriktreppe, wo ich mit mir selbst mehr ausmachen mußte, als man sagen konnte. Das Geschehen war im Reden nicht mehr zu artikulieren. Höchstens die äußeren Hinzufügungen, aber nicht deren Ausmaß. Dieses konnte ich nur noch stumm im Kopf buchstabieren, im Teufelskreis der Wörter beim Schreiben. Ich reagierte auf die Todesangst mit Lebenshunger. Der war ein Worthunger. Nur der Wortwirbel konnte meinen Zustand fassen. Er buchstabierte, was sich mit dem Mund nicht sagen ließ. Ich lief dem Gelebten im Teufelskreis der Wörter hinterher, bis etwas so auftauchte, wie ich es vorher nicht kannte. Parallel zur Wirklichkeit trat die Pantomime der Wörter in Aktion. Sie respektiert keine realen Dimensionen, schrumpft die Hauptsachen und dehnt die Nebensachen. Der Teufelskreis der Wörter bringt dem Gelebten Hals über Kopf eine Art verwunschene Logik bei. Die Pantomime ist rabiat und bleibt ängstlich, und genauso süchtig wie überdrüssig. Das Thema Diktatur ist von sich aus dabei, weil Selbstverständlichkeit nie mehr wiederkehrt, wenn sie einem fast komplett geraubt worden ist. Das Thema ist implizit da, aber in Besitz nehmen mich die Wörter. Sie locken das Thema hin, wo sie wollen. Nichts mehr stimmt und alles ist wahr.

Als Treppenwitz war ich so einsam wie damals als Kind im Flußtal beim Kühehüten. Ich aß Blätter und Blüten, damit ich zu ihnen gehöre, denn sie wußten, wie man lebt und ich nicht. Ich redete sie mit ihren Namen an. Der Name Milchdistel sollte wirklich die stachelige Pflanze mit der Milch in den Stielen sein. Aber auf den Namen Milchdistel hörte die Pflanze nicht. Ich versuchte es mit erfundenen Namen: STACHELRIPPE, NADELHALS, in denen weder Milch noch Distel vorkam. Im Betrug aller falschen Namen vor der richtigen Pflanze tat sich die Lücke ins Leere auf. Die Blamage, mit mir allein laut zu reden und nicht mit der Pflanze. Aber die Blamage tat mir gut. Ich hütete Kühe und der Wortklang behütete mich. Ich spürte:

Jedes Wort im Gesicht
weiß etwas vom Teufelskreis
und sagt es nicht

Aus der Nobelvorlesung von Herta Müller, 7. Dezember 2009
© DIE NOBELSTIFTUNG 2009